Burgmanndichtung in Ölwanne richtig einpassen?

mb411.119

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07. Juni 2011
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Hattert
Hallo Unimogler,
ich restauriere jetz schon seit gut einem jahr an meinem 411. momentan bin ich kurz vor der fertigstellung des motors. da dieser nun eine andere ölwanne bekommt( bekanntes platzproblem der unimog ölwannen, die für alte achsen vorgesehen waren aber bei den neuen nicht passen), möchte ich auch die dichtringhälfte in der ölwanne erneuern. nun habe ich gehört dass, wenn der dichtring zu kurz geschnitten wird er seine funktion als dichtring mitunter nicht mehr erfüllt und er undicht wird. wenn er aber zu lang abgeschnitten ist, also links und recht über die ölwanne übersteht, kann der druck des rings auf die kurbelwelle so hoch sein, dass sich die kurbelwelle durch reibung beim laufen des motors so stark erwärmt, dass die kurbelwelle im schlimmsten fall ihre materialvergütung verliert und somit anfällig für schäden wird.
Hat sich mit dieser problematik schon mal jedemand näher beschäftigt???
Desweiteren habe ich festgestelt, das der dichtring sich an den drei "haken" je links und rechts nicht soweit in die dichtrinhalterhälfte drücken lässt wie an den übrigen stellen. ist das vielleicht auch schonmal jemandem aufgefallen. hierbei denke ich wieder an den den druck auf die kurbelwelle der dort größer ist als z.b. unten in der mitte am dichtring.

für jede hilfe wäre ich sehr dankbar. :-)
 
Hallo

Der Bordmannring soll in beiden Gehäusehälften 0.3mm vorstehen, das ergibt dann eine Pressung von 0.6mm.
Sehr wichtig ist, dass der Ring gut mit Graphitfett geschmiert ist und beim Zusammenbau etwas Öl an die KW gegeben wird.
Der Ring muss Ringsum gleichmässig in der Nut liegen!

Freundliche Grüsse

Markus Mösching
 
Hallo Markus,

vielen Dank für die Hilfe, das hat mich schon viel weiter gebracht.
Jedoch habe ich immernoch das Problem, dass sich der Dichtring an den Seiten, wo sich die Haken befinden nicht so tief in die Dichtringhalterhälfte drücken lässt, wie an den übrigen Stellen. kann es sein, dass sich die Haken mit der Zeit in den Dichtring hinein drücken oder muss ich den Dichtring an den Punkten, an denen sich die Haken befinden besser anpassen, damit er überall gleich tief in der Halterhälfte liegt?

Gruß Max Schumacher
 
Hallo Max,

der Burgmannring wird am besten mit einem Rundholz in die Fixierstifte eingerollt, dabei durchaus kräftig drücken.

Beim Überstand die erwähnten 0,3 mm einzuhalten, erscheint mir ziemlich schwierig, wir haben immer bis zu 1 mm Überstand gelassen, wichtig ist eine saubere Schnittkante.

Gruß Franz
 
Vielen Dank für die Hilfe.
Ich habe den Ring jetz so wie Ihr es beschrieben habt eingesetzt und die Ölwanne montiert. Ich hoffe, dass ich alles richtig gemacht habe und der Motor an dieser Stelle dicht ist und trotzdem keinen Kurbelwellenschaden bekommt.

Gruß Max
 
Hallo Max

Wie hat sich der Burgmannring in der Praxis bewährt - noch immer alles dicht?

Bei mir steht der Abbau der Oelwanne auch an, dabei sollte vermutlich auch der Dichtring getauscht werden...

Gruss Norbert
 
Hallo zusammen

Ich habe mir für den Überstand ein 0.5mm dickes Blech genommen. Dann mit einer Rundfeile einen ca. 6mm breiten und 12mm langen Schlitz reingefeilt. Das Blech dann bündig auf die Dichtflächen aufgelegt und den Schlitz quer zum überstehenden Dichtring drübergeschoben. Dann mit nem scharfen Cutter bündig abgeschnitten. Fertig. Überstand folglich gleich Blechstärke, in meinem Fall 0,5mm.

Das Problem mit den Haken hatte ich trotz neuer Dichtringhalter auch. Habe den BurgmannRing so weit wie es ging angepresst und gut ist. Hat bisher alles prima funktioniert.

Gruß

Jörg
 
Hallo Norbert,
Der Motor hat bei mir seitdem gut 300 Betriebsstunden ohne Probleme gelaufen und alles ist auch dicht.
Die Idee von Jörg mit dem Blech finde ich auch gut. Das werde ich beim nächsten mal ausprobieren.

Gruß Max
 
Hallo Forumsgemeinde,
ich häng mich einfach mal an diesen Thread mit meinem Problem.

Ich hab bei meinem OM 636 Motor neue Lager an die Kurbelwelle anpassen lassen.
Kurbelwelle eingebaut und auf leichtgängigkeit geprüft, wie im WHB beschrieben.
Nachdem alles gepasst hat, hab ich den Burgmannsdichtring in den Motorblock eingebaut.
Jetzt läßt sich die KW sehr schwer drehen. Hab schon mehrmals nachgepresst.
Keine merkliche Verbesserung.
Hab ich was falsch gemacht oder muss sich die KW logischerweise schwerer Drehen?
Evtl. könnt ihr mir ein paar Tips und Hilfestellung geben.





Für euere Hilfe, besten Dank im Vorraus.
Gruß Michael
 

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Hallo Michel,
Der Burgmanndichtring presst sich an die Lagerfläche und ist sehr rauh, das erzeugt den Wiederstand.
Man sollte den Faserring zusätzlich mit Molybdänpaste einstreichen, das reduziert die Anlaufreibung und schützt gleichzeitig den neuen Dichtring. Das übliche vorölen der Lager mit Motoröl allein reicht an dieser Stelle nicht aus. Wahrscheinlich dreht es sich dann auch leichter.

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,
Danke für die schnelle Antwort.

Das es den Dichtring beim Eindrücken über den Halter hinaus drückt, passt oder?

Wenn ja, dann muß ich nur noch auf Überstand abschneiden.
Hab die seitlich überstehenden Reste mit dem Cutter entfernt, war hoffentlich richtig so?

Bei der Ölwanne wird es wohl genauso bescheiden, denke ich.

Bereue es eigentlich schon den neuen Burgmannsring eingebaut zu haben, der alte war noch Dicht.
Aber wenn man schon mal offen hat!!

Schöne Grüße
Michael
 
Hallo Jochen,
Du schreibst dass der Ring mit Molybdänpaste eingeschmiert werden soll...
Hast du da eine bestimmte Paste im Sinn?
Oder taut da z.b. abschmierfett bzw Antriebswellenfett mit mos2?

Viele Grüße, Nils
 
Hallo Nils,
Hochleistungs Langzeitfett mit Mos2,
soll die Anlaufreibung minimieren und hat Notlaufeigenschaften.
Für Antriebswellen auch empfohlen.

Gruß
Jochen