Deutsche Alpentour 2016 Sasbacher Unimog-Freunde

Am sechsten und vorletzten Tag der Reise sind nach einer kühlen Nacht unsere Fahrzeuge vom Morgentau klitschnass. Eine gute Gelegenheit bei aufsteigender Sonne ein paar effektvolle Fotos zu schießen.
 

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Heute ist Sonntag und 200 km liegen vor uns. Wir werden also von unserem mitgeführten Proviant leben.
 

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Der erste markante Streckenabschnitt ist das Südufer des Starnberger Sees.
 

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Bei einer kurzen Versammlung auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants kommt ein motorradfahrendes Unimog-Besitzer-Pärchen auf uns zu. „Mir habet oinen vieroißezwanzig …“ berichtet die Frau sachverständig.

Die drei Gruppen wählen Ort und Zeit der Mittagsrast unabhängig voneinander. Jede findet einen schattigen Platz zum Picknicken und Entspannen oder ein kurzes Nickerchen in der Natur.
 

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Erst am frühen Nachmittag treffen wir uns alle wieder - unter glühender Sonne - auf einem Parkplatz in Obergünzburg.

Auf dem weiteren Weg über Heimertingen überfahren wir die Grenze zu Baden-Württemberg. Deutlich zu erkennen am sofortigen Einsetzen von Umleitungen wegen Baustellen. Die Umleitungshinweise sind für Durchreisende wieder mal kaum verständlich und das Navi wird teilweise als reiner Kompass benutzt. So kommt es, dass etliche Kilometer durch dichten Wald, über Stock und Stein zurückgelegt werden.

Die uns begegneten Wanderer und Radfahrer werden natürlich durch größtmögliche Rücksichtnahme geschont und größerer Protest war nicht zu erkennen.

Sogar im Zielort Ummendorf gibt es eine Umleitung. Der Weg zur Brauerei wird damit noch einmal verlängert und wir kommen dort mit großem Bierdurst an. Alles weitere ist Routine. Außerdem waren wir schon einmal hier und kennen uns aus.
 

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Am siebten und letzten Tag der Reise sehnt sich die Herrenpartie nun doch nach ihren Frauen und Müttern. Die etwa 260 km Heimweg werden deshalb zügig abgespult.
 

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Einige fahren noch durch das romantische obere Donautal. Der letzte allgemeine Treffpunkt ist in Tuttlingen.

Die Sasbacher "Ureinwohner" mit ihren „Kleinen“ und die Untergruppe Süd verabschieden sich nach einer Fahrt auf Nebenstrecken durch das Kinzigtal in Gengenbach.

Dies sind nun die letzten festgehaltenen Momente einer bemerkenswerten und glücklichen Reise mit unseren altertümlichen Unimog.
 

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Nachlese

Begeisterung: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Bei aller Begeisterung des Einzelnen für das gemeinsame Hobby, erst wenn sich die Gleichgesinnten harmonisch zusammenfinden, sind solche Erlebnisse wie wir sie gemeinsam erfahren durften möglich.

Betätigung: So eine Fahrt kann einen das ganze Jahr über beschäftigen. Ideenfindung, Planung, Organisation, Durchführung, Bericht, Fotoalbum, Dia-Abend … und dann das Ganze gleich wieder für das nächste Jahr. Nach der Fahrt ist vor der Fahrt.

Gefährdung: Nachdem uns in den letzten Jahren überwiegend Motorradfahrer als rücksichtslose Verkehrsteilnehmer aufgefallen waren sind es diesmal einige PKW-Fahrer gewesen. Wir wurden überholt ohne dass der Fahrer den entgegenkommenden Verkehr einsehen und beurteilen konnte. Ein paar Mal wurden wir sogar geschnitten und an die Seite gedrängt.

Umleitung: Fast hätte ich es vergessen. Auf der Autobahn waren wir auch mal wieder – dank Umleitung.

Unterbringung: Wir erlebten einen interessanten Querschnitt durch die deutsche Gastronomie. Vom seit Generationen durch einheimische Wirtsleute betriebenen Landgasthof bis zum zur Touristenmelkstation verkommenen Renditeobjekt mit nicht der Deutschen Sprache mächtigem Personal und entsprechendem Mangel an Höflichkeit und Service. Bei der Größe unseres Trosses war es eindeutig die größte Schwierigkeit geeignete und angenehme Quartiere zu finden.

Verpflegung: Einer der Teilnehmer hat es doch tatsächlich geschafft bei allen sechs Abendessen jeweils einen Zwiebelrostbraten zu verspeisen. Nur zwei davon ernteten sein Lob. Perfekt jedoch war nach seinem Geschmack keiner. Es entzündete sich daran auch die Diskussion, ob ein Zwiebelrostbraten mit glasierten Zwiebeln sein dürfe, was wohl regional der Fall sei.

Wartung: Nur ein ordentlich gewarteter Mog ist ein guter Fernreise-Mog. Dabei sind es oft Kleinigkeiten, die übersehen werden und zu ernsten Pannen führen können. Beim 411 z. B. die Schmierung der Einspritzpumpe, wenn diese nicht an den Schmierölkreis des Motors angeschlossen ist und lange Zeit nur noch Dieselkraftstoff drin ist. Glücklicherweise ist tatsächlich nichts passiert.

(Fotos: Luca)
 

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Hallo Christoph,
vielen Dank für den tollen Reisebericht.
Ich bin in Gedanken die ganze Strecke nochmals "mitgefahren".
Es waren tollen Tage und ich hoffe auf eine Wiederholung auf einer anderen Strecke.

Es grüßt

Herbert :mog3
 
Hallo Christoph
Als einer der Sasbacher Ureinwohner möchte auch ich Dir für den tollen Reisebericht ein "Donkschin" sagen.
Die Tour war einfach wieder perfekt von dir geplant.
Selbst der Regentag hatte seine Vorteile, denn nur so konnten wir auch durch die Fussgängerzone, direkt an das Ufer, vom Königsee mit unseren Unimogs fahren.
Dabei durften auch die asiatischen Touristen, die etwas herben Abgase aus den noch kalten Unimog-Motoren
ganz ohne Mundschutz genießen.
Auch das nervige Kratzen an Herberts 411 kam nicht von der Einspritzpumpe-Wasserpumpe oder Lichtmaschine.
Ein Spritzer Silikonfett von unserem Fachmann Hubertus auf den Keilriemen und nichts ist mehr zu hören.
Mit besten Unimogler-Grüßen
Bernd
 
Liebe Unimog-Freunde,

hier noch ein paar einigermaßen ansehnliche Filmchen:

268 https://youtu.be/EBUKQYo165E
270 https://youtu.be/wNBj6S5qkIU
274 https://youtu.be/sqL_yPQFi7g
275 https://youtu.be/8uBRxx20Ya4
277 https://youtu.be/XJa9EtiC3IE
287 https://youtu.be/RfiLbVJeEEw
798 https://youtu.be/R1kjT8QXJwo
 
Hallo zusammen,
noch einmal ein herzliches Dankeschön an unseren Organisator Christoph der die Reise wie immer und alles was er macht von A bis Z "optimal" organisiert und angeführt hat.
Gruß Andreas
 

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Danke Andreas,

mit Euch war ich auch sehr zufrieden!

Ganz unprofessionell habe ich meine Fotos und Videos mal zusammengenagelt: https://www.youtube.com/watch?v=yFWGSJX0-QA&list=PLTfB0wwwyjPbfMybOcJKgh3gdQj5gzcnY