Die richtigen Komponenten für Holzspalter?

Not&Elend

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18. Jan. 2006
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Lötzbeuren
Hallo Community,

ich hätte da mal eine Frage an die Besitzer und vor allem an die Erbauer von Holzspaltern, da ich mir einen Spalter selbst bauen will.

Fest steht schon mal das es ein stehender Spalter werden soll, es müssen also keine Diskussionen über horizontal oder vertikal geführt werden.

Da ich schon einige Teile hier liegen habe würde ich gerne wissen ob diese Komponenten miteinander harmonieren und ob damit ein leistungsfähiger Spalter zu bauen ist.

Vorhanden wären:
180er Doppel-T-Träger
50ccm Pumpe max. 200Bar am Gr3. Getriebe 1:3,8
Doppelw. Steuerventil mit 80Ltr
Doppelw. Zylinder 80/60/1050 Anschlüsse 12L
Öltank 60Ltr mit Filter
40 Ltr Hydrauliköl

Was sagen die Spezialisten? Kann ich damit was anfangen?

Gruß, Hermann
 
Hallo Hermann,

also die Pumpe ist bei Wellendrehzahl von 540 zu hoch für das 80er Steuerventil.
Du hast eine Literleistung von 102 /min bei einem Ventil was max. 80 frisst. Das Oel wird heiss.

Die max. erforderliche Antiebsleistung liegt bei rd. 40 Kw bei 85% Wirkungsgrad (fällt aber nur in Spitzen an) an der Zapfwelle.

Wenn du das Steuerventil änderst würdest du max. 10 t Druck erzeugen.
Ausfahrzeit: 3,09 sek = 34 cm Kolbengeschwindigkeit/sek
Einfahrzeit: 1,35 sek = 77,7 cm Kolbengeschwindigkeit /sek
Druckleitung min. 16,5 mm
Rücklaufleitung min: 23,4 mm
Saugleitung min: 38 mm

Der Träger und der Tank reichen locker aus.

Grüsse: Hugo
 
Mog_406 schrieb:
Hallo Hermann,

also die Pumpe ist bei Wellendrehzahl von 540 zu hoch für das 80er Steuerventil.
Du hast eine Literleistung von 102 /min bei einem Ventil was max. 80 frisst. Das Oel wird heiss.

Die frage ist ob ich dann mit 540 U/min fahren muß? Bringt die Pumpe den vollen Druck nur bei dieser Drehzahl oder reduziert sich nur die Förderleistung?

Gruß, Hermann
 
Hallo Hermann!
Für den kleinen Zylinder ist die Pumpe etwas zu gross.
Du müsstest den Schlepper nur mit leicht erhötem Standgas laufen lassen und und dabei müsste er noch die entsprechende Leistung aufbringen.
Alles unter 50 bis 60Ps halte ich für zu schwach, a b e r probieren geht über studieren.
 
Hallo,

also der Druck sollte gleich bleiben, egal mit welcher Drehzahl, nur die Förderleistung geht runter. Auf der anderen Seite darf nicht vergessen werden das Förderleistung und Druck in direktem Verhältnis stehen. Kann dann schon passieren das das Antriebsfahrzeug abgewürgt wird. Der Druck bei der Förderleistung der Pumpe wird nämlich nur erzeugt wenn genug Energie (von der Zapfwelle) in die Pumpe fließt.

Schau mal hier:
http://www.hymatec-gmbh.de/website/Berechnungen/Berechnungen.php

Hier kannst Du alles berechnen was für den Spalterbau benötigt wird!
Viel Erfolg beim Spalterbau!!


MFG Markus
 
Hallo Zusammen,

also ich hab mir jetzt mal überlegt das ich die Komponeten verbaue welche ich habe und im Bedarfsfall die große Pumpe gegen eine kleine tausche. Da es eine Aufsteck-Pumpen-Getriebe-Kombi ist sollte das kein Problem sein :D .

Ich hätte da aber noch eine andere Frage bezüglich der Ansteuerung des Zylinders.

Verbaut ist jetzt das 80Ltr-Ventil mit doppelte Funktion und drucklosem Umlauf. Der Hebel ist federbelastet, so das der Zylinder beim loslassen des Hebels automatisch nach oben fährt.
Der Keil soll dann in einer definierten Endlage den umlaufenden Bügel hochdrücken und damit über den Steuerhebel das Ventil in den drucklosen Umlauf bringen.

Jetzt habe ich mir überlegt zwischen Ventil und Tank mit einem T-Stück ein einfach wirkendes Ventil einzuschleifen bzw den Rücklauf anzuzapfen. Dieses soll dann beim Öffnen mit Hilfe des Rücklaufdruckes über ein zweites T-Stück zwischen Hauptventil und Druckstufe den Zylinder ohne Kraft bis auf den Holzstamm ausfahren lassen.
Wenn der Keil auf dem Stamm aufsteht wird das einfachwirkende Ventil geschlossen und das System ist wieder im drucklosen Umlauf.
Das einfache Ventil würde quasi nur als Durchlassventil ohne Umlauf arbeiten.

Würde das so funktionieren ober hab ich irgendwo einen Denkfehler.

Hier ein paar Bilder meiner Hebelei 8)

7722452dcu.jpg


7722454hbu.jpg


7722456njn.jpg


Gruß, Hermann
 
Hallo Hermann

ich weiß nicht, bei welcher Motordrehzahl bei dir die Referenzdrehzahl von 540Umin anliegt, normaelerweise liegt diese bei Maximalleistung an, nicht bei Maximaldrehzahl ,dsas ist ein kleiner Unterschied, vor allem wird das bezogen auf den POriginal-Motor, nadere Motoren oder Getriebekombinationen muss man ggf nachrechnen oder korrigieren.
Fakt ist aber, kein Mensch spaltet bei diesen Drehzahlen, die sind nur bei leistungsfressenden Anbaugeräten interessant.
Eine niedrige Arbeitsdrehzahl spart Sprit :!: und ist lärmreduzierend, wer lange am Spalter arbeitet weiß das zu schätzen.
Der Zylinder liefert bei 150bar ca 7,5 KN (7,5to) Druckkraft ( die Spaltkraft mußt du über die Keilwirkung resp Keilwinkel dann ausrechnen)
Der Arbeitshub wird dadurch allerdings langsamer, aber 0,3m/s ist für einen frei zugänglichen Spalter definitv zu schnell, außerdem wird ja nicht jedes Scheit bis zum Ende durchgespaltet.
Bei Verwendung eines 3/2-Wegeventils als Eilgangventil würde der Spaltzyklus im Gegenzug wesentlich beschleunigt.

Deine T-Stück-Schaltung hinkt gewaltig. sobald du den offenen Rücklauf zum Tank schließt, liegt im System der Pumpendruck an, nichts anderes macht auch dein Arbeitsventil.
Deine automatische Endlagenschaltung ist zuerst einmal ok. In jedem Falle solltest du aber noch etwas Überhub vorsehen, wenn deine Hebellagerung etwas ausgeschlagen ist (Die Schraube ist ja kein wirkliches Lager) wird die Endabschaltung nicht wirksam und deine Pumpe läuft dann gegen das Maximaldruckventil.
 
Helmut-Schmitz schrieb:
Deine T-Stück-Schaltung hinkt gewaltig. sobald du den offenen Rücklauf zum Tank schließt, liegt im System der Pumpendruck an, nichts anderes macht auch dein Arbeitsventil.
Deine automatische Endlagenschaltung ist zuerst einmal ok. In jedem Falle solltest du aber noch etwas Überhub vorsehen, wenn deine Hebellagerung etwas ausgeschlagen ist (Die Schraube ist ja kein wirkliches Lager) wird die Endabschaltung nicht wirksam und deine Pumpe läuft dann gegen das Maximaldruckventil.

Hallo Helmut

Bei dem T-Stück wollte ich ein offenes verwenden, welches nur den reinen Umlaufdruck abgreift um damit den Zylinder bis auf den Stamm zu fahren. Der eigentliche Umlauf bleibt dabei offen. In der Druckleitung vom Arbeitsventil zum Zylinder würde dann ein Wechselventil eingebaut welches automatisch immer ein Ventil abtrennt.

Die Schraube welche den Hebel runterdrückt bekommt noch eine Verschleißhülse aus Bronze damit sich nix einschleift, aber da die Endlage nachher dur den Keil vorgegen wird, werde ich da eine Einstellmöglichkeit einbauen. Leider ist der Keil noch bei einem Bekannten in der Bearbeitung, da ich mit meinem Werkzeug das Hardox 450-Material nicht optimal bearbeiten kann.

Betrieben wird der Spalter an einem Eicher Mammut welcher etwa mit 1300 U/min( Motor) 340 U/min Zapfwelle laufen müßte um eine Pumpenleistung von etwa 60Ltr bereitzustellen. Ausfahrzeit des Zylinders sollte dann etwa 6 Sec. sein.

Wie errechnet man den Spaltdruck über den Keilwinkel?????

Gruß, Hermann
 
Hallo,
hab bei meinem 406 mal die Drehzahlen mittels Infrarot-Drehzahlmesser an der Zapfwelle gemessen...
Im Standgas dreht die 540er Zapwelle 175 Umdrehungen,
die 1000er 250 Umd.
Ich lasse meinen Spalter mit bißchen erhötes Standgas laufen auf der 1000er Zapwelle..Macht dann so 330 Umdrehunmgen...
also los geht´s mim Rechnen :lol: