Die wechselvolle und spannende Geschichte eines Dichtrings

Hallo Markus,

dann wurde da wahrscheinlich schon mal gebastelt. Aber der Durchmesserunterschied ist unerheblich.
 
Hallo,

vielleicht sollte man darauf hinweisen, daß am 411 Baujahr 1963 auch offene Verschleissscheiben verbaut wurden. Siehe:

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fup.picr.de%2F8769281gcr.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.unimog-community.de%2FphpBB3%2Fproblem-mit-wellendichtring-verschleissring-411-neue-achse-t67167.html&h=600&w=800&tbnid=nwQ2SOYoSVkHPM%3A&docid=UbceFF4_LuI-fM&ei=qKeqVp7CHsWTPvfSsoAD&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1287&page=1&start=0&ndsp=35&ved=0ahUKEwietovm183KAhXFiQ8KHXepDDAQrQMISzAO

Gruß

Rolf
 
Kurzer Nachtrag:

auf der Seite mit dem langen Achsrohr war ein Ring neuster Bauart mit zusätzlichen Staublippen verbaut. Dafür gab es keine 140mm Scheibe mit 2mm stärke.

Gruß,
Markus
 
So wie es ausschaut sind die 2mm Bleche eine Reparaturmaßnahme, um den Kontakt der Dichtlippe auf dem Verschleißring nach außen zu verschieben, wenn erste Einlaufspuren vorhanden sind, denn beide Verschleißringe sind gleich dick (mit und ohne 2mm Scheibe).Berichtigung: Beide Seiten haben die Scheibe. Im WHB 421/411 habe ich in einer Ausgabe den Änderungshinweis gefunden, der das Einfließen in die Serie beschreibt. Es handelt sich um eine Anlaufscheibe für die Wälzkörper des Lagers, daher ist der Durchmesser auch größer als der der Verschleißscheibe! Die Vermutung einer Reparaturmaßnahme ist also falsch!!

Beim 1974er 411er hat die Bremstrommel zusätzlich 6 Löcher und einen O-Ring und die Radnabe den gebördelten Blechdeckel, damit Lecköl in die Fangtasche der Radnabe und dann durch die Bremstrommel nach außen ablaufen kann , um nicht auf die Bremsbeläge zu laufen.

Gruß,
Markus
 
Hallo,

kennt ihr : http://www.skf.com/de/products/seals/industrial-seals/power-transmission-seals/wear-sleeves/skf-speedi-sleeve/skf-speedi-sleeve-gold/index.html

http://www.skf.com/de/products/seals/industrial-seals/power-transmission-seals/wear-sleeves/skf-speedi-sleeve/installing-skf-speedi-sleeve/index.html

Damit kann mal die Einlaufspuren reparieren..
 
Liebe Unimog-Freunde,

seit mehr als 4 Monaten stehen OPTIMOG und KLAUSi still, wegen unterschiedlicher Gebrechen. Daran muss sich was ändern. Damit ich endlich mal wieder Unimog fahren kann. Gesagt - getan. Ran an KLAUSis Vorgelege hinten rechts.

Achsabstützung für den KLAUS Bagger ab und die weiteren 13 dicken Schrauben lockern. Trommel abziehen.
 

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... Na klar, Öl auch schon in der Trommel
Nabe ab, Zentralmutter auf
Verschleißring leicht abgezogen, Öl marsch
 

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Jo,
Achsabstützung auf Radscheibe 3
restliche an der Radscheibe 3
Radnabe 10
Summe 16
 
... Das hatte ich noch nicht: Eine für mich neue Version des Verschleißrings, zweiteilig, nicht gegossen

So schlecht sieht die Oberfläche des Verschleißrings gar nicht aus.

Warum ist sie dann undicht?
 

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... Also Dichtring zerstörungsfrei raus und begutachten

Alles klar: Verschleißring ohne Drall, Dichtring an der Dichtkante noch recht gut, aber ohne Drall

Da hatte Mercedes-Benz experimentiert und noch nicht die richtige Lösung gefunden.

Neuer Dichtring mit Drall, der zwischen Dichtlippe und erstem Abstreifer das Öl zurück fördert
 

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... Verschleißring nacharbeiten, eigentlich egal, weil die neuen Lippen woanders laufen

Neuen Dichtring mit Drall einbauen und aufgearbeiteten Verschleißring wieder einsetzen.
 

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... Zwischzeitlich Bremsbeläge entfetten und tempern

Alles wieder zusammenbauen und Probefahrt machen

Na prima, nun ist es vorne links auch undicht :twisted:
 

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Hallo Christoph,

schöne gute Bildergeschichte, besser als jede Reparaturanleitung.
Allerdings nicht erklärt wie Du die Bremsbeläge entfettet und getempert hast?

Die Undichtigkeit vorne Links scheint aber erst nach abstellen und nicht schon während der Probefahrt auf getreten zu sein.
 
Hallo Jürgen,

danke für Deine Anerkennung.

Dir kann man nichts vormachen. Vorne links ist tatsächlich während der Standzeit seit Juli passiert, hatte ich aber noch gar nicht gesehen, weil der Mog so nahe links an der Wand stand, erst nach der Probefahrt.

Verölte Bremsbeläge reinige ich mit gutem Erfolg durch ausgiebiges Baden in Bremsenreiniger, gut ablüften und zuletzt bei 220°C 1/2 Stunde im Backofen.
 
Hallo Christoph,

das Tempern geht aber nur bei genieteten Bremsbelägen, bei geklebten würde ich das nicht empfehlen.

Zur Verschleißscheibe: Hättest du also die Verschleißscheibe abnehmen können ohne die Zentralschraube zu lösen?

Markus
 
Ja Markus,

die Zentralmutter hätte ich bei der zweiteiligen Konstruktion nicht unbedingt abnehmen müssen. Jedoch lässt sich die Verschleißscheibe einfacher wieder montieren, wenn alles lose und damit beweglicher ist.
 
Hallo ,

der Beitrag ist zwar bereits etwas älter , aber das darin beschriebene Problem gerade auch bei mir aufgetreten .

Kann man die Zentralmutter einfach mit einem Schlagschrauber lösen bzw. nachher wieder anziehen oder braucht man dafür ein Spezialwerkzeug ?

Gruß ,
Daniel
 
Danke für die schnelle Antwort . Das zweiteilige Werkstatthandbuch 411/421 habe ich zuvor durchgelesen (Kapitel Radvorgelege), jedoch nichts gefunden . Vielleicht hab ich ja auch nur nicht gut genug hingeschaut