Hi alle zusammen,
es ist kein Wunder, daß alle Pölen wollen, bei dem was so ein Hobby an kraftstoff kostet.
Aus eigener Erfahrung zu alternativen Kraftstoffen folgendes:
Mein 406-er LW Ausführung mit 5182 Stunden wurde bis so 4800h ausschließlich mit Diesel betrieben. Danach wurde er auf BIODIESEL umgestellt, was mit zweimal Filterwechsel erledigt war.
Zum PÖL:
Im Frühjahr 2005 wurden die Ventile neu gemacht, die Führungen getauscht und die Ventilschaftdichtungen nachgerüstet, der Ölverbrauch nervte einfach gewaltig. Zudem wurden die ESD gegen nagelneue getauscht und dann den ganzen Sommer mit einer Mischung von 70%PÖL und 30% Biodiesel gefahren.
Anfangs ging das gut, schwarzrauchen fiel nicht auf. Im Herbst begann der Motor dann leicht schwarz zu rauchen und ein Ventil bleib wahrscheinlich hängen, es "klickte" eine Zeit lang wie bei zuviel Spiel. Während der gesamten Zeit war das Startverhalten einwandfrei. Leistung war unverändert zu BIO und DIESEL. Bei Lufttemperaturen so um 10 und tiefer fiel die Leistung in der Warmlaufphase deutlich ab, teilweise Aussetzer, Grund dafür dürfte die höhere Viskosität von PÖL sein, zumal die Vorlaufleitung einen sehr geringen Querschnitt hat, was der Förderung nicht gerade dienlich sein dürfte. Insgesamt "ging" es also, die hier beschriebene und von anderen Mitgliedern dieses Forums praktizierte Methode heißt in PÖLsprech "0-Umbau".
AAABER:
Weil ich mich sehr intensiv mit dem Thema PÖL beschäftige, ein Fendt Favorit3S und ein DI FIAT Multipla wurde ebenfalls in 2005 mit dem Mix betrieben, wollte ich aus Kenntnis diverser Zusammenhänge den Einspritzdruck um 30 BAR anheben. Zu diesem Zweck wurden die ESD ausgebaut. Was ich dann sah, läßt mich JEDEM abraten, mit Mix über 20% dauerhaft zu fahren. Die ESD hatten gerade mal 50h drauf und waren teilweise Millimeterdick verkokt. Da das PÖL sich wegen der Viskosität nicht nur schlecht verdüsen läßt, sondern wegen des sehr viel höheren Flammpunktes auch anders verbrennt, ist die Verkokung auch der oberen Kolbenringe massiv. Ich will hier jetzt nicht auf Details eingehen, dazu reicht mir die Schreibzeit heute nicht, aber insgesamt wird das Aggregat relativ schnell das zeitliche segnen, wenn PÖL ohne Umbau in hoher Zumischung als Treibstoff verwendet wird.
Als Minimalumbau sollte ein WT zur Erwärmung des PÖL eingebaut werden, kein Audi A8, der ist zu klein, der Einspritzdruck um 30 bar erhöht werden und der Förderbeginn leicht vorverlegt. Zudem muß die Vorlaufleitung auf einen Innendurchmesser von 10mm erweitert werden. Dann verschwinden die in anderen Postings geschilderten Leistungsverlsut und Aussetzer. Wenn das Fahrzeug nur selten bewegt und dann auch meist im Teillastbereich, Finger weg lassen.