Differentialsperre HA undicht

dabeade

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23. Sep. 2009
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Hallo zusammen,

war heute mit meinem 406 unterwegs und musste leider feststellen, dass die Differentialsperre an der Hinterachse nicht sperrt. Ausserdem hörte ich, nachdem ich den Motor abgestellt habe, dass es hinten ziemlich bläst.
Habe vorher gerade noch nachgesehen und festgestellt, dass nicht die Druchleitung zur Sperre undicht ist sondern es bläst aus einem Loch, aus dem eine kleine Leitung vom Differentialgehäuse zum Achsrohr geht. Ausserdem sabbert hier Öl raus. Kann mir bitte jemand den Sinn von dieser Leitung nennen und was hier defekt sein könnte. Und wo kommt das Öl her? Ich stelle mal ein Bild ein. Hier ist mit "1" mein "Luftloch" markiert. Öl kommt aber an beiden Stellen (1+2) raus.
 

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Willkommen im Club der "Achsgeschädigten": Kolben zur Betätigung der Sperre undicht. Dann bläst es an der Achsentlüftung raus, die ist zumindest schon nicht zu gegammelt. Benutze mal die Suchfunktion, da wirst du finden, dass dies eine Seuche bei älteren Unimogs ist und was man dagegen tun kann.
Gruß aus Aachen
 
Mahlzeit,

keine Panik - bei der Arbeit hab ich im Frühjahr an einem 700er Trac an der Vorderachse geholfen. Klar, da is die Zugänglichkeit deutlich besser - aber die Arbeit an sich ging um Welten besser vonstatten als ursprünglich befürchtet!
Einfach WHB durchlesen, Werkzeug zusammensammeln, ein paar stabile Böcke und nen Motorkran und die Sache ist recht schnell gemacht.

mfG
Axel

PS: Und im Moment is dafür ne Halle mit Heizung Gold wert :lol:
 
Na super, ausgerechnet jetzt, wo die Brennholzsaison beginnt. Das heißt dann wohl, Achse zerlegen und neu abdichten. Obwohl ich eine beheizte Halle habe :D möchte ich es erst im Frühjahr machen. Was wird mich der Spass den kosten (nur Material, Einbau mache ich selbst)? Kann ich bis zum Frühjahr fahren und worauf muss ich achten? Ich dachte mir, dass ich die Druckleitung nun abklemme und zustöpselt, damit ich wenigstens die vordere Sperre habe. Bleibt dann das Öl da wo es hingehört oder muss ich da verstärkt kontrollieren?
Und nochwas. Wo bekomme ich ein günstiges und gutes Reparaturhandbuch her?
Danke für Euere Hilfe und schönen Gruß
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

Handbuch: Buch und Bild - was sonst?
Kosten für Teile: hab's nicht mehr genau im Kopf, 10 bis max 20€ für die beiden Dichtringe.
Und bevor Du Klimmzüge machst um irgendwie zu fahren - heiz die Halle ein und mach es einfach - is wirklich nicht zu schwierig.

mfG
Axel
 
Hallo Bernhard,
wenn Du die Reperatur nicht sofort durchführen kannst, dann solltest Du auf jedenfall die Leitung abklemmen. Sonst kann es durchaus passieren daß es dir das Öl auch noch an den Achsvorgelegen rausdrückt. Ich überhole gerade die HA von meinem 406, um an den Sperrkolben zu kommen musst du das kurze Achsrohr am Differnzialkorb abschrauben. dann kannst Du den Sperrkolben aus dem Achsrohr ziehen und die 2 X-Ringe ( auch Quadringe genannt ) erneuern. Ich habe mir die Ringe über Fa.Bramer von Simrit bestellt, Preis kann ich dir noch nicht genau sagen da ich die Ringe wegen dem Jahreswechsel erst im Januar bekomme.
Im Bild siehst Du den demontierten Kolben mit X-Ring, der 2. Ring befindet sich im Achsrohr.
Da ich um die Mindestbestellmenge zu erfüllen ein paar Ringe mehr bestellt habe kann ich dir gerne welche gegen Kostenerstattung abgeben. Am besten du schreibst mir einfach eine kuze Mail wenn du deine Achse demontiert hast. (unimarc406@online.de )

MfG
Marc
 

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Hallo zusammen,

hab ein ähnliches Problem. Bei meinem U1000 riecht es beim Einlegen der Quersperren nach Getriebeöl --> wird wohl durch die Druckluft irgendwo rausgedrückt. Weiss jemand, ob für die Neuabdichtung des Sperrkolbens die Bremsanlage geöffnet werden muss, d.h. Bremsleitungen abbauen ?

Gruss

Michael
 
Hi Michael,

denk mal logisch!
Wenn du wie o. a. eine Achshälfte ausbaust dann wirst du sicher auch die Bremsleitung irgendwo lösen müssen. :wink:

Grüße

Tobias
 
Hallo zusammen,

es ist immer wieder eine Freude, wie schnell hier die Antworten kommen und Hilfe angeboten wird.

Axel: ich muss wohl das Christkind fragen, ob sie mir was von Buch und Bild bringt. Billigbücher ala "So wird´s gemacht" gibt es wohl nicht.

Marc: Danke für das Angebot. Wenn die Teile nur 10-20€ kosten, vielleicht besorge ich sie mir noch vor Weihnachten, damit mir über die Feiertage nicht langweilig wird. Ansonsten komme ich auf Dein Angebot zurück.

Gruß aus Niederbayern
Bernhard
 
Servus Bernhard,

nachdem die unimogler-Karte zur Zeit nicht funktioniert:
Woher aus Niederbayern kommst du denn?
Ich habe nämlich im Moment dasselbe Problem - muss nur vorher auch meinen Hydraulik-Steuerblock in den Griff bekommen - da hat es mir bei den letzten Arbeiten mit dem Frontlader eine Dichtung ins Jenseits geblasen :-/
Werkstatthandbuch wäre vorhanden :-) und vielleicht könnten wir ja gemeinsam schrauben - ich habe allerdings nicht wirklich viel Ahnung ;-)

Vielleicht meldest du dich ja mal - Landshut sollte in Niederbayern ja relativ zentral liegen :P

dabeade schrieb:
...Marc: Danke für das Angebot. Wenn die Teile nur 10-20€ kosten, vielleicht besorge ich sie mir noch vor Weihnachten, damit mir über die Feiertage nicht langweilig wird. Ansonsten komme ich auf Dein Angebot zurück...
Das könnte dann eine Sammelbestellung werden :oops:

MfG Maatsch
 
Hallo Michael,

ich habe heuer im Frühjahr die Sperre an der Hinterachse meines U1000 abgedichtet.
Ist eigentlich halb so wild. Im Werkstatthandbuch ist alles wunderbar beschrieben. Ich habe die rechte Hälfte der Hinterachse mit dem Gabelhubwagen herausgeschoben. Davor solltest du wirklich die Bremsleitungen lösen. :D

Leider ist mir beim Einbau eine der hinteren Federn gebrochen.

Gruß

Marc
 
....trotz der vielen beiträge scheint mir die frage von 'dabeade' nach dem zweck des kleinen röhrchens, wo bei ihm das öl raussabbert noch nicht beantwortet.

Das achsausgleichgetriebegehäuse (differentialgehäuse) ist gegen das schubrohr mit der kardanwelle hermetisch mit einem wellendichtring abgedichtet. Somit könnte druck im achsausgleichsgehäuse nicht über das schubrohr ins getriebe und somit ins freie geleitet werden.
Dass röhrchen sorgt somit als überbrückung, zu deutsch heute bypass, für druckausgleich. Durch ein kleines labyrinth mit versetzten bohrungen wird sorge dafür getragen, dassüber das röhrchen kein spritzöl direkt aus dem achsausgleichsgehäuse entweichen kann.
Nach außen darf aber aus dem röhrchen schon gar kein öl austreten. Hier ist wahrscheinlich die einlötstelle undicht.
Nach meiner erfahrung mit achsüberholungen sind diese röhrchen oft durch verharztes öl verstopft, besonders wenn achsen lange nicht in betrieb waren.
 
Hallo Heinz401,

Danke für den Hinweis. Ich lese da jetzt aber raus, dass das Röhrchen normalerweise an beiden Seiten eingelötet ist. Das sieht aber dann bei mir so aus, als ob sich diese Verbindung gelöst hat, es tritt ja Luft (bei eingeschalteter Sperre) und Öl raus. Ich denke, dass ich dies beim Dichtungstausch genauer anschauen muss.
Wie ist eigentlich das Achsrohr am Differentialgehäuse abgedichtet? Nur mit Flächendichtung oder ist da irgendwo ein Dichtung, die ich gleich mit ersetzten sollte?

Und noch was:

FROHE WEIHNACHTEN AN ALLE !!

Tschau
Bernhard
 
guten abend Bernhard und alle mogler,

...nach meinem kenntnisstand sind die achsrohre gegen das "achsantriebsgehäuse" (korrekte bezeichnung nach et-katalog!) nur mit o-ringen "abgedichtet", so dass vielleicht etwas lecköl , betrachtet man nur die hinterachse, wohl in minimalsten mengen in die achsrohre oder gar ins achsvorgelege laufen könnte oder umgekehrt.
Es ist also keine solche perfekte abdichtung wie man sie von einem wellendichtring erwartet.
Es ist wohl mehr eine gute abdichtung gegen spritzöl, oder, wenn der mog extrem lange zeit extrem schräg steht oder fährt - denn - druckaufbau aus den vorgelegen soll ja über den weg achsrohr>achsantriebsgehäuse (mit röhrchenbrücke)>schubrohr > getriebe abgeleitet werden.
Ich orientiere mich aber an der "neuen achse" 411, was aber für dieses problem auch für 406 gültig sein dürfte.

Dass die einlötstellen deiner röhrchen beschädigt sind ist keine seltenheit. Durch ihre kleinheit fallen sie nicht auf und im rauen alltagsgeschäft ist der anprall z.b.von ästen im forst oder anderer misshandlungen der achse mitunter die ursache für einen solchen schaden wie du ihn hast. Bei mir hat neulich ein ast die kurze bremsleitung an der hinterachse derartig "verschoben", dass sie exakt unter der gummifeder verlief. Ich habe schon genug gequetschte oder verbogene röhrchen gesehen . Da sie aber keinen vordergründigen funktionsverlust auslösen, wird es von den wenigsten beachtet und austretendes öl ist bei mogs früher baujahre mittlerweile so selbstverständlich wie der eintritt der dunkelheit am abend.
 
....kleine korrektur!

das überbrückungsröhrchen ist selbstverständlich am schubrohr befestigt, nichtam achsantriebsgehäuse.
Mit brille wäre das nicht passiert.
 
Hab auch grade dieses Problem.
Bei mir bläßt es allerdings oben am Schubrohr hinterm Getriebe aus nem Loch raus.
Meine Frage gehört dort etwas drauf Entlüftungsleitung oder so?
Ich glaub den rest konnt ich schon rauslesen.
Bei mir ist der Luftverlust so massiv, dass die Anhängerbremse in kürzester Zeit zumacht.
Grüßle
Andi