Doppelkupplung U 417

keilerkinder

New member
20. Okt. 2016
16
0
1
Guten Abend! Mein Name ist Uli und ich bin seit ca. 6 Jahren stolzer Besitzer eines U 417 mit landwirtschaftlicher Ausstattung, 6 Zylinder-Motor und Getriebe UG 2/30 mitZwischengängen und Kriechganggruppe. Anfangs wurde unter anderem eine neue Doppelkupplung mit neuer Kupplungsglocke eingebaut. Der Kupplungskraftverstärker wurde mehrfach revidiert.
Das Problem: Mit kaltem Motor lassen sich alle 4 Gänge und die Fahrstufen problemlos schalten. Mit warmen Kühlwasser kann man entweder die 4 Gänge oder die Fahrstufen schalten, es gibt eine komplette Blockade oder nach vielem Kuppeln gelingt z.B. Die Rückwärtsfahrt.
Hat jemand eine Idee? Nachfragen beantworte ich gerne!
Danke Uli
 
Hallo Ulli, verstehe ich das richtig das du bei kaltem Motor alle 4 Gänge schalten kannst ? Genauso große und kleine Gruppe oder Rückwärtsgang ? Bei warmen Motor nicht mehr?
Schon mal versucht bei kaltem oder warmen Motor die Zapfwellen einzuschalten?
Kalter Motor bedeutet noch nicht genügend Druck auf der Luftdruck Anlage ?
Und warmer Motor Druckluft Kessel gefüllt ?
Hast du schon einmal die Einstellung der Zapfwellen kupplung kontrolliert? Die 3 Stifte sollten 1mm Luft haben. Danach das Spiel am Nehmer zylinder, wobei es da wohl selbst nachstellende gibt. Kupplung die im warmen Zustand nicht trennt klingt nicht logisch.
Theoretisch sollten sich alle 4 Gänge gut schalten lassen wenn der Gruppen hebel in Leerlauf ist.
Umgekehrt wäre es ähnlich. Bei beiden Möglichkeiten gibt es keinen vollständigen Kraftfluss vom Motor zu den Achsen.

Gruß Herbert
 
Hallo Uli
keilerkinder schrieb:
die 4 Gänge oder die Fahrstufen schalten
bei einer Lokomotive oder Straßenbahn bezeichnet man den Geschwindigkeits- oder Leistungssteller als Fahrstufenschalter, was beim Unimog das Zusammenspiel von Gangwahl und Gaspedalstellung erledigt.
Also was sind Fahrstufen?
Beim UG2/30 gibt es Hebel für Gangschaltung, Gruppenschaltung, je nach SA noch Kriechgänge.
Das alles hat mit der Doppelkupplung nichts zu tun, die Schaltungen sind gleich bei Ausführung mit und ohne Motorzapfwelle (Doppelkupplung).
 
Hallo Helmut!
Mit Fahrstufe meine ich die Gruppenschaltung. Mit kaltem Motor kann ich problemlos zum Beispiel im ersten Gang rückwärts fahren nach Erreichen des ausreichenden Drucks im Luftdruck-System. Nach ca 5km Fahren geht das nicht mehr, mit Gewalt kracht es, mit Glück kann ich die Fahrstufe rückwärts schalten.
 
Wurzelzieher schrieb:
Hallo Ulli, verstehe ich das richtig das du bei kaltem Motor alle 4 Gänge schalten kannst ? Genauso große und kleine Gruppe oder Rückwärtsgang ? Bei warmen Motor nicht mehr?
Schon mal versucht bei kaltem oder warmen Motor die Zapfwellen einzuschalten?
Kalter Motor bedeutet noch nicht genügend Druck auf der Luftdruck Anlage ?
Und warmer Motor Druckluft Kessel gefüllt ?
Hast du schon einmal die Einstellung der Zapfwellen kupplung kontrolliert? Die 3 Stifte sollten 1mm Luft haben. Danach das Spiel am Nehmer zylinder, wobei es da wohl selbst nachstellende gibt. Kupplung die im warmen Zustand nicht trennt klingt nicht logisch.
Theoretisch sollten sich alle 4 Gänge gut schalten lassen wenn der Gruppen hebel in Leerlauf ist.
Umgekehrt wäre es ähnlich. Bei beiden Möglichkeiten gibt es keinen vollständigen Kraftfluss vom Motor zu den Achsen.

Gruß Herbert
Hallo Herbert!
Teste das Mittwoch oder Donnerstag durch und werde berichten.
Danke für deine Vorschläge
Uli
 
Hallo Uli
ich muss etwas zwischen den Zeilen lesen, um deine Beschreibung zu verstehen
Kaltes Öl hat eine höhere Viscosität und unterstützt die Synchronisierung beim Drehzahlausgleich.
Wenn z.B. deine Mitnehmerscheibe nicht ganz frei wird, weil die nicht sauber in der Verzahnung gleiten kann, wird die Kupplung immer leicht mitgescheppt. Die Synchronringe schaffen dann bei warmem Öl den Drehzahlausgleich nicht. Das selbe passiert bei verschlissenen Synchronringen. Ähnlich auch bei schwergängigem oder klemmendem Pilotlager.
Was passiert beim Schalten mit Doppelkuppeln bzw mit Zwischengas, hast das schon mal ausprobiert, ob sich da was ändert?
Hast du schon mal mit der Ölviscosität gespielt bzw welches Öl hast du eingefüllt?
 
keilerkinder schrieb:
Wurzelzieher schrieb:
Hallo Ulli, verstehe ich das richtig das du bei kaltem Motor alle 4 Gänge schalten kannst ? Genauso große und kleine Gruppe oder Rückwärtsgang ? Bei warmen Motor nicht mehr?
Schon mal versucht bei kaltem oder warmen Motor die Zapfwellen einzuschalten?
Kalter Motor bedeutet noch nicht genügend Druck auf der Luftdruck Anlage ?
Und warmer Motor Druckluft Kessel gefüllt ?
Hast du schon einmal die Einstellung der Zapfwellen kupplung kontrolliert? Die 3 Stifte sollten 1mm Luft haben. Danach das Spiel am Nehmer zylinder, wobei es da wohl selbst nachstellende gibt. Kupplung die im warmen Zustand nicht trennt klingt nicht logisch.
Theoretisch sollten sich alle 4 Gänge gut schalten lassen wenn der Gruppen hebel in Leerlauf ist.
Umgekehrt wäre es ähnlich. Bei beiden Möglichkeiten gibt es keinen vollständigen Kraftfluss vom Motor zu den Achsen.

Gruß Herbert
Hallo Herbert!
Teste das Mittwoch oder Donnerstag durch und werde berichten.
Danke für deine Vorschläge
Uli
Hallo Herbert!
Habe entsprechend deinen Vorschlägen noch einmal getestet:
Der Luftdruck ist es nicht, immer gut bei 8.
Die 4 Gänge lassen sich in der langsamen als auch schnellen Gruppe bei stehendem als auch rollendem Fahrzeug problemlos schalten.
Die Zapfwellen lassen sich auch beide einschalten, bei nur Betrieb der Heck-Zapfwelle läuft die vordere langsam mit, das fällt mir auf.
Leider besitze ich keine Lehre, deshalb die Abstände noch nicht gemessen. Geschieht nächste Woche.
Eingestellt haben die Schrauber die Fahr- als auch die Zapfwellenkupplung vor einiger Zeit, danach ließen sich die Zapfwellen zuverlässig schalten. Daraus resultiert mein Misstrauen gegenüber der Kupplung.
Probleme mit der Gruppenschaltung bestanden schon vorher, nur langsam nervt die Blockade nach dem Fahren. Dann lässt sich nur entweder die Gang- oder Gruppenschaltung schalten.
Hoffentlich hilft das weiter.
Grüße Uli
 
Hallo Ulli , hatte ich schon vermutet. Ein Versuch wäre der Ölwechsel mit frischem Öl wie von Helmut geschrieben. Das ist auch eine nachvollziehbare Erklärung für das Problem. Empfehlung zur Öl Sorte gab es hier schon mal, ich fahre Standard Öl von Esso. An eine nicht sauber trennende kupplung denke ich weniger. Im übelsten Fall wäre es ein Zusammenspiel von Öl und kupplung. Bei einem Freund haben wir vor Jahren die vom Vorbesitzer ( oliv grünen) neue kupplung ausbauen müssen weil die trotz Neuzustand rutschte . Da war die Ursache eine um 180 Grad falsch eingebaute Scheibe. Möglich ist vieles, versuche es mal mit frischem Öl. Ich muß da dem allwissenden Helmut zustimmen.
Gruß Herbert
 
Hallo Ulli,

ich bin nun bekanntlich kein Spezialist und schon garnicht für Unimogbaureihen neuer als 411 / 404.
Aber wie soll ich den letzten Satz Deines letzten Beitrages deuten:
Dann lässt sich nur entweder die Gang- oder Gruppenschaltung schalten.
Sind die Gang- und Gruppenumschaltung beim 417 keine getrennten Schaltvorgänge. Willst Du gleichzeitig eine Gruppen und Gangumschaltung machen, oder wie muss ich Dein Problem verstehen.
Welche Bedeutung hat die Aussage:
Der Luftdruck ist es nicht, immer gut bei 8
Wo sind diese 8 Bar, am Anzeigeinstrument im Armaturenbrett oder direkt an einem Anschluß eines Aktors?
Wenn nur am Anzeigeinstrument sagt dass nichts über die Funktion des Aktors oder des zughörigen Steuerventils aus.
 
Hallo !
Prüfe doch mal, ob die Kupplung warm voll trennt bevor Du Öle wechselst. Dazu den Unimog in 4x2 hinten aufbocken, vorne mit Keilen sichern. Wenn dann trotz betätigter Kupplung die Räder drehen mit Drehzahl, die analog zur fallenden oder steigenden Motordrehzahl ist, dann trennt die Kupplung nicht. So habe ich dieses Problem gelöst.
Dann ggf. entlüften, Geber - und Nehmerzylinder prüfen, Dichtigkeit prüfen.
Christoph
 
Hallo Christoph, würde die kupplung nicht sauber trennen würde sich das am Anfang ( also wenn man das erste Mal los fährt) stärker bemerkbar machen. Je öfter die kupplung getreten wird umso besser sollte die dann durch die Pump Wirkung trennen. Es ist hier aber umgekehrt. Je mehr er fährt umso schlechter wird es. Versuchen was dabei rauskommt kann man das ja mal, wobei ich nicht glaube das dass die Ursache ist.

Gruß Herbert
 
Hallo Leute! Ich grätsche hier mal rein...hatt jemand hier erfahrung im voreinstellen einer ausgebauten 406 Doppelkupplung ? Grüsse aus Overath... Stefan
 
Hallo Leute das ist ja Toll !...bin mit nicht sicher beim Maß zum voreinstellen der Doppelkupplung...habe aktuell alles ausgebaut und laut Werkstattbuch ist das b erühmte Maß f:70mm...das kommt mir aber irgendwie zu knapp vor...habe die version mit Ausrückring...und die Betäötigungsarme haben nur wenig Platz zur ersten Scheibe(Nieten.
Habe die möglichkkeit auf einem separaten Ring alles vorzumontieren ...Motor ist noch ausgebaut
Was mein Ihr dazu ?
Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,

meinst Du wirklich eine Dir besser gefallende Antwort zu bekommen als Helmut Dir an anderer Stelle bereits auf Deine Frage gegeben hat. Die Vorgaben des Herstellers sind keine Glaubensfrage sondern haben in der Regel einen technischen Hintergrund. Dir steht es aber natürlich frei bei Deinem Mog anders vor zugehen.
 
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Hallo Ulli,

ich bin nun bekanntlich kein Spezialist und schon garnicht für Unimogbaureihen neuer als 411 / 404.
Aber wie soll ich den letzten Satz Deines letzten Beitrages deuten:
Dann lässt sich nur entweder die Gang- oder Gruppenschaltung schalten.
Sind die Gang- und Gruppenumschaltung beim 417 keine getrennten Schaltvorgänge. Willst Du gleichzeitig eine Gruppen und Gangumschaltung machen, oder wie muss ich Dein Problem verstehen.
Welche Bedeutung hat die Aussage:
Der Luftdruck ist es nicht, immer gut bei 8
Wo sind diese 8 Bar, am Anzeigeinstrument im Armaturenbrett oder direkt an einem Anschluß eines Aktors?
Wenn nur am Anzeigeinstrument sagt dass nichts über die Funktion des Aktors oder des zughörigen Steuerventils aus.
Hallo Jürgen!
Ich meine beim Schalten den Wechsel von vorwärts auf rückwärts fahren. Also zum Beispiel im Stillstand den 1. Gang einlegen und dann mit der Gruppenschaltung den Rückwärtsgang einlegen. Peinlich, wenn das in bestimmten Situationen ewig dauert mit viel probieren und/oder Krachen im Getriebe.
Die Druckangabe bezieht sich auf die 8 Bar in der Anzeige, weiter distal haben wir noch nicht gemessen, der Druckverstärker arbeitet aber einwandfrei.
Die Exkursion des Hebels an der Kupplung entspricht den angegeben Werten.
Auch mit frischem W80 Öl das gleiche Problem.
Noch einmal: Es wird schlechter mit zunehmender Fahrdauer.
Morgen Konsultation mit einem lokalen und anerkannten Unimog-Spezialisten, ich werde berichten.
Herzliche Grüße Uli
 
Hallo Ulli, ich lege normalerweise zurück die Gruppe rückwärts ein und dann den Gang. Und auch bei mir will die rückwärts Gruppe nicht immer beim ersten Mal rein gehen. Aber da kracht nix und wenn es nicht beim ersten Mal funktioniert dann halt beim zweiten oder dritten Mal. Allerdings ist dass das einzige wo es manchmal nicht so will wie ich. Bei meinem 50 Jahre alten Forst fallen die Gänge ( dank Aloisius seiner Hilfe vor 20 Jahren) rein. Aber das ist auch ein anderes getriebe.

Gruß Herbert
 
An alle Vorredner, denen ich für ihre Mühen danke.
Kurzer Zwischenbericht: Der Motor und die Kupplung sind raus, alles war richtig verbaut!
Laut lokalem Spezialisten Empfehlung, den Flugrost in der Kupplung zu entfernen und deutlich zu schmieren. Zusätzlich soll der Kupplungskraftverstärker getauscht werden.
Der Motor ist noch raus und wird vom Rost befreit, also steht die Funktionsprüfung noch aus.
Ich werde berichten.
Danke Uli
 
ich kenne das an meinem wie von Wurzelzieher beschrieben: erst Gruppe wählen, dann Gang rein (und nicht umgekehrt).
Der Kupplungsverstärker war im Übrigen immer schon eine Kinderkrankheit bei den meisten 417er, die ich kenne. Es ist aber billiger, ihn zu tauschen als viel Arbeit in eine Überholung zu stecken.