Drehbare AHK dreht einfach nicht

Michael hat absolut Recht.

Die Mutter muss bombenfest angezogen werden.

Sie presst die Gummifeder axial zusammen und hat mit der Drehfähigkeit absolut nix zu tun. Dadurch bekommt die Gummifeder eine axiale Vorspannung und wird sich nur bei Axialstössen ab vorbestimmter Höhe zusammenpressen. Dies sowohl in Zug- als auch in Druckrichtung.

Dafür ist die Gummifeder vorgesehen.

Weiter gilt im Bereich der elastischen Verformung das Gesetz der Volumenkonstanz. D.h., dass sich die Gummifeder durch das axiale Zusammenpressen nach aussen grösser und nach innen kleiner macht. Auf diese Weise presst sich die Mutter axial und radial in den ihr zur Verfügung stehenden Raum und federd sogar in seitlicher Richtung die Stösse ab, z.B. bei Kurvenfahrt.

Ich habe dieses Theater gerade bei meiner Rockinger hinter mir und sie lässt sich trotz bombenfester Mutter spielend leicht drehen und rastet auch ein.

Danach muss ordentlich und reichlich abgeschmiert werden.

Hat die Mutter zu wenig Anzugsmoment, z. B. nur Handwarmmoment, nudelt die Mechanik in kürzester Zeit aus!
 
Ich kann meinen Vorschreibern nur beipflichten...

Meine Rockinger hat den kompletten Verschleißsatz neu erhalten, wurde mit 300Nm + Drehung zum nächsten Loch angezogen..., und läßt sich (wenn auch nur mit etwas Kraftaufwand) drehen!

Das Ding soll ja auch nicht locker wie ein Kuhschwanz sitzen, sondern die minimale Drehbewegung des Anhängers im Normalbetrien ausgeleichen oder im absoluten Notfall (also dann wenn der Anhänger umkippt) nachgeben und so verhindern das das Zugfahrzeug mit umkippt.

Das Problem wird wohl eher sein, das einige versuchen mit nem Aldi-Werkzeugkasten für 19,99€ einen Mog zu reparieren, und da ist halt nunmal kein Drehmomentschlüssel dieser Größe drin.
Aber der Lama um die Ecke hat sowas! :wink:


Gruß Michael


Gruß Michael
 
Hallo zusammen,

das Thema AHK ist ja irgendwie nichts Neues...

Leider bin ich mit meinem 403er auch betroffen. Habe zu der ROCKINGER AHK nochmal eine Verständnisfrage:

Ist die AHK grundsätzlich drehbar oder gibt es irgendwo eine mechanische Sperre (Splint, Bolzen, o.ä.)? Ich habe ein Stahlrohr quer im Zugmaul und bin kräftig drauf "rum gesprungen". In beide Richtungen sind minimale Bewegungen erkennbar ... aber mehr auch nicht. Der ganze MOG wackelt ... nur das Zugmaul ist komplett unbeeindruckt ... sicher, ich gehe davon aus, das keiner der Vorbesitzer je die AHK geschmiert hat... aber es muss doch irgendwie gehen... auch ohne Profiwerkstatt im Hintergrund ... ;-(

Mache ich mit einer Abschleppstange (ein bekannte hat sicher so'n Ding) nicht alles kaputt? Wie setze ich die am besten an (Anbauböcke vorher ab)?

Gruss

Chris
 
Hallo,
das Gummi in der Kupplung ist nicht nur zum drehen da sondern soll Anziehmomente dämpfen. Um die Sache erst einmal zu bewegen habe ich eifach mal ein Seil an die Kupplung gemacht und das mittels Balken an einer Türöffnung fixiert. Danach habe ich mit dem Mog einfach ein paar mal das Seil mit Gefühl gespannt. Nicht zu doll um nicht die Tür zu verbreitern oder die Quertraverse aus dem Rahmen zu reisen. Dadurch wird das Gummi gestaucht und gelöst. Vorher kräftig Fett und Rostlöser und das Ding lies sich drehen. Ist auch eine Metode die wunderbar beim Ausbau funktioniert.
Gruß Lothar
 
Hallo,
jetzt der richtige Beitrag (den anderen musste ich wegen Fehlern löschen)
300 Nm ist nur Handwarm! Das gewinde ist glaube ich ein M 30 oder ein M 30x2. Die Anzugsdrehmomente dazu wären M 30 2100 Nm bei Festigkeit 10.9 und bei M 30x2 2300 Nm. Das ist dan "Bombenfest"!
Woher ich diese Werte Habe...www.amschrauben.de/Techninfo/drehm.htm. In meiner Zeit als Maschinenschlosser hatten wir für solche Schrauben ein spezielles elektrisches Gerät!
300 Nm ist im Bereich eines fest angezogenen M 16!
Gruß
Henry
 
Hallo Lothar,
Danke für die Info. Jetzt is mir das klar geworden mit den 300 Nm :spitze
Gruß
Henry
 
... und sie dreht sich doch!

Hallo Lothar,
hallo UNIMOG-Gemeinde,

ich habe heute den "Rüttelversuch" gemacht. Mit Erfolg!
Wir haben eine LKW-Abschleppstange an den MOG sowie einen Schlepper gehangen und ich bin mehrfach angefahren und "zurück gefedert". Anschließend ließ sich die ROCKINGER AHK (natürlich immer noch mit der 3m-Stange) relativ einfach mit Muskelkraft drehen.

Traurig bin ich allerdings dennoch, da ich den FENDT-Geräteträger mit meinem MOG nicht wirklich bewegen konnte ... ;-( ... nur ein paar cm ...

Vielen Dank.

Gruß Chris ... mit dem etwas schwachen 403.120 ;-)
 
Hallo,

Nachdem ich meine kupplung herausgedrückt habe benötige ich einen neuen Gummi und die Feder der Verdrehsicherung.
Der Gnobber schreibt von einem Verschleisssatz.
Woher kann ich einen Verschleissatz beziehen?

Vielen Dank für dei Info
Torsten
 
Hallo Chris,
was ich immer sage niemals mit Gewalt, immer mit Köpfchen. Ich würde Dir empfehlen jetzt die Mutter auf der Rückseite der Welle zu entfernen und auf dem gleichen Weg alles zu ziehen. Aber mit Gefühl, wegen der grossen Tür. Dann Gummi
raus, sauber machen, ordentlich einfetten und wieder zusammenbauen. Ich habe das Gummi damals ersetzt. Wurde von irgend jemandem hier in der Gemeinde beschafft, weiss aber nicht mehr wer.
Gruß Lothar
 
krahola schrieb:
Hallo,

Nachdem ich meine kupplung herausgedrückt habe benötige ich einen neuen Gummi und die Feder der Verdrehsicherung.
Der Gnobber schreibt von einem Verschleisssatz.
Woher kann ich einen Verschleissatz beziehen?

Vielen Dank für dei Info
Torsten

Hallo Torsten,

um Dir darauf eine Antwort geben zu können, müßten wir erstmal wissen welchen Hersteller und Typ deine AHK hat...? :roll:

Rockinger? Da gibt es ja nach Typ noch neue Teile bei Jost (zu beziehen z.B. bei Europarts).

catalogues.jost-world.com/rockinger-nutzfahrzeuge/anhaengekupplungen/ro225-227-40-mm.html?L=0


Gruß Michael