Druckabfall und schwarzer Rauch aus Auspuff

unimog2100

New member
Seit paar Tagen hab ich riesen Problem mit meinen U2100. Alb runterfahren und der Druck fällt sofort ab. Letzten Dienstag dann der Totalausfall. Muss dazu sagen, er läuft an einer Quaderballenpresse mit Zapfwellenantrieb. Dienstag wollte ich ihn starten. Geht normal net mit eingeschalteter Zapfwelle. Einschalten, Zapfwelle lief gleich mit. Da stand der große Hebel auf Postion 1000. Ok, hab, nachdem der Druck da war, die Zapfwelle ausgeschaltet und bin los Richtung Kunde. Keine 5km später liess er mich im Stich. An einer Ampel musste ich halten. Als grün kam, kam der schwarze Rauch ausm Auspuff und der Druck sank. Ich rechts ran auf den Grünstreifen. Hab weiter Gas gegeben, ca. 2-3 Minuten. Auf einmal ging die Zapfwelle alleine an und der Druck baute sich wieder auf. Zum Kunden kam ich mit eingeschalteter Zapfwelle, konnte auch Ballen machen. Als ich fertig war, hab ich die Welle ausgeschaltet und fuhr Richtung Heimat. An der ersten roten Ampel musste ich bremsen, da war wieder der Druckabfall und der schwarze Rauch ausm Auspuff. Hab die Zapfwelle wieder eingeschaltet, musste dennoch mind. 5 Min. warten, bis sich der Druck wieder so weit aufgebaut hatte, dass ich weiterfahren konnte. Bin dann noch 5km gekommen auf meine eigene Wiese. Hab dann dort angefangen Quaderballen zu machen. Auf einmal ging die Lenkung schwer, die Temperatur ging auf 120 rauf. End vom Lied. Sämtliche Riemen hats runtergenommen. Momentan sind wir dabei, den Kompressor auszutauschen. Aber ich denke, das hat auch was mit der Zapfwelle zu tun. Weiss mir jemand einen Rat?
 
Rat insofern: Nicht mit Ausgekuppelt fahren sondern der Sinn ist folgender: Kuppeln, Hebel aus der Nullstellung in entsprechende 1000 oder 540er, einkuppeln. Dito retour. Das ist nicht zum dauerhaften Schalten.
Den Rest deines Posts verstehe ich lieder Garnicht.
Welcher Druck fällt ab, Schwarzrauch woher ? Wird vom vom Anlaufen der Presse aufgrund der Fehlbedienung der Zapfwelle gepaart mit Luftverlust sein.
 
Es fällt der Druck vom Kompressor ab. Im Display erscheint das rote Licht und man sieht, wie der Druck permanent abfällt. Der schwarze Rauch kommt aus dem Auspuff. Eine Fehlbediengung der Zapfwelle gab es seither nie, da der Unimog immer nur gestartet werden konnte, wenn der Zapfwellenhaupthebel in Nullstellung stand. Eben das war diesmal nicht der Fall. Der Haupthebel stand auf Postion 1000, der kleine Hebel für die normale Zapfwellenbedienung während der Arbeit war aber auf AUS. Ich habe gestartet, der Unimog lief an, und die Zapfwelle gleich mit. Und eben dies hätte nicht sein dürfen. Im Moment wird der Luftkompressor ausgetauscht. Leider denke ich, ist es damit nicht getan und beim nächsten Arbeitsgang fällt mein Moggi wieder aus. Ich muss dazu sagen. Der Unimog läuft ab Juni ständig an der Quaderballenpresse. Ich bin weiblich und fahre das gute Teil seit 20 Jahren.
 
Klingt in der Tat nach mehr als Kompressor. Undichtigkeit in der Druckleitung (wie lange hält er den Druck, wenn er steht?), ein defekter Sensor?
Schwarzrauch heißt zuviel Diesel für zuwenig Luft. Luftfilter zugesetzt? ESP defekt?

Viel Erfolg!
 
Hallo Unbekannte,

ich würde mal so in dem Raum stellen, dass es sich um einen Luftmangel von Motor und Kompressor handelt. Das würden den Schwarzrauch und auch den Druchabfall erklären --> gemeinsamer Ansaugkanal.

Den Druckabfall würde ich mit Undicktigkeiten im Druckluftsystem oder dauerhaften Verbrauchern erklären --> bei Luftmangel im Ansaugsystem kommt ja nichts nach.

Ich würde zuerst einmal den Ansaugkanal auf Teile/Komponenten durchsuchen die zu einem beinahe kompletten Verschluss des Kanals führen können, aber sich wieder öffnen lassen.


Ich hoffe dir mit meine Gedanken geholfen zu haben.

Schöne Grüße

Sebastian

PS: Man "spricht" sich hier im Forum mit Vornamen an, Nettigkeiten halt ;)
 
unimog2100 schrieb:
Es fällt der Druck vom Kompressor ab. Im Display erscheint das rote Licht und man sieht, wie der Druck permanent abfällt. Der schwarze Rauch kommt aus dem Auspuff. Eine Fehlbediengung der Zapfwelle gab es seither nie, da der Unimog immer nur gestartet werden konnte, wenn der Zapfwellenhaupthebel in Nullstellung stand. Eben das war diesmal nicht der Fall. Der Haupthebel stand auf Postion 1000, der kleine Hebel für die normale Zapfwellenbedienung während der Arbeit war aber auf AUS. Ich habe gestartet, der Unimog lief an, und die Zapfwelle gleich mit. Und eben dies hätte nicht sein dürfen. Im Moment wird der Luftkompressor ausgetauscht. Leider denke ich, ist es damit nicht getan und beim nächsten Arbeitsgang fällt mein Moggi wieder aus. Ich muss dazu sagen. Der Unimog läuft ab Juni ständig an der Quaderballenpresse. Ich bin weiblich und fahre das gute Teil seit 20 Jahren.

Du verstehst es falsch. Der Hebel der Zapfwelle ( grün) muss bei nicht verwendung auf EIN stehen, sonst wird dauerhaft einiges kaputt gehen. Dass die Zapfwelle mitläuft wenn keine Luft da ist, ist doch irgendwie logisch, oder? Und doch, es ist eine Fehlbedienung wenn man nur dauerhaft mit dem Kuppeln auf Aus schaltet- aber nicht dann den Wahlheben auf Nullstellung bringt und wieder einkuppelt.
Einfach den Luftverlust suchen.
M.M nach ist das schwarzrauchen die Last, die schlagartig eingekuppelt hat und vll auch der Federspeicher am Zugehen war? Ohne genau zu wissen was war, kann man da nicht helfen.

Bei Mangel an Luft, dass der Kompressor nicht mehr Fördert hast du aber gaaaanz andere Sorgen. :roll:
 
Hört sich in Summe stark nach vernachlässigter Wartung an. Riemen reissen nicht von heut auf morgen und Luft fehlt einem Motor auch nicht von der einen auf die andere Stunde.

Wenn der Mog im Dauereinsatz ist, sollte man meiner Meinung nach auch regelmäßig nach seinem Fahrzeug schauen. Wenn ich damit Geld verdienen will, und die Ausfallzeiten minimal sein sollen, dann würd ich danach täglich schauen. Vllt nicht nach allem täglich schauen, aber jeden Tag vor Arbeitsbeginn was anderes prüfen. Die paar Minuten sollten drin sein.(Vgl. BA, dort steht sowas genau drin)

Alles was ich aus deinem Text rauslesen konnte, lässt sich durch prüfen der folgenden Komponenten beheben:

Temperatur --> Kühlmittelstand, Funktion Wasserpumpe, Riemenspannung (Alter, Risse), Kühler reinigen

Lenkung --> Ölwechsel, Ölstand, Entlüften, Riemenspannung (Alter, Risse)

Ansaugluft --> Luftfilter, Ansaugkanal reinigen/erneuern

Druckabfall --> komplettes Druckluftsystem auf Leckagen prüfen
 
In der Tat,
es kann wirklich nicht ALLES auf einmal kaputt sein.
- Schwarzrauch?
- Luftproblem
- Zapfwellenproblem
- Kühlwassertemperatur
Und wenn alles PLÖTZICH auftauchte:

Ich vermute "nur" ein Problem im Luftsystem. Warum?

Luft entweicht oder nicht geliefert - rote Lampe leuchtet = bremsen schließen langsam, evtl. erst nur die der Presse wenn hier eine Druckluftanlage vorhanden, später oder gleichzeitig auch beim Mog.
Der Unimog muss ziehen, langsam immer mehr - auch wenn er Leistung ohne Ende hat, gegen die Bremsen kommt er nicht an. Last = Schwarzrauch.
Weiter durch Druckverlust: Zapfwellenkupplung rastet ein
Sollte eigentlich nicht passieren da eine Zapfwelle sich doch auch komplett ausschalten lassen sollte, oder? Haupthebel oder gibt es den beim 2100 nicht mehr? Wenn immer nur über den kleinen Kupplungshebel ausgeschaltet wird ist die Kupplung bald hinüber. Ist genau so als würde man ständig den Fuß auf die Fahrkupplung drücken.

(Lieber in der Bedienungsanleitung nachschauen wie es mit der Zapfwelle richtig gemacht wird)

Weiter:
Vermutlich lassen sich auch die Gänge nicht mehr richtig schalten.

Dass die Riemen gerissen sind kann natürlich Zufall sein. Jedoch wenn´s die Riemen vom irgend einem Luftpresser sind dann könnte dieser einen Defekt gehabt haben (schwergängig / blockiert) und dann ist der Riemen gerissen. Wahrscheinlich also dass ein riemenbetriebener Luftpresser verbaut ist.

Ein 2100 Agrar würde mir auch noch gefallen.

Denke vor einer Presse ist die Wartung selbstverständlich.
- sehr staubige Luft
- Sehr hoher Kraftbedarf an der Zapfwelle
- hohe Temperaturen auf dem Acker
- viel Start Stop-fahrten mit Last auf Zapfwelle

Wenn zu wenig gewartet würde dann hätte der bestimmt schon vor 10 Jahren seinen Geist aufgegeben.
 
Danke für Eure Antworten und Gedanken. Gewartet wird der Mog täglich, an dem liegst sicher nicht. Was das Ein-Ausschalten der Zapfwelle angeht, hab ich mich sicher bissle undeutlich ausgedrückt. Es gibt beim 2100er einen Haupthebel für 1000 und 540er Zapfwelle. Dann einen kleinen Hebel zum ein-ausschalten während der laufenden Arbeit. Dieser und der Haupthebel werden nach getaner Arbeit und wenn das Gespann in der Halle steht auf NULL gestellt. D.h. Der Haupthebel auf NULL-Stellung und der kleine Hebel auf eine Postion, wie wenn er im Einsatz ist, das ist dann AUS. Der Kompressor wurde inzwischen eingebaut. Der Moggi wartet nun auf seinen ersten Einsatz. Hier regnets ja nur, so steht er halt paar Tage. Ich werde berichten.
 
Bernd-Thomes schrieb:
In der Tat,
Wenn immer nur über den kleinen Kupplungshebel ausgeschaltet wird ist die Kupplung bald hinüber. Ist genau so als würde man ständig den Fuß auf die Fahrkupplung drücken.

Wie willst du denn die Zapfwelle sonst ausschalten, wenn nicht über den kleinen Hebel? Der Haupthebel ist doch nur dafür da, die Leistung zu wählen (1ooo oder 540)

Liebe Grüsse
Caro
 
Genau, und der Schalthebel hat eben auch eine Mittelstellung. Zwischen 1000 und 540. Oder sonst irgendwo gibt es eine Nullstellung. Die Kupplungsbetätigung dient nur kurzzeitig zum Ausschalten, nicht dauerhaft!
Leistung kannst du da nicht wählen :wink:
 
Hallo,
denke mal dass es beim Unimog 2100 gleich funktioniert da die Getriebe sicherlich verwandt sind:

http://www.trac-technik.de/Forum/showthread.php?tid=1780&highlight=zapfwelle+ausschalten
 
Hallo,

Beim U 2100 wird beim betätigen der Betriebsbremse die Staudruckbremse
(Motorbremse) zugeschaltet.Es könnte sein das die Staudruckbremse schwergängig ist und nicht schnell genug öffnet.Das würde den Schwarzrauch
erklären.Oben links im Armaturenbrett ist ein Schalter mit dem man das zuschalten der Staudruckbremse ausschalten kann.Dann geht auch eine rote Warnleuchte an.Einfach mal ausprobieren.Den Druckluftverlust solltest du bei stehendem Motor suchen.
Gruß
Frank