Druckluft abschaltbar ?

Hallo Thorsten,

gefällt mir deine Idee!

Meine Variante:
Nur EINE zweiteilige Riemenscheibe mit integriertem Kugellager, das sich mechanisch (z.B. durch einen kräftigen Splint) überbrücken lässt.

Vorteile:
- Kein Riemenversatz,
- Kein Spannen/Entspannen notwendig -> weniger Auskuppelaufwand
- Weniger Bauaufwand (?)


Gruß, Daniel
 
Hallo Daniel.

Habe ich auch überlegt.
Was mir dabei gar nicht gefällt, ist dass das Kugellager dann im gekoppelten Zustand fest steht. Das heißt, die Kugeln rollen nicht ab. Das ist für ein Kugel oder Rollenlager unter Last nicht gut. Hier käme eher ein Gleitlager in Frage. Das müsste aber wiederum kräftig geschmiert werden bei den Drehzahlen. (ca. 2000 U/min)
Zudem würde das Kugellager unter Last, wenn auch nur geringfügig, Axial belastet werden. (Unwucht, Lastwechsel) Was dem Lager mit stehenden Kugeln auch nicht bekommt. Bei mir läuft das Lager immer Lastfrei.

Thorsten
 
Hallo Thorsten,

wenn ich dich richtig verstehe, wird bei dir der Kompressor in der Regel ausgekuppelt sein und nur ab und zu mal eingekuppelt.

Ausgekuppelt läuft das Lager bei der EINEN Riemenscheibe ja, da gibts keine Probleme.
Eingekuppelt stehen die Kugeln. Ich würde sagen, ein gutes Kugellager hält diese Belastung ziemlich lange aus, schau mal nach, für was die Dinger ausgelegt sind. Wenn es doch einläuft, ist außer dem Lager nichts hin und es wäre schnell getauscht.

Der Haken bei deiner Lösung scheint mir der Versatz des Riemens sein.

Aber jetzt kommt der Haken BEIDER Lösungen:
Bei stehendem Kompressor, also dem Regelfall, haben die Lager der Kompressorwelle den ungünstigen Fall stehende Kugeln bei Belastung. Klar, die Belastung hängt von der Riemenspannung ab. Tut man da dem Kompressor was Gutes auf Dauer?

Bedenkentragenderweise, Daniel

PS: Ich will meinen Kompressor auch auskuppeln können!
 
Hi,
das Kugellager macht die radialen Kräfte platt, die Schwingungen quer zu Achse kommen durch. Beim stehenden Mog schwingt nichts. Aber du hast recht - ich denke auch nicht, dass das dem Kompressorlager ernsthaft schaden wird.

Lassen wir\'s mal gut sein - ich bin gespannt auf die Realisierung deiner Lösung, die du hoffentlich hier im Forum postest.
Wenn jemand die Riemen testen würde, wär\'s natürlich auch interessant!

Gruß, Daniel
 
Hallo Druckluft-Freunde

Das Lager ist im Durchmesser relativ groß und wird mit großer Wahrscheinlichkeit
die Last durch den Riemen ertragen. Auch bei stehenden Lager.

Für ein Lager (Welle: 80) dürfen 2 Tonnen statisch angesetzt werden

Gruß, Popp
(Anwendugstechniker für Wälzlager)
 
Hallo,

anläßlich einer ähnlichen anwendung (abschaltbare ZW U411, bzw. trennbare riemenscheibe für mähwerk), noch zwei sachen:

--> thorsten, hast du das inzwischen mal gebaut ?

weitere idee zu den beiden riemenscheiben: warum den riemen umlegen - kann man nicht einfach die beiden scheiben miteinander per bolzen oder klemmung verbinden ?
würde den riemenspanner ersparen, und die fummelei beim umlegen !
(siehe auch meine beschreibung unter \"U411 zapfwelle schaltbar\")
http://www.unimog-community.de/modules.php?op=modload&name=XForum&file=viewthread&tid=4152

mfg,
Andreas




[Editiert am 21/1/2004 von Andreas_Bucher]
 
Hallo Andreas
Eine freilaufende Riemenscheibe habe ich inzwischen gebaut.
Mängel : Das Kugellager muss links und rechts einen Deckel erhalten, um es schmieren zu können. Ansonsten rappelt das Ding bei den Drehzahlen zu laut. (Und ist dann entsprechend schnell hinüber)
Mit Fettfüllung ist es OK, aber ohne Deckel fliegt das Fett durch die Gegend.

An einer absteckbaren Scheibe habe ich rumgetüftelt (gedanklich) ist aber lange nicht so einfach und elegant zu erledigen.
Zum Schnellspannen werde ich die bisherige Konsole verwenden.
Die obere Abstrebung des Kompressors erhält dann ein Kniehebelgelenk.

Thorsten
 
Hallo Thorsen,
heiliger Strohsack, was seit Ihr kreativ !!!!! :D
Guck mal. ob Dein Lager als sog. Z-Lager erhältlich ist. Diese Lager haben identische Abmessungen, sind aber auf einer oder beide Seiten mit einem Deckel (Blech oder Plastik) verschlossen und dürfen daher offen eingebaut werden.

Gruß

Fred
 
Die ganz alten Traktorenmähwerke, z.B. Fahr-Mähwerk an einem Güldner 16 PS, BJ 1951, wurden über die Motorriemenscheibe angetrieben und hatten eine mechanische Entkupplung. Im ausgekuppelten Zustand lief die Riemenscheibe weiter mit.Man brauchte sich nicht um die Verbringung des entspannten Riemens zu kümmern.

Karl
 
Die ganz alten Traktorenmähwerke, z.B. Fahr-Mähwerk an einem Güldner 16 PS, BJ 1951, wurden über die Motorriemenscheibe angetrieben und hatten eine mechanische Entkupplung. Im ausgekuppelten Zustand lief die Riemenscheibe weiter mit.Man brauchte sich nicht um die Verbringung des entspannten Riemens zu kümmern.

Karl
 
Schade, daß der Beitrag schon vor mehr als 5 Jahren eingeschlafen ist.
Hat jemand inzwischen eine brauchbare Lösung realisiert, vielleicht Thorsten Schlote, der so was auf jeden Fall machen wollte?
Ich bin nämlich auch gerade am Tüfteln, wie ich Hydraulikpumpe und Kompresser von ihrer Dauerarbeit entlasten und den Motor zu mehr Elan anstiften kann.
 
Hallo Christoph,

der Lukas (Lumo9) hat eine klauengeschaltete Hydraulikpumpe in seinem 411.
Er hat dies auch vor einiger Zeit mal hier gepostet.

Sprich ihn mal an, ich habe die Lösung gesehen und mir hat sie zumindest gut gefallen. Vielleicht bekommst Du daraus eine Anregung auch für die Luftpresser/Hydraulik-Kombination.
 
Hallo Jürgen,

danke für Deinen Tipp. Aber mir schwebt nach einiger Überlegung inzwischen eine automatische Kupplung vor. Eine "umgekehrte" Fliehkraftkupplung.

Wirkungsweise: Bei hoher Motordrehzahl, wenn ich die Leistung zur Fortbewegung brauche, ist ausgekuppelt, beim Arbeiten oder Tuckern im Gelände oder an der Ampel, eingekuppelt.

Die unten abgebildete Kupplung müßte man dann so abwandeln, daß die Federn an den Fliehgewichten diese nach innen (reib)kraftschlüssig an die Kompressorwelle andrücken. Wenn die Drehzahl einen bestimmten Wert überschreitet, heben die Gewichte ab und es ist ausgekuppelt.

Das wäre gleichzeitig eine tolle Lösung um drehzahlgetunte OM636 ohne Bedenken fahren zu können. Denn im oberen, für den Kompressor ungesunden, Drehzahlbereich hat ja die Kupplung schon längst ausgekuppelt.

Wer weiß, wo es sowas schon gibt? Oder wer baut mir das Ding? Oder muß ich das auch noch selber machen? :wink:
 

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    Fliehkraftkupplung.jpg
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Moin,

und wieder, nach weiteren fast 2 Jahren, kommt das Thema nochmal hervor.

Gliederkeilriemen sind lt Herstellerangaben sehr wohl prima geeignet.
zwar zig Euro per Meter, aber Zeit und Material bei Anfertigung irgendwelcher Kupplungen sind auch nicht ohne.

Hier mal ein Link:

http://www.hochleistungsschmalkeilriemen.de/

Neben Verschleiß und Energieverlust nervt mich vor Allem das Ansauggeräusch des Kompressors im Leerlauf bei Stillstand des Mogs, zB an Ampeln.

Beste Grüße
Thonas
 
Hallo Tom

wie wäre es, wenn du einen Synchronring von einem Getriebe mit Schaltklaue implantierst. Der kann unter Last ein und ausgeschaltet werden.
 
Moin Helmut,

Auch eine schöne Idee!
Sicher, man kann eine Menge basteln.
Aber nicht jeder hat das nötige Werkzeug.
Am IFA W50 oder ZT Motor gibt es eine Elektrokupplung für den Lüfter.
Ob das geht oder passt?

So ein Gliederriemen ist doch eine saubere Sache.
Der Super-T-Link Riemen mag etwa 100 Euro kosten, der NU-T-Link die Hälfte.
Der dann aber auch schon 2 bis 3,5kw, je nach Breite.
Für den Kompressor sollte das reichen?

Na ja, denk halt, das ist eine einfache saubere Sache und von jedermann fix umzusetzen.
Nur, einen Lieferanten für die Wunschlänge zu finden, das ist wohl das größte Problem.

Beste Grüße
Tom
 
Also ich weiß nicht ob das platzmäßig passen würde, aber mir ist beim durchlesen grade noch eine Viscolüfterkupplung eingefallen.

Ich hab mal am W124 M104 Eine getauscht, die kuppelt bei ~1200U/min ein und bei ~2800-3000U/min wieder aus.

Da das aber auch noch temperaturabhängig ist, bräuchtest Du Eine die nicht temperaturabhängig ist. Gibt´s aber bestimmt auch.


Gruß Volker