Druckluftverlust

Hallo Zsolt
es gibt zwei grundverschiedene Verfahre. Einmal werden die Bremsbacken auf einer separaten Maschine auf den entsprechenden Radius geschliffen. Dazu gibt es bei YT einge Beispiele

Bei der zweiten Methode wird an der Achse selber überdreht.
Das Thema haben wir vor einigen Jahren sehr ausführlich diskutiert. Damals habe ich schon das von dir genannte Video verlinkt.
Mit ein wenig Geschick kannst du einen Aufnahmeflansch für ein Drehmaschinen bauen.Dazu reicht auch ein altes Vorgelegegehäuse. Wichtig ist die korrekte Anordnung der beiden Backenaufnahmen für die Lagerbolzen. Den Drehmeißel genau auf den Trommelradius fest einstellen und die Backen mit einer Klemmvorrichtung so einstellen das der gesamte Belag ganz leicht bearbeitet wird.
 
Hallo zusammen,
wie Helmut es empfohlen hat, habe ich die Hydraulischen Drücke aller Radbremszylinder durchgeführt. Ein freundlicher Unimog und Landmaschinen Werkstatt hat mir ein ATE-Manometer zur Verfügung gestellt. Wie man auf den Bild sieht, habe ich Werte zwischen 90 und 100 Bar gemessen. (Hinten 100 Bar, Vorne 90 Bar)
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Das ist ein Wert, mit dem man nach Aussage von Helmut leben kann. Heute habe ich eine vordere Bremstrommel abgebaut und es hat mich dann gar nicht mehr verwundert, dass ich Räder nicht zum Blockieren bringe. Es ist alles tropfnass gewesen. Belege und Trommel waren sauber geschmiert.
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Wie man auf den Bild erkennen kann ist der Radbremszylinder undicht. Es ist insofern merkwürdig, dass ich bei der Überholung der Achsen neue Radbremszylinder aus der Originalverpackung verbaut habe.
Die Frage ist, sind die Ersatzteile schon so alt, dass die Dichtungen durchpfeifen, oder ist ein Hydraulischer-Druck von 100 Bar für diese Radbremszylinder konstruktionsbedingt zu hoch? Ist ein neuer Rep-Satz fällig und wo bekommt man „frische“ Ware?

Mit Dank und Grüßen: Zsolt / Alumog
 
Hallo Zsolt,
Nein selbst mit neuen RBZ hat man diese Undichtigkeiten wenn das Fahrzeug lange Standzeiten hat.
Du kannst gerne neue Dichtsätze einbauen, wenn der Mog nicht regelmäßig bewegt wird lassen die Dichtmanschetten wieder Bremsflüssigkeit durchsickern, weil sich der Haltedruck in der Rohrleitung abbaut. Haltedruck wird durch das Bodenventil im HBZ vorgegeben.
Ich versuche dies zu verhindern, indem ich zwischendurch regelmäßig die Bremspedale kräftig durchtrete, um die Manschetten wieder anzulegen.
Bei deiner langfristigen Restauration wird dir dies häufiger passieren.

Deine Bremsbeläge wirst Du eventuell tauschen müssen.

Gruß
Jochen
 
Hallo Zolt,ich sehe es wie Jochen. Ich würde zunächst die Bremszylinder zerlegen und prüfen. Ist kein Hexenwerk. Ein Repsatz ist nicht zwingend notwendig. Ich mache diese Arbeit jährlich in der Zwischensaison (Winterpause) . Allerdings würde ich die Belege auf jeden Fall tauschen. Diese saugen das Öl etwas ein
 
Hallo zusammen,

die Undichtigkeit am RBZ kann auch noch eine andere Ursache haben, das ist hier ganz gut beschrieben:

https://www.unimog-community.de/phpBB3/aerger-mit-den-radbremszylindern-t96111.html?hilit=radbremszylinder%252525252Bundicht

Die Reinigung vom verölten Bremsbelag mit Wasser hat übrigens sehr gut funktioniert.

Viele Grüße
Günter
 
Hallo in die Runde,
Günthers Beitrag und der Link zu Christoph's Versuchen hat mich wieder ins Grübeln gebracht. (Siehe meine Signatur unten)

Nach meinen früheren Reparaturen mit Schwäbischen Spuren von Kosteneinsparung, habe ich auch alte RBZ wiederaufgearbeitet, gehont und "neue" Dichtsätze ATE (aus BW Lager) eingebaut. Mit der notwendigen dünnen Bremspastenschicht.
Bei diesen Zylindern ist dann auch das Durchsickern schnell wieder aufgetreten. Das war früher.

Jetzt verwende ich nur noch neue originale FTE/ATE Bremsenersatzteile, welche beim Einsatz auch mit Bremsenpaste behandelt/geschützt werden. Wenn möglich werden keine Nachbauteile verwendet.
Aber auch hier tritt dieses Durchsickern bei längerer Nichtbenutzung schon mal auf.
Wahrscheinlich durch diese von Christoph beschriebenen Montagefehler, das Überschieben der Manschetten an den inneren Bohrungen. Das kann ich nicht ausschliessen, wer schon mal die Bremsbacken montiert hat, weiß das auch.


Gruß
Jochen
 
Hallo in die Runde,

noch eine kleine Ergänzug: Wenn die freiliegende Bohrung durch zu tief sitzenden Kolben die Ursache ist, dann ist das kein geringfügiges Leck sondern da tritt richtig viel Bremsflüssigkeit aus, selbst bereits bei dem geringen Druck vom entlüften (was bei einer freiliegenden Bohrung ja kein Wunder ist). Evtl. tritt auch durch die Schwerkraft im Stand schon etwas aus, wenn aber bereits bei ca. 1 Bar Druck vom Entlüftungsgerät konstanter Austritt sichtbar wird dann wäre das ein deutlicher Hinweis auf o.g. Ursache. Wie tief der Kolben im RBZ sitzt lässt sich dann ggf. von außen ja auch leicht nachmessen.

Viele Grüße
Günter
 
Hallo Zusammen,
ich suche neue Beläge mit 6,5 mm Stärke( ev. weiche Ausführung).
Es werden z.Z. nur Beläge mit 7,5 mm angeboten. Solche habe ich selber, aber ich möchte nicht soviel aus der Trommel ausdrehen.
Aus der Not heraus, damit ich auf die Bremsprüfstand fahren kann, habe ich etwas probiert damit ich die eindiffundierte Bremsflüssigkeit aus den Belägen herausbekomme.
Ich habe die Beläge mit einer Heißluftfön mit einer Schlitzdüse erwärmt. Man sah, dass die Oberfläche der Bremsbeläge erstmal glänzend wird und nachdem die Flüssigkeit hinausgeraucht ist, wieder matt wird.
Man braucht etwas Geduld. Pro Bremse würde ich mal eine halbe Stunde schon schätzen.
Ob diese Methode den Belägen zuträglich ist weiß ich nicht, aber ich möchte sie ersetzen, wenn ich welche, passende, finde.

Grüße: Zsolt / Alumog
 
Hallo Zsolt
das mit der Hißluft kannst du vergessen. Wenn die Beläge beim Bremsen warm werden, schwitzen die ie innen im Belag sitzende Bremsflüssigkeit immer wieder aus.
Es werden immerD die Bremsbacken auf den Trommeldurchmesser angepasst und nicht umgekehrt.
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
werden gerade als 10er Satz von Gentas1 auf eBay angeboten.
du braust sowie 4 Stück, der Reibwert variiert von Charge zu Charge, mit rechts und links unterschiedlichen Belägen bekommst du nie ein sauberes Bremsbild.
 
Hall Zsolt,
Bremstrommel nur im äußersten Notfall oder bei extremen Verschleiss ausdrehen/ ändern
Zur Not gibt es noch Bremsendienste.

Z.B.
https://bremsen-schoebel.de/oldtimer/

Dort werden neue Beläge mit gewünschter Härte aufgeklebt.

Gruß
Jochen
 
alumog schrieb:
ich suche neue Beläge mit 6,5 mm Stärke( ev. weiche Ausführung).

Ich habe die Beläge mit einer Heißluftfön mit einer Schlitzdüse erwärmt.

Hallo Zsolt,

in dem oben von mir verlinkten Beitrag findest du zu beiden Punkten Infos.

Außerdem Infos wie du die Ursache von zu tief sitzenden Kolben feststellen oder ausschließen kannst. So hast du die Gewissheit, das Problem auch mit neuen Belägen und neuen Bremszylindern nicht genauso weiterhin zu haben :wink:

Grüße
Günter