Eigenartiges Zugverhalten, Verspannungen im Antriebsstrang?

yumabone

New member
08. Juli 2005
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Hallo,

des öfteren ist mir schon an meinem 421er Bj. 1974 ein Phänomen aufgefallen, das ich mir nicht richtig erklären kann.

Wenn ich leer in den Wald fahre (ca. 20km) und nur am HKH die 350kg Seilwinde hängt, zieht der Mog ziemlich schlecht. Beim kleinsten Berg muss ich zurückschalten.
Wenn ich dann vollbeladen mit Holz zurückfahre, zieht der Mog erstaunlich gut. Wie wenn er besser laufen würde. Ich werde den Eindruck nicht los, dass er die Motorleistung im beladenen Zustand besser auf die Strasse bringt.
Kann das an Verspannungen im Antriebsstrang liegen, wenn das Gewicht der Seilwinde über den HKH auf die Hinterachse drückt?
Oder Knickwinkel an der "Schubkugel"???

Grüße
Toni
 
Hallo Toni!

Denke wenn Du morgens in den Wald fährst,dass Dein Unimog seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat (Getriebe,Achsen,Hydraulik sind ne Menge Öl)

Gruß Franz :wink:
 
Hm, daran hatte ich auch schon gedacht, aber im Wald stand der Mog heute die ganze Zeit an der selben Stelle. Die Öle in den Achsen werden da glaube ich nicht warm.

Nur das Motor- und Hydrauliköl ist gut erwärmt. Dass das so viel ausmachen kann :?:

Wenn ich mal leer heimfahre, kommt es mir so vor, als ob der Mog so geht wie auf dem Hinweg. Daher auch die Vermutung mit der Verspannung / den Knickwinkel.


Grüße
Toni
 
Hallo Toni!

Wenn Dein Unimog im Wald einen Holzspalter betreibt,dann sind es nicht nur der Motor und Hydraulikanlage die sich erwärmen,auch dein Getriebe gehört dazu. :o

Gruß Franz
 
Vielleicht eine abwegige Idee, aber.....

Bei meinem 406 hab ich mal festgestellt, das unter gewissen Bedingungen (starke Verschränkung), der Gaszug entlastet wurde, sprich der Mog selbstständig Gas wegnahm.
Andere Idee, schonmal geguckt ob vielleicht die Bremse verantwortlich sein könnte?


Gruß
Jochen
 
Hallo Toni,

wenn bei Deinem 421 tatsächlich durch irgendwelche technischen Probleme Leistung verlorengeht, muss diese irgendwo in Form von Wärme auf sich aufmerksam machen, da Energie nicht einfach verschwinden kann.
Wenn Du eine Strecke unbeladen gefahren bist, fühl mal an allen Leistung übertragenden Teilen, ob da was über die Maßen warm (bzw. heiß) wird.
Schubkugeln, Differenziale, etc.

Wenn im Antriebsstrang alles intakt ist, macht der "Knickwinkel" keine Probleme, denn die Abwinkelung des Kardangelenkes in der Schubkugel ist verhältnismäßig klein. Ist dort jedoch etwas defekt, kann das schon ganz schön warm werden und warm heißt: hier wird Leistung vernichtet...

Grundsätzlich ist es jedoch schwierig, anhand Deiner Info's eine brauchbare Diagnose zu stellen.

Die "Kältestarre" der Unimog ist aber nicht von der Hand zu weisen und wahrscheinlich (hoffentlich) auch bei Dir die Ursache für Deine Beobachtung!
Selbst wenn Du nach einer Viertelstunde Leerfahrt den Mog im Wald abstellst, verteilt sich durch die Wärmeleitfähigkeit, die in Metall sehr gut ist, die Motor- und Getriebewärme im Fahrzeug und selbst nach längerer Zeit Stillstand läuft er nach dem Anspringen erheblich besser, als auf dem Herweg. So beobachte ich es zumindest.
Auf dem Hinweg zum Holz kann ich im Winter kaum im 6. Gang ohne Untersetzung fahren, auf dem Heimweg fahre ich beladen mit Holz auf der Pritsche und 4 dicken Meterrollen in der Winde im großen Gang ohne Probleme...

Viel Erfolg!

Holger
 
Hallo Toni

Mein U421 läuft im warmen Zustand auch erheblich besser. Es dauert schon eine ganze Weile bis der Unimog richtig warm ist. Wenn er kalt ist muss ich bei den kleinsten Steigungen zurückschalten und wenn er warm ist packt er mit Anhänger im 5 Gang schon kleine Berge.

Gruss

Rainer
 
Danke für die Antworten.

Da es mehreren so geht, ist es tatsächlich die "Kältestarre". Hätte ich nicht gedacht :shock:
Alles andere wie Bremsen (die kontrolliere ich nach jeder Fahrt auf Erwärmung genauso wie die Vorgelege, da eines immer etwas Öl braucht)
oder übermäßige Erwärmung im Antriebsstrang kann ich weitgehenst ausschließen, da ich das immer wieder mal überprüfe.

Grüße
Toni
 
Hallo Toni,

wenn Du ihn im Winter häufiger fahren musst, könntest Du auf synthetisches Getriebeöl im Schaltgetriebe und den Vorgelegen umstellen (nicht Motorenöl!).

Oder zumindest ein aktuelleres mineralisches Mehrbereichsöl mit möglichst kleiner Grundviskosität einsetzen (Im Schaltgetriebe wegen der Bronze-Synchronringe auf Öl ohne Förderung von Buntmetallkorrosion beachten!).

Das bringt einen erheblichen Beitrag zum leichteren Lauf des ganzen Fahrzeuges.

Nutz mal die Suchefunktion zum Thema Öle, dazu ist hier bereits alles gesagt und im Getriebe brauchst Du normalerweise keine Angst vor synthetischem Öl zu haben.

Grüße

Holger
 
Moin,
ich habs ja auch nie geglaubt. Besonders gemerkt habe ich es bei einem neuen 135PS Schlepper mit 4 Gang-Schaltung und 4 Lastschaltstufen. Der brauch auch erst ca, 30 bis 60 Minuten im Winter bis er richtig giftig geht. Ich meine die Motorleistung an der Zapfwelle ist schon nach 10 Minuten voll da, aber beim Fahren merkt man die Ölmenge...

Tipp von mir: Investiere mal Zeit und Sprit und fahre wie bisher mal mit Winde hin und voll wieder zurück. Wie Du beschrieben hast müßte er ja auf dem Nachhauseweg richtig gut gehen.
Und jetzt das Neue! Schnell Abladen und nochmal so wie zuvor (mit gefühlt schlechter Leistung) Richtung Wald fahren. Ich denke Du wirst einen Unterschied merken.

So konnte ich das bei dem 135PS Schlepper, aber auch bei meinem 406er merken was das ausmacht. Wir haben mit nicht wechselnden Gespannen (406 und 8t Kipper, Schlepper und 8t Kipper) Mist vom Hof auf einen Acker (mit langer und starker Steigung) gefahren. Beim ersten mal mit meinem Mog im vierten Gang ohne Reduzierung, beim zweiten mal fünfter Gang und die darauffolgenden Male dann immer im sechsten untersetzt... Die Standzeit beim Laden war immer so 15 bis 20 Minuten, Fahrzeit (hin und zurück) mit abkippen ca. 35 Minuten.

Probiers mal aus...

Gruß Matthias