einstellarbeiten an einem ottomotor

MagMog

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28. Aug. 2004
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Guuden,

da immer wiederkehrende Fragen zu Zündung, Vergaser und Motorproblemen gestellt werden, will ich hier einmal die Basics zum M180 einstellen. Es wäre erfreulich, wenn mehrere Korektur lesen würden, sodass wir ein Standardposting hätten. Es ließe sich dann evtl. zu leichteren Auffindung in das Unimog abc einfügen. So könnte man die Newbies fürs erste darauf verweisen und müsste sich nicht immer einen Wolf schreiben. für die Profis wäre es auch als Nachschlagwerk schnell verfügbar.

einen Guuden noch, Justus.


EinstelLarbeiten an einem Ottomotor, speziell am M 180

Beim Standard 404 finden wir einen M 180 Benzinmotor mit klassischer Zündanlage und Vergaser verbaut.

Bei einer Grundeinstellung und um Fehler zu finden, sollte systematisch vorgegangen werden. Deshalb ist zuerst das Ventilspiel zu prüfen.

Das geschieht gemäß Betriebsanleitung Ziffer 3.2.7.
Das Spiel sollte bei kaltem(unter 30°) Motor, Einlas 0,10mm, Ausl. 0,2omm, warmem Motor (45°-75°) Einl. 0,15mm, Ausl. 0,25mm betragen.

Der nächste Schritt wäre das prüfen der Kompression. Dazu werden zunächst die Zündkerzen entfernt, sowie die Zündung durch Abbau des Kabels 1 am Verteiler deaktiviert. Dann das Prüfgerät bei voll getretenem Gaspedal auf die Kerzenöffnung gepresst und der Motor mit dem Anlasser durchgedreht bis der Anzeigewert nicht mehr steigt. So wird der Reihe nach mit allen Zylindern verfahren. Der Verdichtungsdruck sollte 8,6 bis 9,6 bar betragen, mindestens jedoch 7,2 Bar. Zulässige Differenz zwischen den einzelnen Zylindern 1.5 bar.

1. Fortsetzung

Sollten die Werte eines Zyl. zu niedrig sein, sind zwei Möglichkeiten in Betracht zu ziehen: 1. Verschleiß an Kolben und dessen Ringen bzw. Zylindern, 2. undichter Ventilsitz. Um die Ursache zu erkennen, gibt man etwas Öl durch das Kerzengewinde in den Zyl. und misst die Kompression erneut. Da das Öl dichtend wirkt, ist bei gleichbleibend schlechten Werten von einem Ventilfehler auszugehen, aber es kann auch die Kopfdichtung betroffen sein.

Ist nun das Ventilspiel und die Kompression in Ordnung, bekommt der Verteiler neue kontakte spendiert. ...........wer kennt die Boschnr. zum hier einfügen? Den Kontaktabstand stellt man bei der höchsten Nockenstellung mit der Fühlerlehre auf 0,4mm ein. Mit Hilfe eines entsprechenden Messgeräts wird nun der Schließwinkel eingestellt. Selbiger sorgt je nach Dauer für die Ladezeit der Zündspule, wobei eine lange Zeit = großer Schließwinkel für eine gute Ladung sorgt, aber der Abrissfunke und damit der Verschleiß der Kontakte zunehmen. Der vom Hersteller vorgegebene Winkel ist der Mittelweg.
Beim M180 ist der Wert auf 38° +3° -1° bei Leerlaufdrehzahl einzustellen.
Das Einstellen geschieht durch verändern des Kontaktabstands.

Sollte das verwendete gerät Prozent anstelle von Grad anzeigen: 63% +5% - 1,6%
Vor dem folgenden Einstellen des Zündzeitpunkts sollte der Schließwinkel eingestellt sein.


wird fortgesetzt,


Bei Fehlern oder besseren Ideen und Formulierungen bitte posten oder PN, nicht gleich "was für ein Unsinn" oder schlimmeres rauslassen.
 
Servus Justus,

ich hab' hier:

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=14841

was dazu geschrieben. Weiter so!!!

Gruß Frank
 
guude,

ich hatte eigentlich auch auf mitautoren gehofft. das mit den bildern bekomme ich bekannlich nicht auf die reihe, und ich will mit dem posting auch keinesfalls die BA oder das werkstatthdb. ersetzen, sondern nur einiges zur systematik und ein paar basics beitragen.

einen guden noch, justus.
 
Moin,
für den M180.928 ist die TDv Wartung und Truppeninstandsetzung sehr zu empfehlen. Da ist das sehr gut erklärt, besser als im Werkstatthandbuch. Vielleicht sollte man die mal einscannen und ins www stellen.
Gruß Stefan
 
Hallo Leute,

ich wollte nur noch mal vorsichtig an Diesen Beitrag erinnern.

Der Anfang ist schon mal sehr gut.

Das ganze könnte man auch zum festen Bestandteil des Forums machen. (wenn's techn möglich ist vielleicht sogar mit Bildern).

Die Bedienungsanleitung, TDV und das Wekstatthandbuch hilft zwar sehr gut weiter, ist aber doch nie so gut verständlich wie von Forumsmitgliedern geschrieben.

Wie gesagt, ich weiß nicht ob das möglich ist, eilt ja auch überhaupt nicht.

Frohes Fest und Viele Grüße, Frank
 
guude Frank,
keine sorge und danke für das lob. ich bleibe dran, hatte die letzte zeit viel um die ohren und mein www-zugang war defekt.
guden, justus.
 
guude,

habe hier etwas über das grundprinzip der kontaktzündung gefunden:


Kontaktzündung bzw. Batterie-Spulen-Zündung

Bei einer Zündung mit Unterbrecherkontakten wird zuerst die Bordspannung auf die Zündspule, die im Prinzip wie ein Trafo aufgebaut ist, geschaltet (Unterbrecherkontakt geschlossen), in der Zündspule baut sich ein Magnetfeld auf, welchen den Eisenkern bis zur Sättigung magnetisch "auflädt" - die Spule "speichert" magnetische Energie.
Wird jetzt der Unterbrecherkontakt geöffnet, bricht das Magnetfeld in sich zusammen, und die gespeicherte Energie wird als gegenläufiger Spannungsstoss induziert.
Dieser wird dann auf der Sekundärseite der Spule als Hochspannung zur Zündkerze abgegeben. Hier dient die Zündspule als magnetischer Energiespeicher, um die erforderliche Zündenergie bereitzustellen; also ein permanentes laden und entladen.
Dadurch kann die zu geringe Batteriespannung zur Zündung aufbereitet werden. Wird der Unterbrecherkontakt wieder gschlossen, lädt sich die Zündspule wieder auf.
Die Zeiten, wie lange der Kontakt geöffnet bzw. geschlossen ist, bestimmt die Ladungsmenge der in der Zündspule gespeicherten Energie. Ist der Kontakt also zulange geöffnet, wird zu wenig Energie gespeichert - der Zündfunke ist zu schwach; bleibt der Unterbrecherkontakt zu kurz geöffnet, baut sich der Zündfunke nicht ausreichend auf.
diese zeitspanne ändert sich natürlich mit der drehzahl, deshalb wird hier vom "Schließwinkel" gesprochen.
Parallel zum Unterbrecherkontakt ist noch ein Kondensator geschaltet, der den beim öffnen des Unterbrecherkontakt entstehenden Funken am Kontakt "dämpft" und unnötigen Kontaktabbrand reduziert.
 
SPITZE !!!
Weiter so liebe Leut, dann werde auch ich mal zum Motorenversteher, das freut...

Viel Zeit ist vergangen seitdem
nun lasst mal was neues sehn...

kolja
 
guude,

Kolia hat ja recht, es muß mal weiter geschrieben werden.

aber nun mal in diesem kontext etwas zu der allgemeinen frage: "Mein mog läuft nicht mehr! was soll ich tun um die ursache einzukreisen?"
dazu habe ich an anderer stelle geschrieben, halte es auch hier für relevant:


eine zündkerze raus, zündkabel anschließen, gewinde gegen masse halten, starten. kommt ein zündfunke ist das mit dem strom schon geklärt.

andere kerze raus, falls naß: sprit da. falls nicht: sprit im tank? benzinfilter frei? spritleitung am vergaser lösen, motor in schlüsselstellung 1 duchdrehen lassen, kommt sprit oder nicht? vorsicht, feuergefahr! nur bei kaltem motor!
tropfenweise während des anlassens sprit in den vergaseransaugstutzen geben, wenns dann funzt stimmt definitv die spritversorung nicht.

läufts dann immer noch nicht rund, siehe gaanz oben, ventile einstellen--kompression prüfen--zündung einstellen.
als letzte möglichkeit die düsen des vergasers säubern, vergaser auf undichte stellen -nebenluft- prüfen.

merke: der vergaser ist es meistens nicht!

gut mog! justus.

ps.: mitautoren gesucht!
 
Hallo zusammen,

nachdem ich durch die kompetente Anleitung von Klaus (auch aus diesem Thema nochmal Danke ins Transistorzündungsthema) wieder Zündfunken an den Kerzen habe, möchte ich nun den Unimog auch wieder zum Fahren bringen.
Derzeit springt er, obwohl er vor ein paar Tagen kurzzeitig noch super angesprungen und auch gelaufen ist, nicht einmal an.
Angespornt durch die oben beschriebene Systematik zur Fehlersuche hab ich auch gleich angefangen.
Zylinderkopfhaube ist runter und die erste Überaschung ist schon da: in dem runden Teil zur Entlüftung der Haube raschelt es ganz gewaltig und es fallen jede Menge kleine rostige Späne raus. Sieht gar nicht schön aus. Aber egal.
Hiterrad hoch, 6. Gang rein, Hinterrad so lange in Fahrtrichtung drehen, bis der jeweilige Nocken senkrecht nach oben steht und Ventilspiele messen (bei 2. Ausführung der Ventilsteuerung):
AV 0,15 0,15 0,10 0,15 0,15 0,15
EV 0,10 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05
Alleine ist das Drehen und nach dem Nocken schauen echt blöd.
Angesichts der Sollwerte von 0,2 bzw. 0,1 mm sieht das miserabel aus. Wie konnte der vorgestern überhaupt noch so gut laufen? bzw. Können sich die Ventile einfach mal so verstellen?

Die Haube ist jetzt erstmal wieder drauf - nicht, dass noch Dreck reinkommt. Das fehlte noch...

Wo bekomme ich nun so einen Einstellschlüssel her? Muss man das original haben oder gibt es auch einen anderen Weg das Spiel vernünftig einzustellen? (Schlüssel aus Baumarkt, KFZ-Werkstatt, ...)

Dann habe ich noch gemerkt, dass ein paar Macken in der Dichfläche zur Haube drin sind. Kann ich die einfach abziehen oder besteht dann zu viel Gefahr durch Metallspäne?

Bei mir gibts immer viel zu viel Text...
Schönes Wochenende und danke,
Tobias
 
@Tubs

Komm mal vorbei, denke habe das nötige werkzeug.

Hast Du mal nach der spriversorgung geguckt ??

So wies sich anhört, bekommt der nicht richtig sprit.

mfg Sven aus dem Saarland
 
hallo moggler,



klasse.... diese "kurzsammlung" der wichtigsten daten...

doch wer von euch hat ein paar infos bezüglich der zündung...
spannungsabfälle an den vorwiederständen...
bzw. welche spannung muß wo genau bei eingeschalteter zündung udn geschlossenem zündkontakt anliegen?????


grüße aus BN

magnus
 
Hallo Zusammen,

Ich hab den Vorschlag von Magnus mal aufgegriffen und die Spannungen in dem Stromlaufplan eingefügt. Wichtig: Die Kontrolle der Spannungen dient nur der Fehlersuche im statischen Zustand, d.h. wenn der Motor nicht dreht.

WICHTIG:
Bei der Messung mit geschlossenem Unterbrecherkontakt die Zündung so schnell wie möglich wieder ausschalten, spätestens nach 3 Minuten! Bei dieser Messung fliesst Dauerstrom durch Unterbrecherkontakt, Zündspule und Vorwiderstand. Das belastet die Bauteile und die Batterie!

Bei laufendem Motor wird der Zündstrom ja durch den Unterbrecherkontakt für jede Zündung unterbrochen, dadurch haben die Bauteile zwischendurch Zeit, sich zu erholen. Ausserdem wird der wirksame Widerstand durch den dann wirkenden Scheinwiderstand der Zündspule um 10er Potenzen größer, so dass der Strom deutlich kleiner wird.
Bei stehendem Motor und geschlossenem Unterbrecherkontakt wirkt der DC Widerstand der Zündspule von ca. 7 Ohm in Reihe mit dem Vorwiderstand von ebenfalls ca. 7 Ohm, also 14 Ohm an 24 Volt, dann fliesst ein Strom von ca. 1,7 Ampere. (I= U/R). Ferner wird eine Leistung von ca. 40Watt in Wärme umgesetzt.

Beste Grüsse aus Viersen,
Klaus
 

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Da ich nun einmal dabei bin , hab ich den bekannten Schaltplan um die Anschlüsse des Stroboskops ergänzt. Dabei bin ich von den mir bekannten Leitungsfarben ausgegangen. Es mag andere Stroboskoptypen geben, die unterschiedliche Leitungsfarben verwenden. Daher bitte auch das zugehörige Handbuch lesen......

Klemme "1" (grüne Leitung vom Stroboskop)
Diese Klemme greift die Zündimpulse für das Stroboskop ab und liefert damit die Information für das Drehzahl- oder Schließwinkelmessgerät im Stroboskop. Diese Klemme muss irgendwie an die Leitung 1 angeschlossen werden(grüne Ader in der Abschirmung), die vom Unterbrecherkontakt zur Zündspule Klemme 1 führt. Die originalen BW Stroboskope verwenden dafür einen Adapter. Den kann man sich aber auch selber bauen. Notfalls schiebt man die Abschirmung etwas bei Seite und piekst eine Stecknadel in die grüne Leitung.
Wenn die Leitung Klemme 1 des Stroboskops nicht angeschlossen ist, kann das kleine Messgerät im Stroboskop keine Drehzahl messen und keinen Schließwinkel anzeigen. Die Blitzfunktion funktioniert dann trotzdem.


Impulsklemme
Diese meist etwas dickere Leitung führt vom Stroboskop zu einer kapazitiven Klemme, die mittels Schieber einfach um das Zündkabel zur Kerze von Zylinder 1 geklemmt wird. Dazu muss dieses Zündkabel zwingend durch ein Zündkabel ohne Abschirmung (zivil- Kabel) ersetzt werden. Wenn die Impulsklemme auf der Metallabschirmung eines mil Zündkabels geklemmt wird, funktioniert das nicht.
Die Impulsklemme ist ausschließlich dazu da, bei jedem Zündimpuls des ersten Zylinders einmal kurz die Blitzleuchte im Stroboskop blitzen zu lassen. Das ist die eigentliche Stroboskop- Funktion, von der das Messgerät seinen Namen hat.
Diese Blitzlich beleuchtet ganz kurz die Stelle an der Schwungmassee, die zum Zeitpunkt der Zündung an dem Blechzeiger steht. Weil der Lichtblitz nur so kurz ist sieht es so aus, als ob die Schwungscheibe stillstehen würde.
Wenn die Impulsklemme nicht angeschlossen ist, aber alle anderen Klemmen angeschlossen sind, kann das Stroboskop zwar nicht blitzen, aber z.B. Drehzahl oder Schließwinkel messen.

Masseklemme
Die Masseklemme muss immer an einer geeigneten Massestelle angeschlossen werden. Dazu kann man die Halterung der Zündspule, die Blechummantelung der Zigarre oder die Masseklemme des Lichtmaschinenreglers (oben links) nehmen.Eine sehr gute Masseverbindung ist Voraussetzung für alle Messungen.

+12V oder +24V Versorgung
Je nach Ausführung des Stroboskops erfolgt die Spannungsversorgung über +12V oder +24V aus der Batterie des Fahrzeugs. Bei original BW Stroboskopen mit 24 V Versorgung kann man die rote Puls Leitung einfach vorne an der Klemme B+ des Reglers anschließen.
Wenn man ein PKW- Stroboskop für 12V Versorgungsspannung hat, kann man die 12V an der Verbindung der beiden Batterien abgreifen. Dazu müsste man sich eine Hilfsstrippe bis zu den Batterien legen. Kurzschlüsse bitte vermeiden.
Wie schon an anderer Stelle beschrieben kann man auch eine externe Versorgung für das 12V Stroboskop wählen, z.B. Eine Motorradbatterie oder einen Modellbauakku. Bei den meisten Stroboskopen dient die externe Versorgung nur zur Aufbereitung der Hochspannung für die Blitzlampe. Bei diesen Geräten kann man z.B. Drehzahl oder Schließwinkel messen, wenn die rote Plusleitung nicht angeschlossen ist. Dann blitzt das Gerät eben nicht.

Manche Strobskope haben zur Kontrolle der Hochspannung seitlich eine kleine Glimmlampe eingebaut, die dann mit Dauerlicht rötlich glimmt, wenn die Versorgungsspannung richtig angeschlossen ist und die Hochspannung im Inneren des Stroboskps bereitsteht. Wenn Glimmlampe nicht glimmt, stimmt was nicht und das Stroboskop kann nicht blitzen.

Zu den Zündeinstellwerten: Wie schon an anderer Stelle beschrieben ist der wichtigste Wert der Wert von 46° vor OT erster Zylinder bei 4500 Umdrehungen pro Minute. Im Leerlauf sollten es so um die 10° vor OT sein.

Dier Leerlaufwert ist im Grunde unkritisch, wenn der Motor vernünftig läuft.
Wenn der Wert im Leerlauf zu hoch ist (z.B. 30° v. OT bei 1000 1/min) hängt die Fliehkraftverstellung fest und es kommt zu Frühzündung, Patschen in den Ansaugtrakt und Fehlzündungen. Der Motor nimmt dann aber das Gas gut an.

Wenn der Wert für 4500 1/min die Grenze von 36...38° v OT nicht erreicht, kommt es zum Leistungsloch, schlechter Gas- Annahme und schlechter Verbrennung. Dann klemmt die Fliehkraftverstellung.

Beste Grüße aus Viersen und viel Spass beim Messen...
Klaus
 

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Hallo Zusammen!

So! Habe mir die wertvollen Threads durchgelesen und habe noch ein paar Fragen.

Der 180 Motor hat noch die Mil Zuendanlage, die ich auch beibehalten moechte.

Ich habe vor Ca. 400 km die Transistorzuendung mit Kontakten eingebaut. Nun stottert der Motor wenn ich langsam Gas gebe und er belaset wir. Gebe ich vollgas, startet er mit Zug rect gut durch, bis in den hohen Drehzahlbereich. Nun ueberbruecke ich das Stottern mit Kickdown, oder wie das auf D heisst.

Gestern haben wir die Zuendung auf 2 Grad vor OT eingestellt, doch ich l

as auch dass es 10 Grad sein sollen? Was ist nun richtig?


Fliehkraftregler geht.Stottern besteht, allerdings etwas "veRlagert"

Den Vermeintlichen Kondensator habe ich auch noch nicht gefunden...muss , wenn der da sein sollte (wo?) abgeklemmt werden?


VG
Karsten



Gibt es da noch Tipps die ich gebrauchen kann??
 
Mahlzeit Karsten,

Die Einstellung des Zündzeitpuktes (ZZP) auf 2° vor OT gilt bei Leerlauf von etwa 800...1000rpm und ist AUSSSCHLIESSLICH dazu da, den Motor überhaupt erst einmal ans Laufen zu kriegen.

Damit KANN MAN NICHT FAHREN.

Durch Unterschiede in der Mechanik der Verstellkurve ist nicht sichergestellt, dass eine ZZP Einstellung von 2° vor OT oder 10° vor OT bei Leerlaufdrehzahl auch automatisch einen richtigen Zündzeitpunkt bei 4500rpm bedingt.
Das KANN funktionieren, muss aber nicht.

Deswegen gibt es auch Leute, die behaupten, es reicht den ZZP auf 10° vor OT bei 1000rpm einzustellen. Wenn es bei diesen Leuten funktioniert hat, und der ZZP bei 4500rpm zufällig stimmte, haben diese Leute ja auch Recht.
Aber auf diese Vorgehensweise ist kein Verlass!

Wenn man vernünftige Ergebnisse haben will muss man den ZZP auf 45...46° vor OT bei Drehzahl 4500 rpm einstellen.
Diese Einstellung geht ausschliesslich mit einer Zündlichtpistole oder einem ähnlichem Messequipment.
Lass uns mal wissen, über welches Equipment du verfügst!
Soviel zu der Frage der ZZP - Einstellung.

Der Kondensator befindet sich in einem zylindrischen Guss- Vorsprung des Gehäuses des Zündverteilers. Er wird über einen gelben Draht mit der Klemmschraube verbunden, an der auch die dünne schwarze Leitung vom Unterbrecherkontakt angeschlossen ist. Die gelbe Leitung zum Kondensator muss du von der Klemme lösen. Ich habe gerade noch mal auf der Web- Seite von BAT-TRADE nachgesehen, der Kondensator MUSS ABGEKLEMMT werden, damit die kontaktgesteuerte Transistorzündung funktioniert.

Biege den Gelben Draht einfach so zur Seite, dass er keine Verbindung mehr mit der Klemme bekommt, dann kannst Du ggf. im Notfall wieder auf Unterbrecher- Direktbetrieb zurückrüsten.

Beste Grüße
Klaus
 

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Hallo Karsten

Falls Du ein Oszilloskop besitzt oder in Deiner Nähe ein Radio-Fernseh-Mensch ist oder ein Amateurfunker, Elektroniker oder so Jemand, kannst Du ggf. zur Überprüfung der Funktionsweise der kontaktgesteuerten Transistorzündung auf die Messung mit Oszilloskop zurückgreifen.

Die Zündimpulse müssen dann so aussehen, wie in dem Bild unten. Die Signalform der Impulse und damit die "Aufladung" der Zündspule hängt von der Qualität der Oberfläche der Unterbrecherkontakte ab.

Deswegen empfiehlt Frank Flick auch, beim Einbau der TSZ-U einen neuen Unterbrecherkontakt einzusetzen. Bei einem gebrauchten Unterbrecherkontakt können Zündstörungen die Folge angegriffener Kontaktflächen sein.

Das war für mich auch der Grund, auf den Einsatz einer kontaktgesteuerten Transistorzuündung zu verzichten und statt dessen eine mit einem Hallgeber (magnetische Abtastung) einzubauen.

Beste Grüße aus Viersen
Klaus
 

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Hallo Klaus! Hallo Zusammen!

Vielen Dank für die Info.

Also, Mog läuft wieder und es hat nichts...

mit der Zündung zu tun gehabt. nachdem ich die Unterbrecherkontakte polliert habe, den Verteiler oberflächlich saubergemacht habe, die Kontakte an der Verteilerkappe gebürstet habe, die Zündkerzen getauscht habe, WC 145 ERT 2 gegen die die ich da hatte WC 175 ERT 27, Zündung wieder auf Kontaktzündung zurückgesetzt habe und mit meiner popeligen Leuchte bei grellem Tageslicht einzustellen versuchte und trotzdem nix besser wurde...

habe ich als letzte Möglichkeit vor Kapitulation den vor kurzem eingebauten "Überholten " Vergaser gegen den alten ausgetauscht...

und? :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:

e r l i e f....l ä u f t und hustet noch ein bissle, aber ich war nach euphorischer vor und Rückwärtsschrauberei -
mit nur-einem-Kaffee zum "vor" Frühstück platt, weil...."Liebling ...es dauert nur ein winz- 8) -zzzzigen Augenblick"...wusch ...der Frühstückstisch demonstrativ abgeräumt wurde... Und zu mittag gabs dann auch nix... (ausser Bier) und jetzt will ich sehen ob nach dem heutigen erfolgserlebnis noch ne Pizza zu bestellen ist... oder Tuna aus der Büchse...wenn noch eine da ist...-


Und so hatte ich eben keine Laune mehr heute nach der Zündung zu gucken und wird eben nicht korrekt eingestellt sein.

Bin dann gleich so in das Hinterland und habe zum Test Erdhügel plattgewalzt.

Und hier Ralf! Deine Bilder:

Trotz stotterei und bunte Kerzenvielfalt hatten meine ich die Elektroden keinen schlechte Farbe

http://www.flickr.com/photos/75376903@N06/6906430481/


Nun sind WC 175 ERT 27 mit 0,2 mm (!!!) Abstand drin...

http://www.flickr.com/photos/75376903@N06/6907315541/

Und so sah es im Verteiler aus...
jetzt ist es aber auch nicht viel besser

http://www.flickr.com/photos/75376903@N06/6907317361/in/photostream/


...und dann gab´s kurz vor Sonnenuntergang noch einen kleinen Ausflug

http://www.flickr.com/photos/75376903@N06/6906432213/in/photostream/

...und Hügel plattmachen macht am meissten Spass:

http://www.flickr.com/photos/75376903@N06/6906433793/in/photostream/

...wie weit kann man eigentlich den Mog neigen bevor er kippt?

http://www.flickr.com/photos/75376903@N06/6907077685/

VG

Karsten