Er Läuft einfach nicht

caracal

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11. Mai 2009
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Bad Hersfeld
Ich werd noch verrückt mit diesem Motor :shock:

Ich habe jetzt nochmal alles überprüft.

1.Ventilspiel 0,10mm Einlass , 0,20mm Auslass

2.Steuerkettenposition 0° auf der KW, auf Kerbe NW,Strich Verteiler

3.Kompression wie auf Foto bei um die 0°-3°Celsius


Die Vergaser leerlaufschrauben ganz rein dann 1,5 Umdrehungen wieder raus.

Beschleunigerpumpe spritzt normal ein!

Es sammelt sich wie auf dem Foto in einem Ansaugtrakt eine Sprittpfütze
die andere seite ist leicht feucht.

Ich habe den Eindruck das der Vergaser nicht richtig Benzin abgibt!

Bei abgebautem Vergaser habe ich mal die Hand auf die einzelnen Öffnungen gehalten.
Der Motor saugt auf beiden Löchern Fühlbar gleich.
Das könnte ja auch nur nicht so sein wenn ein ventil undicht wäre oder ein Sitz durchgebrannt aber dann würde die Kompression ja nicht stimmen.

Ich habe Keine Ahnung wo das Problem liegt und bin echt Ratlos.

9419149oyc.jpg


9419150iqn.jpg
 
Hallo Thomas,
Das ist ja zum verrücktwerden. Ich hab mir gerade deinen anderen Thread nochmal komplett durchgelesen. Ich glaube, jetzt hilft nur noch pure Systematik.
Was hast du alles schon gemacht und was kann man ausschließen?
Aus dem alten Thread:
- Benzinpumpe
- Steuerkette und Zahnräder
- Vergaser undicht
- am 6.12.2011 hast du ein Bild eingestellt, welches dem hier oben sehr sehr ähnlich sieht. Da steht die selbe gelbe Brühe an der selben Stelle. Ist das der selbe Kraftstoff?. Wenn die Farben auf dem Bildschirm nicht täuschen erinnert mich das an uralten Sprit, den ich mal in einer alten CB750 hatte. Bei dieser Baustelle ging es auch erst dann weiter, als ich mit ganz frischem Sprit an zu testen fing.
- Zündung kontrolliert und richtig eingestellt
- Kompression gemessen, Angaben aus Dezember und oben stimmen gut überein.
- Neue Zündspule
- Fehler vermutlich gefunden, dann lief er ein wenig und dann kam wieder die Meldung, dass er nicht läuft.
- Überlegungen zur Rücklaufleitung und Drossel angestellt
Eine Rücklaufleitung ist überhaupt nicht nötig, um den Motor erst einmal ans Laufen zu bringen. Um festzustellen, ob die Zündung richtig stimmt, reicht
bei richtig eingestellter Zündung und Kompression wie von dir gemessen ein einziger Startversuch mit der Füllmenge der Schwimmerkammer.
- Vergaser sifft wieder
- Hardi Pumpe eingebaut
- Vergaser neu abgedichtet
- Krümmer verdächtigt.
-------soweit die Analyse mit meinen Kommentaren--------------
Wenn es wirklich der selbe Sprit wie im Dezember ist, würde ich den mal gegen neuen tauschen.

Was macht der Mog den jetzt aktuell?
Springt er an und läuft dann nur kurz weiter, wie im Dezember?

Ich fasse mal zusammen:
- Zündung müsste okay sein, kräftige Funken haben und den richtigen Zündzeitpunkt haben, die hattest du doch abgeblitzt?
- Spritversorgung müsste okay sein, man sieht ja, das genug von der Suppe oben ankommt und laufen müsste der auch mit einem undichten Vergaser.
- Ventile müssten okay sein, denn du hast die eingestellt und die Kompression lässt auch den Schluß zu, dass die Ventile dicht sind.
- Steuerzeiten: Hast du kontrolliert, sollten also auch stimmen.

Wenn gar nicht anderes mehr hilft:
Vergaser demontiert lassen, ganz frischen Sprit oder Startpilot oder Bremsenreiniger in den offenen Ansaugkrümmer sprühen, so dass man etwas da drin stehen sieht, wie auf dem Bild.
Einen sauberen Lappen parat halten, den man im Zweifelsfall blitzschnell auf die Ansaugöffnung halten kann.
Motor starten, und den Zündschlüssel bei ersten Musks sofort wieder ausschalten. WENN Zündung, Ventile und Motortiming okay sind, läuft der Motor auch ohne vergaser. Dann allerdings mit Vollgas und der dreht schneller hoch, als man glaubt. WENN der Motor hochdreht: Blitzschnell Lappen auf beide Ansauglöcher drücken und damit abwürgen, Zündung aus. Am besten für dei Zündung einen zweiten Mann abstellen.

WENN er bei diesen Test anspring und den Test überlebt, weil er schnell genug abgestellt wird, dann kann sich die weitere Fehlersuche auf den Vergaser und die Spritversorgung konzentrieren.

Alternativ kanns du auch einen trockenen Vergaser (ohne Spritversorgung )
montieren und ca. 2...5 Millilitter frischen Sprit direkt intravenös von oben in den Vergaser kippen, dann mit getretenem Gas (offene Drosselklappe) starten und wenn er kommt sofort Fuss vom Gas = Drosselklappe zu. Mit dieser Methode muss er so 3...5 Sekunden laufen, bevor das Gemisch verbraucht ist.

Schreibe uns doch jetzt mal, was du als nächstes machen möchtest

beste Grüße
Klaus
 
Hast Du mal

einen Kanister mit frischem Sprit ausprobiert ?
Vielleicht liegts ja an schlechtem Benzin.

Sven aus dem Saarland
 
Hallo an alle,
viel zu viele Gedanken und viel zu genaues arbeiten. :D Das ist ein Militärgerät! Das muss unter den schlimsten Bedingungen laufen. Wenn die Militärkerzen und Kabel noch am Motor sind, wegschmeißen das Zeug ist Müll.
Eine Kerze raus und an den Block legen, wenn sie funkt, wieder einbauen. Sind sie trocken! Wie Klaus schon schrieb kurz Startpilot oder Bremsenreiniger kurz in den Ansaugtrackt bzw Vergaser sprühen. Kurz starten. Macht er keine Muckser. Zündung prüfen. Springt er kurz an, liegts am Sprit....Vergaser.... usw.
Ich hatte nen Franzosen Mog Tagelang um den Block gezogen, weil mir keiner glaubte das im Tank Diesel war :oops: Es kam auch vor das der Verteiler manipuliert war! Damit er "kaputt" war und ausgemustert wurde..
 
Moin Thomas,

Zündverteiler korrekt eingesetzt?
Die Welle läßt sich auch um 180° verdreht einsetzen.
Ventildeckel ab, KW auf OT drehen, dann müssen die Ventile des ersten Zylinders geschlossen sein, passiert nur bei jeder 2. KW-Umdrehung.

Gruß Ulli
 
Geht bei mir nicht die stege am verteilerantrieb sind bei mir leicht exzentrisch versetzt .
Dann dürfte er aber auch garnicht zünden oder ?Abundzu zündet er ja mal.
 
caracal schrieb:
Geht bei mir nicht die stege am verteilerantrieb sind bei mir leicht exzentrisch versetzt .

doch, das geht, Steg und Wellen haben genügend Spiel, ist mir auch schon passiert und ich habe mich gewundert, dass er zwar hin und wieder gezündet hat, aber nicht ans Laufen kommen wollte.

Guck dir die Ventilstellung des 1. Zylinders an, wenn die KW auf OT steht.
Wenn ein Ventil geöffnet ist, obwohl der Verteilerfinger auf Zylinder 1 steht, hast du die Ursache gefunden.

Gruß Ulli
 
Mann Mann Thomas.... :cry:

Das ist aber auch ma ne Baustelle...aber ich Drücke Dir die Daumen :!:
Und mit der Geballten Fachwissensflut von Klaus und Ulli ...kann das nur zum Guten Ende kommen ....Brummmmbrummmmmmmmmmmmm

Gruß Ralf
 
Also ich hab heute nochmals Fotos gemacht.Manchmal ist man ja blöd und erkennt das wesentliche nicht.

Gleich kommen noch die Fotos :wink:

9427687juc.jpg


9427688rfn.jpg


Ich habe den Vergaser mal in den Schraubstock eingespannt und mit der Druckluftpistole oben in die Ansaugtrich geblasen mit ca 2-3 Bar.
Der gefüllte Vergaser gibt einen ordentlichen Kraftstoffnebel frei.

Ich habe irgendwie das Gefühl der Motor saugt zu wenig um das Flüssige Gold aus dem Vergaser zu bekommen.
Wie kann das sein? Kommpression hat er doch nicht schlecht.
Wenn ich die Hand bei abgebautem Vergaser auf eines der Ansauglöcher lege muss ich sagen hätte ich mehr Unterdruckbildung erwartet .

Ratlosigkeit pur wo kann der Motor den nur vorbei saugen am Block ist eien neue Dichtung drin.

Es gab heute frischen Sprit aus der Flasche ohne merklichen unterschied.
Dann habe ich mir nur gedacht jetzt kriegst du den Kompressor :lol: also die Luftpistole auf 3 bar gereglt und beim Starten mal oben reingehalten und siehe da er springt an und läuft auch kurz im Stand bei Gasstößen nimmt er diese an knallt im oberen Drehzahlbereich um dann auch sofort auszugehen.
Eine andere original Zündspule habe ich jetzt auch schon ausprobiert.

Mit ratlosem Gruß Thomas
 
Moin Thomas,

nichts ist unmöööglich!
... aber ohne Vorsatz (und entsprechender mechanischer Verformungsenergie unwahrscheinlich).
Nach deinen Bildern ist der Einbau korrekt. Du solltest nur noch prüfen, ob bei der auf den letzten Bildern gezeigten Stellung der Nocken- und der Kurbelwelle der Verteilerfinger auch auf Zylinder 1 steht.
Allerdings glaube ich nach deiner Schilderung (mit "Kompressor" springt er an und nimmt auch Gas an) nicht, dass der Fehler in der Zündanlage zu suchen ist.
Ich denke, dein Versager ...äähmm... Vergaser ist die Ursache des Problems. Irgend etwas mit der Bedüsung ist faul - aber was?

Gruß Ulli
 
Hallo zusammen
Um Ulli's Gedanken mit dem Vergaser mal aufzugreifen....ich kenn diesen Vergaser nicht, aber könnte es sein, dass du die Gemischdüsen vertauscht hast :?: Die sind bei vielen Vergasern gleich groß haben aber völlig andere Bohrungen :idea: :roll:
Ist die Leerlaufdüse sauber, wenn verbaut der Dichtring in Ordnung?
 
:? ich bin eigentlich der Meinung man kann die Gemischdüsen nicht vertauschen weil sonst der Deckel nicht mehr zu geht. (Die Düsen haben eine unterschiedliche Länge)

Jetzt nochmal ein Paar Fotos Von der Nockenwellenstellung 1er Zylinder (nicht ganz genau Ot ca 15° drüber)und der zündverteilerstellung.



9431778cct.jpg


9431779slu.jpg


9431780crv.jpg




Welchen Abstand sollte der Zündkontakt in voll geöffneter Position haben?

Der zündfunke bei meiner Ersatzzündspule ist identisch mit dem der neuen also kann es die auch nicht sein.

ich habe 7er und 6er Kerzen ausprobiert da tut sich auch nichts ,den es waren 6er drin und der Händler hat mir laut Tabelle 7er mitgegeben.
 
Moin Thomas,

Kontaktabstand 0,3mm, wenn du einen Schliesswinkelmesser hast, kannst du etwas nachjustieren - Schliesswinkel nach meiner Erinnerung ca. 30°

Wenn du von 6er bzw. 7er Kerzen sprichst, verwendest du vermutlich NGK.
Die Auswahl ist korrekt, für den M130 im PKW sind die 6er Kerzen die richtige Wahl, beim hochbelasteten Motor im 404 (viel hohe Drehzahlen) die 7er Kerzen die besseren.

Mich irritiert noch die Stellung des Verteilerfingers. Bei meinem Motor (ebenfalls M130 mit ziv. Verteiler) war der 1. Zylinder bei ca. 4 Uhr (12 Uhr Fahrzeugheck, 6 Uhr Fahrzeugfront). Aber wenn die Zündkabel entsprechend richtig gesteckt und die Zündfolge eingehalten ist, spielt das keine Rolle.

Bezüglich des Vergasers vermute ich eher die Düsen im Venturi-Rohr und nicht die Leerlaufdüsen.

Gruß Ulli
 
Ja da hast du recht der ist normalerweise auch auf 4-5 Uhr das Foto ist nur zur Verdeutlichung.
Die Nockenwelle ist ja auch nicht genau auf strich gewesen.
Den Verteiler habe ich noch lose um beim starten drehen zu können bis er zündet.

Mit der Kompressorstarthilfe ist er ja auch im standgas ca 15 Sekunden getuckert. Das würde ja sonst garnicht gehen oder?

Ich bin wie gesagt auch der festen Überzeugung das der Mog keinen Sprit aus dem Vergaser gesaugt bekommt.
Wo kann der Bock den nur Fremdluft herbekommen? Saugen muss er richtig den wenn die ein oder Auslassventile nicht richtig schließen würden wäre ja auch keine gescheite Kompression messbar.

Kann denn noch irgend wo anders die ansaugluft vorbei?

Die Drosselklappenwelle ist nahezu spielfrei .

Der Vergaser ist wie folgt abgedichtet (vom krümmer aus gesehen)
Papierdichtung-thermoelement-Papierdichtung -Auffangblech-Papierdichtung thermoelement-Papierdichtung -Vergaser .
Ich bin schon fast soweit einen Deckel für den Vergaser zu bauen und das ansaugsystem mit Druckluft abzudrücken um zu sehen wo es raus zischt.

Ich habe doch alles mit bremsenreiniger und Druckluft durchgeblasen.
Durch welchen Fehler kann es nur zu diesem problem kommen?

Ich werde mal mein i-Phone über den Vergaser hängen und mir sozusagen eine Vergaser-Cam bauen so das man mal sieht ob er gescheit anreichert.
 
guude,

ich lese jetzt nicht den ganzen krams nochmal, aber sind nach reichlich erfolglosen orgelversuchen die kerzen naß?
wenn ja -> sprit alt oder zündung spinnt.
wenn nein -> spritleitung am vergaser ab und schauen ob beim orgeln sprit kommt.

gut 404! justus.
 
Servus Thomas,

ist der Krümmer richtig dicht am Flansch zum Motor? Evtl. Dichtfläche(n) verzogen? Dichtung defekt, Grat dran oder sonst was?
Oder nicht richtig geklemmt (weil vllt. auch Abgaskrümmer zu dick, krumm oder sonst was?) Hat der Ansaugkrümmer evtl. unvershlossene Bohrungen wo er Nebenluft ziehen kann?
Ist die Abgasanlage frei, daß er den verbrannten Dreck loswerden kann und nicht im Kreis pumpt (via innerer AGR)
Wenn ich das so alles lese gehen mir hier aus der Ferne auch so langsam die Ideen aus...viel Erfolg und berichte weiter.

Grüße aus dem Allgäu
Jochen
 
Wenn man statt der ganzen Bastelei, vielleicht mal die Orginalen Teile und die Werkseinstellungen nimmt wäre der Mog schon längst am laufen.
:roll:

Mach den Orginalen Militärverteiler rein mit passendem Zünkabeln und Kerzen. Alles entsprechend eingestellt nur die Kerzen 0,4mm Kontaktabstand nehmen.

Mechanische Benzinpumpe und die Vergaser nur Grundeinstellen.

Wette das er dann läuft wenn die Mech. am Motor stimmt.

Gruß Bo
 
Leg Dir doch mal eine Pappe zwischen Vergaser und Ansaugkrümmer und orgel mal mit dem Anlasser oder lasse deine elektrische Pumpe laufen.
So kannst Du erstmal grob prüfen ob der Schwimmerstand korrekt ist und der Vergaser nicht überläuft.
Habe das bei meinem anderen 28Jahre alten Wägelchen, dort ist das Gummi der Schwimmernadel im Laufe der Jahre hart geworden und dichtete nicht mehr korrekt ab. Mit dem Ergebnis das die Elektropumpe das Ansaugrohr überflutet hatte...