Erfahrungsbericht Ölfilter-Umbau

411117

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29. Okt. 2010
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Castrop-Rauxel
Guten Tag zusammen,
im Sept. 2009 habe ich in meinen 411 einen neuen Motor verbaut, mit dem ich bis heute ca. 1550 km und 80 Betr.H gefahren bin. Der alte Motor war noch mit einem Spaltölfilter bestückt. Da ich aber von einer neuen Variante gehört habe, machte ich mich auf die Suche und bestellte bei HLO in Ratingen einen Umbausatz mit Schraubölfilter, der in verschiedenen Modellen von VW und Audi Verwendung findet.
Vorab bat ich meinen Altölhändler, doch bitte vom letzten abgelassenen Motoröl des alten Motors eine kleine und schnelle Analyse zu machen, was auch geschah. Im alten Öl (Spaltölfilter) befanden sich mikroskopisch kleine und kleinste feste und nicht so feste Schwebteilchen und Rückstände aus Abrieb und andere Teilchen in größerer Menge. Dies war bei dieser Filterversion auch nicht anders zu erwarten.
Da ich aber schon vor Einbau des neuen Motors von der Möglichkeit eines Umbaues auf Schraubölfilter hörte ( siehe vorne ) wurde auch ein solcher eingebaut.Dieser Umbausatz passte 100 % ig an den Motor. Ich wollte einem frühen Verschleiß und evtl. Lagerschäden vorbeugen und im Großen und Ganzen dem neuen Motor etwas Gutes tun. Eingefüllt und gefahren habe ich immer ein Mineralöl der Viskosität 15W40, was für den OM 636 völlig ausreichend ist.
Nunmehr habe ich den ersten Ölwechsel am neuen Motor vorgenommen (siehe vorne) und ebenfalls eine Probe zum Altölhändler gegeben, damit er sich das genau ansieht ( es handelt sich nicht um eine langwierige Laboranalyse ). Er behandelte das Öl wie in 2009 ( wie ist mir nicht bekannt , aber darum ging es mir auch nicht ).Ergebnis: Es befanden sich so gut wie keine Rückstände oder Ablagerungen im Altöl, obwohl der Motor noch in der Einlaufphase ist. Das bedeutet, ein moderner Ölfilter ist einfach besser als die alte Technik. Im Übrigen ist der Filterwechsel schnell und einfach gemacht, ein neuer kostet weniger als 5,- Eur.
Ich habe bewußt 1 Jahr gewartet, um Euch zu berichten; ich wollte Euch die positive Erfahrung nicht vorenthalten. Der Eine oder Andere hat sicher ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich werde meinen MCCormick auch umrüsten, denn hier werkelt auch ein neuer Motor. Lasst mich an dieser Stelle noch den Lieferanten bekanntgeben; es ist unser COM-Mitglied Gueldner 06. Fazit: Ich bin begeistert und kann die Geschichte nur weiter empfehlen.
Um etwaigen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich habe keinerlei Vorteile und entrichte den gleichen Kaufpreis wie alle anderen. Aber was gut ist, sollte man weitersagen!
Schönen Sonntag noch an alle Leser
Adalbert Behrendt
 
Hallo!

einen handelsüblichen Papierfilter in das Ölfiltergehäuse, bin mir jetzt nicht ganz sicher H 601 glaub ich für ca. 7,--€ und paßt !

Servus Jürgen
 
Hallo MOGler,

der Filtereinsatz für das originale Ölfiltergehäuse ist MANN Filter HU 68x für 4 Euro nochwas.
 
Hallo Adalbert

leider ist deine Annahme bzw Aussage nicht ganz korrekt.
Der im Motor entstehende Abrieb tropft mit dem Öl nach wie vor in den Ölsumpf (Ölwanne). Der Filter verhindert diesen Abrieb auch nicht, kann er ja auch nicht, das ist die Aufgabe des Motoröls, und da wird er auch weiterhin zu finden sein.
Die Aufgabe des Filters ist die Reinigung des von der Ölpumpe in den Motor geförderten Öls. Diese Aufgabe wird mit Sicherheit durch einen modernen Feinfilter besser erledigt.
Die Aufgabenstellung war früher vollkommen anders. Es wurden rein mineralische Öle verwendet, der Abrieb lagerte sich im Sumpf ab und wurde mit dem Altöl beim Ölwechsel ausgespült, deshalb war es unbedingt wichtig, dass der Ölwechsel bei heißem Motor erfolgte, um soviel wie möglich mit dem dann dünnflüssigen Öl auszuspülen.
Die heutigen Öle haben alle Legierungsbestandteile, die den Abrieb bzw Feststoffe im Öl in der Schwebe halten, und somit permanent im Umlauf sind.
Mit der veralteten Filtertechnik wird zum heutigen Zeitpunkt die Schmierqualität trotzt besserem Öl deutlich verschlechtert.
Insofern ist dein Hinweis auf den verbesserten Filter richtig, jedoch deine Schlüsse aus der Ölanalyse falsch, Abrieb entsteht weiterhin und wird auch weiterhin in der Ölwanne zu finden sein.
 
Guten Tag Helmut, guten Tag zusammen,
Du hast natürlich vollkommen recht, Helmut, dass sich weiterhin Rückstände im alten Öl befinden werden und die sich in der Ölwanne sammeln. Das war mir auch bewußt.
Tatsächlich wurden aber erheblich weniger Rückstände festgestellt, als es bei der alten Version üblich war - und darauf kam es mir an. Durch die neue Filterung sind sehr viel weniger Schwebstoffe vorhanden (feste o.a.) und so ist meine Neuanschaffung zu rechtfertigen. Man könnte laboranalytische Tests durchführen, die unsere grobe Durchführung sicher bestätigen, aber wie ich schon anmerkte, kam es mir letztlich nicht darauf an. Wichtig: Es tut dem Motor bestimmt gut.
Es ist ähnlich so als wenn man seiner Frau öfter mal Blumen schenkt ( beruhigt das Gewissen oder aus Liebe ).
In diesem Sinne noch einen schönen Feiertag aus dem nebeligen Ruhrpott,
Adalbert Behrendt