Erlebnisse beim Ölwechsel am Radvorgelege bzw. Differenzial

canadienhusky

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21. Mai 2004
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Hallo Forum,
am Wochenende habe ich an meinem 411.119 das Öl an den Vorgelegen und am Differenzial gewechselt. Ich habe an der Vorderachse begonnen linkes Vorgelege Einfüllschraube geöffnet, Ablassschraube geöffnet und das alte Öl ca. 250ml abfliessen lassen. Das gleiche auf der rechten Seite. Für die Ablassschraube jeweils eine neue Kupferdichtung spendiert (14mm Innendurchmesser). Aufgefüllt mit Liqui-Moly 85W90, jeweils ca. 280ml ganz sauber mit einer 100ml Spritze (ziemlich grosses Teil gibt es aber wirklich). An der Hinterachse dann die erste Einfüllschraube geöffnet und schon ist mir braune Sosse entgegen gekommen. Aus der Ablassschraube sind dann sowohl links als auch rechts jeweils ca. 1 Liter der braunen Sosse rausgelaufen. O.k. mein erster Gedanke war wie hier schon so oft zu lesen, Dichtung zwischen Differenzial und Vorgelege sind hinüber so dass das Öl vom Differezial in die Vorgelege laufen konnte. Ich also die Einfüllschraube vom Differenzial auf und auch hier ist erst einmal ca. 1 Liter braune Brühe gekommen. Wohl gemerkt an der Einfüllschraube!! Am Ablass dann auch noch einmal ca. 2 Liter. Mein nächster Gedanke, Getriebeöl läuft über das Schubrohr in die Achse. Also Ölstand beim Getriebe geprüft - und alles in Ordnung - das Öl war goldgelb und auch der Stand zwischen Min. und Max. o.k.
Beim Auffüllen am hinteren Differenzial ist dann ca. 2,2 Liter Öl hineingegangen, bis die Unterkante der Einfüllschraube erreicht war.
Nun meine Fragen an Euch:
1. Woher kommt diese Menge Öl im Differenzial die über der Einfüllschraube steht wenn nicht vom Getriebe?? Hat hier jemand in der Vergangenheit zu viel eingefüllt und wenn ja wie??
Oder kann sich Öl wenn es alt ist ausdehnen??
2. Was bedeutet die Schokoladen Farbe beim alten Öl?? Ausser dass es 100 Jahre alt ist??

Ich bin mal gespannt auf Eure Erfahrungen
 
Hi,
ich fürchte ich habe ein ähnlich geartetes Problem an meinem 404S.
Gerade erworben.
Bei meinem läuft das Öl vorne aus dem Diff. Überlauf, das Getriebeöl war nur noch braune Suppe, aus der Manschette vorderes Schubrohr läuft die braune Brühe.
Ich hatte aber noch keine Zeit weitere Forschungen anzustellen.
Ich fürchte schlimmes - was ist zu tun?
Gruß
Peter
 
ei gude,
die kreuzgelenke in den schubrohrkugeln werden durch je eine bohrung zum getriebe in denen ein filz sitzt tröpfchenwiese mit getriebeöl geschmiert. ist dieser filz defekt läuft mehr öl durch. ich befürchte da liegt viel arbeit vor euch, ein beitrag im forum wie die reparatur von statten geht ist mir nicht erinnerlich, müsst mal das werkstetthandbuch konsultieren oder auf die alten moghasen hoffen. evtl. haben eure mogs auch nur zu lange gestanden oder seit jahren hat niemand nach dem getriebeöl geschaut und die filze sind trockengefallen.
meine persönliche lösung wäre kompletter achsölwechsel und häufiges kontrolieren des ölstands, wenn sich die sache nicht bessert ein additiv zusetzen das getriebeundichtheiten beheben kann. hilft das auch nicht dann halt doch zerlegen.
der canadische schneehund hat halt die chance, daß das überschüssige öl von den letzten jahrzehnten zusammengelaufen ist, das getriebeöl immer gepflegt wurde aber keiner nach den achsen geschaut hat.
bei getriebeölen achte ich ehr auf den geruch, als referenz dient der von neuem öl, dunkelbraun bis schwarz ist müll, da das getriebeöl ja nicht wie motoröl verschmutzt wird und auch bei weitem weniger thermischem stres ausgesetzt ist.
mit besten genesungswünschen und gruß vom main, justus.
 
Hi Kollegen,
ich habe heute (zwei Wochen nach dem Ölwechsel) den Ölstand im Differenzial kontrolliert. Immer noch exakt bis zur Unterkante der Einfüllschraube. Das gibt mir Hoffnung, dass die Dichtungen zu den Radvorgelegen doch in Ordnung sind. :D
Ich werde Euch weiter auf dem Laufenden halten.