Fahrerhausrestauration und Motorwechsel 411, Panzermotor

Ja Anton,

die Pritsche ist später dran. Oder sie wird vorher vom Gebrauch farblos/neutral.

Vielleicht bin ich auch ein wenig pervers: So richtig gut hat mir das Ergebnis meiner Restauration erst gefallen, als wieder schön Dreck und Staub dran war.
 
Also ich finds auch klasse wenn er nicht immer blitzt und blinkt sonder man ihn auch richtig einsaut aber wenn mann ihn nach ein paar tagen wieger sauber macht sieht mann auch mal wieder die Farbe :wink:
 
Hallo Christoph,
Gratuliere! Ein wirklich tolles Ergebnis und man kann aus
jedem Wort Deine Begeisterung und Freude heraus hören :D

Habe Deinen gesamten Bericht gelesen und die Neuigkeiten
verfolgt, da es unheimlich interessant und informativ verfasst
ist!
Wollte mich einfach mal bedanken, den immer nur mitlesen und
stillschweigend die Vorteile ziehen find ich schade :!:
Es ist ziemlich zeitintensiv und aufwändig alles in Bild und Wort fest zu halten!

Ich konnte jedenfalls viele Tips und technische Details gut verwenden,
einschließlich (danke nochmal) den Kontakt von Jochen.
Hat hervorragend funktioniert und das Gehäuse ist auch schon da :D

Viele Grüße Carsten
 
Hallo MOGler,

vielen Dank für Eure Glückwünsche und Anerkennung meiner mühevollen Arbeit. Es gab – wie Ihr wisst - einige Durststrecken und Hürden zu überwinden. Aber wären die nicht gewesen, könnte ich mich heute sicher nicht so sehr freuen.

Nach einigen Testfahrten in mir (aus vor-restauratorischen Zeiten) bekanntem Terrain schätze ich einen Drehmomentgewinn des OM636 von etwa 10%. Anteile daran haben in nicht näher bekanntem Maße:
1. Der bessere Motorzustand
2. Die fliehkraftgeregelte Einspritzpumpe
3. Der strömungsgünstige Ansaugtrakt ohne Drosselklappe
4. Der große Papierluftfilter statt des Ölbades

Den Einspritzbeginn hatte ich direkt vom Panzer übernommen und auf 26°vOT eingestellt. Nun frage ich mich, ob das so richtig bzw. das Optimum im UNIMOG ist. :?: :roll:
 
Moin Christoph,

ob die 26° optimal sind oder nicht, wirst Du wohl nur durch Probieren rausfinden.

Meine fliehkraftgeregelte, unterdruckgesteuerte Pumpe ist zB. auf ca. 28-29° eingestellt.
 
Moin Reiner,

fliehkraftgeregelt und unterdruckgesteuert, wie geht das denn?

Kannst Du mir mal einen regelungstechnischen Schaltplan zukommen lassen? Und was für Komponenten hast Du da verwendet?

(Ich bin immer sehr neugierig!)
 
Hallo MOGler,

Unimog fahren ist schön. Aber mit einem optimierten und technisch besser als neuem Unimog - vor allem mit höherem Drehmoment - ist schöner.

Meinen MOG genieße ich in höchstem Maße. Mir fallen da ein "wie Gott in Frankreich" oder "auf Wolke 7".

Nachdem ich mich von einem Freund in meinem MOG habe chauffieren lassen, ist schon eine Lordosenstütze im Original-Sitz eingebaut - toll!

Jetzt fehlt nur noch, daß ich ihn zu meinem Home-Office aufrüste. :wink:
 

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Hallo Christoph
UuUNIMOG schrieb:
...
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:thumbup: :party: Der ist richtig schön geworden und ich gönne Dir den PS-Vorteil auch wenn ich ihn nicht vermisse :twisted:
 
Hallo Mittelhessischer Christoph,

es ist wirklich unglaublich, was man mit einem MOG mit Servolenkung und genügend Drehmoment - zumindest auf Schotterpisten - anstellen kann. Powerslide vom Feinsten! Porsche, Ferrari und Co. können mir gestohlen bleiben, ich habe mein Traumfahrzeug!
 
Hallo MOGler,

meine Freude teile ich gerne. Meine Frau hat anläßlich der Wiederauferstehung meines MOG's einen kleinen Blumenstrauß bekommen. Auch wenn sie sich nicht so arg für den MOG an sich interessiert, so hat sie sich doch sehr gefreut.
 

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Moin Reiner,

ich akzeptiere alles, was funktioniert. Dann laß mal wissen wie das bei Dir funktioniert.
 
Moin Reiner,

Du schriebst:
Meine fliehkraftgeregelte, unterdruckgesteuerte Pumpe ist zB. auf ca. 28-29° eingestellt.

Wenn ich Deine Worte analysiere, heißt "fliehkraftgeregelt", daß Du eine derart geregelte Einspritzpumpe hast. Die wird dann aber nicht direkt über einen Hebel betätigt, sondern Du hast eine Steuermembran an der Pumpe und die ist mit der Drosselklappe verbunden. Richtig? Dann verstehe ich nur nicht, warum Du nicht die direkte Betätigung gewählt hast, die ja verlustärmer ist bzw. mehr Drehmoment bringt.
 
Moin Christoph,

ich wußte es, ich habe mich nicht richtig ausgedrückt und Du wieder zu kompliziert gedacht :lol:

Verbaut ist die ganz normale PES 4 A 50 B410 RS 50.

Verbaut ist ebenfalls ein Spritzversteller.

Thats it :wink:
 
Hallo MOGler,

nun ist es so weit, dass ich nach den ersten 1600 km nach Wiederinbetriebnahme einen Erfahrungsbericht geben kann.

Nicht ganz optimal finde ich das Gefühl im Gasfuß. Im Straßenverkehr (im Gelände habe ich noch nicht viel ausprobiert) bewirkt der Fliehkraftregler im Zusammenhang mit dem etwas schwergängigen Gaspedal harte Übergänge beim Beschleunigen und Verzögern. Der Motor hört exakt bei der der Stellung entsprechenden Drehzahl auf zu beschleunigen. Manchmal hat man das Gefühl, dann in ein Loch zu fallen. Bei Rücknahme des Gasfußes geht entsprechend die Drehzahl schneller zurück als bei der weichen Unterdruckregelung. Der Motor „hängt“ also wirklich fest am Gaspedal.

Alles Übrige ist durchwegs positiv, im Vergleich zu vor der Restauration und auch absolut.

Kleinere Steigungen können souverän im 6. Gang erklommen werden, wo ich zuvor stets runter schalten musste. Subjektiv fahre ich an Steigungen nun generell einen Gang höher.

Maximal eingestellte Geschwindigkeit: 63 km/h
Maximal gewählte Reisegeschwindigkeit: 56 bis 58 km/h
Durchschnittsverbrauch bei forcierter Fahrt bis 58 km/h: 13,5 l/100 km
Öltemperatur 80 bis 90 °C
Öldruck bei 90 °C: Leerlauf 2,5 bar, Betriebsdrehzahl 6,5 bis 7 bar
Kein Ölverbrauch feststellbar über 1000 km
Getriebetemperaturen bei ca. 20 °C Umgebung
Schaltgetriebe (und vorderes Differential, wegen Strahlungswärme vom Motor???) ca. 60 °C
Vorgelege und hinteres Differential ca. 40 °C
Kühlwassertemperatur: Bei längerer Bergabfahrt 79 °C, bei Normalfahrt bis Volllast 80 bis 82 °C
Kein Ruß aus dem Auspuff sichtbar, nur manchmal erkennt man, dass da überhaupt was raus kommt. Dafür hört man aber einen sehr sonoren Klang, wobei das Geräusch aus der Luftansaugung bei langer Fahrt schon zu nerven beginnt.

Das Durchfahren größerer Städte mit vielen Ampeln erspare ich mir nach Möglichkeit. Dafür ist die Beschleunigung beim häufigen Durchschalten vom 3. bis zum 6. Gang einfach immer noch zu gering. Die grüne Welle erreicht man damit jedenfalls nicht.
Aber wenn er mal rollt, ist der Fahrspaß enorm.

Für 450 km am Stück quer durch Süddeutschland auf kleinen Straßen habe ich 11 Stunden benötigt. Mehr als 40 km/h Gesamtmittel waren nicht drin.
 

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Hallo Christoph,

1600km Probefahrt finde ich aber wirklich ordentlich. Wo bist du denn überall gewesen. :D

Deine Beobachtungen, vor allem was das Gas anbelangt kann ich voll bestätigen. Mir ging es mit dem 411 nach dem Motortausch genauso.