Fahrverbote für Alt-Diesel ab 2006 geplant

Mal angenommen ich wohne in einem "Sperrbezirk" und darf dort mit meinem alten T4 nicht mehr fahren.
Das wäre doch sowas wie eine kalte Enteignung, oder ?

Thorsten

ABGASSCHUTZ
Fahrverbote für Alt-Diesel ab 2006 geplant

Millionen Besitzer alter Dieselautos müssen bald mit Fahrverboten rechnen: Nach Angaben des deutschen Städtetages sollen schon ab dem kommendem Jahr in fast allen Großstädten Sperrzonen eingerichtet werden.

München - Damit soll auf die hohe Umweltbelastung durch Rußpartikelemissionen alter Dieselautos reagiert werden. Der Städtebaudezernent des Deutschen Städtetages, Folkert Kiepe, sagte der "Süddeutschen Zeitung", einige Städte wie Berlin und Frankfurt am Main würden eventuell ihre gesamten Innenstädte für alte Diesel sperren - dies werde noch geprüft. Fast alle anderen großen Städte würden Umweltzonen einrichten. Er habe die Kommunen aufgefordert, schon im kommenden Jahr mit den Maßnahmen zu beginnen, sagte Kiepe.

Bevor das möglich ist, muss sich die Bundesregierung allerdings auf eine Kennzeichnungspflicht einigen. Eine entsprechende Entscheidung über einen Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) über die Einführung von so genannten Partikel-Plaketten zur Kontrolle von Fahrverboten für Autos und Lkw hatte das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch auf den 31. August verschoben. Autos mit Plakette sollen demnach künftig von innerstädtischen Fahrverboten zur Reduzierung der Feinstaubbelastung ausgenommen sein. Dieselfahrzeuge mit zu hohem Rußpartikel-Ausstoß sollen keine Plakette erhalten.

Zeitung: 3,8 Millionen Pkw betroffen

Die CDU verspricht eine klare Regelung bis November. "Wir wollen Rechtssicherheit bis Ende November schaffen", sagte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Derzeit werde ein Entwurf der Landesregierung für eine bundesweite Kennzeichnungsverordnung im Bundesrat beraten. Sie rief Trittin auf, ihren Vorschlag zu übernehmen.

Anders als Trittin, der die schadstoffarmen Fahrzeuge in vier Schadstoffklassen unterteilen und verschiedenfarbige Plaketten verkaufen will, die zur Fahrt berechtigen, setze Baden-Württemberg auf drei Emissionsgruppen und ein zeitlich gestaffeltes Verbot für ältere Diesel von 2007 an. Zudem fordere Gönner die steuerliche Förderung von Partikelfiltern in Dieselfahrzeugen.

Betroffen von den Fahrverboten in bestimmten Stadtgebieten wären der "Bild"-Zeitung zufolge 3,8 Millionen Dieselautos und rund eine Million Lieferwagen, die vor 1999 zugelassen wurden.

Aufgrund einer EU-Regelung gelten seit dem 1. Januar 2005 strengere Grenzwerte bei der Feinstaub-Belastung, die in Städten nur an 35 Tagen im Jahr überschritten werden dürfen. Einige deutsche Städte hatten diese Bestimmungen bereits im Frühjahr gebrochen.

Spiegel-online
 
Moin,
da hat unser Dieter ja schon mal vorgesorgt. Der fährt ja PÖL (=Pflanzenöl) .
Wie einige schon wissen, bin ich ein überzeugter verfechter der PÖL Strategie. Es zwar nur ne Ersatzlösung aber immerhin besser als zu sagen "Es gibt keine Alternative".
Ich selbst fahre meinen A4 fast 100% mit Pöl. Alle 4 Tankfüllungen kriegt er dann ne Dieselspülung. Bis jetzt alles ohne Probleme (Ausser letzte Woche in Cottbus, da hab ich mein PÖL beim Lidl gekauft für 75 ct je Liter. Das hat ihm nicht geschmeckt, bei mehr als 2800 Umdrehungen hat er sich verschluckt und stotterte vor sich hin. Nur eine schnelle Intravenöse 20 Liter Dieslspritze konnte ihn dann wieder beruhigen).
Natürlich ist die PÖL Alternative nicht ganz ohne. Man muss schon einige Dinge beachten. Die Fachleute (Werkstätten und Autohersteller bzw. Motorhersteller) raten natürlich ab. Aber mit nem fachmännischen Umbau und gutem PÖL läufts in jedem Fall. Bis zum Jahresende wird eine Din für PÖL eingeführt.
PÖL verbrennt ohne Russpartikel und enhält kein Schwefel. Ausserdem setzt es nur soviel CO2 frei, wie es zuvor im Sommer gebunden hat.
Die politischen Argumente für PÖL will ich erst gar nicht nennen.

Gruß
Bernd Schömann
 
Hallo Wolfgang,
das mag zur Zeit richtig sein. Dennoch werden sich die PÖLer gegen das Verbot wehren. Da steckt mittlerweile schon ne ganz schön große Lobby dahinter. Ausserdem ist Deutschland bei der Gesetzgebung mit Ausnahmen und Sondergenehmigungen Weltmeister. Ich vertraue da voll auf die Bürokratie.

Gruß
Bernd Schömann
 
Sorry aber das ist mir sch*piiiiieeeeep* egal ob ich mit der Pflanzenk*piiiieeeep* fahren darf oder nicht! Solange es noch richtigen schweren und wohlriechenden Diesel gibt werd ich den auch tanken. Versprochen! Dann bleibt mein Mog lieber stehen... (Ich erinnere an den Eintrag zum Thema Biodiesel kontra 411 oder sowas der mal irgendwann zu lesen war...)

Und in die Stadt kann ich auch mit der Bahn das ist eh viel sinnvoller als mit der eigen Mühle da rein zu juckeln und nen Herzkasper wegen Parkplatzsuche und Sonntagsfahrern zu riskieren!!

Grüssle Michael