Hallo,
also Stadthorn gab es in den 60 ern m.W. noch nicht. Es gibt nach deren Entwicklung immer nur die Kombination zwischen Stadt- und Landhorn.
Dies sind elektrische Warneinrichtungen und unterscheiden sich wie folgt :
Das Stadthorn wird wie der Name schon sagt in der Stadt, also in enger Bebauung eingesetzt. Dieses strahlt seine Akkustik auch zu den Seiten ab. Desweiteren sind hier wohl auch Frequenzen bzw. Austrittswinkel der Schallwellen so gewählt, das diese bei Einfahrt in einen Kreuzungsbereich auch nach links und rechts ausstrahlen bzw. Schallwellen zur Seite abstrahlen. Wenn der Schall z.B. aufgrund von Eckhäusern nicht zu beiden Seiten kommt, gehen die Wellen auf die gegenüberliegende Seite und werden von dort, durch das schräge Eintreffen, in die Seitenstraße getragen.
Das Landhorn strahlt seine gesamte Akkustik voll nach vorne. Es wird deshalb vorwiegend auf Landstraße oder Autobahnen eingesetzt, um die Fahrzeuge auch in weiterer Entfernung "vorzuwarnen" und um sich eine Rettungsgasse zu bilden.
Hier kommen auch vorallem bei großen FW-Fahrzeugen Drucklufthörner (Starktonhörner) z.B. Fiamm oder Martin zum Einsatz.
Eine Interessante Variante ist, gerade auch im Großstadtdschungel, die Kombination von Stadt- und Landhorn.
By the way : Zum Themea Rettungsgasse :
Bei zweispurigen Straßen haben die Fahrzeuge nach Links und rechts auszuweichen, und in der Mitte eine Rettungsgasse zu bilden. Diese muß groß genug sein auch für große FW-Fahrzeuge. Und wenn der schnelle, kleine Peterwagen durch ist, heißt es noch lange nicht, das die Gasse wieder aufgelößt werden kann.
Auf dreispurigen Straßen wird die Gasse zwischen der linken und der mittleren Fahrspur gebildet.
Es gibt immer mal ein paar Ausreißer aus Reihen der Rettungskräfte die (manchmal auch mit gutem Grund) den Standstreifen nutzen.