Frage: 3-punkt Seilwinde an Unimogfront anbauen

dabeade

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23. Sep. 2009
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Hallo Forum,

ich habe eine 5-Tonnen 3-punkt Anbauseilwinde Taifun, die normalerweise am Heck eines Schleppers angebaut ist. Diese möchte ich jetzt an meinen 406 vorne anbauen. Der Unimog hat ein Getriebe mit Zapfwellenabtrieb für vorne aber noch keine Zapfwelle vorne und keinen Frontkraftheber (Hydraulikanschlüsse 4-fach sind vorne vorhanden).
Meine Überlegung ist nun, wie ich die beiden zusammenbringe. Normalerweise brauche ich eine Zapfwelle vorne (ca. 500¤), einen FKH (ca. 1000¤) und ein Umkehrgetriebe (ca. 500¤). Somit bin ich geschätzt bei 2.000¤ für den Spass. Ist das realistisch oder liegen die Preise noch höher?
Hat jemand von Euch so einen Anbau schon realisiert und vielleicht noch Bilder gemacht? Funktioniert das mit dem Umkehrgetriebe vorne (Einbauraum, Zapfwellenlänge usw.). Oder gibt es eine einfachere (und günstigere) Möglichkeit, eine Seilwinde dieser Art vorne an den Mog zu befestigen.
Danke für die Tipps.
Bernhard
 
Hallo Bernhard!

Das ist keine leichte Übung :wink:

Ich bin gerade dabei für einen Freund diese Lösung auf einen 421er zu realisieren. dabei habe ich den Vorteil, dass der wesentlich niedriger als der 406er ist. Ausserdem lasse ich den vorderen Zapfwellenbock weg und schließe das Kreuzgelenk der Zapfwelle direkt an das Umkehrgetriebe (aus einen alten Heuwender günstig erstanden). Ein weiter Vorteil ist, die Winde hat kein Schild, sondern höhenverstellbare Füsse, so kann ich die Winde so in der Höhe einstellen, dass es keine Probleme mit der Gelenkwelle gibt.

Als erstes würde ich Dir empfehlen, die Winde einmal vor den Mog zu stellen (in der Entfernung des zukünftigen FKH`s) um zu sehen, wie schräg die Gelenkwelle laufen würde. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die Zapfwelle durch das Umkehrgetriebe mindestens um eine Stummellänge nach vorne kommt, allerdings um ca. 10 cm tiefer.
Als nächstes ist zu prüfen, ob mit dem gewünschten Frontkraftheber genug Platz ist, um das Umkehrgetriebe aufzustecken.

So aus dem Gefühl heraus würde ich sagen, die Gelenkwelle geht steil nach unten und wenn sich der Schild eingräbt, kracht es.
Als Abhilfe könnte ich mir vorstellen, den Schild zu verlängern und die Eingrabtiefe mit einer Kette von Oberlenkeranlenkpunkt zum Unterlenker zu begrenzen.
 
Hallo!

Ich sehe die Sinnhaftigkeit dahinter nicht? Eine 5to Rückewinde ist für den Einsatz am Fahrzeugheck gebaut. Wenn ich die Winde vorne hab kann ich zwar mit dem Seil ziehen ja, aber ich kann das Holz dann nur rückwärts bewegen... :roll:

Die Winde ist außerdem nicht sooo leicht, wenn Du auf der Straße fährst und die Winde vorne dran hast, brauchst Du hinten sowieso ein Gegengewicht.

Ich an Deiner Stelle würde vorne "nur" eine fix angebaute Winde ohne Polterschild montieren, und deine Taifun an den Hkh hängen. Wirst Du beim arbeiten sicher mehr Freude haben.

Oder gibt es eine einfachere (und günstigere) Möglichkeit, eine Seilwinde dieser Art vorne an den Mog zu befestigen.
Nein, ohne Umkehrgetriebe geht nichts vorne. Deshalb: bau sie hinten an. Bevor Du eine Frontzapfwelle einbaust und einen Fkh montierst, kannst Du doch auch gleich eine Heckzapfwelle und einen Hkh einbaun. Damit kannst Du wesentlich mehr Anbaugeräte betreiben...

Grüße Bene
 
Hallo Bene,

dein Einwand ist berechtigt, aber (was ich noch nicht erwähnt habe) ich habe hinter der Kabine einen Kran montiert, mit dem ich die Baumstämme auf die Pritsche bzw. auch auf meinen Anhänger lade. Die Hydraulikpumpe für diesen Kran wird über den hinteren Zapfwellenanschluss angetrieben. Somit entfällt die Möglichkeit der Zapfwelle hinten.
Meine Idee war, die Winde vorne anzubauen und zugleich den Anhänger mitzunehmen. Der Wald meines Schwiegervaters ist ca. 60km von mir entfernt und da möchte ich alles auf einmal dabeihaben. Derzeit rücken wir zu ihm mit zwei Fahrzeugen aus, wofür wir natürlich immer zu zweit sein müssen (wobei - ich hab den Vorteil mit dem Mog, dass ich 30min. länger schlafen kann :wink: ). Es geht halt nicht, dass ich alleine schnell noch ein paar Bäume (die schon umgeschnitten sind) bis zur Strasse ziehe und auflade. Ausserdem lasse ich ungern den Schlepper im Wald stehen. Darum halt die Überlegung, die Winde für solche Fälle vorne anzubauen.
Aber Du hast recht, in meinem Wald, der 5km entfernt ist, macht die vorne angebaute Winde sicher keinen Spass, da fahr ich lieber mit dem Schlepper vorwärts.
Wie sieht dies mit den fest angebauten Winden aus, was ist besser: Rein hydraulisch oder mit Zapfwellenantrieb? Habe schon viel gelesen hier im Forum, aber meist wird die Winde nur zum "Selbstbergen" verwendet. Und bleibt der Unimog auch stehen, wenn man ohne Schild (Abstützung) arbeitet?

Tschau
Bernhard
 
Hallo Bernhard!

Gut, bei 60Km Wegstrecke kann ich das schon verstehen, erspart ein Fahrzeug mitzunehmen.
Mir wäre es an Deiner Stelle aber zuviel Umbauaufwand, nur um die 3 Punkt Winde vorne anzubauen. Um das Geld solltest Du normal eine brauchbare Anbauwinde bekommen.
Ich hab eine Werner56 die über die Zapfwelle angetrieben wird und per Druckluft+Strom angesteuert wird. Für leichte Rückearbeiten bzw Zuzug zum Kran reicht sie für Dich sicher. Ich hab sie vorallem im Winter wenn ich wo stecken bleib bzw eben um Bäume, die ich mit meinem 8m Kran nicht mehr erwisch, zuzuziehn.

Die Standsicherheit kann natürlich ein Problem werden, Handbremse sollte gut in Schuss sein, immer Allrad und Sperre einlegen, und Kranstützen am Boden sollten die Fuhre halten. Feststellbremse auf der Vorderachse wäre halt die schönste Lösung ;)

Mein 427er hält mit Allrad+Sperre+Handbremse bis zu einem gewissen Punkt, meistens hab ich hinten noch den Rückeanhänger, bisschen über 3to Eigengewicht, der auch noch eingebremst ist. Da steht er schon relativ sicher ;)

Grüße Bene
 
hallo,
warum tansportierst du sie nicht einfach nur mit deinem Frontkraftheber, und im Wald Anhänger ab und Winde hinten dran
gruss
Michael
 
Hallo,

nach einigem Surfen zu diesem Thema denke ich auch, dass eine fest angebaute Winde fast besser ist für mich. Alles andere wird für die 5 Windeneinsätze im Jahr zu teuer. Mal seh, was ich auftreibe.
Vielleicht kann ich meinen Schwiegervater überreden, dass er den Wald verkauft und sich einen in meiner Nähe sucht, wäre für mich günstiger :wink:

Schönen Dank für die Infos.
Bernhard
 
Hallo zusammen,

nachdem mir das Christkind keine Frontzapfwelle geschenkt hat und mir der Anbau meiner Seilwinde an die Front keine Ruhe lässt, hab ich eine neue Lösung.

Einen möglichen Frontkraftheber sowie eine Lösung für den Anbau habe ich mittlerweile gefunden (Kostenpunkt ca. 1300€).

Das Problem mit der Zapfwelle, Umkehrgetriebe, zu kurzer Gelenkwelle usw. könnte ich durch einen sogenannten "hydraulischen Antrieb" umgehen. Diesen habe ich im neuen Hauptkatalog 2010 vom Fliegl Agro-Center auf Seite 113 gesehen.
Hat jemand von Euch so einen Hydraulikmotor zum Aufstecken auf die Zapfwelle im Einsatz? Wenn ja, treibt Ihr den über die normale Mog-Hydraulik an? Mit meinem Kranaufbau hätte ich ja die Möglichkeit, ihn über die Kranhydraulik zu betreiben.


Bin mal gespannt, was ihr zu diesem Vorschlag sagt.
Tschau
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

eine Hydraulikwinde würde ich für Forstarbeiten nicht nehmen, da die einfach zu langsam läuft. D.h. wenn sie einige Tonnen zieht, dann muss sie enorm übersetzt sein und dann läuft das Seil zu langsam. Hydraulikwinden sind recht für die Bergung von Fahrzeugen.

Gruß
Georg
 
Hallo Bernhardt
ich betreibe meine seilwinde mit der kranhydraulik . geht sehr gut , geht nichts kapput ( bei überlastung) der ölmotor liefert 390 Nm bei 22 KW bei 300 bar und ist nur mit einem übergang aufgesteckt und verschraubt.
eigentlich wollte ich einen FKH, da ich aber eh schon viel gewicht auf der Vorderachse habe, wurde es ein HKH.
da es mit meinem u 1000 beschwerlich ist im engen bereich zu rücken oder poltern, ziehe ich alles auf zwei mal , geht bei mir jedenfalls leichter und schneller bis zur stelle wo ich es mit dem kran verladen kann.
somit war mein HKH eigentlich nicht notwendig , es hätte auch ein bewegliches dreieck gelangt das ich mit dem kran hochziehe oder runterlasse kann, mit einer verriegelung in der endstellung. ähnlich eines HKH oder FKH ohne Hydraulikzylinder.
gruß nico
 
Also ich denke eine Pumpe die nen Kran versorgt bringt so viel Druck und vor allem Liter dass Winde dann auch recht flott läuft. Würde die auch Hydraulisch betreiben und im Wald umhängen. Vorne ist sehr gefärhlich da der FKh nicht auf seitliche Belastung ( bleibt beim Windeneinsatz nie aus) ausgelegt ist.

Wenn Du aber mehr zu dem Motor weisst schreib es bitte würde gerne meine HPC U3 auf ne Platte bauen um sie in dir Anbauplatte einzuhängen...

GRüssle Michael
 
näheres über ölmotoren mit den verschiedenen bauarten erfährt mann hier
" http://www.sauer-danfoss.com/stellent/groups/publications/documents/product_literature/520l0262.pdf"
und
"www.sauer-danfoss.com/stellent/groups/publications/documents/product_literature/520l0407.pdf"
wichtig ist
-der max mögliche pumpendruck
-literleistung bei welcher motordrehzahl
-die gewünschte arbeitsdrehzahl und mögliche höchstdrehzahl
den rest kann sich jeder selber ausrechnen.
kleiner tip
die baugrößen sind von alphabetisch nach leichte /schwerere baureihe unterteilt ( OMS ist stabiler als OMR)
O = Orbitalmotoren
M= Gehäuse Bauform
S= max 300 Bar
gruß nico
 
hallo
war eigentlich gut gemeint mit den " link " , aber es ging ja.
ich habe noch eine alte deutsche ausgabe , wenn also einer eine lesebrille benötigt und nicht direkt von der uni kommt (so wie ich) dann maile ich im gerne die deutsche version zu ( vorsicht über 20 MB).
zum pumpen bestimmen möchte ich gerne noch was erzählen:
ich habe ausgerechnet das ich bei einem 80 ccm motor die gleiche geschwindigkeit wie eine zapfwelle(540U/min bei Vollgas 2600 U/min) hab. funkte tadellos aber die , für mich!! optimale Seilzug geschwindigkeit war bei 700 U/min , da dem mog aber bei der drehzahl an futter fehlte , verwandelte er sich in einen nebelwerfer, also drehzahl wieder auf 1100 dann war das gut, mir aber das seil zu schnell. die zugkraft hat keine 6 to ereicht , die hydraulik reagierte vor der windenkupplung, bei einem OMS 80 ccm motor.so wie es den mog verschüttelte und nach dem flurschaden zu urteilen dürfte er aber nicht so weit davon entfernt gewesen sein, ich habs nicht nachmessen lassen( ein fehler). hab mir aber die ganze sache notiert, umgerechnet und einen 100 ccm motor eingebaut. ein 125ccm wäre das seil zu langsam oder die drehzahl zu hoch. aussagekräftige versuche liegen noch nicht vor.
ich rate jedem die seilwinde u.sw. probeweise zu betreiben ,z.b. an einem tracktor, die gewünschte arbeitsgeschwindigkeit zu bestimmen, so das nach oben und unten noch luft ist, und dann erst den motor berechnen. auf die hersteller angaben sollte man sich da nicht unbedingt verlassen.
gruß nico
vieleicht kann mir einer erklären für was es einen leckölanschluß an ölmotoren gibt mit vor und nachteil bei anschluß oder nichtanschluß?
 

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Hallo Nico!
Meines Wissens nach dürfen die Ölmotore ohne Leckölanschluss nur mit einem Druck bis 160bar betrieben werden. Es gibt auch Motore nur mit einer Drehrichtung, die brauchen bei höheren Drucken auch keinen Leckölanschluss.
 
Hallo Nico,

der Lecköl-Anschluss an Hydraulikmotoren und Pumpen dient zum abführen von internem Öl. Dieses muss drucklos abgeführt werden.
Wie Herbert schon geschrieben, können manche Ölmotoren im Niederdruckbereich auch ohne Leckölleitung auskommen.
Um aber ein zu hohen internen Gehäusedruck auszuschliessen, würde ich eine Leckölleitung anschliessen. Die Motoren mit denen ich zu tun hatte, waren bis ca. 10 bar zugelassen. Ist aber von Hersteller zu Hersteller verschieden. Steht aber bestimmt in Deinem Datenblatt.
Wenn Du sicher gehen möchtest, kannst Du auch mal ein Manometer anschliessen.

Gruß

Christian
 
Hallo Nico,

Danke für die Infos und das Bild, ich denke, auf diese Lösung werde ich mich stürzen.

Zum Thema Leckölanschluss. Diese sollen/müssen bei Hydraulikmotore angeschlossen werden, wenn der Druck in der Rücklaufleitung einen bestimmten Druck (ca. 10bar) übersteigt. Näheres steht aber in den Datenblättern.

Schöne Grüße
Bernhard