Frage zu Kraftheber von Finner Engeneering

Hallo Georg,

habe auch einen Finner Heckkraftheber dran, allerdings an einem U 424. Und da hat alles super gepasst. Ich brauchte nichts nacharbeiten. Bei mir passt es mit der Zapfwelle auch ohne Probleme. Anbei mal zwei Bilder:
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46025780pl.jpg
 
Hallo Ingo,

danke für die Bilder!

der HKH für den 418 ist zwar anders aufgebaut (Hydraulik-Zylinder) sind nicht hinten verdeckt angebaut - sondern vorne.

... aber das ist schon mal vertrauens-erweckend!

Darf ich Dich noch zu einem Detail fragen?

Bei der Version für den 418 sind an der Montageplatte (oder wie man die auch nennen soll...) Stege (siehe Bild) eingeschweißt, die bilden einen 90° Winkel. Allerdings bildet die Oberkannte der Hecktraverse keine scharfe Kante - in welchem Abstand befinden sich diese Stege zur Hecktraverse, wenn der HKH montiert ist?

Hoffe, ich konnte mich verständlich machen...

Danke nochmals!

Grüße vom Georg!
 

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Hallo Georg,
Bedenkt bitte auch, daß der Heckkraftheber von Finner ein "Kraft-Heber" ist.
Nicht zu vergleichen mit der originalen Dreipunkt Anlage für Landwirtschaftliche Nutzung nach Ferguson.

Zugkräfte kann dieses System nicht vertragen.

Gruß
Jochen
 
Hallo Georg,

also anbei mal ein paar Bilder:

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Dieser Steg liegt also NICHT auf der Hecktraverse auf, sondern hat geschätzt so 20 mm Abstand. Hatte bei der Montage auch erst gedacht, er müsste aufliegen, dass tut er aber bei mir nicht.
Das einzige komplizerte bei der Montige war, dass die Hecktraverse (durch meine große Anhängerkupplung) immer herunterfallen wollte, als alle Schrauben los waren. Ich musste SIe mit einer Rundschlinge sichern, um dann die Grundplatte vom HKH einzuhängen.

Wobei Jochen natürlich Recht hat. Der ganze HKH hängt an der Hecktraverse und bildet einen langen Hebel. Dadurch ist er dem Orignalen bei manchen Aufgaben unterlegen. Ich würde z.B. damit nie pflügen wollen. Aber ich finde er schließt den Unimog super nach hinten ab :wink:
 
Hallo Ingo und Jochen,

danke für Eure Hinweise und die Bilder bzgl der Montage!

Jetzt sehen wir klarer und sind aber gleichzeitig desillusioniert dass der Anbau funktionieren wird.

Der Abstand von Mitte oberes Bohrloch bis Unterkante ist ca. 57mm (an der Rückseite der Grundplatte HKH) - wenn man an der Hecktraverse vom 418er vom Gewindeloch (für Heckanbau) bis Oberkante der Traverse misst, dann kommt man auf mindestens 65mm (läßt sich ja nicht so genau messen, da die Traverse oben eine stumpfe/runde Kante hat). Auf jeden Fall wird da kein Abstand sein.
Allerdings ist bei Deinem Finner HKH dieser Steg viel weiter in oben Richtung der Ausschnitte für die Haltebleche der Hydraulik angeschweißt.

Mein Freund hat den Herrn Finner mehrfach gebeten, dass er eine Bemaßung oder Zeichnung schickt - aber dieser Herr beantwortet nur jede 3te Mail und dann nur mir einem kurzen, wenig freundlichen Satz. Ist ja auch klar - das Geld hat er bekommen, Service scheint nur lästig zu sein. Schade eigentlich.

Die Frage für uns ist nun, ob wir wirklich versuchen sollen, das Teil zu montieren - wenn es anscheinend eh nicht richtig passt??

Es schaut so aus, als ob das ein unschöner Streit wird - denn für über 3000 EUR sollte man auf ein fehlerfreies Produkt bestehen können.

Danke an Euch - eine wirklich hilfsbereite Community seid Ihr!

Grüße vom Georg
 
Hallo Georg
interessant, wäre, welche SA der Schlussquerträger hat, da gibt es 6 verschiedene Varianten.
 
Hallo Georg,

der Abstand des zu vermessenden Loches zur Oberkante der Hecktraverse müssste sich gut messen lassen wenn Du eine gerade Messlatte oder Messwinkel oben auf die Hecktraverse auflegst so dass sie nach hinten übersteht. Dann den Abstand vom Loch zur Unterkante der Latte mit einem Messchieber (alternativ Zollstock) nehmen. Dabei zwei Messungen machen, 1. Oberkante Loch, 2. Unterkante Loch.
Gleiche Messung an der Grundplatte des Krafthebers.
Das ganze Bildlich dokumentieren.
Habt Ihr von Fa Finner die Bestätigung, dass es an einen besser Euren 418 passt schriftlich? Wenn nicht unbedingt einholen. Siehe dazu natürlich auch Helmuts Kommentar.
Wenn es diese Erklärung nicht gibt oder die Masse offensichtlich nicht passen schriftlich reklamieren, Heckkraftgeber möglichst zurückgeben.
Nur wenn Bestätigung vorliegt und Masse offensichtlich passen, Platte anbauen aber dabei alles, wirklich alles Bildlich dokumentieren. Besonders wenn irgendetwas zwickt und beschädigt werden könnte.
 
Helmut Schmitz schrieb:
Hallo Georg
interessant, wäre, welche SA der Schlussquerträger hat, da gibt es 6 verschiedene Varianten.

Hallo Zusammen,

es tut mir leid, dass ich spät antworte - da kamen zwei sich überschneidende Urlaube dazwischen - während denen die Arbeit brach lag.

Auf der Fahrzeugdatenkarte haben wir Q36 (Schlussquerträger verstärkt) gefunden. Gehe davon aus, dass alle SA-Codes, die sich auf den Schlussquerträger beziehen mit "Q" anfangen - die gesamte Liste habe ich nicht geprüft.



Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Habt Ihr von Fa Finner die Bestätigung, dass es an einen besser Euren 418 passt schriftlich?

Erstmal vielen Dank Jürgen für Deine ausführliche Anleitung zum Messen.

Es ergibt sich eine Differenz von 8mm - dabei ist schon eingerechnet, dass die Schraubenlöcher (für 14er Schrauben) auf 17,5mm gebohrt sind - warum? Keine Ahnung - trägt aber bestimmt nicht zur Stabilität bei...

Das Teil wurde als HKH für Unimog 418 bestellt und geliefert. Wir wussten leider nicht, dass es von den Maßen unterschiedliche Heckträger beim BM 418 U130 gibt. Die Fa. Finner hat auch nicht darauf hingewiesen bzw. unterschiedliche Ausführungen angeboten.

Unterstützung von Fa. Finner gibt es nach unserer bisherigen Erfahrung auch nicht - weder telefonisch (niemand erreichbar) noch per Mail (auch mehrere Nachfragen nur die Antwort "hat bisher immer gepasst")

Letztlich ist man halt selbst schuld, wenn man im Internet bestellt und dann die Waren per Vorkasse bezahlt.

Wäre wahrscheinlich auch nicht so gelaufen, wenn es für den 418 noch irgendwo einen Original HKH gäbe.

Muss mich mit meinem Kumpel beratschlagen, wie wir weiter machen ... wenn's jemand interessiert, dann schreibe gerne nochmal was.

Schöne Grüße vom Georg!
 
Hallo Georg,

auch für einen kommerziellen Kauf im Internet gibt es Regeln, an die sich auch diese Firma halten muss.
Also würde ich jetzt versuchen den nicht passenden Heckkraftheber zurückzugeben.
Die Konversation dabei ab jetzt richtig dokumentieren. (Einschreiben / Rückschein).
Vielleicht kennt Ihr ja einen günstigen Anwalt oder Verbraucherberatung, die Euch Unterstützen.
Weitere Berichte über Eure Erfolge sind natürlich auch hier hilfreich für andere potentielle Kunden (kann man auch benutzen)
 
Hallo georg ,hast du mal bei https://www.hp-holster.de/ersatzteile-unimog/u406/4003-416-417.html nach gefragt ?
 
Serwus, habe die version des HKH von Finner für meinen 406 und habe diese wie fürs Holzrücken gekauft, damit mir der Rahmen nicht ausreißt sind Formrohre unten an der Platte nach schräg oben angebracht und am Querrohr des Rahmens mit 4 M16 Gewindestangen geklemmt. Jeweils 2 für links und Rechts. Fohrmrohre sind 40x40mm mit 4mm Wandstärke. Selbst bei grober arbeit hält alles. Fahre eine 6.5t getriebewinde mit eigener achse
 
Hallo, ich fahre auch denn HkH von Finner , und habe auch noch eine Zusätzliche Abstrebung angebracht, fahre eine 800 kg schwere Eigenbauwinde,Eigenbau-Heckcontainer oder was halt sonst so zu bewegen ist . Mit der entsprechenden Abstrebung kann ich auch nur bestätigen dass alles prima hält, ohne wäre mir die Belastung auf die Hecktraverse aber nicht ganz geheuer.

Anbei Bilder vom Einsatz bzw Zugtest beim letzten Schneefall :mrgreen:

PS. Bei dem Abschleppen war der gurt an der Ackerschiene damit der nicht von dem Fett am Zugmaul versaut wird.
 

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Hallo,


Bilder waren durchaus interessant und würden dem Thema auch zur Vollständigkeit helfen, falls die nächsten Kauffrage-stellenden hier hin kommen.

Chris 411/406 schrieb:
und habe auch noch eine Zusätzliche Abstrebung angebracht, fahre eine 800 kg schwere Eigenbauwinde,Eigenbau-Heckcontainer oder was halt sonst so zu bewegen ist . Mit der entsprechenden Abstrebung kann ich auch nur bestätigen dass alles prima hält, ohne wäre mir die Belastung auf die Hecktraverse aber nicht ganz geheuer.

Aber die Traversen sind in Eigenregie gebaut und angebracht oder gab es da entsprechend Hinweise vom Hersteller über Möglichkeiten? Wäre ja eine Veränderung am Bauteil, da würde sich ja dann bei neuen die Garantie/Haftung verfallen? Gedankenspiel: ich bringe jetzt da hinten eine Kraft an den Rahmen auf und kann den ja auch dadurch jetzt auf dem letzten Stück verwinden, oder? Mit den Streben habe ich den aber jetzt versteift, heißt ich erzeuge im Gegenzug auch wieder Spannungen, oder sehe ich das falsch? Die Chance ist natürlich sehr groß, dass die Spannungen auf einem so niedrigen Niveau sind und die Zyklen so gering, dass es am Ende vernachlässigbar ist. Aber interessant wären so Sachen schon.

Allgemein, was ist eigentlich die vom Hersteller angegebene max Hublast?

Der Lösungsansatz kann vom Prinzip ja nicht ganz verkehrt sein. Wenn auch für die größeren Unimogs bietet Scharmüller ja auch entsprechende Traversen mit Querstreben an. Dort wird ja definitiv ein Bauteil konstruiert, berechnet und geprüft. Schlechte Designs mag es trotzdem geben, aber wir gehen mal davon aus, die haben sie überlegt, was da sinnvoll wäre.
Ob ich jetzt einen Anhänger am K80 unten hänge habe und durch den Matach ziehen muss oder mal wie oben einen Baum oder Lkw ziehe
Natürlich sind die Rahmen an den Mogs für die der Scharmüller ist eh stärker.


Grüße
Sebastian
 
Hallo zusammen,

habe mal bei Keinanzeigen nach den aktuellen Modellen geschaut und tatsächlich hat einer die Abstützungen zum Rahmen dran: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/unimog-u300-heckkraftheber-heckhydraulik-kraftheber/2576404069-276-2582

Wäre halt mal interessant zu sehen, wo sie dann am Rahmen angebracht werden.
 
Hallo, bei meinem waren keine Streben dran, und es gab auch keine Empfehlung dass diese nötig seien, ich habe mir nur gedacht, dass ich die Abstrebung von meinem ehemaligen Windenträger (Foto)doch sowieso über habe und habe diese dann so am HkH angeschweißt wie sie auch an der Winde montiert war,sozusagen als "Angsteisen",Berechnet habe ich da nichts, aber an der Winde hat es ja vorher auch gehalten.
Am Rahmen waren bei mir entsprechende Bohrungen schon vorhanden welche ich dann mit 2 M20 je Seite benutzt habe.Leider bin ich heute nicht mehr beim Mog, deshalb habe ich die alten Bilder aus der Galerie rausgesucht(Die Winde ist jetzt an der Front verbaut und der Möglichkeit hat inzwischen H)

Zitat aus der eBay Beschreibung von Finner:
" Hubkraft über 2,5 Tonnen"
Den geladenen Mog zum Reifenwechsel kann er jedenfalls heben :mrgreen:
 

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Danke Chris,

meine HKH ist gebraucht. Da waren keine Unterlagen dabei und auch keine Halterungen bei. Ich schaue mal unter den Unimog, wenn ich wieder laufen kann :?
 
Hallo Ingo
wo und wie du die Streben anschraubst ist vom Baumuster abhängig. Bei kurzem Überhang kann z.B. die Hubzylinderanlenkung vom Heckkraftheber verwendet werden. Bei längerem Überhang sind noch weitere Quertraversen verbaut, da kann man die Anschlagpunkte der Rahmenwinkel mitbenutzen. So wird das u.a. von Schüssler bei der Kugelkopfkupplung oder auch bei Eigenbauten gemacht.
 

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Hallo zusammen,

die zusätzliche Abstützung hat mir keine Ruhe gelassen und seit heute habe ich auch eine selbstgebaute Abstützung dran. Versuche das mal als Idee zu beschreiben:

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Zuerst habe ich am Rahmen Möglichkeiten gesucht, ohne neue Löcher die Halter zu befestigen. Da ergab sich dann in Höhe der Stoßdämpfer eine Bohrung von ungefähr 20 mm auf beiden Seiten. Hier kann man auf dem Bild dann die durchgesteckte Gewindestange mit den Muttern sehen.

48671547ui.jpg

Der gesamte Aufbau: Oben durch den Rahmen habe ich eine 18 mm Gewindestange gesteckt und durch ein Vierkantrohr als Verstärkung und Abstandhalter verstärkt. Daran sind die Hubstreben vom Unterlenker befestigt (die Unterlenker brauche ich zur Zeit nicht). Und dann habe ich mit aus vorhandenem Vierkanntrohr noch Halterungen für die Platte vom HKH gebaut. Die Vierkantrohre sind mit jeweils vier M10 Schrauben an der Platte vom HKH verschraubt.
Damit gibt es jetzt zwei zusätzliche Verbindungen vom Rahmen zur unteren Punkt des HKH. Das sollte die Schrauben an der Traverse jetzt entlasten.

Hoffe das Ganze ist verständlich. Aber da an der Stelle ist nicht viel Platz zum Fotos machen.