Fragen zum Unimog 421 Bj. 1967

Manuel421

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30. März 2007
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Hallo habe Interesse an einem Unimog 421 Bj. 1967 180.000 Km 60KW.
Er hat aber einige Mängel wo ich nicht weiß ob sie gravierend sind.
Das erste wenn er warm ist Ölt er aus den Eingang vom Ölmessstab in die Ölwanne.
Zweitens Zurzeit geht die Lenkhilfe nicht weil ein Ventil defekt ist
und drittens die Kupplung müsste nachgestellt und Entlüftet werden.
Was ist den ein angemessener Preis und kann man die Mängel kostengünstig beheben.

Vielen Dank schon mal im Vorraus
 
Ölleckage und Kupplung einstellen halte ich für Fleissarbeit ohne gravierende Kosten (Wenn es denn damit getan ist). Lenkventil (?) kann ich nichts zu sagen, aber "günstig" ist beim Unimog sehr relativ! :cry:

Eine Preisschätzung ist mit den Angaben nicht möglich. der Preis hängt eher von Motor- und Getriebeausführung und -zustand, von der allgemeinen Erhaltung und von der Ausstattung ab.

Gab es wirklich 421er mit 60KW ? :shock:
 
Hallo, Manuel,

Deine Informationen sind zur Beurteilung des Wertes eines 421 nicht gerade üppig. Aber vielleicht kann ich Dir zumindest ein wenig weiter helfen...

Man kann von fern nicht prüfen, ob das mit dem Ventil der Lenkung wirklich stimmt oder ob die Ursache vielleicht doch eine andere ist. Wenn das Fahrzeug fahrfähig ist, mal in die nächste Werkstatt und einen Fachmann drübersehen lassen.
Alternative: Schau mal links die Unimogler-Landkarte und suche Dir einen versierten Mitfahrer/Mitbeurteiler aus Deiner Nähe, der Dich begleitet. 4 Augen sehen mehr, als 2.

Hast Du Fotos von dem Fahrzeug, damit man zumindest den äußeren Allgemeinzustand ein wenig beurteilen kann? Dann kann man auch den Preis noch etwas besser eingrenzen.

Wenn die Kupplung wirklich nur entlüftet und eingestellt werden muss, dann mach das notfalls mit dem Verkäufer zusammen, das ist kein Hexenwerk und schnell gemacht - 20 Minuten vielleicht. Dann kann man beurteilen, ob die Kupplung wirklich intakt ist.

Zu dem Ölschleudern kann ich leider nichts beitragen, das habe ich zwar schon mehrfach gehört, habe aber selbst nur OM314 und OM352 im Einsatz und die sind diesbezüglich brav (zumindest meine drei...)

Viel Erfolg und viele Grüße

Holger
 
Hallo
erstmal Danke für eure Antworten.
Hier noch einige Bilder ( Preis ca 4000,-)
Auf was mus ich den achten bein Kauf bzw beim Besichtigen.
Gibt es gewisse stellen die ich wissen sollte und geauer ansehen muß?
Könnte sein das er 60 PS gemeint hat.
 

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Hallo Manuel,

das ist beim Unimog schwer zu beantworten wo man hinschauen muss.
Am besten ist, jemand mitzunehmen der sich auskennt. Falls da keiner ist, grundsätzlich wie bei jedem anderen Fahrzeug rangehen.
1.Probefahrt
springt er gut an (am besten bei Temperaturen nahe null ausprobieren, wenn er da schlecht anspringt hat der Motor sein Leistungszenit schon übersprungen)- und lass dir nicht einreden ein 421er braucht zum starten Startpilot oder sowas, schaltet sich ohne Kratzen sauber, Bremsen in Ordnung, keine großen Öl- oder Wasserundichtigkeiten, Rost, Betriebsstunden(Zähler vorn am Motor) und Kilometer
2.Ausstattung die man haben möchte
grundsätzlich kostet alles was nachträglich gekauft wird deutlich mehr, als wenn es am Mog dran ist - Kippzylinder, Kraftheber, Zapfwellen - bis zu Dingen die nur schwer nachzurüsten sind wie Kriech- und Zwischengänge (Getriebewechsel), Motor......
3.Bauchgefühl und "Haben wollen Faktor"
eigentlich ist es sinnvoll möglichst viel im Internet zu surfen um ein Gefühl für den Preis zu bekommen, wenn du aber genau diesen haben willst ist der Preis eigentlich Nebensache, grundsätzlich musst du dich mit deiner Entscheidung wohlfühlen
Wenn alles andem Mog soweit in Ordnung ist, scheint der Preis gerechtfertigt, aber wie schon geschrieben, das kannst nur du allein entscheiden.
Wenn der Mog tatsächlich 60 PS haben sollte, ist es ein Austauschmotor OM 616, der eigentlich auch nur 52 PS hatte, mit der erhöhten Drehzahl bis 3500 U/min und angepasster Einspritzmenge dann 60 PS, laut den Unterlagen sollte er bei dem Baujahr einen OM621/615 haben mit 40 oder 45 PS

Grüße
Ralf
 
Hallo Manuel,
wenn der Verkäufer Dich lässt solltest Du in jedem Fall mal die Ölablass-schraube am vorderen und hinteren Differenzial aufmachen. VORSICHT: Eimer bereithalten!!! Bei vielen älteren Unimogs läuft das Öl vom Getriebe über das Schubrohr in die Achsen - wurde hier schon mehrfach diskutiert . Das ist zwar nicht schlimm aber äußerst lästig und wartungsintensiv. Eine Behebung ist recht aufwendig!
Außerdem unbedingt die Innenseite der Felgen kontrollieren. Sind sie frisch geschrubbt oder ziemlich ölig, ist meist was undicht (Bremszylinder hinüber oder Getriebe undicht).
Außerdem solltest Du nach einer Probefahrt mal manuell die Sperren im Stand betätigen: Es muß an beiden Achsen ein hörbares Klacken geben. Außerdem darf dabei an der Achse keine Luft entweichen (Differenzialsperre undicht!).
Hoffe die Infos helfen weiter. Ich kann nur raten nimm jemand mit, der schon einen Unimog hat - Du tust Dich viel leichter beim verhandeln!
mfg

Micha
www.moggl.eu
 
Nochmal Danke an alle,
ihr habt mir schon ein wenig weitergeholfen.
Wer noch Tips für mich hat bitte melden,
Schonmal vorab Danke

Gruß
Manuel :lol:
 
Achte auch auf Kleinichkeiten!
Z. dreht sich das Zugmaul noch!
Geht die Sperre rein und verliert sie irgendwo Luft! wie Micha schon schreibt!
Je nach Ausstatung geht da alles !
Ich meine auch nehm jemanden mit der schon Unimog erfahrung hat!
Und schau auf jeden fall die Kabine gut an wegen Rost oft ist viel überspachtelt !
Mfg Beni
 
Du solltest auch auf Kleinigkeiten achten.

- brennt die Ladekontrolllampe wenn man die Zündung einschaltet u. geht sie auch aus kurz nach dem starten? vielleicht auch die Spannung messen.

- wenn an der Tankanzeige etwas kaputt ist, kann es sein das diese immer auf "voll" steht. in meinem fall hatte der Verkäufer wohl deshalb vor der Besichtigung nochmal vollgetankt :evil:

- wie lange dauert es bis sich ein vernünfiger Öldruck aufbaut? (<5sek)

- wie lange braucht der Kompressor um den Lufdruck aufzubauen? (<5min)

- fällt der Luftdruck nach dem Abstellen wieder ab? (Pfeift es irgendwo im System?)

- mach eine richtige Probefahrt und nicht nur auf einem kleinen Parkplatz ein bischen vor- und zurückfahren (Getriebe, Allrad, Sperren)

- sind alle Papiere/Unterlagen vorhanden? Zu jedem Unimog gehört z.B. eine Datenkarte auf der mittels Codes die Ausstattung beschrieben wird (Zapfwelle, Kraftheber, zus. Scheinwerfer, usw.). So nach dem Motto: "Soll und Haben"

lG
Rainer
 
Hallo,
wenn wir doch schon dabei sind -
schau Dir die Kreuzgelenke der Vorderachse an. Haben diese Spiel? Wenn möglich vorne aufbocken und mal unten und oben an die Reifen drücken, evtl. mit einem Stück Latte. Es sínd wohl größere Reifen drauf und da ist das Risiko um so größer. Ist nur ein wenig Spiel geht es mit einem neuen Lagersatz, ist aber Arbeit und oftmals geht dabei auch der Dichtring der VA hinüber oder fängt an leicht zu Ölen. Das Kreuzgelenk zu reparieren ist sehr teuer.
Eine Prüfmöglichkeit der Kreuzgelenke ist auch - Allrad einschalten und (auf Sand oder Wiese) kurven drehen. Dabei auf ein Knacken beim Lenkeinschlag höen. Dabei vorwärts und rückwärts fahren.
Ich weiß - es sind alles "gute Ratschläge". Die meisten werden doch nicht jedes Deteil überprüfen. Ich habe mich auf dem 421 gesetzt, habe 10 min gefahren, wusste dass die Einspritzpumpe leckte und habe ihn gekauft. Und ich hatte mal Glück. Bisher sehr wenig ärger gehabt. 60 PS kann der Unimog eigentlich nur haben wenn dort entweder ein Pkw Motor eingebaut wurde - dann ist kein Betriebsstundenzähler verbaut und die Drehzahl kann nicht über das Handgas bei Belastung gehalten werden - oder es ist ein neuer OM616 Motor verbaut und der dreht auf 3500 U/min. Also auch hier vorsicht - passt nicht zum Baujahr!!!
Gruss
Bernd Thomes