Frontseilwinde als Rückewinde

Hallo Christian
Erst mal Danke für deinen Threat dem ich voll zustimme !
Ich habe an meinem Mog (wie viele andere auch)eine Frontwinde
mit der ich auch gelegentlich Baumstämme aus dem Wald ziehe.
Allerdings habe ich eine Hydraulik-Winde.
Vor kurzem wollte ich eine Eiche von 8 m länge und 50 cm Durchm.
aus dem Unterholz ziehen,ahnte aber nicht das der Stamm festgefrohren war ! Und was ist passiert ? garnichts ! die Winde blieb einfach stehen,
der Stamm rührte sich nicht nur der Mog kam hinten bischen aus den
Federn.Ich benutze ein Seil das für etwa 5.5 t + Sicherheit ausgelegt
ist.
Statt der vielen schlauen Belehrungen in diesen Threats hätte ich lieber par Erfahrungsberichte über die Arbeit und auch Unfälle mit der Winde gelesen.Zbs. was passiert mit einer Zapfwellen-Winde? bleibt der Motor stehn ? oder reist das Seil wenn wenn nichts mehr geht ?
Gruß Horst
 
Um Gottes Willen!!!
Ich zumindest habe nicht ansatzweise vor, hier irgend jemanden zu zerpflücken und schon gar nicht zu belehren!
Ich habe ganz einfach - vor allem im Forst - schon viel zu viel erlebt bzw. ganz einfach von selbsternannten Holzmachern gesehen.
Dann stellt sich halt die Frage, ob jeder nach dem Motto lebt "erst ich, dann kommt eine lange Zeit niemand" oder ob ich andere Menschen auf irgendwelche Gefahren hinweise...
Aber das ist ja in unserer "ich ich ich ich ich Gesellschaft" ganz normal geworden, dass sich leider sehr viele Menschen nicht mehr um Andere kümmern. Im Gegenteil, kommt jemand zu Schaden wird eher noch gelacht.
Ausserdem ist es ein Unterschied, ob man hier über Gefahren diskutiert oder jemanden beschimpft!
Viele Grüße,
Joachim
 
Statt der vielen schlauen Belehrungen in diesen Threats hätte ich lieber par Erfahrungsberichte über die Arbeit und auch Unfälle mit der Winde gelesen.Zbs. was passiert mit einer Zapfwellen-Winde? bleibt der Motor stehn ? oder reist das Seil wenn wenn nichts mehr geht ?

Hier ging es doch ursprünglich um eine Zapfwellen-Frontwinde am 411. Wie auf dem ersten Bild zu sehen ist, ist keinerlei Abstützung oder sowas verbaut.

Meine Erfahrung dazu (Rotzler Zapfwellen-Militärwinde vom MAN(?) am 411):

Der 411 geht zum Baum, ehe das Seil reisst. Der 411 wiegt leer ca, 2,5to, nur mit der Handbremse oder normalen Keilen gehalten ist es denke ich schwierig, deutlich mehr als eine Tonne Baum rauszuziehen. Motor abwürgen habe ich noch nicht geschafft, zuerst zerreißt es den Sicherungsbolzen an der Winde und es gibt keinen Kraftschluss mehr. Einmal ist ein Schäkel gebrochen, da ist das Seil einfach nur runtergefallen und gut.
 
Das kann bei jeder Winde passieren:
Mir ist mal der massive Seilhaken am Seilende, mit dem man die Schlinge um den Stamm bildet, gebrochen. Das Stück sauste mit Karacho knapp am Kopf meines Bekannten vorbei, der - wie ich schon vorher das unangenehme Gefühl hatte - seine Rübe immer viel zu nah am Gefahrenbereich hat.

Ich selbst verziehe mich beim ziehen (mit der Funke) immer aus dem Gefahrenbereich.

Gruß ALbi
 
@albi:

Du hast auch ein anderes Gefahrenpotential mit nem Forstmog. Durch die Abstützung (Bergstütze) bekommst Du viiiiiel mehr Last auf das Seil.
Aus dem Gefahrenbereich verschwinden ist natürlich der beste Weg.
 
HAllo Stephan,

Du hast natürlich recht.
Also könnte man wohl davon ausgehen, dass beim Selbstbergen mit der Frontwinde aus einem Schlammloch größere Kräfte auftreten als beim nicht abgestützten Holz rücken.
Insofern ist das Argument, auch Selbstberger sollten ein Schutzgitter haben, durchaus stichhaltig.

Oder andersrum: Wenn bei mir mit Polterschild und männchenmachendem Mog das 12er Seil nicht reißt, dann bei der Frontwinde ohne Stütze nie (Wenn es in Ordnung ist und nicht zu alt).

Ich bin auch überzeugt davon, dass Sicherheit nicht nur von der Ausrüstung abhängig ist, sondern, ob man mit dem Kopf bei der Arbeit ist und ein Gefühl für Gefahrenpotentiale entwickelt hat.

Gruß ALbi
 
Moin ihr Holzrücker,

nur mal so zur Info für die Allgemeinheit, ohne jemanden persönlich auf den Schlips treten zu wollen :

Mir ist mal der massive Seilhaken am Seilende, mit dem man die Schlinge um den Stamm bildet, gebrochen.

Es sollte absolut tabu sein, das Windenseil zum Anschlagen zu benutzen !
Eine Rückekette oder die bereits gezeigten Zangen sind auch vom handling deutlich besser, als das relativ dicke und steife Seil auf der Winde.

Und wenn man dann nicht gerade um Fels herum zieht, evtl. ein wenig auf die Seilpflege achtet, dürfte das Seil auch nicht so schnell altern.

Gibt es für Forstunternehmer nicht eine Altersbegrenzung (Stundenbegrenzung) für die Seile ?
 
Hallo
Auf Forstschulung habe ich gelernt das, ein seil bei beschädigung auch zu beispiel Abknicken ausgewechselt oder das beschädigte stück entferntwerden muß
2. das Seil muß die dreifache Zugkraft wie die Winde aushalten oder muß die winde in der Zugkraft begrenzt werden.
3 ein Totmanschaltung , wichtig die Zugkraft darf nicht nachlassen, fals jemand eingeklemt nicht zerdrückt wird,
4.Ein Notrufsystem das bei nichtbewegen der steuereung automatisch alamiert.
5 ein mal jedes jahr zur UVV beider alles von eimen Sachverständigen kontrolliert wird.
Vor drei Wochen hab ich einen Eichenstamm , vieleicht 300kg mit stahlseil 8mm ums eck gezogen der stamm wollte nicht (vieleicht wurtzel?) Ich ließ das Seil locker und Spannte es wieder dabei zukelte das seil nur kurtz und viel auf den Boden. Obwohl ich das seil ständig voll im Blickfelt hatte , hab ich nicht gesehen (es ging so schnell ) das sich die Umlenkrolle ca. 15 Kg aus dem Baumgurt ausgehängt und 3 m nach vorne geflogen ist.
Ursache das seil ist zwischen Unlenkrolle und gehäuse gerutscht und Abgeschert.
alles Gute Michael
 
Hallo,

--> Raimon: Gaaaraahhrghs, jetzt weiß ich, warum die Seile der meisten Winden immer kürzer werden oder am Ende immer verratzt sind: Klar, wenn man die zum Anschlagen der Last verwendet ...

Auf die Idee bin ich noch nie gekommen - schon wegen dem Verschleiß, und auch der Steifigkeit (wie Du schon sagst). Dafür ist mir das Windenseil zu schade, dafür verwendet man Anschlagseile oder -Ketten, die man schnell und billig ersetzen kann ! Wenn ich mir vorstelle, daß das Seil dabei quer über Steine oder Schotter schleift und vom Gewicht der Last noch nach unten gedrückt wird - aua ! Dann wundert man sich, wenn es reißt !

Wobei ich sagen muß: Einen Seilriß hatte ich zum Glück noch nicht, aber eine Anschlagkette ist mir mal beim Rücken unter Last gerissen. Das Ende des Windenseil ist zum Glück nur ca. 2m geflogen.

Das wichtigste beim Seil ist das saubere Aufspulen auf die Trommel. Bei einer Winde ohne Spulvorrichtung, bei der also das Seil einfach irgendwie auf die Winde kommt, verklemmt es sich gerne ! Vor allem, wenn man die unteren Lagen ohne Last spult und dann mit kurzem Seil was schweres ziehen will - das gibt meistens ein Chaos auf der Winde. Teilweise verklemmt sich das Seil ineinander und kann nur mit Gewalt (anbinden und Wegfahren) wieder abgerollt werden ...

mfg,
Andreas
 
Hallo Jürgen,

zunächst möchte ich sagen, dass mir Deine Lösung sehr gut gefällt, die kritschen Gefahrenbeurteilungen in der Sache bestimmt korrekt sind, aber nicht jeder Thread auf diese oder ähnliche Weise zerredet oder sinnabgewandelt werden sollte!

Du hattest Maße in Aussicht gestellt, ich wäre auf jeden Fall interessiert und würde mich freuen, wenn Du dies wieder aufgreifen würdest. Ich hatte Dir auch schon eine PN geschickt - leider ohne Antwort!

In der Hoffnung auf themenbezogene Antwort(en) Deinerseits

Gruß
Tommes
 
@ zwirbelkiefer

Hallo Jürgen,

danke für die schönen Photos. Gute kreative Idee.

Tipps:
1.) Seil erscheint mir für die Buchenstärke (so aus dem Bauch raus) als etwas dünn. Wie dick ist das? Was meinen die Anderen?
2.) Befestigung des Hackens: Besser mit Kausche verpressen lassen als mit den Seilklemmen. Die Seilklemmen halten nicht viel und platzen bei Belastung nacheinander.

Ansonsten noch viel Spaß.

gruesse
hueroth
 
Würde mal sagen, für den doch eher recht kleinen Buchenstamm auf dem Foto sollte das wohl klar gehen - bei dickeren Stämmen sollte dann aber "das Seil stärker sein als die Winde" = Winde bleibt stehen, Seil reißt nicht!!! Oder is' das zu einfach gedacht??? Bei meiner Heck-Hydraulikwinde mit 13er Seil am 411 habe ich nicht den Eindruck, ich könnte das Seil zerreißen. Kann aber ganz andere Stämme rucken, als auf dem Foto. Gruß MaRa
 
Die Berufsgenossenschaft hat uns ein Gitter vor die Windschutzscheibe empfohlen wenn mit der Winde gearbeitet wird. Sonst gab es keine Probleme. Wir haben auch mit der Winde Pflüge gezogen. Auch ist mir schon ein 12er Seil über den Mog hinweg gepfiffen.
Möchte aber nicht in Details gehen, da sonst wieder Theoretiker auftreten.

P.S. Für die Wichtigtuer im Forum (die meiner Meinung nach immer mehr werden nehmen)
-Rechtschreibfehler dürfen behalten werden
-Sarkasmus auch, wir mußten mit dem Unimog arbeiten!

Servus Jürgen
 
@ Zirbelkiefer, Jürgen

Wenn du wieder mal hier rein schaust, freue mich immer noch auf Detailbilder von deinem Kranaufbau! Dürfen ruhig etwas mehr sein ;-)

Grüße Christian[/quote]
 
Ich habe dazu mal eine ganz andere Frage.
Gibt es keine thermischen Probleme mit dem Motor wenn die Winde die Luftzufur einschränkt. Speziell im Sommer bei lanen Bergaufetappen.
Also ich muß ohne Frontwinde im Sommer die Temperatur im Auge behalten.