Funkkoffer Holzboden

Calibar

New member
28. Aug. 2007
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Weiden
Kann mir jemand sagen aus was für einem Material, also aus was für einem Holz die Bodenplatte beim Glas Koffer aus 1964 ist, und wie dich diese ist?
Warum ich es nicht selbst Messe hat n grund, einfach rund 40km zum Mog und - x grad ohne Hallenheizung (Weichei werd bei -10).

Hat wer die Infos?
 
Hallo......!!

Also ich muss mich ja Schwer Wundern hier an dieser Stelle !

Gibt es Wirklich eine Frage die Unbeantwortet bleibt !!!! Kann doch Nicht !
Weis es Leider selber auch Nicht ! Sonst würde ich es zum Besten geben !

Aber habe auch einen FuKo drauf mit diesem Holzboden ...und von daher auch Interesse an einer Antwort !

Also Los Mogmänners ................??

Gruß Ralf
 
Moins,

in meinem KZA (ebenfalls Glas, Bj. 1966) waren einfache Nut- und Federbretter, ca. 20mm stark, darüber Stragula oder so was ähnliches.
Ich vermute, dass das kein sonderlich hochwertiges Holz war, wahrscheinlich Nadelholz.
Wenn der komplette Boden ausgetauscht werden soll, würde ich 20mm Siebdruckplatte wie bei den späteren Koffern nehmen.
Sollens wieder Bretter werden, empfehle ich Lärche, sind etwas teurer als Tanne/Kiefer, gammeln aber nicht so schnell.

Gruß Ulli
 
Hallo zusammen,

in der Tat, eine einfache Frage.

Ich kam gerade von meinem Funkkoffer, als ich die Frage las. So ganz sibirisch kalt ist es bei uns zwar nicht, dafür auch einige Kilometer zum Mog.

Ich gehe auch von Nut- und Federbrettern aus, da ich nicht hindurchschauen kann. Meiner ist noch original von 1966, also ohne PVC-Bezug. Material? Weiß ich nicht. Dicke? gleiche Antwort.

Sorry, aber da kann ich wirklich nichts dazu beitragen.
 
Also Nut und Feder Bretter sind es nicht, zumindest nicht bei meinem.
Ich habe zuerst in der Saukälte hier mal rumgekratzt am unterboden und gemessen und direkt danach einen ausflug gemacht um mit einem der Konstruktöre zu sprechen ( nein, darf keine Namen und Telefonnummern weitergeben, habe es versprochen).
Nut und Feder war Version 2 sozusagen aus Gewichstgründen, die erste version war ein vorgänger einer "Verbundplatte" aus Buche /Erle. Bei der 2ten Überarbeitung kam dann auf diesen Boden ein verklebter Linoleum Boden drauf.

Tabelarisch:
-Version 1 Verbundplatte (ähnlich einer heutigen Tischlerplatte) 28mm vollflächig aus Buche/Erle. Getrichen mit Kunsttoffarbe
-Grau (Allzweck oder Funk) oder Beige /weiß (Sani)

-Version 2 Nut und Feder 24mm (Holzart wußte keiner mehr) Getrichen mit Kunsttoffarbe im Blauton

-Version 3 Nut und Feder 22mm mit 2mm verklebtem Linoleum (Bei Manchen Instandsetzungen wurde der Boden abgeschliffen und anschließend wie V3 mit Linoleum verklebt.

Ein Auszug der weitere fragen dich ich gestellt habe sind(Gedächtnissprotokoll):

Frage: Meine Bodenplatte ist im hinteren Abschluß nicht gleich zu den neueren Versionen. Dort ist eine ca 8mm Stufe die mit einem doppelt abgekanntetem Blech verdeckt ist. Bei anderen Koffern war diese nicht so erhaben, bzw. glatt in sich übergehend. Warum ist dies so?

Antwort: Das war eine Verschleißkante, die 8mm war die Maximal abtragbare Holzstärke bevor die Platte wegen der Tragfähigkeit getauscht werden muste. Wenn ihrer noch 8mm hat wurde er noch nie geschliffen. Abgetragen wurde in 2mm schritten, dementsprechend gab es andere Heckbleche, das vordere Blech an der Seitentür ist aussenseitig verschweißt und kann je nach grad der Überarbeitung weiter nach innen versetzt werden um nicht die selben Verschraubungsstellen erneut verwenden zu müssen. Ähnlich ist dies auch beim Heckblech, die gestreckte Länge war immer die gleiche so das es bei jeder absenkung weiter nach innen wanderte.
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Frage: Warum wurden die Türen in eine gerundete Version abgeändert?

Antwort: Aus 2 gründen, zum einen der Stabilität wegen, ein runde Körper ist belastbarere als ein Kantiger zumdem wurde dies erst möglich nach umstellung des Bodens auf den 24mm Nut und Feder weil in diesem Zug auch die Abdichtung der Hecktüre verbessert wurde. Der Zweite grund ist der Personenschutz, an einem runderem Türrahmen konnte sich der Soldat nicht so einfach die Finger quetschen.

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Frage: Warum sind die Aussenhaut und der Tragrahmen nicht Verschweißt?

Antwort: Ein Kleben der Aussenhaut erleichterte die Instandsetzung, sowie wurde dadurch eine Dehnungsfähigkeit gegeben, Bedenken sie das ein 1,4mm Stahlblechhaut sich anders ausdehnt als ein Gerippe auf 4 Kant Rohr.

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Frage: Was für Materialien wurden für die Aussenhaut sowie den Tragrahmen verwendet?

Antwort: Die Seitliche Außenhaut ist aus 1,4mm Blech, (Welches konnte er nicht mehr sagen), die dachaut aus 1,6mm Blech. Der Tragrahmen seitlich aus 28X28mm Vier Kant Rohr mit einer Stärke von 2mm, das Dachtragwerk aus 28X28mm Vierkantrohr, allerdings hier nur 1,5mm Materialstärke wegen dem Gewichtsausgleich von Dach zu den Senkrechten. Bei Spätere Revisionen wurden jedoch Blechstärken von 1,8 sowie 2 mm verwendet um die durch rost bedingte nachlassende Tragfähigkeit der Rahmens zu Egalisieren, zu erkennen an Verzinkten Blechen. Ursprünglich war das Blechkleid mit einer Bleihaltigen Grundierung versehen, später wurden Reperaturbleche dann verzinkt. Der Unterste Rahmen im Inneren ist jedoch aus 80X30mm Vierkantrohr mit einer Materialstärke von 3 mm da dieser die Bodengruppe sowie den Gesamten aufbau nebst lagerung tragen muss. Dieser Tragrahmen ist auch der einzige der in geschlossener bauweise gefertigt wurde, alle anderen träger sind offen, dieser jedoch geschlossen und Teilverfüllt mit Wachs. Eine Konservierung des offenen Rahmenteils fand nicht statt.


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Frage: Warum ist der Senkrechte Tragrahmen nicht Syncron zu der Dachkonstruktion?

Antwort: Der versetzte Dachrahmen wurde aus 2 Gründen so konstruiert, zum einen ist so bei einem Fahrzeugüberschlag eine Dämpfung durch Material Stauchung/Dehnung gegeben, zum anderen lag der grund in der Fähigkeit der Selbstzerstörung, eine geschlossene Geometrische Form lies keine zuverläsige Zerstörung im Verlustfall vor da der gegenhalt gegen eine Druckwelle so groß wäre das lediglich die außenhaut, nicht jedoch das Tragwerk zerstört würde.

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Frage: Warum gab es anfangs nur eine Dachluke?

Antwort: Die ursprüngliche Konstruktion sah nur einen Dach Notausstieg vor, dieser wurde in Form der Dachluke gewährleisted, aufgrudn der sehr starken Erwärmung wurde jedoch später eien 2te Dachlukce im hinteren bereich gesetzt. jedoch war nur die Vordere eine Notausstiegsluke, dies wurde dadurch ermöglich da es sich bei der Verschraubung der Astabweiser vorne um 3mm Abreisschrauben handelte welhe sich von innen her abdrücken liesen, an der Hinteren wurden hingegen normale 4mm Blechschrauben verwendet. Auch ist der Vordere Abweiser um 20mm niedriger was das Herausdrücken mit Federkraft unterstützen sollte.



Denke mal damit dürften die meisten Fragen beantwortet sein, oder? Es war ein längeres Gespräch mit dem Herren, Habe mich mit einer flasche trockenem Weißwein bedankt und ihm versprochen das ich mit dem umgebautem und restauriertem Mog dann zu ihm komme um eine kleine Ausflugsfahrt zu machen. Da er gesundheitlich nicht mehr fitt ist(Diabetis) und auch schon ein paar järchen älter ist (fast 90)hat er mich gebeeten seinen Namen, Anschrift und telefonnummer nicht bekannt zu geben, ich halte die Klappe! Das gespräch mit ihm war sehr aufschlußreich und ich werden den boden nicht herausreissen und ersetzten, ich werde ihn abfräsen/schleifen und neu lackieren, den die farbe die damals verwendet wurde, die findet man fast in jedem baumarkt (Fragt nach Kunsttofffarbe und lasst euch mal das Sicheritsdatenblatt dazu zeigen (das müssen die haben) darin findet ihr sogar eien Versorgungsnummer der BW!) Hier in weiden kostet ein 6kg Eimer 28 Euro und wird zum anstreichen für Betonaussenflächen verkauft. In den Grundfarben gibt es sie her, also sollte es sie ja in jedem Baumarkt geben.
 
Rainer durch wochenlanges reden, suchen nachforschen und einfach halt anfragen. Du weißt wnen cih mir was in den kopf setzte bekomme ich es hin, auch wenns manchnmal wochen, oder wie beim Mog schon Jahrelang dauert.
 
@CAlibar

Was macht Der Fuko ?

Und wann gehts an Die Pritsche zum restaurieren, oder war euch Der Fuko schon zuviel, und Ihr habt nen Rückzieher gemacht ?? :lol:

LG Sven aus dem Saarland
 
Keine Chance Sven, die Pritsche kommt schon noch :-)
Beim Fuko laufen die Umbauplanungen in die Endphase, dank der ganzen Infos wurde viel erleichtert bzw überhaupt erst berechenbar. Es muss ja auch halten, und nicht nur grausam aussehen (das wird es leider tun) Er wird nun auf 4/5 der Dachfläche um netto 430mm Höher, die Seiten werden eingeschrägt und das Originaldach wieder intergriert um es kurz zu umschreiben. Ich schreib dir ne email Sven und erklärs dir mal etwas näher, räum mal dein Postfach auf, das wird ne große Mail...

Andy