G-Getriebe mit Zwischengängen

Jörg-406

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17. Mai 2006
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Riegel
Hallo zusammen,

bei uns 406-Fahrern im Ort geht das Gerücht um, dass man aus dem ganz normalen 6-gang Getriebe Ausführung "G" durch wechseln der Schaltplatte,
das Getriebe so modifieziert ,dass man die für den Anhängerbetieb so beliebten Zwischengänge bekommt.

Was meine die Gertiebeprofis hierzu?
Ist dieser umbau möglich?

Gruß vom Kaiserstuhl
Jörg
 
Ich glaube nicht, dass ein "Getriebeprofi" da weiterhelfen kann :
Die Zwischengänge entstehen nicht im Hauptgetriebe selbst, sondern sie werden durch ein Vorschaltgetiebe ermöglicht (zusammen mit Kriech- oder Schneckengängen). Das Vorschaltgetriebe war als Zusatzaustattung vor das Hauptgetriebe montiert. Läßt sich wohl auch nachträglich an das Haupptgetriebe anbauen (umbauen).
Gundo
 
Hallo,
mit was für einem Arbeitsaufwnd muss ich bei so nem Umbau Rechnen?
Lohnt sich das oder wäre es besser sich gleich nach einem Getriebe das alles hat umzuschauen?
Gruß vom Kaiserstuhl
Jörg
 
Hallo, Jörg,

zusätzliche Gänge kann man leider nicht herbeizaubern - beim Unimog allerdings doch, zumindest ein bisschen: :wink:

Das einzige, was beim einfachen (kleinen) Getriebe möglich ist, ist, die Schaltplatte so zu modifizieren, dass die beiden großen Gänge der kleinen Gruppe schaltbar werden. Das kleine 6-Gang Getriebe ist nämlich eigentlich ein 2 x 4 Getriebe, bei dem in der langsamen Gruppe die Gänge 3 und 4 nicht geschaltet werden können.
Mit der Querbewegung des Schalthebels vom 3. in den 2. oder umgekehrt wird nämlich tatsächlich eine Gruppe umgeschaltet.
Die Gänge 1 und 2 gehören zu der kleinen Gruppe, die Gänge 3 und 4 sind eigentlich wieder Gang 1 und 2, nur diesmal in der großen Gruppe und 5. u. 6. Gang sind eigentlich Gang 3 und 4 der großen Gruppe.

Grundsätzlich: 2 x 4 ist immer besser, als 1 x 6.

Wenn Du das machen willst, solltest Du mit Herbilyx in Wien Kontakt aufnehmen, Herbert ist in dieser Materie absolut fit und hat auch profihafte Dokumentation dazu.
Nach dem Umbau hast Du dann 2 x 4 Vorwärtsgänge UND 4 Rückwärtsgänge!

Wenn Du wirklich die Zwischengänge benötigst, dann kommst Du um das Vorschaltgetriebe nicht herum. Dieses heute neu zu kaufen, wenn es denn bei der Sternapotheke überhaupt noch möglich sein sollte, ist unwirtschaftlich. Dann suche lieber ein komplettes großes Getriebe gebraucht bei den bekannten Adressen.

Viel Erfolg und Spaß am gemeinsamen Hobby.

Grüße
Holger
 
Hallo Holger,
danke für die Antwort. Ich rauche nicht zwingend ne andere schaltung, dachte nur wenn es einfach wäre wieso nicht? na dann schau ich mal ob ich ein bezahlbares Getriebe bekomme. wenn nicht bleib ich bei meinen 6 Gängen.


Gruß vom Kaiserstuhl
Jörg
 
Hallo, Jörg,

zu welchem Zweck hast Du denn den Unimog angeschafft?

Wenn Du das Fahrzeug nur hobbymäßig einsetzen willst, dann bist Du mit dem 6-Gang Getriebe eigentlich gut bedient, es wird immer wieder kolportiert, dass es unempfindlich und haltbarer sein soll, als das große Getriebe, wobei ich nicht weiß, weshalb, aber sei's drum.

Der 406 schon mit den 84PS ist nicht gerade schwach auf der Brust, so, dass er auch bei Anhängerbetrieb noch ganz gut geschaltet werden kann. Anders sieht das beim 403 oder bei den ganz alten 406 noch mit 65PS aus.

Solltest Du aber den OM352 mit 65PS haben, denke evtl. mal über eine Leistungsanpassung auf 84 PS (bis 110 PS ohne Probleme möglich) nach. Dann klappts auch mit dem Anhänger.

Obwohl: Wenn Du das G-Getriebe drin hast, müsste Dein OM352 schon wahrscheinlich sogar schon die 84PS haben...

Für 3 x im Jahr den vollen Anhänger mit Brennholz an einer Steigung hochzuschalten, ist der Aufwand, ein neues Getriebe einzubauen, nicht wirklich prickelnd...

Grüße
Holger
 
Hallo,
bei mir wird der mog übers jahr im Weinbau und in der Landwirtschaft eingesetzt. Zwischendurch gibts es immer wieder mal Anhänger zu ziehen. Mit meinem 12 tonner bekommen habe ich keine Probleme.
aber hin und wieder (vorallem bei der Maisernte) gibts doch mal nen zug mit 20 tonnen zu ziehen. Da fehlen halt schon die zwischengänge.
Hab ich mir auch schon überlegt auf 110 Ps zu gehen.
Mal ne frage hierzu kommt da auch ne Leistungssteigerung "unten" heraus, oder wird alles über die Drehzahl gemacht?

Gruß vom Kaiserstuhl
Jörg
 
Hallo jörg!
Die Leistungssteigerung auf 110 Ps ist schon unten heraus spürbar. Die Vollasteinspritzmenge wird ja erhöht und durch die höhere Drehzahl haben die Gänge beim Hinaufschalten einen besseren Anschluss.
 
Hallo,

was hat denn so eine Leistungssteigerung für Folgen?

Spritverbrauch höher?

Temperaturverhalten noch i.O.?

Verschleiß?

Könnte das Ganze problemlos eingetragen werden - oder wer kann überprüfen, mit welcher Leistung ich fahre?

MfG

Maatsch
 
Hallo,

die 110PS-Motorisierung gab's ja auch ab Werk, aber nur bei einer Industriezugmaschine (dann m.W. gedrosselte Höchstgeschwindigkeit) oder bei langem Radstand, also im 416. Der OM352 selbst kann als Saugmotor bis 130PS, im 416er bis 125PS. Dann aber ist statt der 80er eine 90er Einspritzpumpe verbaut. Bis 110PS ist immer eine 80er Pumpe verbaut, die nur (auf einem Prüfstand) neu eingestellt werden muss, um die 110PS zu erreichen. Neben der Erhöhung der Vollastmenge wird aber auch die Enddrehzahl von 2550 auf 2800 U/min hochgesetzt.

Beim 416er war zur Verbesserung der Kühlung noch ein zusätzliches Leitblech an der Kühlerrückseite montiert. Mit Vorschaltgetriebe wurden nie mehr als 84PS ausgeliefert, da das Vorschaltgetriebe im Gegensatz zum Hauptgetriebe nur für das max. Drehmoment der 84PS-Version ausgelegt ist.

Gruß,
Michael