Gaspedalachse

RoLa

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22. Juni 2016
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Hallo Unimog-TechnikPraktiker,

wie schon zuvor gepostet muß ich einen seit ca. 6 Jahren im Freien stehenden 1250L Bj. 1987 zum Verladen auf eigener Achse wiederbeleben.
Nun ist das Gaspedal abgebrochen. Die Achse des Pedals ist in den Kunststoffbuchsen dermaßen festgegammelt (gerostet), daß ich diese erst nach Einwirkung von WD40 hin und her bewegen konnte. Leider aber, erfahrende unter euch wirds nicht wundern, kam die entstandene Bewegung nicht (ganz) von einer etwa frei werdenden Welle sondern aus dem Material der Welle, bis dann ...
Ich habe den (mittigen) Deckel im Führerhaus aufgeschraubt und mir das Ganze von der anderen Seite aus angeschaut.
Mein Plan ist nun, die Klemmung des Umlenkhebels zu lösen und diesen von der abgebrochenen Welle zu hebeln.
Dann die abgebrochene Welle mit einem passenden Dorn von der Fußraumseite durch zuschlagen, und die Welle mit einer entsprechenden Schraube/Bolzen bzw. Gewindestange zu ersetzen um den Umlenkhebel darauf wieder befestigen zu können.
Danach würde ich den MOG mit der so provisorisch hergestellten Handgassteuerung verladen können.

Wirds gelingen, oder gibt es Probleme die ich bisher nicht sehe?
Danke für zweckdienliche Infos.
Gruß Roman
 
Hallo Roman,
der Motor läuft mit Leerlaufdrehzahl? Wenn ja langt das in der Regel im 1. Gang oder ggf. mit Kriechgang etc. irgendwie zu kriechen, selbst eine LKW - Rampe müsste man doch damit hochkommen....?
Ansonsten den ganzen Gestänge - Strang nahe der Einspritzpumpe abkoppeln und mit Draht oder Kabelbindern den Pumpenhebel bzw. das letzte Gestängeteil verstellen und fixieren.
Christoph
 
Hallo Christoph,
Danke für die Antwort. Bekomme ich den 1200er erfahrungsgemäß bei geringer Leerlaufdrehzahl entlüftet?
Ich habe ihn während der Wiederbelebung leider leer laufen gelassen, weil die provisorischen Leitungen irgendwann nicht mehr tief genug im (Reserve-)Kanister hingen.
Wollte nun die beiden Filter (wegen evtl. Dieselpest etc.) erneuern, die Tassen vor dem Einbau schonmal volllaufen lassen, und den Rest mit der Handpumpe dann oben an den Filtergehäusen entlüften.
Sollte ich auch noch unbedingt versuchen die Einspritzpumpe zu entlüften, oder reicht dann Leerlaufgeorgel auch? Bei den kleinen 314ern habe damit immer Glück, allerdings mit funktionierendem Gasgestänge
Im Übrigen war der Motor nach Check und Ölwechsel nach über 6 Jahren mit der ersten Umdrehung angesprungen, raucht aber erheblich blau/schwarz.

Gruß Roman
 
Hallo Roman
wenn der Motor nicht wegen Kraftstoffmangel abgestorben ist, kann man (nach dem Filterwechsel) über die Handpumpe entlüften. Wenn du die Filter entlüftet hast, kann man mit der Handpumpe auch die Einspritzpumpe entlüften. Bei dir müsste schon am Rücklauf der Einspritzpumpe ein Vordruckventil verbaut sein. Wenn du mit der Handpumpe weiter pumpst, wird die Luft über das Vordruckventil in den Rücklauf gedrückt, man merkt an der Handpumpe den Gegendruck. Irgenwann wird nur noch Sprit durch das Vordruckventil gedrückt, dann ist auch der Saugraum der ESP entlüftet. Dann müsste der Motor anspringen, stirbt aber danach meistens nochmal ab, dann einfach nochmals mit der Handpumpe nochmals kräftig durchpumpen.
Wenn der Motor wegen Spritmangel abgestorben ist, kann es sein, das bereits Luft in die Einspritzleitung gedrückt wurde. Wie oben entlüften. Dann hilft nur noch alle Einspritzleitungen an der Pumpe zu lösen und mit dem Anlasser solange drehen, bis Kraftstoff austritt. Solbald der Kraftstoff stoßweise rausspritzt, die jeweilige Leitung wieder anziehen, meisten läuft der Motor schon mit 4 Zylindern an, dann trotzdem auch die restlichen Leitungen entlüften.
 
Hallo Helmut,
Danke für die wichtige Info: wenn die Einspritzleitungen leer sind. Ja, daß wird so sein, der Motor ist wegen Sprittmangel abgestorben, habs zu spät gemerkt, im Vorfilterschauglas ist nur noch 1/2 bis 1/3 Spritt, da wird er sicher wegen Sprittmangel stehen geblieben sein.
Gruß