Geländeeigenschaften Unimog

Franz73

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08. Nov. 2007
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Hallo Unimogfreunde,
normalerweise lese ich nur im Forum...aber
nach meiner gestrigen Schmach in unserem Obstgarten möchte ich euch kurz mein Leid klagen :(
Ich bin seit einem Jahr Besitzer eines 406 und wollte gestern im Grundstück meiner Eltern Holz aufladen. Im durchweichten Boden war ich leider in kürzester Zeit festgefahren. Meine Sperren reichten gerade dazu aus in den Dreck reinzukommen, aber nicht heraus...
OK ich habe relativ abgefahrene 14.5 er Conti MPT 80 drauf...und ja, ich weiß auch, dass sie eher für die Straße sind...
Zufällig ein Nachbar in der Nähe, der mir angeboten hat mich herauszuziehen...und jetzt kommts...der ist mit seinem Case Allradtraktor (schätze 80 PS, ca, 4t) in den gleichen Schmodder reingefahren und hat mich samt Mog herausgezogen, ohne ihrgendein Problem! :shock:
Ich hab mich voll geschämt, bergen ist irgendwie schöner... :D
Mich würden jetzt eure Erfahrungen interessieren. Sind wirklich nur die Reifen schuld oder ist der Unimog bauartbedingt schlechter als ein Traktor
Hat derüberhaupt Sperren???
Ich hab auch einen Satz 405/70er Michelin XM...am liebsten würd ich die draufstecken und gleich nochmal rein in die Pampe...aber wenn ich dann wieder festhänge, muss ich ihn leider anzünden :twisted:
So das wars, bin mal gespannt ob ihr mich trösten könnt...
Viele Grüße Franz
 
Hallo Franz,

hab was ähnliches erlebt. Bin im Wald mit noch relativ guten MTPs in so einem kleinen Drecksloch versumpft.

Mein Nachbar hat mich mit seinem Fendt geborgen, welche Schmach!!!

Hab mir dann neue Conti Ackerstollen gekauft und zur Sicherheit noch eine Bergewinde angebaut, (die lag schon eine Weile bei mir rum, war bis dato nur zu faul um sie anzubauen.) um auf alle Fälle eine Fremdbergung auszuschließen. Und bin dann nochmal in dies kleine Drecksloch reingefahren.

Kein Vergleich :party: Der Mog ist da nun durch wie nix und die Bergewinde konnte aus bleiben. Hab dan nach und nach (so ne Bergewinde macht Frech) immer neue Herausforderungen gesucht und gemeistert, die Winde, Ackerstollen sei Dank, hab ich dabei noch nie gebraucht.

Wo bist Du denn zu Haus? vieleicht hat es in Deiner Nähe ja nen Mogler mit richtigen Reifen der sich an der Stelle versuchen kann.

Ciao Armin P.
 
Hallo,
ich denke, Reifen spielen in solchen Situationen die wesentliche Rolle. Was nutzen einen Reifen mit Straßenprofil oder auch MIL in solchen Drecklöchern. Auch die Mischbereifung setzt sich zu und es geht nicht mehr weiter. Ob nun Conti oder Michelin oder ähnliche - am besten Radialreifen und ein "echtes" Ackerprofil hilft in vielen Situationen weiter.
Gruß
B.Thomes
 
Hallo Franz

Die Geländeeigenschaften des Unimog sind schon gut. Bin selbst zwei jahre Truck-Trial mit dem Mog gefahren (siehe Bilder in der Galerie).
Problem bei Matsch und Schlamm sind dann irgendwann die kleinen Reifen des Unimog.
Dein Nachbar mit dem Traktor hat auf der Vorderachse schon größere Räder als der Unimog und auf der Hinterachse mindestens 30 Zoll- Bereifung. Die großen Räder gehen durch den Schlamm halt einfach durch.

Du kriegst in aller Regel mit dem Mog die Kraft nicht auf den Boden.

Gruß aus dem Odenwald
Lutz
 
Hallo ihr drei,
erstmal ein Dankeschön für die Antworten.
Nachdem die Michelin Ackerstolle draußen wartet, werd ich diese jedenfalls schnellstens montieren.
Habe die MPT wegen dem Winter draufgelassen, weil für Eis und Schnee haben sie mehr Querrillen...
Als kleines Zwischenfazit kann man also sagen:
Auf hartem Untergrund geht der Mog dank Sperren sehr gut und einen Traktor haut es in Schräglage eher um. Wenn der Untergrund dann nass und schlammig ist...rächt sich der Bulldog mit seien größeren Reifen.
Ich sehe also, dass man mit dem Unimog im Schlamm keine Chance hat.
Traktorensind ja auch sauer, weil Unimogs mit 80 Sachen an ihnen vorbeigerauscht sind :lol:
Jetzt erweitere ich mal meine Fragen:
Hat jemand Erfahrungen mit verschiedenen Unimogmodellen?
Mir würde auch ein 421 gut gefallen. Wie sieht es zwischen 421 und 406 aus, wenn vergleichbare Profile darauf sind.
Ist der MB-Trac durch die großen Räder entsprechend geändegängiger?
Habt ihr schon mal Zugkraftwettbewerbe gesehen, wo Unimogs mitgemacht haben (z.B. auf Schleppertreffen)...
Bin mal gespannt auf eure Antworten. Danke im Voraus
 
Hallo Franz,

was willst Du mit dem Mog denn machen?
Du hast nen 406, willst ihn ggf durch nen 421 ersetzen und trotzdem senkrecht die Berge hoch???

Zu den Reifen gabs schon viele endlose Debatten, hab meinen Senf auch schon mal dazu gegeben, bin nach wie vor mit meinen Conti-AC 405/70 mehr als zufrieden.
Im Wald durfte er neulich ran, kam rückwärts dorthin, wo unser - viel kleinerer und eigentlich deutlich wendigerer - alter Fahr gar nicht erst hin am - trotz eingelegter Sperre, aber eben ohne Allrad.
Mog auf Zugkraftwettbewerben - hier gabs ca. im Herbst mal Bilder von sowas, habs grad auf die Schnelle nicht gefunden, schau einfach mal Bilder von Treffen durch.

mfG
Axel
 
Hi Mogälä,
du bist ja garnicht weit weg von mir.Ich bin aus Pyrbaum...
Das mit dem 421 hätte mich nur im Rahmen des Themas interessiert.
Ich weiß selbst, dass es nicht die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt...
Mein Forumsbeitrag beinhaltete ja drei Themen.
Die Reifensache, weil ich mit den MPTs sognadenlos abgekackt bin.
Vor- und Nachteile zu Traktoren...weil mein Nachbar mitdem Bulldog null Probleme gehabt hat...leider :wink:
Und das Thema 421, weil der im Obstgarten unter den Bäumen leichter durch passt... und wenn ich mit dem 406 schon Probleme habe, hätten mich Erfahrungswerte interessiert, da dieser deutlich leichter ist und ich nicht weiß ob das dann ein Vor- onder Nachteil wäre.
Ich erwarte nichts unmögliches....es interessiert mich lediglich
Viele Grüße Franz
 
Hi Franz,

na des trifft sich doch richtig gut!
Bin demnächst wohl mal wieder mit dem Mog in Pruppach. Pyrbaum wär zwar ned grad auf dem Weg, aber wenn ich dir vorher bescheid geb, könnt mer uns ja mal zum Vergleich treffen!? Kannst mir ja mal deine Telefonnummer per PN schicken.
Wegen leichter - seit ich letztes Jahr in Sonnefeld/Weidhaus gesehen hab wie der 435 (oder 424) durch Gelände marschiert ist, und 406 mit "schlechten" Reifen abgesoffen sind, is mir klar, daß die AC für solche Ansprüche wohl der beste Kompromiss sind.

mfG
Axel
 
Hallo Franz,

mit Allrad und gesperrten Differenzialen erstmals in unbekanntes Terrain zu fahren ist riskant. Du merkst erst zu spät, daß es kritisch wird. Setze die Technik schrittweise und erst bei Bedarf ein. So hast Du eher eine Rettungsmöglichkeit nach Rückwärts, d. h. mit Allrad in den Schlamm, mit Allrad und Sperren zurück. Berücksichtige auch noch, wie herum die Ackerstollen auf der Vorderachse montiert sind.
 
Moing Franz und Armin,

hatt ich ganz vergessen, es gab ja letztes Jahr nen sehr puplikumswirksamen Vergleich MPT gegen AC in Ampfing:
http://www.unimogfreunde.de/Bilder_Veranstaltungen/2007/2007_07_22_Ampfing/Fotoalbum/Ampfing2007.htm
2.Tag unter dem Titel "UNIMOG Trail" - der arme Kerl mit dem 417 wie auch der THW mußten reihum ein paar böse Kommentare einfangen (das Übliche eben...).

mfG
Axel
 
UuUNIMOG schrieb:
Hallo Franz,

mit Allrad und gesperrten Differenzialen erstmals in unbekanntes Terrain zu fahren ist riskant. Du merkst erst zu spät, daß es kritisch wird. Setze die Technik schrittweise und erst bei Bedarf ein. So hast Du eher eine Rettungsmöglichkeit nach Rückwärts, d. h. mit Allrad in den Schlamm, mit Allrad und Sperren zurück. Berücksichtige auch noch, wie herum die Ackerstollen auf der Vorderachse montiert sind.

Servus Franz.

Wie Christoph bereits erwähnt, benutzt man die Sperren erst wenn man festgefahren ist. (Er muss es wissen weil er bei einer Geländefahrschulung teilgenommen hat)
Der Allrad wird zugeschaltet wenn man merkt, dass die Räder Schlupf bekommen. Deshalb sind bei Unimogs (auch echte Geländewagen) der Allrad während der Fahrt zuschaltbar. Dabei kurz Gas wegnehmen, damit der Drehzahlunterschied nicht so gross ist. Mit zunehmender Erfahrung darf man auch bereits mit zugeschaltetem Allrad einfahren.
Die Sperren dann nur noch benutzen, wenn du dir sicher bist, den "letzten Meter" zu packen.
Sonst Anhalten und den "gesperrten Rückzug" antreten - wobei Anhalten immer "so eine Sache" ist.

Merke:
Sich aus "einem scheinbar ausweglosen Schlam(mm)assel" zu retten ist für die geliebten Zuschauer eindrucksvoller, als deren Schadenfreude, sich hoffnungslos eingegraben zu haben....... :wink:

bg

fuxel

..........der sich gerade über die "Tollkünen Männer in ihren fliegenden Kisten" amüsiert. Gerd Fröbe als Oberst.........köstlich
 
Ja Fuxel,

die Geländefahrschule war wirklich der Hit. Sie hat mir erst richtig Lust gemacht auf das UNIMOG-Fahren. Schade nur, daß sich die Fahrschule irgendwie dünne gemacht hat. Ich würde jederzeit wieder ein paar Stunden nehmen - wie wohl jeder, der schon in den Genuß gekommen ist.

Als Behelf kann ich aber auch die Geländefahrschule von Gisbert Hindennach (Buch und CD) empfehlen - und danach kräftig üben!
 
Hallo

net immer aufs Auto schimpfen. Das kann immer mehr wie der Typ am Steuer.

Das mit den Sperren schalten wenn nix mehr geht ist was für die Gelände Fahrschule um den Leuten zu zeigen wie die einzelnen Sachen funktionieren und wirken.

Wenn man es öfter macht sollte man vorher erkennen ob man Sperren muss oder nicht. Je länger man es macht mit erhöhter Trefferquote. :P

Gruß

Thomas
 
Habe die Ehre Jungs,
jetzt klinke ich mich mal wieder ein.
Mir ist völlig klar, dass ich nicht über viel Gleändefahrpraxis verfüge...zumindest auf vier Rädern...
Es geht aber ein bissl am Thema vorbei! Danke für die Tipps, aber die Fragen waren technischer gemeint.
Die Sache verlief auf meinem Grund...war also kein Risiko...
Ich wollte zu meinem Holzstoß, weil mein Brennholz zur Neige geht und für was hab ich mir nen Unimog gekauft, wenn ich vor jeder Pfütze aussteige um die Wassertiefe zu messen...nichts für ungut, echt, aber mein Nachbar hatte sein Bierseidla in der Hand, als er mich samt Unimog rausgezogen hat :lol:
Ihr seht...die Schmach sitzt noch in meinen Knochen...hihi
Es wird doch auch vorkommen,dass auf einem Schleppertreffen eine Art Traktorpulling stattfindet...dann weiß ich lieber, dass ich gegen einen Bulldog wenig Chancen hätte...bevor ich mich lächerlich mache...
Da fällt mich noch etwas ein: Wenn ich meine Ackerstollen drauf hab...ist es dann besser, möglichst schwer zu sein ( Ballastgewicht) oder eher leicht?
Danke für die Antworten und viele Grüße
Franz
 
Moing Franz,

zur Frage Traktor-Pulling:
http://www.traktorpulling.de/alben/Pulling_2004_Teil_1/END_2004.htm
es gibt offenbar sogar ne eigene Klasse. Kann aber auch blöd aussehen:
http://www.traktor-power.de/index.php?option=com_seyret&task=videodirectlink&Itemid=25&id=462

Beim Ziehen normal auf der Straße hab ich gegen nen nominell schwächeren 66er-Eicher von nem Bekannten ein Problem: Der Eicher ist auf ne deutlich niedrigere Geschwindigkeit ausgelegt. Mit meiner 2x4-Schaltung hatt ich da bei uns an ner 10%-Steigung schon mal regelrecht das Nachsehen.
Ansonsten bischen Ballast auf die Hinterachse, entsprechend Bilder findest Du z.B.
http://www.unimogfreunde.de/Bilder_Veranstaltungen/2007/2007_09_16_Weidhausen/Fotoalbum/Bilder/Weidhausen2007.htm
http://www.unimogfreunde.de/Bilder_Veranstaltungen/2007/2007_09_16_Weidhausen/Fotoalbum/Bilder/Knobolch/DSC08464.JPG

Wenn er zuviel Ballast auf der Brücke hat, wird er für meinen Geschmack im Wald an Steigungen ungemütlich (was noch nix zu heisen hat). Fürs Extreme sind dann wieder die Trial-Spezialisten gefragt.

mfG
Axel
 
So ein sch... Wetter hat schon Vorteile, da sitzen alleam Rechner :wink:
Danke für die Links.
Genau das hab ich gemeint! Der 417er Fahrer hat sich ganz schön getäuscht...der alte Lanz hat allerdings auch 3,5Tonnen...

Ich hab so ein Schmidt-Ballastsystem...da ist der Schwerpunkt tiefer! Nachteil ist natürlich der eingeschränkte Überhang...
Grüßle Franz
 
Servus Franz.

Hier einLinkvom spontanen Pulling am UCG-Jahrestreffen 2005 in Märstetten / Boltshausen (CH)

Bezüglich der Beladung würde ich nur etwa soviel Gewicht laden, dass die Achsen etwa gleich viel belastet sind. Wichtig auch, wie die AS an der Vorderachse montiert sind. Laufen sie gegen die Richtung ist zwar der Abrieb im Strassenbetrieb kleiner, aber haben dann etwas Einbussen in der Zugkraft weil sich das Profil weniger gut entleert.

bg,

fuxel
 
Hallo Geländefahrer,

da ich nun seit einiger Zeit die direkte Vergleichsmöglichkeit habe: Unimog, MB-trac, (einmal Diagonal- einmal Radialreifen), sowie Standardschlepper mit und ohne Allrad, kann ich folgende Feststellung machen:

Auf trockener Fahrbahn (Straße) ist die Zugkraft von Unimog, Trac und Allradschlepper gleich, die Tracs und der Mog haben einen Vorteil wegen der besseren Gewichtsverteilung.

Auf trockenem Acker ist es ähnlich, jedoch ist bereits der Unterschied Radial- / Diagonal zu spüren.

Sobald es (oberflächlich) schmierig wird, verschiebt sich der Zugkraftvorteil total in Richtung Radialreifen.

Wird es hingegen "tiefgründig", also schlammig und einsinkend, ist der Raddurchmesser der wesentliche Erfolgsfaktor.

Das ist auch logisch: Abhängig von der Einsinktiefe hat der kleinere Raddurchmesser bis zur "Schlammoberfläche" eine erheblich höhere "Steigung" zu überwinden, als der große Reifen. Ab einer gewissen Höhe / Steilheit kann das kleine Rad den Schlamm nur noch vor sich herschieben, während das große Rad den Schlamm noch unter sich verdrängt - oder - je nach Konsistenz sogar drübersteigt. Und das "vor-sich-herschieben" kostet jede Menge Traktion.

Wenn das kleine Rad dann auf seiner selbstgegrabenen Sohle noch zu rutschen beginnt, ist es aus mit der Traktion - leider kann man diesen Zustand "unten drin" nicht beobachten.

Früher gab es mal von irgendeinem Schlepperhersteller eine Aufnahme auf einer Glasplatte, von unten aufgenommen, sah interessant aus.

Was mir jedoch immer wieder auffällt ist der gewaltige Zugkraftunterschied zwischen Diagonal- und Radialreifen. Mit dem radialbereiften Trac kann man sogar ohne Allradantrieb noch pflügen, mit dem diagonalbereiften brauche ich sogar häufig die Sperren!

Mein Fazit ist daher: Radialreifen sind, wenn man die Zugkraft benötigt, jeden Mehrpreis wert!

Als wir noch Holz gerückt haben, staunten wir immer über die Zugkraft der kleinen 411-er. Bei trockenem Wetter konnten die tatsächlich beide Winden voll ausnutzen und zogen gewaltige Mengen Holz hinter sich her.
Auf nassen und tiefgründigen Böden jedoch hatten sie plötzlich Probleme, leer ans Holz zu kommen...

Grüße

Holger
 
holgi63 schrieb:
........Auf trockenem Acker ist es ähnlich, jedoch ist bereits der Unterschied Radial- / Diagonal zu spüren.

Sobald es (oberflächlich) schmierig wird, verschiebt sich der Zugkraftvorteil total in Richtung Radialreifen..............
Was mir jedoch immer wieder auffällt ist der gewaltige Zugkraftunterschied zwischen Diagonal- und Radialreifen. Mit dem radialbereiften Trac kann man sogar ohne Allradantrieb noch pflügen, mit dem diagonalbereiften brauche ich sogar häufig die Sperren!

:shock: Unglaublich!

Ich war immer der Meinung, die Zugkraft im Gelände hätte was mit dem Profil zu tun, und wie es sich entleert.
Radial und Diagonal nur mit dem Innenleben des Reifens (Karkasse).

Nun werde ich mich wohl bei all denjenigen entschuldigen müssen, denen ich diese Mär aufgebunden habe. :sorry:

Weiter werde ich noch meinen Patenonkel (Bauunternehmer i.R.), meinen Onkel (Nebenerwerbsbauer) und weitere "Fachmänner" auf Ihr Halbwissen und deren Fehlkäufe /-Beratung hinweisen müssen. :twisted:

Beste Grüsse von einem total verstörten fuxel,
der jetzt gleich sämtliches Wissen über Bord wirft und nur noch dass glaubt, was holgi schreibt.................... :wink:
 
Hey fuxel,

fuxel schrieb:
...Ich war immer der Meinung, die Zugkraft im Gelände hätte was mit dem Profil zu tun, und wie es sich entleert.

Das ist doch auch so und das bleibt auch so! Natürlich hast Du gewaltige Zugkraftunterschiede zwischen (z.B.) MPT-01 und MPT04 oder -05!

Und die Selbstreinigung hat gewaltig mit der Zugkraft zu tun, ein Reifen, der zugesetzt ist, nimmt sich selbst die Traktion.

Um diesen Vergleich ging es mir aber in meinem Beitrag gar nicht:

Meine (quasi baugleichen) Tracs haben beide AS-Profil, der eine hat diagonale Contis, der andere hatte Michelin Bibagrip 3, jetzt vorne andere Radialreifen.

Die Zugkraft der Radialreifen unter identischen Bedingungen war, trotz dass sie schon erheblich mehr abgenutzt waren, als die diagonalen, wesentlich höher. Heute, wo vorne wieder neue drauf sind, liegen Welten zwischen Diagonal und Radial.

Auch was das Einsinkverhalten angeht, ist der Unterschied dramatisch. Als wir früher noch regelmäßig Drainagen machten, gleitete der radialbereifte Trac mit vielleicht 5 bis 8 cm tiefen Spuren über die nassen Wiesen und erst der Anhänger machte richtige Spuren, der diagonalbereifte versank aber schon selbst fast bis auf Pflugsohlentiefe.

Ähnlich mit dem Mähwerk auf nassen Wiesen: Der radialbereifte kaum Spuren, der diagonalbereifte zerreißt die Grasnarbe.

Aus diesem Grund wurde bei uns auf nassem Grünland der 65/70 nicht mehr eingesetzt, da unser radialbereifter MF 165 Hinterrad (Kleber mit den Zusatzstollen) weniger Schäden anrichtete, als der Allrad-Trac!

Tut mir leid, aber das sind meine Beobachtungen und das hier:

fuxel schrieb:
...fuxel, der jetzt gleich sämtliches Wissen über Bord wirft und nur noch dass glaubt, was holgi schreibt...

ist Quatsch, speziell der letzte Halbsatz!

Meine Beobachtungen sind erst mal nur Beobachtungen. Ich kann auch keine Messwerte dazu liefern. Es ist nur deshalb so auffällig, weil die Fahrzeuge bis auf etwa 200kg Unterschied absolut gleich sind. Luftdruck bei beiden gleich!

Vielleicht äußern sich ja auch mal andere dazu, die irgendwann mal auf dem gleichen Fahrzeug (oder besser: gleichen Fahrzeugen) von Radial auf Diagonal gewechselt haben... Die Beobachtungen müssten ähnlich sein.

Grüße an alle

Holger