Getriebe U1000 nach hinten undicht

MogPower

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08. Aug. 2008
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Hallo,

meine Baustelle U1000 wird nicht kleiner :evil: wollte gestern mal nach dem hinteren Ölstand vom Vorgelege schauen da undicht.Jetzt hat es nicht mehr aufgehört mit Rauslaufen.
Hatte dann schon eine Vermutung was sich dann auch bestätigt hat,das Getriebeöl läuft nach hinten und das nicht zu wenig ins Differenzial und von da aus ins rechte Vorgelege.

Jetzt habe ich mir die Sache mal im WHB angeschaut und die Reden da immer von Achse ausbauen.Wenn ich nur das Schubkugelgehäuse wegschraube und dann noch die Gelenkwelle lässt sich das Geraffel nicht soweit zur Seite legen damit ich an den Wedi herankomme??

Zur undichtigkeit Achsgetriebe zu Vorgelege:

Würde es da reichen wenn ich den Wedi vom Vorgelege wechsle,dann würds ja wenigstens nicht mehr in Vorgelege laufen das Öl vom Achsgetriebe.

Viele Grüsse

Simon
 
Hallo Simon,
zur Platzfrage beim U1000 ob die Achse zum wegdrehen geht kann ich dir leider nicht helfen.
Wenn ichs richtig verstanden hab läuft dir das Getriebe-Öl durch das hintere Schubrohr ins Diff. Dort durch und ins Vorgelege. Dort durch den Simmerring Achsrohr-Vorgelege und dann durch den äußeren Simmerring über die Bremsscheibe raus.
Wenn Du dann nur den Simmerring Achsrohr-Vorgelege erneuerst, schätz ich mal läuft dir das Achsrohr bis Anschlag voll - aber dein Vorgelege trocken weil der äußere Simmerring immer noch durchlässt - Vorgelege liefe damit schnell trocken?!?
Reparatur/Tausch aller betroffenen Simmerringe is zwar ne sch... Arbeit, danach sollte aber lange Ruhe sein.

mfG
Axel
 
Hast du alles richtig erkannt,geht die Steckachse hinten leicht ausbauen??damit ich das Achsrohr wegbauen kann?

MFG Simon
 
Hallo Simon,

wie schon angedeutet - hab keinen U1000 sondern nen 406. Die Achsen (737&747) dürften in den Punkten gleich sein.
Steckachse vorn geht bei der Achse leicht raus, dann sollte es hinten genauso klappen - da gibts aber bestimmt welche die an der HA schon dran waren. Achsrohr abbauen ist dann auch nicht das Problem (z.B. um die Sperre neu abzudichten). Massives Werkzeug vorausgesetzt...
Falls noch nicht geschehen - beschaff dir am besten das zugehörige Werkstatthandbuch, ist dabei sehr hilfreich - und nicht nur da.

mfG
Axel
 
Also hab jetzt mal die Achsrohrmannschette und das Schubrohrgehäuse nach hinten geschoben und gleichzeitig die Schubkugelhalbschalen ausgebaut,da ist mir erst mal ne Ladung Getriebeöl entgegen gekommen.

Wenn ich jetzt die Antriebswelle abbaue bekomm ich dann die Welle irgendwie zur Seite gelegt damit ich den anderen Flansch vom getriebe abdrücken kann.

Achse ausbauen will ich nur machen wenns überhaupt net anders geht :shock:

MFG Simon
 
Kann mir keiner weiterhelfen in dieser Sache??Das WHB verlangt ja den Achsausbau,könnte es auch ohne gehen??

MFG Simon
 
Hallo Simon,

du musst den Querlenker der Hinterachse am Rahmen lösen. Unimog vorne am Rahmen an einem festen Punkt festbinden oder die Vorderachse mit Keilen sichern. Hinterachse so weit mittels Flaschenzug nach hinten ziehen, bis die Schrauben der Gelenkwelle zugänglich sind. Gelenkwelle lösen (Achtung Quetschgefahr, wenn Schubrohr nach unten kippt; am besten Wagenheber oder Bock unterstellen). Nun die Hinterachse weiter nach hinten ziehen, bis genügend Platz zur Demontage des Abtriebflansch ist.
WICHTIG :!: : Achtung! Aufpassen auf Bremsleitung und Luftleitungen. Notfalls trennen.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Gruß Franz :)
 
Hallo,
@Franz:
Hinterachse so weit mittels Flaschenzug nach hinten ziehen
ich schätz mal Du meinst bei montierten Federn?!

Beim 406 hat sich's bewährt die Federn zu demontieren. Die Hinterachse lässt sich dann (bei gleichfalls vom Rahmen gelöstem Panhardstab und falls vorhanden Stabi) weit besser und gefahrloser handhaben und bei bedarf rangieren.

mfG
Axel
 
Hallo zusammen!

Ich habe bei meinem U1000 vor drei Wochen besagten Wedi ausgetauscht.
Man muss die Federn nicht demontieren, nur den Querlenker und den Stabi lösen.
Dann, wie gesagt, die Achse zurück ziehen, bis man die Welle lösen kann.
Jetzt habe ich das Schubrohr mit Spanngurten nach unten gedrückt, bis ich genug Platz hatte, den Flansch ab zu ziehen.
Das Schubrohr nach unten zu drücken erfordert relativ viel Kraft, die Federn haben aber alles klaglos weggesteckt.
Ich musste auch nur die Bremsleitung lösen, in allen anderen Leitungen war genügend Luft.

Gruß
Thomas
 
Vielen herzlichen Dank für die wichtigen Tipps,echt klasse :wink:
Werds am Samstag mal gleich ausprobieren!!

MFG Simon und nochmals tausend Dank
 
Hallo Simon
Ich habe diesen Wellndichtring auch vor kurzer Zeit getauscht.
An der Achse selbst habe ich garnichts demontiert (Querlenker,Federn usw.)
Du musst aber das ALB-Gestänge aushängen und den Halter der Leitungen am Schubrohr demonteieren und die Leitungen zur Seite Ziehen,den Bremsschlauch habe ich auch zusamman gelassen.
Feststellbremse angezogen,Kardanwelle abgeflanscht,dann Schubrohr mit Rangierwagenheber gestützt,dann den Unimog einige Zentimeter vorgeschoben und das Schubrohr soweit abgelassen das man dort arbeiten kann ( Vorsicht wegen den Leitungen )
Achtung: Den Wellendichtring nur soweit einpressen das er mit dem Gehäuse vorne bündig ist,das Gehäuse hat hinten keine Bund.

Ich lese und lerne schon Jahre hier in diesem Forum.

Gruß Alexander
 
Hallo habe auch einen U1000 bei mir tropft seit paar tagen öl aus der vorderen schubrohrmanschette ansonsten is alles dicht kann das auch mit dem getriebedichtring zusammen hängen??

MFG Martin
 
Hallo Martin,

das deutet schon auf einen defekten Dichtring hin.

Wie schlimm es schon ist merkt man Ölverlust im Getriebe, und wenn Du am vorderen Differential die Einfüllschraube rausdrehst, müsste das Öl das zuviel drin ist rauslaufen.

Gruß Lothar
 
Hallo Lothar

Habe noch keine weiteren Untersuchungen gemacht werde die Woche mal einen Werkstatttag einlegen und mal schauen.

Sitzt beim Differenzial vorne wo die Kardanwelle angeschraubt is nich auch ein dichtring da müsste das Öl ja im Schubrohr stehen.

MfG Martin
 
Hallo Martin,

So weit ich weiß, ist unten im Schubrohr kein Dichtring.

Bei meinem moggl war der Getriebeölverlust schon recht erheblich, ich habe das Öl dann am Differential wieder abgelassen.

Inzwischen ist das natürlich repariert.

Gruß Lothar
 
Hallo Lothar

Is das schwierig an den Ring zu kommen oder reicht es aus wenn ich das Schubrohr oben ab schraub und Stück runter drücke?

MfG Martin
 
Servus,

also ganz so einfach ist es dann leider doch nicht.Du musst das Schubrohr ja irgenwie wegbekommen vom Flansch,damit du den Flansch ziehen kannst.
Die Leitungen die übers Rohr laufen würde ich wegmontieren,manschette nach hinten ziehen,Schrauben lösen(Schubkugelgehäuse und Flansch)Dann mit spanngurt die Achse nach vorn ziehen,damit das Schubrohr nach unten geht.
Ist jetzt grob meine Variante.

MFG Simon
 
Danke für die Tipps

Kann man die Achse einfach mit Gurten nach vorne Ziehen oder muss man da etwas beachten bzw abstützen.

MfG Martin
 
Hallo Community,

Eine kurze Anregung:
Ratschen(spann)gurte haben einen großen Nachteil, du kannst zwar schön dosiert wegziehen, aber Spannung abbauen bzw die Achse samt Schubrohr wieder in Ausganglage bringen geht mit so einem Gurt nur in einem Zug sehr unsanft.....

Daher empfehle ich einen Kettenflaschenzug.

Schöne Grüße

Sebastian