Getriebeproblem in Tanzania

Peter_Hupka

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16. Okt. 2003
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München
Hallo Leute,

auf der Fahrt von Mbey nach Dar gab es aufeinmal nach 400Km ein verdächtiges Geräusch aus dem Getriebe, beim ausrollen stellte ich fest, daß irgendetwas im Getriebe hackt.
Bin jetzt etwas frustriert, da das Getrieb gerade mal 4000km drauf hat (war ein generalüberholtes von BW BJ82).
Ich hab hier jetzt etwas über zwei Jahre gearbeitet und wollte eigentlich in 2-3 Monaten richtung Deutschland aufbrechen.
Es sieht so aus als ob das hacken nur da ist wenn die ausgangswelle läuft (das heist bei laufendem Motor im Leerlauf nicht z bemerken).
Ich hab dann die Kardanwelle ausgebaut um den Mog wenigstens schleppen zu können (kein spass im NP wenn LKW fahrer vorbeidonnern oder andere Fahrer von Löwen berichten).
Wenn ich bei aufgebocktem Mog ein Rad drehe kann ich bis zu einem bestimmten punkt drehen, dann hackt es und mit kraft oder ein bisschen schwung geht es über den punkt weg.
Hat jemand eine ahnung was das sein könnte ???????

Viel Grüße Peter
 
moin peter,

also ich hab keine ahnung, was der fehler sein könnte, allerdings glaube ich nicht, daß das hängende rad was damit zu tun hat: wenn man den mog aufbockt und die achse ausfedert, dann wird der winkel am kardangelenk so groß, daß das kreuzgelenk an den schrauben anstößt. d.h. versuch mal die achse etwas einzufedern, dann sollte das phänomen weg sein. ... vielleicht hat sich auch eine von den schrauben am kardanflansch gelöst? würde das auch erklären.....

viele grüße aus dem verschneiten münchen

martin
 
Hallo Martin,

das hatte ich auch gehofft. Aber ich hatte ja dann die hintere Kardanwelle ausgebaut und wenn ich dann bei eingeschaltetem allrad ein Rad von vorne gedreht hab war das gleiche hacken im Getriebe.
trotzdem Vielen Dank

Peter
 
morgen peter,

im leerlauf drehen sich nur die antriebsflansche und das sie verbindende zahnrad. würde aus deiner beschreibung annehmen, daß da ein fremdkörper in den zahnrädern hängt. läßt sich schon mal plausibilisieren, wenn du mal schaust, wie oft bzw. wie weit du den antriebsflansch drehen kannst, bis er hängt. würde im nächsten schritt mal den nebenabtrieb (bzw. verschlußplatte) abschrauben und mir die zahnräder ansehen.

viele grüße

martin
 
Wenn kein Gang eingelegt ist, so drehen sich nur die Räder der hinteren Zahnradebene, also das mit dem Kardanwellenflansch verbundene Rad der Hauptwelle, daran greift ein das Rad der Vorgelegewelle, ebenfalls das Zwischenrad und Antriebsrad des Vorderradanriebes. Diese Räder drehen bei aufgebocktem Fahrzeug bei stehendem Motor mit dem Hinterachsantrieb oder bei eingeschaltetem Allrad beim Drehen an der Vorderachse.
Wenn es am Vorderachsntrieb oder dessen Zwischenrad liegt, so kann man diese ohne Getriebezerlegung ausbauen, die beiden anderen nicht. Egal welches Rad defekt ist, der Schaden überträgt sich bei weiterem Gebrauch auf die anderen Räder, da alle in der gleichen Ebene miteinander verbunden sind. Wenn du an der Kardanwelle drehst und die Klemmstelle kommt immer genau 360° wieder, so ist es das Antiebsrad des Vorderachsantriebes oder auf der Getriebehauptwelle. Die beiden anderen Räder drehen schneller also muß die Klemmstelle öfters auftreten.
Es könnte aber auch ein gelöste Schraube der vorderen Kardanwelle sein. dann bei ausgeschaltetem Vorderadantrieb am Getriebeausgang der Hinterachse drehen.
 
Hallo Peter,
schön zu sehen, daß es euch bis auf die üblichen Kleinigkeiten gut geht; ähnliches Problem hatten wir mal an einem FuKo, trat aber erst nach einiger Fahrtstrecke auf, beim Zerlegen stellten wir fest, daß durch eine defekte Manschette an der vorderen Schubkugel Wasser eingedrungen war, das Fahrgestell ließ sich dann auch nur mit dem beschriebenen Widerstand schieben.
Genauer nachgesehen hat damals keiner, da der komplette Mog zur Restauration zerlegt wurde, die Teile lagern seit ca. einem Jahr bei mir, der Besitzer meldet sich nicht mehr.
Falls Du Teile benötigst, hab noch 3 komplette Getriebe rumliegen, gib Bescheid, evtl. geht ja noch mal ein Container zu Euch runter.
Ansonsten Luftpaket bis 20 kg für 55 Euronen machbar.

Schönen Gruß auch an Gudrun aus dem kalten Landshut
Claus
 
Hallo Peter!

Wenn ich richtig Folge hast du die Kardanwelle zur Hinterachse ausgebaut um den Mog abzuschleppen!? Wie ist er dann anschließend geschleppt worden? Mit der Vorderachse in der Luft, denn ansonsten würde sich ja die Kardanwelle zur Vorderachse weiter mitgedreht haben!? Sollte das der Fall sein, könnte sich auch das Kreutzgelenk an der Kardanwelle zur Vorderachse verabschiedet haben. Denn das gleiche Problem hatte ich vor ein paar Monaten an meinem Schwabengeschwür im Canonylands/USA auch. Hatte auch zuerst direkt auf Getriebeschaden getippt, aber war es zum Glück dann doch nicht.

Da ich aber eher davon ausgehe das du in Afrika eher selten(so gut wie gar nicht) eine Abschleppmöglichkeit findest wo die Vorderachse angehoben werden kann. Dann sieht die Sache schon etwas bescheidener aus, denn dann ist wohl doch was am Getriebe.
Wenn auf deinem überholten Getriebe IWS(Industriewerke/Saar) drauf steht, dann würde ich mich nicht über einen defekt am Getriebe wundern. Denn wenn die Burschen die genau so zusammen geschustert haben wie die Motoren, ist das kein Wunder.

Trotzdem alle Hochachtung, denn ich war schon froh das es nur die Kardanwelle zur Vorderachse war, die ich mit primitiven Mitteln & Sandsturm ausbauen musste. Aber so eine Aktion an der Hinterachse & dann noch im NP, ist wie ich weiß kein Vergnügen!!

Viel Erfolg & hoffentlich ist es nur das Kreutzgelenk!


Viele Grüße, auch an meine 2. Heimat!


Felix
der sich in Germanien wieder den Arsch abfriert
 
hi,

erst mal danke für alle antworten.

hatte für eine weile kein internet.
auch waren wir auf dem weg um freunde vom flughafen abzuholen.
die hauptstrasse geht direkt durch den mikumi nationalpark

somit steht der mog immer noch im head quarter der nationalpark verwaltung.

werde sobald die freunde weg sind den mog wieder nach hause holen (ca 550km schleppen mit stange! wird wohl kein spass)

@ helmut + felix

die vordere kardanwelle ist es leider nicht da das rucken nur beim drehen der hinteren antriebswelle war.

beim schleppen mit drehendem vorderen kardan war nichts zu hören.

industriewerke saar kann sein aber langsam nervt mich die getriebe geschichte.
ich bin aber wahrscheinlich ein pechvogel oder ich mach was falsch.
ich hatte jetzt schon insgesamt 4 getriebeschäden. immer mit dem 5cyl dieselmotor.
aber immer was anderes heisgelaufene büchsen, gebrochnes lager und jetzt das.
habt ihr ähnliche erfahrungen oder ist das die ausnahme?

@ martin

kann mich jetzt leider nicht mehr erinnern wie oft das rucken zu bemerken war.

die verschlußplatte an der seite und am boden hatte ich offen, genauso wie die schaltplatte.

im ersten augeblick dachte ich einen fremdkörper auf einer der schiebehülsen der vorgelegewelle gesehen zu haben.
war aber nicht so da kein wiederstand spürbar war (nur verfärbung oder so)
wenn ichs mir jetzt so übelege war der wiederstand aber immer genau nach einer umdrehung auf der vorgelege welle.

somit müsste das hacken entweder von einem hauptlager der welle, dem zahnrad der welle zur hauptwelle oder vileleicht vom tachoantrieb kommen? oder lieg ich da falsch?


Viel grüße aus dem im Augenblick regnerischen aber 21° warmen Mbeya

ansonsten wüsche ich allen einen guten rutsch und ein gutes neues

@ claus gibts dieses jahr wieder eine werkstatt party???????
 
Hallo Leute,

hab jetzt nach einer 550km Abschlepp Aktion (mit Stange und einem Lancruiser) den Mog wieder auf dem Hof stehen.
Morgen werd ich mal mir das Getriebe genauer ansehen.

Nur für den Fall der Fälle, hat schon mal jemand das Getrieb nach unten ausgebaut?
Ich glaube Ulli hat mal was hier im Forum geschrieben.
Meine beiden Rahmenträger sind geschraubt und nicht mehr genietet.
Kann man die Träger einfach nach hinten schieben oder muß man den Rahmen dafür spreitzen.

Ansonsten bin ich für jeden Tip dankbar.

Schöne Grüße aus dem im Augenblick Regnerischen aber warmen Mbeya ;-)) Peter
 
Moin Peter,
die Idee, das Getriebe nach unten rauszunehmen, kam von Marco Wensauer.

Da ich bei mir das komplette Fahrwerk (Rahmen, Achsen, Getriebe) getauscht habe, stellte sich da Problem nicht mehr. Ich habe da auch Bedenken, ob das nach unten wirklich geht. Dazu müsste das Getriebe ca. 15 cm nach hinten geschoben werden, damit die Hauptwelle aus der Kupplung herauskommmt und da sehe ich, selbst wenn die Querträger sich soweit verschieben lassen, das eigentliche Problem. Wenn ich aus diesem Grund den Motor nach vorne ziehen muß, dann kann ich den Getriebeausbau gleich nach WHB machen und hab vernünftig Platz zum Schrauben.

Dennoch, wenn bei deinem Mog die Querträger geschraubt sind - einen Versuch wäre es wert.
Gruß Ulli
 
ich bin da auch dauernd am messe drann und will das ma irgendwann probieren evtl. die nächsten zwei Wochen am Womo ohne zusätzliche Trennmöglichkeit am vorderem Rahmenträger wirds aber glaub ich nix werden.
Es wäre natürlich angenehm wenn es geht anderseits ist dann immer noch das Schubkugelproblem beim aus/einbau unm genügend Platz zu haben wirste dennoch Vorderachse und evtl dann auch noch die Hinterachse lösen müssen wenn es nach unten raus soll!
Ob die Lösung wirklich klever ist, ich weiß nicht!!!

Tschau Torsten
 
Torsten,
ich denke, der Ausbau nach unten geht nur dann wirklich gut, wenn man den vorderen Querträger (unter der Kupplungsglocke) 3-teilig macht, damit man ihn aus dem Rahmen herausnehmen kann - mit "nach hinten schieben" sehe ich da keine Chance. Ausserdem muß das Getriebe nach hinten über den Querträger nach unten herausgedreht werden und dann hast du die Hauptwelle im Fahrerhaus/Koffer.
Gruß Ulli
 
Hallo ,

hab jetzt mal genauer ins Getrieb geschaut aber nichts gefunden.#Das heißt für mich nun, das Getriebe muß raus.

Die beiden mittleren Rahmenträger hab ich jetzt schon mal nach hinten geschoben.
Der platz sollte reichen um das Getriebe weit genug nach hinten zu bekommen um es dann nach unten rauszubekommen.
Melde mich dann wieder wenns geklappt hat ( oder auch nicht geklappt hat.

Gruß Peter

vorne_ohne_trger.jpg
 
Hallo Leute,

erst mal die gute Nachricht, das Getriebe kan man nach unten hin ausbauen.
Zumindest an meinem Mog (U404 mit Doppelkabine).
Sollte aber auch bei anderen gehen (zumindest wenn man den Koffer hinten eventuell ein wenig anhebt).

Jetz die noch bessere Nachricht.
Es war, so wie Stahlma vermutet hat, ein Fremdkörber (kleines Stück Metall) auf dem großen Zahnrad der Hauptgetriebewelle.
Das Ding ist ca 1cm lang und vielleicht 2mm dick.
wie das da hingekommen ist weiß ich auch nicht.
Eigentlich hätte ich das Ding schon im Nationalpark oder hier im eingebauten Zusatand sehen müssen. Aber wie das Leben ab und zu so spielt. :oops:

Hat vielleicht jemand ne Ahnung woher so ein Teil kommen kann?

Ansonsten was würdet Ihr jetzt machen?

Ich hab mir gedacht erst mal das Getrieb reinigen (ist Diesel OK?) und schauen ob noch irgendwo Teile drin sind.
Und dann wieder zusammen bauen.

Viele Grüße Peter

Metall_im_G.jpg


Mettalteil_im.jpg



Danke Ulli!

Der Bericht kommt
 
Also erst ma erwarte ich dringend einen ausführlichen Bericht über die Getriebeausbauaktion!!!

Auswachesn mit Diesel ist absolut in Ordnung, aber bitte nach 500km dann noch ma das Öl wechseln.

Das Metallstück ist äußerst merkwürdig, irgendwoher kenn ich das schau bitte gründlich nach ob alles noch so sitz wie es soll??

Tschau Torsten
 
Hallo ,

nachdem ich heute das Getriebe wieder eingebaut hatte und die schaltplatte aufsetzen wollte bemerkte ich, daß die aufnahme für die rückwärtsgang schaltgabel locker war.
also schraube raus und dann die erkentnis, daß da doch ein bisschen was fehlt.
somit weiß ich jetzt woher das teil im getriebe herkam.
beim spülen mit diesel kam aber nichts mehr raus. jetzt nach der erkentnis, daß da eigenlich noch mehr sein muß habe ich dann nochmal versucht mit einem magneten im getriebe zu fischen. und siehe da es kamen noch ein paart teile zum vorschein.
im spezielen im übergang vom hauptteil zum vorderen abtrieb.
jetzt bin ich dabei den vorderen abtrieb mit eingebaute´n getriebe auseinanderzunehmen. um genau zu schauen ob noch mehr schrott drin ist.

weiß jemand ob es die schraube mit der nummer 563 auf dem bild noch be dc gibt oder hat vielleicht noch einer eine rumliegen?

im voraus vielen dank und der Getriebe unten ausbau bericht folgt dann wen ich komplett fertig bin

Viele Grüße Peter

unimog_getriebedetail.jpg
 
Hallo

Mit der Schraube kann ich leider nicht helfen, aber habe die Nummer um sie evtl. zu Bestellen:

A4049900015

Vers.Nr.: 2520-12-122-6103


Habe gerade im Online-Katalog nachgeschlagen, mit folgendem Ergebnis:

A4049900015
SCHRAUBE
EUR 3.04



Die Schraube scheint also bei DC fuer kleines Geld noch erhaeltlich zu sein....


[alle Angaben ohne Gewaehr!]
 
Hallo Moritz,

super vielen dank.
werde am montag jemanden zu dc schicken.
wenn die schraube lieferbar ist werde ich sie dann mit dhl nach tanzania schicken lassen somit sollte dann alles wieder im grünen bereich sein.
hoffe ich zumondest mal.

also viele grüße Peter
 
Hallo,
Schraube ist bestellt, 3,19 & MwSt.,
morgen nachmittag verfügbar.
Bin mal gespannt, wie lange sie dann nach Tansania braucht.

Gruß Claus
Unimog-Hilfe International
 
Ma nach oben geschupst, in der Hoffnung Mehr Detail´s über diese Aus/Einbauvariante in Erfahrung zu bringen!!!!

Tschau Torsten