Glogger Seilwinde demontieren

ludgerm

New member
24. Mai 2015
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Hallo, ich möchte eine Glogger-Doppelwinde von einem Unimog 406.200 abbauen. Unklar ist mir, wie ich bei der Demontage mit der vom Getriebe nach hinten abgehenden Antriebs- bzw. Zapfwelle verfahre.

Ist die Antriebswelle z.B. an einem der beiden Kardangelenke auseinanderzuschrauben ? Hier sehe ich das Problem, die 17er-Schrauben, die nur mit einem Maulschlüssel anzugehen sind, loszuschrauben - Schraubenköpfe werden mit großer Wahrscheinlichkeit vermurkst werden, dann wird zu flexen sein

Oder kann die Kardanwelle an der verzahnten Schubverbindung beim Abbau der Seilwinde auseinandergeschoben und dann getrennt werden ?

Vielen Dank für Eure zielführenden Antworten.

Gruss LudgerM
 

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Hallo Ludger,
die 17er Schrauben wirst du auf jeden Fall lösen müssen.
Oder soll die restliche Gelenkwelle weiter am Getriebe verbleiben und rumhängen?
Mit vernünftigem Werkzeug sollten die Schrauben zu lösen sein, dort sollte auch ein schmaler Ringschlüssel passen.

Gruß
Jochen
 
Vielen Dank für die Antwort, Jochen !

dann werde ich die nächsten Tage mal versuchen, die 17er Schrauben am Kardangelenk zu lösen - vorher werde ich den Bereich warm machen.
Ist denn die Kardanwelle an der Wellenverzahnung nur zusammengesteckt und kann hier bei der Demontage der Seilwindentrommel auseinander gezogen werden ?

Gruss
Ludger
 
Hallo Ludger,

was und wozu willst Du denn da warm machen? Bedenke, in dem Kreuzgelenk sind vier Wälzlager und im Abtrieb hinter dem Flansch sitzt ebenfalls mindestens eins. Die werden von der Wärme nicht begeistert sein und das möglicherweise mit einem Härte- / Lebensdauerverlust quittieren. Hinzu kommen die zugehörigen Dichtringe, die schon vorher beleidigt sein dürften. - Mit anderen Worten: Willst Du unnötigen Kollateralschaden vermeiden, musst Du mit den Temperaturen so niedrig bleiben, dass Du es auch gleich sein lassen kannst, weil dann der erwünschte Effekt ausbleibt.

Ein paar Tage lang mit Rostlöser einsprühen bringt da sicher mehr, wenn es überhaupt erforderlich ist.
Ich schließe mich hier Jochens Meinung an (die sich auch mit meinen Erfahrungen deckt), dass die Schrauben mit vernünftigem Werkzeug zu lösen sein sollten. Ich würde es mit einem geraden oder gewinkelten Ringschlüssel (nicht die gekröpften) von einem rennomierten Werkzeughersteller versuchen die sind meist schlank genug, dass sie dort passen.

Wenn die Schiebemuffe nicht festgerostet ist, kannst Du die Welle bei Demontage der Winde auch auseinanderziehen. Wenn dann nur noch das Gelenk mit der Muffe ohne den hinteren Wellenteil am Getriebeabtrieb hängt, kannst Du es so stellen, dass Du mit dem Schlüssel noch besser beikommst.

- Muss denn die Welle überhaupt weg? Ich kenne den Antrieb der Glogger Winde nicht, aber um meine Rahmenwinde zu demontieren, würde ich sie am Zwischenrahmen lösen und das Kettenschloss der Antriebskette öffnen. Die Welle verbleibt dann mit Lagerbock an der zugehörigen Konsole am Zwischenrahmen.
 
Hallo,

wenn man die Welle günstig dreht, kommt man mit einem guten Maulschlüssel oder flachen Ringschlüssel an die Schraube. Zum Lösen den Zapfwellenantrieb einschalten, dann ist die Welle blockiert. Zum Erreichen der nächsten Schraube wieder ausschalten und verdrehen (bei abgestelltem Motor natürlich).

Gruß,
Markus
 
Eine Alternative wäre erst das Kettenschloss an der Kette zu lösen.
Da das Zahnrad aber wohl auch von der Gelenkwelle soll wird man wohl um das Lösen zumindest einer Zapfwellenverschraubung nicht herumkommen.
Stefan
 
Hallo Ludger,
aus welchem Grund soll die Winde denn runter?
Falls sie nicht mehr gebraucht wird hätte ich Interesse..
Ansonsten kann ich mich den Vorrednern nur anschließen, mit vernünftigem Werkzeug ist das lösen der Schrauben am Flansch in der Regel, auch wenns eng ist, machbar.
Viel Erfolg.
Grüße Nik