Gründe für/gegen den 404 als Fernreiseauto

Hallo Anselm,

möchte Dir einige meiner Erfahrungen von meinem U404 mit OM 617a + Turbo (125PS) zukommen lassen.
1. Der U404 lässt sich auf 3,5t ablasten somit kann er auch von meinen Jungs mit Klasse B gefahren werden.
2. Der Dieselverbrauch liegt zwischen 15-18 Litern, je nach Gasfuß. Im Gelände sind auch 35 Litern möglich.
3. Auf mein Fahrgestell hat der Vorbesitzer eine DoKa vom Transit aufgebaut, das ermöglicht ermüdungsfreie Langstrecken.
4. Ich habe an den Rahmen ISO-LOCK Container-Verschlüsse angebracht und kann den Trans-mog mit verschieden Aufbauten das ganze Jahr nutzen. Eine Pritsche wird diesen Winter gebaut. Bilder im Anhang.
5. Ersatzteile sind preiswert und verfügbar.
6. Technik ist robust und für den „Mog-Anfänger“ überschaubar.
7. Beim U404 ist gegenüber einem 1300L auch ein Alarmstart möglich weil keine Druckluft für die Bremse benötigt wird. Ich fahre nur auflaufgebremste Anhänger.
8. Beim Einbau eines Turbomotors muß die Motorinnenverkleidung abgeändert werden und der Fußraum des Beifahrers wird schmaler. Wenn Du dich für einen OM 602 entscheidest muß durch den Gegenstrommotor auch der Fußraum des Fahrers geändert werden.
9. Bei einem WoMo steht Reisen und nicht Rasen im Vordergrund. Mein OM 617-Turbo läuft ca. 115km/h, aber nur wenn die Straße breit genug ist.
Bevor Du Dich an eine Verdieselung heranwagst, solltest Du zwei Bücher lesen: 1. Haas-Unimog verdieseln(gibt es bei Buch&Bild) und von Carsten Kuhn- Unimog S Typ404 als Wohnmobil. Beide Bücher enthalten wertvolle Hinweise für den Umbau.
Das Buch von C. Kuhn habe ich doppelt und eines könnte ich Dir für 20€ verkaufen.
Ein 1300L vom Bund ist zwar wesentlich komfortabler, mit 7,5t ZGG aber auch eine andere Liga.
Ich habe den Kauf des Trans-mog noch nicht bereut.

Gruß
Klaus-Peter
Trans-mog
 

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Hi,

das is ja mal ein ganz neuer Ansatz.
Hast du vielleicht ein paar Bilder von der befestigung der Hüte und vielleicht ein Bild von innen?

Wieviel luft hast du auf die 3,5 Tonnen - die Ford Hütte sieht mächtig aus.

MFG

Martin
 
Hallo an alle,
ich möchte mich ja net beteiligen, muss aber den Zeigefinger heben! Was die VEBEG betrifft. Ich habe mit denen früher Geschäfte gemacht. Man sollte sich im klaren darüber sein, das man für "einen" Unimog den man nutzen will! Ein großes Risiko eingeht, Schrott zu erhalten.
Und bitte keine Einwände, ich habe toll gekauft.... Freud mich für euch.

Die VEBEG muss nicht an den meist bietenden Verkaufen. Und über die Flederrer rede ich mal garnicht. :?

So... jetzt gehts mir besser... :D also weiter machen..
 
Hallo,
bin gerade von einer vierwöchigen Tour durch Schottland mit dem 404s zurück. Zuvor habe ich bei Reisen nach Marokko, Südfrankreich,Norwegen, Polen usw mindestens 20 000 km im Mog hinter mich gebracht. Mein Mog wurde vor ca. 18 000 km mit einer Venturi- Gasanlage ausgerüstet, die bislang einwandfrei funktioniert. Verbrauch: Autobahn: 30 l zu 25 lBenzin. Im Gelände, so er dies zu sehen bekommt oder in den steilen schottischen Bergen mit sehr oft 25% Steigung und Gefälle natürlich entsprechend mehr.
Der Mog ist ein wunderbares Fahrzeug, keine Frage.
Aber:
Ein Reisefahrzeug ist er nicht!
Warum:
Der Mog ist fürs Gelände, für den Acker konzipiert, nicht für Autobahn und Landstraße. Das können alle anderen Fahrzeuge besser. Das gilt für jeden Mog. Nur dort, wo die Umstände dies zwingend erfordern, z. B. Wüstenstaaten, tropische Regionen mit schweren Niederschlägen oder Länder wie die Mongolei oder Island (dort auch nur bei Wasserdurchfahrten) kann er seine Qualitäten zeigen.
Ich habe gerade auf unserer Weltreise mit dem 250 GD etwas mehr als 100000 km zurückgelegt. (Sibirien, Mongolei, China, dann Süd- und Mittelamerika. Das Auto steht jetzt in Tijuana an der Grenze zu den USA, von wo aus es im Februar weitergeht).
Diese Fahrt hätte ich mit dem 404 auf keinen Fall machen wollen, wahrscheinlich auch nicht können. Ich bin überzeugt, dass er die Belastungen durch schlechte Straßen, Pisten und alle anderen Unannehmlichkeiten wohl kaum überstanden hätte. (Allein schon wegen des Alters, obwohl er mittlerweile vollständig durchrepariert ist). Selbst mit dem neuwertigen G hatten wir mehr als genug technische Probleme. (U. a. zweimalige Motorreparaturen für mehr als 10 000€. Die Pässe in den Anden auf über 4800 m Höhe hätte er mit Sicherheit nicht geschafft. Da hatte selbst der G die größte Mühe.
Unsere Rücken, unser Gehör und auch der übrige Körper wäre wohl schon llange vorher zusammengebrochen.
Meine Empfehlung für ein Fernreisemobil: Ein stabiler Kastenwagen wie z. B. ein Iveco Daily, mit Allrad (wenns sein muss) und einfachem Ausbau ist nach meinen Erfahrungen die optimale Lösung.
Übrigens: Angesehen von der Mongolei war Geländefähigkeit absolut nicht gefragt und eigentlich völlig überflüssig. Auch da hätte man mit etwas Vorsicht durchaus mit einem 2X4 klarkommen können.
Mir erscheint die gesamte Diskussion eher theoretisch und wenig an den tatsächlichen Gegebenheiten einer Welt/Fernreise orientiert.

Gruß Gerd
 
Hi Gerd!

Ich stimme dir voll zu, dass man nicht unbedingt einen 4x4 für eine Fern-/Weltreise braucht. Ein Freund von mir hat die Chalbi-Wüste un Nord-Kenia mit dem 508 durchquert 3 Wochen für 400 km... Auf der finanziellen Seite hat ein 4x2 dem 4x4 nur Vorteile... Die Frage ist halt ob nicht die 2% wo man den Allrad wirklich einsetzen kann eine Reise zu dem macht was sie ist. Bei meinem Afrikatrip wars so!!! Definitiv!!! Namibia ohne 4x4 und die beste Zeit wäre dahin gewesen... Dann lieber auf Komfort verzichten...
 
Hallo Martin,

Hallo anselm,

die abgebildete Kabine des WoMo Trans-mog ist vom Vorbesitzer als Gitterrahmen (Stahl) mit 20mm Siebdruckplatten und GFK-Beschichtung ausgeführt worden. Die Kabine hat ein Grundmaß von B 225cm L 250cm und Stehhöhe von 198cm, der Alkoven hat eine Fläche von B 225cm und eine L 200cm, Höhe eingeklappt ca. 40cm Aufgeklappt ca. 70cm. Das Gewicht beträgt ca. 1,7t, also nur als 5t ZGG fahrbar.
Die abgesetzte Pick-Up-Kabine dient mir in meiner Scheune als Bauwagen + Werkzeuglager. Auf der Allrad-Abenteuer-Messe in Bad Kissingen habe ich mir schon eine neue Kabine mit Alkoven von Alpha-Cup ausgesucht, muß nur noch eine Weile sparen.

Das Lehrgewicht meines Mog mit 200 Liter Diesel, Zubehör und Fahrer beträgt 2380 kg. Der Kran ist an den ISO-LOOK befestigt, also Ladung. Als Zuladung ergeben sich 1120kg.

Bilder von der Befestigung der Hütte habe ich z.Z nur von vorne. Vorne ist er analog zum Original befestigt. Hinten wurden die Transit-Hütten-Punkte mit Winkeln am Rahmen befestigt.

Bilder von Innen hänge ich an, ein neues Armaturenbrett mit Servolenkung und neuer Elektrik ist in Planung.

Gruß
Klaus-Peter
Trans-mog
 

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:D Post-404 gab´s
mit Servolenkung,
280er Motor und
Wohnhaus mit fast Stehhöhe :D
und kippbarem 406er Führerhaus :D

na, wenn das keine Vorteile sind :lol:
und meiner ist auch noch verdieselt, :shock:
Gruß
Georg
 
Hallo Georg,

Dein Hinweis ist richtig. Ich habe einen "Gelben Postler" vor Jahren mal in Nordhessen besichtigt, war leider schon geschlachtet. Ist dann in der Bucht verkauft worden.
Stelle von Deinem Postler bitte ein paar Bilder ein.

Gruß
Klaus-Peter
Trans-mog