Hauptbremszylinder 404.0

Hallo Karsten,

wie definierst Du, dass die Achse inklusive Bremsschläuchen praktisch neu ist. Wo kommt die her, wer hat sie überholt und was hat er(sie) gemacht?

Neben den Bremsschläuchen direkt an den Vorderrädern gibt es auch noch Schäuche an den Schubkugeln.
Du kannst die Schläuche ausbauen und wenn sie gut gestreckt sind durch einen mehrere qmm großen Querschnitt durchschauen.
 
Hallo Jürgen!

Die Achse stammt von einem belgischen Händler. Sie war durch den Überholbetrieb original verpackt. Angebaut waren die Bremsschläuche und mussten nur umgesteckt werden.
Ich kann mir nict vostellen dass der Druckaufbau durch die Bremsschläuche verursacht wird. Die Bremsen reagieren ja auch unterschiedlich je nach eingebautem HBZ...
 
mogmexico schrieb:
Das Spiel ist so 5-10 mm, wir haben es in dem Laufe der Maßnahmen erhöht. Somit dürfte genug Freiraum da sein damit sich der Zylinder zurückbewegen kann.

Tatsächlich, das ist wirklich ausreichend :spitze

1 - 2 hätten "dicke" gereicht.

Wie sicher ist denn, dass der HBZ richtig zusammen gebaut wurde?

Kann es sein, dass die Nachlaufbohrung nicht frei ist, so dass die Bremsflüssigkeit nicht zurück kann?

Ist sicher gestellt, dass die Federn die Bremsbacken zurück ziehen?

Kann es sein, dass die Kolben des RBZ (weil Bremse nicht richtig eingestellt) so weit ausgefahren sind, dass sie sich verklemmt haben und nicht zurück können?

Ich finde, es ist an der Zeit, einen Fachmann zur Begutachtung zu rufen!
 
Hallo Karsten,

leider haben wir schon erlebt, dass gerade zum Ende der 404 Periode bei der Bundeswehr die Instandsetzungsbetriebe auch schon mal gepfuscht haben.

Zu gequollene Bremsleitungen arbeiten wie ein Rückschlagventil. D.H. bei dem hohen Druck durch den Kolben des Hauptbremszylinders kann Bremsflüssigkeit zu den Radbremszylindern gepumpt werden, urch den geringen Druck der Federn aber nicht wieder zurück.

Wenn Du zum Druck ablassen einen Entlüftungsschraube geöffnet hast, immer die selbe und welche?

Warum hast Du eine neue Achse eingebaut, was war vorher mit der Bremse?
 
Hallo Jürgen und Reiner!

Die Achse wurde ausgetauscht weil ein geborstenes Zahnrad der Portalachse mir die Bremstrommel samt Rad weggesprengt hat. Es war einfacher die komplette Achse zu besorgen.

Verwunderlich ist folgendes:

Nach dem Einbau hatte der bestehende HBZ das Merkmal den Druck erst nach dem 2. Pumpen aufzubauen und nach kurzer Zeit wieder zu verlieren. (Bei der alten Achse war Bremsen mit diesem HBZ kein Problem. ), Es musste nunmehr für das Bremsen 2 Mal gepumpt werden um einigermaßen Druck zu bekommen.

Gerade rief mich der Mechaniker an, er habe die Teile des "neuen" zuletzt bekommenen HBZ, der ja auch den Druck nicht aufbaute, in den HBZ gebaut der den Druck aufbaut, jedoch nach einigem Pumpen , Ca. 10 km Fahrt derart aufbaut dass das Pedal fest sitzt. Das Pedal hat kein Spiel mehr und die vorderbremsen klemmen fest.
Was ich nun machen könnte, ist die alten Bremsschläuche gegen die der "neu" ,aus der Überholten Achse eingebauten zu tauschen. Da könnten wir das mit den aufgequollenen Schläuchen prüfen.

Müsste denn aber der Druck auf dem Pedal nicht nachgeben, wenn die Bremsschläuche aufgequollen sind und als Rückschlagventil der Bremszylinder wirken? Das sind doch 2 verschiedene Symptome...

So haben wir 3 HBZ Gehäuse, 2 bauen den Druck nicht auf...ein anderer lässt den Druck nicht ab....

Aufgefallen ist auch dass die Bremsen mit aufwärmen der Trommel fester klemmen, was wohl mit der Dehnung zusammenhängt...

Seufz....

VG

Karsten
 
Aufgefallen ist auch dass die Bremsen mit aufwärmen der Trommel fester klemmen, was wohl mit der Dehnung zusammenhängt...

Das ist doch logisch.

Wenn die Bremsbacken stramm anliegen und nicht zurück können, werden sie sich stark erwärmen und damit auch die Bremsflüssigkeit in den RBZ.

Diese dehnt sich aus und presst die Bremsbacken noch fester an die Trommel.
 
Hallo

Zugequollene Bremsschläuche kann man im eingebauten Zustand abprüfen. Dazu braucht man nur einen Entlüfternippel zu öffnen und ggf den Drauck ablassen.
Was mich aber mehr als verwundert ist, dass die Hinweise auf zugequollene Bremsschläuche lapidar ausgeschlossen werden, ohne auch nur den Gedanken an eine Überprüfung zu schenken. Dazu liegen ausreichend Erfahrung vieler User vor.
Wenn man, wie hier mehr als offensichtlich doch keine Schimmer von Bremsen hat, so solltem an die Hinweise erstnehmen oder die Finger davon lassen.
Da wird offensichtlich an Bremsen rumgekaspert, ohne sich der Gefahr für andere im Straßenverkehr bewusst zu sein.
 
Hallo Karsten,

auf der langweiligen Mog losen Fahrt von und zur Arbeit habe ich noch einmal ein bisschen über Dein Problem und Deine Aussagen nachgedacht.

Dabei sind mir weitere Fragen eingefallen.
Bei dem HBZ bei dem die Bremse fest geht, passiert dies sofort beim ersten Betätigen oder mußt Du da auch erst pumpen?
Wenn man pumpen muss, bedeutet das, dass das bei einmaliger Betätigung durch den HBZ geförderte Volumen nicht ausreicht, um alle vier Bremsen (acht Bremsbeläge) ordentlich an die Trommeln anzulegen und anzudrücken.
Bei mir war unlängst ein Einstellexcenter nach Geländefahrt abhanden gekommen und ich hatte auch das Problem, dass ich erst einmal Pumpen musste, dann aber Bremsdruck bekam.
Hast Du also auch alle Bremsen kontrolliert, auch die der Hinterachse, nicht das damals noch mehr kaputt gegangen ist.
Dies erklärt allerdings noch nicht das "Klemmen".
 
Hallo Helmut, Hallo Jürgen,

also, die Bremsschläuche können nicht dicht sein da beim Entlüften die Brühe munter rauskommt. Es wird auch mit einen Pumpe von ATE entlüftet. Der Mog bremst auch und ist somit Verkehrsfreundlich gelaunt...

Jürgeen:
Nachdm entüftet wurde muss ich 2-3 Mal pumpen so dass Druck auf dem Pedal ist (normal) und dieses dann auf 1/3 des Weges anfängt strammer zu wirken, bis auf 2/3 des Pedalweges das Pedal fest ist.

Wir machen die Probefahrt und stellen fest dass das Fahrzeug gut und gerade bremst. Wir fahren 10 km, benutzen die Bremse in Abständen und dann wird das Pedal immer härter bis es dann nicht mehr durchzudrücken geht. Spätestens jetzt fangen die Bremsbacken an sich festzusetzen und werden nach einigen 10 m bis wir den Standstreifen erreicht haben so fest, das der Mog gerademal im 2. vom Fleck kommt.

Der Mechaniker hat gestern die vorderen Trommeln abmontiert. Festgestellt dass alle Teil neu und funktionsfähig sind. Die Bremsschläuche nicht verstopft sind....und die Hinterreifen nicht so stark von dem EInklemmen betroffen sind, da evtl. die hinteren Zylinder auch etwas schwächer sind?

Wir könnten uns vorstellen dass:

A Die kleine Entlüftungsbohrung am HBZ zum Speicher dicht ist
B, eine Gummimanschette diese Bohrung überdeckt und den Druck daher ständig aufbaut.

Letztendlich hält das System den Druck bis eine Entlüftungsschraube, hinten rechts aufgemacht wird und ein spritzer Bremsfl. herauskommt.

Das wird gerade geprüft.

Sollte es das nicht sein....oje.........
 
Hallo !

Der vom Pedat treten aufgebaute Druck kann definitiv nicht aus dem System abgebaut werden und betrifft die gesamte Anlage.

Kleine Bohrung im HBZ ist frei... Nun wird nochmal alles kontrolliert...
 
...hallo Karsten,

...hab etwas mitgelesen.....gehe ich recht in der Annahme dass Ihr den HBZ
auseinander hattet und den Dichtsatz eingebaut habt? Wenn ja vermute ich stark
eine falsch sitzende Manchette die den Bremsdruck nicht mehr raus läßt. Da muss
euch ein Montage-Missgeschick unterlaufen sein.

Gruß
Stefan
 
Hallo Karsten,

es ist absolut nicht normal, dass nach dem Entlüften erst 2- 3 mal gepumpt wird.
Wenn die Bremsbacken richtig eingestellt sind und so gerade nicht an der Trommel anliegen, darf nicht gepumpt werden müssen. Sonst ist noch irgendwo Luft im System oder etwas Defekt oder HBZ und RBZ passen nicht zusammen.
 
Hallo Stefan, Hallo Jürgen!

WIr haben momentan 3HBZ, HBZ (1), der bekanntlich zu Anfang das Maleur mit der undichten Manschette hatte und ausgewechselt wurde gegen einen überholten HBZ (2), welcher faulig war und dann gegen den "neuen" HBZ (3) eretzt wurde.
Wir haben die Montage nach dem Einbu der Ersatzteile in den HBZ (2)geprüft, und die Manschetten waren nach einer weiteren Überprüfung auch aufgedunsen. Diese E Teile haben wir gleich beiseite gelegt.

Daraufhin besorgte ich den HBZ (3)

Als ich diesen und "neuen" HBZ (3) einbauen ließ, drückten wir das Pedal mehrmals durch und es wurde nur im unteren 1/5 der Pedalweges etwas Druck aufgebaut. Also raus damit...

Daraufhin nahmen wir den Druckkolben dieses HBZ (3) , so wie er war, und bauten ihn in den HBZ (2) ein . Dieser baut den Druck auf, läßt ihn aber nicht wieder abbauen. Da konnten wir bei der Montage nicht viel verkehrt machen...oder?

Jürgen: Das 2-3 Mal Pumpen wird nur gleich nach dem Entlüften gemacht, Ich gehe davon aus dass die Kolben an den Trommeln erstmal wieder mit Druck beaufschlagt werden müssen. Nach dem 2-3 Mal pumpen ist alles i.O. bis nacheiner Weile das Pedal Hart wird...und die Bremsen festsitzen.

Mein Mechaniker, welcher auch Porsche und Co. repariert ist am Ende....

Ich glaube fast auch dass da irgenwie verschiedene Bauteile nicht zusammenpassen, wir vermessen...und alles gleich aus...
 
Hallo Karsten,
ich pack dann auch mal meinen Senf dazu.
Kann es sein das zwischen den Kolben und Bremszylindern massliche Unterschiede bestehen, und das das muntere tauschen die Probleme aufwirft?
 
Hallo Harmut,

Ja, die Variante haben wir inzwischen fest im Auge... Ich fahre nachher los ...und versuche noch einen weitern HBZ zu besorgen.

Waren den die Teile denn nicht alle genormt wenn die von ATE sind?!?

Kein Wunder dass an der deutschen Front nix mehr ging...

Gruß asu MX
 
Hallo Karsten,

nein das Pumpen nach dem Entlüften ist falsch. Die Bremsbeläge werden durch die Exzenter an den dicht an Trommeln gehalten. Die Federn in den RBZ drücken die Kolben nach außen an die Bremsbacken.
Wenn alles richtig entlüftet ist sind alle Leitungen und Kolben mit Bremsflüssigkeit gefüllt.
Voraussetzung natürlich die Bremsen sind über die Exzenter eingestellt.