Hebelstoßdämpfer abdichten???

Moin Andreas,

Allrad, Sperre, Bremse und Ersten Gang, passenden Ringschlüssel, evtl mit Verlängerung, Schlagschlüssel, 1" Schlagschrauber, reichlich "Puste":lol:

Vorher 3 - 4 kräftige Schläge auf den Kopf.

Nicht auf Deinen :roll:

Es wird schon!
 
Hallo Reiner
wäre bestimmt möglich wenn die Achse noch eingebaut wäre. :wink:
habe sie aber auf der Werkbank liegen. Mit 55 Nuss und 1 meter Verlängerung .
Bin mit 82 Kg Kampfgewicht drauf gestanden und habe die Verlängerung verborgen .
Vielleicht ein großer Schlagschrauber?

Gruß Andreas
 
Na ja, mit 82 hab ich auch einmal angefangen :lol:

Verlängerung verbogen???

Mit was für Heim-Handwerker-Equipment arbeitest Du? :roll:

Wenn sie schon ausgebaut und hilft evtl. noch ein ausreichend dimensionierter Schlagschrauber.

Wie blockierst Du denn Radnabe?
 
Naja die Nuss ist von Gedore, der Knebel ist von Westfalia und die Verlängerung ist ein Dreiviertel Zollrohr welches es auch verbogen hat.
Fixiert hab ich es folgend:
Achse ganz an den Werkbankrand gestellt mit Spanngurt befestigt, zusätzlich hab ich zur Sicherheit das ganze am Demag hängen lassen.
Zum fixieren hab ich zwei Radmuttern zum Schutz der Gewinde aufgeschraubt und zwischen Radnarbe und Muttern ein Winkeleisen gestellt welches bis zum Boden reicht und am Werkbankfuß fixiert wurde. Winkeleisen hat es abgedreht, (50x50x5) .
Also am Kampfgewicht kann's nicht liegen :).
Will morgen beim Schlosserkollegen ein Ringschlussel leihen, damit die Kraft direkter auf die Schrauben wirkt. Wenns auch nicht hilft geht's zum Schlagschrauber.

Gruß Andreas
 
Hallo Reiner

Die Schrauben sind offen :D
Hab mir ein Gestell geschweißt, welches über vier Gewinde der
Bremstrommel gesteckt wird und mit Schraubzwingen fixiert.
Dicken Ringschlüssel, und drauf gehüpft.
ERLEDIGT.
Bin auf die nächste Überraschung gespannt.

Gruß

Andreas
 

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Moin,

sooooo: (im eingebauten Zustand)

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wärs einfacher gewesen :lol:
 
Moin,

ein gutes Jahr ist verstrichen und es wird Zeit, das Thema ab zu schließen!!! :roll:

Dafür habe ich nun erst einmal meine beiden "Ersatz-Hebeldämpfer" (Danke Achim) zerlegt.

Hat irgend jemand in der Zwischenzeit eine Bezugsquelle für Wellendichtringe dieser Bauart gefunden?

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Moin,

Bilder von der Zerlegung eines Hebel-Stoßdämpfers.

Als Erstes macht man es sich gemütlich 
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Dann enfernt man den Deckel.
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Der Haltering des Wedis lässt sich mit 2 Schraubendrehern abhebeln
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dann kann man den Wedi ebenfalls raushebeln.
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Hat man die Klemmschraube des Schaltfingers entfernt
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lässt sich die Schaltwelle ziehen
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und der Schaltfinger kann entnommen werden
16653928uu.jpg


Sind die beiden seitlichen Deckel abgeschraubt
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kann der Kolben rausgeschoben werden
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Weiteres folgt!
 
Moin,

ich habe hier bewusst einige falsche Bilder ein gestellt und mitler weile auch wieder gelöscht und wundere mich, dass es anscheinend niemand auf gefallen ist. :?

Wenn anscheinend niemand mit liest kann ich mir die Mühe sparen. :wink:

Also, soll ich weiter machen?
 
Hallo Reiner,


Nur Du weisst wie der Hebelstoßdämpfer von innen aussieht, ich kann kein falsches Bild erkennen.

Wenn anscheinend niemand mit liest kann ich mir die Mühe sparen.
bis heute 09.12.2013 2579 Zugriffe:
WIR hängen an deinen Lippen (Bildern)!

Also, weitermachen!
Gruß
Jochen
 
Moin Reiner

du hast dich mit deinem Thema unten im Norden versteckt, da geht ja nicht jeder hin und die Bayern können das vielleicht nicht lesen.
Wie so ein Ding von innen aussieht weiß ich nicht, ich müsste deinen Schilderungen glauben. Da ich dir aber alle Schlechtigkeit der Welt zutraue, sag ich mal lieber gar nichts, dann kann ich auch gar nicht über deine Stolperstricke fallen. :P
Aber wenns fertig ist, gibts es wohl hoffentlich einen schönen Bericht für die Wissendatenbank.
So un nu schwat nicht soviel, hau rein. :technik
 
WIR hängen an deinen Lippen

Moin Jochen,


Igitt, das verbitte ich mir :mauer

du hast dich mit deinem Thema unten im Norden versteckt, da geht ja nicht jeder hin und die Bayern können das vielleicht nicht lesen.

Blödsinn, die Bayern können lesen und der Norden war und ist Oben

Aber wenns fertig ist, gibts es wohl hoffentlich einen schönen Bericht für die Wissendatenbank.

Darüber lass ich noch mit mir handeln :spitze

könnt ihr den trööt nicht in den technikbereich verschiebe?
:shock:

Von einem Flensburger hätte ich etwas mehr Nationalbewußtsein erwartet, und an meine Füße lass ich nur noch Seife, "Flens" ist gestrichen!
 
Moin,

heute ein paar "frische" Bilder.(mit rechter Taste anklicken, dann "Grafik anzeigen" wählen)

Gehäuse mit Innenleben
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Druckventil
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Innenleben mit Hebel zur Achse
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Öhlkanal zum Druckventil
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(querliegende) Feder vom Druckventil
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stark vereinfachte Zeichnung des Dämpfers
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at last: eine Animation
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Moin Reiner,

kann man die Animation auch zum besseren Verständnis in Zeitlupe laufen lassen?

Nee, ich will nicht meckern! Das hast Du richtig gut dargestellt. Besonders die klappbaren Füll(Nachsaug)- und Druckventile.

Aber den Schmodder solltest Du schnellstens aus Deinen "frischen" Fotos entfernen. :wink:

Die Dämpfungswirkung ist nicht zuletzt eine Frage des Passungsspiels und der Oberflächen"güte" zwischen Kolben und Zylinder.
 
Moin Christoph,

noch langsamer? :lol:


ich kann Dich beruhigen, der Schmodder ist längst hinfort geflossen.

Was die "Passungen" betrifft: Daran wird bereits gearbeitet (ich will doch Neuwertige) und zu gg. Zeit berichtet. :)

EDIT:

Die Dämpfungswirkung ist nicht zuletzt eine Frage des Passungsspiels und der Oberflächen"güte" zwischen Kolben und Zylinder.

Das ist sogar die einzige "Frage", denn andere "Abdichtungen" gibt es nicht.
 
Moin,


Wie „wirkt/arbeitet“ ein Hebelstoßdämpfer (HSD)?

Der HSD ist nichts anderes als ein am Rahmen des Unimog befestigter, liegender Zylinder mit einem mittig liegenden Kolben. (jeweils eine Druckkammer links und rechts) und einer Vorratskammer für Öl.

Beim Ein – Ausfedern wird der Weg der Achse, über eine an der Achse befestigte Stößelstange, auf einen Hebel übertragen.
Dieser Hebel, auf einer Welle im HSD befestigt, überträgt die Bewegung in den HSD auf eine Welle.

Auf der Welle sitzt ein „Schaltfinger“, der mittig in den Kolben greift und ihn nach links oder rechts verschiebt.

Der Kolben ist in Längsrichtung, vom Kolbenboden zur Mitte, durchbohrt, so dass es eine Verbindung der beiden Druckkammern zum Vorrat gibt.
Beide Bohrungen sind mit einem Füll/Saugventil verschlossen.

Weiter führt (im Gehäuse) jeweils ein Kanal, von den Druckkammern links und rechts zum Vorrat.
Diese Kanäle sind mit einem einstellbaren Druckventil verschlossen

Das ganze System ist mit Öl gefüllt.

Federt die Achse ein oder aus, wird der Kolben nach links oder rechts verschoben.

Bei ebener Straße und dabei nur leichten Auf/Ab- Bewegungen der Achse, kann das Öl auf der jeweiligen Druckseite des HSD über eine winzige Bohrung im Druckventil in die Vorratskammer abfließen.

Durch den Sog auf der gegenüber liegenden Seite des Kolbens öffnet das Saugventil und Öl aus dem Vorrat fließt nach.

Das heißt, dass das Öl beim Ein/Ausfedern eigentlich nur im Zylinder hin und her „geschoben“ wird.

Durch den Widerstand der winzigen Bohrung im Druckventil wird so eine Dämpfung erreicht.

Bei größeren Unebenheiten, wenn schlagartig größere Ölmengen von der Druckseite abfließen müssen, öffnet das Druckventil und gibt somit eine größere Bohrung frei.

Die Druckventile werden auf unterschiedliche Werte eingestellt.

Um das schnelle Abfließen des Öls aus der Druckkammer, beim schlagartigen Einfedern zu gewährleisten, wird das dazu gehörige Druckventil auf einen niedrigeren Wert eingestellt.

D.h. dass das nachfolgende Wiederausfedern, wegen des höheren Druckwertes verzögert und ein „Nachschwingen“ verhindert wird.

Diese Drücke könnten also, je nach Beladung, verwendetem Öl und/oder Fahrstil, individuell ein gestellt werden.

Die HSD sind werkseitig auf einer Seite mit einem „H“ gekennzeichnet.

Das ist die Seite mit dem höheren Druckwert. (für das Ausfedern)

Somit wurde jeder Mog mit 2 x 2 HSD ausgerüstet.

Vorn links und hinten rechts, sowie vorn rechts und hinten links sind identisch
Somit dürfen die beiden HSD einer Achse nicht vertauscht werden!

Gelangt Sand/Dreck in die HSD, sorgt das für einen erhöhten Verschleiß des Kolben und seiner Laufbahn.
Durch Riefen kann das Öl ungehindert von der Druckseite zum Vorrat fließen und eine Dämpfung ist nicht mehr gewährleistet.

Sand/Dreck wird auf jeden Fall in den HSD gelangen, wenn der spezielle Wellendichtring auf der Welle verschlissen ist. (zu erkennen am austretenden Öl)
Außerdem wird die Dichtfläche der Welle beschädigt.

Sind die eingestellten Drücke zu hoch, führt das zu einem Verschleiß der Lagerbuchsen der Welle. (auch die Verzahnung der Welle und des Hebels kann in Mitleidenschaft gezogen werden).

Mögliche Leckagen sind: def. Wedi auf der Welle, Papierdichtung unter dem Deckel oder den beiden seitlichen Verschlusskappen, sowie schadhafte oder gar fehlende Cu Ringe unter den Deckel-Schrauben, bzw. den Verschluss-Kappen der beiden Druckventile.

Für Ersatzteile habe ich Firmen, die HSD reparieren, angeschrieben, aber entweder keine Antwort erhalten. oder den freundlichen Hinweis, dass sie nur reparieren! :lol:

Fröhliches „Selbermachen“!

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