Hallo,
da redet/schreibt ihr wohl bisschen aneinander vorbei.
Beim 406 wie auch bei 424 etc werden die Anbauböcke jeweils mit vier Schrauben M10x1 angeschraubt an die Winkel, die auch die hintere Quertraverse inkl. AHK am Rahmen halten (die Anbauböcke dürften sogar durchgehend das selbe Teil sein), wie von meinem Namenskollegen geschrieben wird.
Beim 421hingegen ist die Konstruktion ganz anders, da sind die (m.E. deutlich kleineren und nur mit zwei Bohrungen versehenen) Anbauböcke durch das Anschweißen quasi Teil des Rahmens, wie von Rudi geschrieben.
Beim 406 gibt's spezielle Anbauböcke, an denen z.B. der AT16 montiert wird (sind dann die hinteren Lagerpunkte, vorne gibts ne eigene Quertraverse).
Trotzdem - Rudi, wenn Du schon auf deine Lehre hinweist, solltest Du auch drauf achten, das beim Fahren mehr als die Masse des Anbaugerätes auf die Montagepunkte kommt. Die dynamischen Lasten könne ein vielfaches der Eigenmasse betragen. Bei dem recht kleinen Abstand der beiden Bohrungen der 421-Anbauböcke iVm. der Masse eines kompletten Ladekrans etc. stell ich mir auch die Momentenbelastung und Lochleibungskräfte doch recht beachtlich vor.
Das Beispiel mit dem Video - naja. Das der 406 mit Frontlader ohne Heckballast schon allein dadurch auf der Vorderachse tanzt wenn ein normaler Erwachsener ein wenig in der Schaufel wippt, dürfte jeder FL-Nutzer am 406 kennen.
Spielchen im Bereich der Materialfestigkeitsgrenzen (ich rede da nicht allein vom sofortigen Bruch, sondern auch mittelfristigem Materialversagen durch Überlastung - denk an die Wöhlerlinie) haben m.E. an einem Fahrzeug mit mehreren Tonnen Gewicht im öffentlichen Straßenverkehr nix verloren. Bei der medialen zur Schaustellung von Höchstleistungen des (eigenen) Fahrzeugs, frag ich immer wieder, ob da dann auch in der nächsten Woche die Verkaufsanzeige unter den Kleinanzeigen zu finden ist . . .
Warum fragt ihr nicht mal bei Daimler oder auch der nächsten Unimog-Vertretung nach den Anbaurichtlinien für den 421 nach?
Beim 406 kann man sich da noch bei den größeren Baureihen behelfen, die Anbauböcke müssten eigentlich zumindest auch bei den 424 Verwendung gefunden haben (ggf, so gar noch heute "... Beim UHN sind die Anbauböcke asymmetrisch gestaltet und im Lochbild drehbar. ..."). Hier das Beispiel: http://uni-mog.eu/Verlinkungen/Aufbaurichtlinien_2003.pdf
In den Aufbaurichtlinien sind auch Berechnungen für die Schwerpunktlage aufgeführt - rechnet doch einfach mal nach, wie eure Hinterachslast mit dem angedachten Kran sind, ggf erübrigt sich dann die weitere Planung mit dem jeweiligen Teil von selbst . . .
mfG
Axel
(der vom oberen Schwabachtal - paar km südlich von amuell)