Heckanbaukran, Forstkran für Unimog 421

Hallo Rudi,

schau doch mal genau hin, wie die Anbauböcke am Rahmen verschweißt sind ;).

Natürlich halten die Anbauböcke einiges aus. Heißen ja auch An-bau-böcke und nicht An-schau-böcke. Die sind zum Arbeiten da!
Einen 1200er habe ich schon mit 1.000 kg. Heckgewicht an den Anbauböcken als Ausgleich für einen Mulcher (Frontmulcher) gesehen. Die halten das offensichtlich aus.
Interessant wäre doch mal zu klären, was offiziell als Gewicht für die einzelnen Typen im Bereich Anbauböcke zugelassen ist. Kann hier evtl. jemand weiterhelfen?

Viele Grüße
Axel
 
Hallo Freunde,
bitte auf dem Teppich bleiben, schnackt den jungen Leuten keine Experimente an!

"Einen 1200er habe ich schon mit 1.000 kg. Heckgewicht an den Anbauböcken "

Man vergleiche einmal den Rahmenquerschnitt von 421 und größeren Mogs - könnte mir vorstellen, daß der Rahmen insgesamt überlastet wird, so ein Kran wiegt 600Kg aufwärts, mit Hebelweg!

MFG Wolfgang
 
Hallo Axel,

da brauch´ ich nicht hinschauen, weil ich meine Anbauböcke erst habe professionell hinschweißen lassen (hatte vorher eine alte Seilwinde dran mit den Anbaubolzen ...).

Hallo Wolfgang,

nur mal als Hinweis und damit Du ein Gefühl für Kräfte kriegst: ich habe einen offiziell zugelassenen Frontlader (Schmidt Fl2), der an den vorderen "Rahmenstummeln" über die dort angeschraubten "Bananen" montiert wird. Der FL hat ein Eigengewicht von mehr als 350kg ! Wenn man dann mit der Schaufel in einen Erdhaufen fährt, treten wohl Kräfte auf, die ein mehrfaches des Gewichts eines Heckladers haben .... den Hebelarm des ca. 2m ausragenden Gewichts nicht zu vergessen ...


ABER LEUTE: ich bin immer noch auf der Suche nach einer Lösung und evtl. gleich deren Kauf - wir verzetteln uns hier etwas ! :roll:
Wenn Ihr die Sache mit der Belastung weiterdiskutieren wollt, öffnet doch einen eigenen Thread ! :spitze

Danke und Gruß ... und Hoffnung auf einen zielführenden Beitrag! ;-) :party

Rudi
 
Hallo Rudi,

ich kenne die Anbauböcke eigentlich nur angeschraubt und nicht angeschweißt. Deshalb der "Wink".
Es gilt zu klären, ob die Anbauböcke beim 421 vom Werk aus verschweißt sind, oder ob die angeschraubt werden müssen. Falls die ebenfalls verschraubt werden müssen, kannste sicherlich ein großes Fragezeichen machen, ob du überhaupt was hingängen kannst. Ich wollte mal einen Kran auf meinen 8,6to. Müller Mitteltal aufbauen lassen. Das ist aber gescheitert, weil der Kran am Zugrohr hätte angeschweißt werden müssen. Durch das Verschweißen wird das Material vom Zugrohr verändert. Da war keiner mehr bereit das zu machen. Bei Müller wollte ich eine Bescheinigung, dass auf dem Zurohr ein Kran montiert werden darf .... kannste ebenfalls vergessen, da kriegst du gar nichts.
Bei den Mogs ist im Laufe der Jahre viel herumgebastelt worden. Die Böcke vom 406er sind, zumindest bei meinem, mit 4 Schrauben angeschraubt!

Ich würde mal bei Werner, Trier, anrufen und nachfragen. Die kennen sich mit sowas aus und können dir sicherlich Tipps geben. Die arbeiten mit Palfinger zusammen.
Im Netz stehen einige Hoflader auf Lafette, die man für wenig Geld kaufen kann. Oder einen Dreipunktkran, da bist du auch auf der sicheren Seite.
Hängt alles von deiner persönlichen Kriegskasse ab.

Viele Grüße
Axel
 
Hey Axel,

schau´ Dir das mal an, damit Du siehst, was ein Unimog aushält:

https://www.youtube.com/watch?v=C9TrVrXkaKQ

Rudi
 
Hallo,

da redet/schreibt ihr wohl bisschen aneinander vorbei.
Beim 406 wie auch bei 424 etc werden die Anbauböcke jeweils mit vier Schrauben M10x1 angeschraubt an die Winkel, die auch die hintere Quertraverse inkl. AHK am Rahmen halten (die Anbauböcke dürften sogar durchgehend das selbe Teil sein), wie von meinem Namenskollegen geschrieben wird.
Beim 421hingegen ist die Konstruktion ganz anders, da sind die (m.E. deutlich kleineren und nur mit zwei Bohrungen versehenen) Anbauböcke durch das Anschweißen quasi Teil des Rahmens, wie von Rudi geschrieben.
Beim 406 gibt's spezielle Anbauböcke, an denen z.B. der AT16 montiert wird (sind dann die hinteren Lagerpunkte, vorne gibts ne eigene Quertraverse).

Trotzdem - Rudi, wenn Du schon auf deine Lehre hinweist, solltest Du auch drauf achten, das beim Fahren mehr als die Masse des Anbaugerätes auf die Montagepunkte kommt. Die dynamischen Lasten könne ein vielfaches der Eigenmasse betragen. Bei dem recht kleinen Abstand der beiden Bohrungen der 421-Anbauböcke iVm. der Masse eines kompletten Ladekrans etc. stell ich mir auch die Momentenbelastung und Lochleibungskräfte doch recht beachtlich vor.

Das Beispiel mit dem Video - naja. Das der 406 mit Frontlader ohne Heckballast schon allein dadurch auf der Vorderachse tanzt wenn ein normaler Erwachsener ein wenig in der Schaufel wippt, dürfte jeder FL-Nutzer am 406 kennen.
Spielchen im Bereich der Materialfestigkeitsgrenzen (ich rede da nicht allein vom sofortigen Bruch, sondern auch mittelfristigem Materialversagen durch Überlastung - denk an die Wöhlerlinie) haben m.E. an einem Fahrzeug mit mehreren Tonnen Gewicht im öffentlichen Straßenverkehr nix verloren. Bei der medialen zur Schaustellung von Höchstleistungen des (eigenen) Fahrzeugs, frag ich immer wieder, ob da dann auch in der nächsten Woche die Verkaufsanzeige unter den Kleinanzeigen zu finden ist . . .

Warum fragt ihr nicht mal bei Daimler oder auch der nächsten Unimog-Vertretung nach den Anbaurichtlinien für den 421 nach?
Beim 406 kann man sich da noch bei den größeren Baureihen behelfen, die Anbauböcke müssten eigentlich zumindest auch bei den 424 Verwendung gefunden haben (ggf, so gar noch heute "... Beim UHN sind die Anbauböcke asymmetrisch gestaltet und im Lochbild drehbar. ..."). Hier das Beispiel: http://uni-mog.eu/Verlinkungen/Aufbaurichtlinien_2003.pdf
In den Aufbaurichtlinien sind auch Berechnungen für die Schwerpunktlage aufgeführt - rechnet doch einfach mal nach, wie eure Hinterachslast mit dem angedachten Kran sind, ggf erübrigt sich dann die weitere Planung mit dem jeweiligen Teil von selbst . . .

mfG
Axel

(der vom oberen Schwabachtal - paar km südlich von amuell)
 
Hallo,

sollte ich mich um eine Gewindegröße vertan haben , lass ich mich gern korrigieren (is nun auch schon ein paar Jahre her das ich meine Anbauböcke montiert hab).
Nachtrag - hab's grad selbst gefunden, sind M12x1,5.
http://www.unimog-community.de/phpBB3/post218442.html?hilit=anbauböcke%20gewinde#p218442

mfG
Axel
 
Hallo Leute,

schaut Euch mal das an:

https://www.youtube.com/watch?v=IhAELN3nUmE

Denke das sagt eigentlich alles !

Rudi
 
Hallo Rudi, schöne Bilder und schöner Film ! Ich möchte gerne sehen wie der kleine einen gefällten Buchenstamm von ca 30 cm Durchmesser aus dem Bestand zieht ! Zum verladen ist der Kran o.k.,aber zum rücken von Stämmen?
 
Hallo Rudi, hallo Kran-Mogler,

wenn ich mir das obige Video anschaue, muß ich sagen, dass das ja alles ganz nett aussieht. Aber der 411 Kranfahrer schein noch zu üben - richtig flott geht das nicht ab!
Mit meinem Frontlader lade ich die kleinen Pümpel mindestens doppelt so schnell. Deshalb rate ich allen Kransuchern einmal über einen Frontlader (FL 2 oder FL3) nachzudenken. Erstmal ist der erheblich preiswerter zu bekommen und zweitens hat man das ganze Heck für Anbauten frei und drittens kann man auf dem Fahrersitz bleiben und braucht nicht auf den Kransitz zu kriechen. Hier einige Beispielbilder mit FL 3A im Einsatz.
Moglergruß
Joachim
 

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Hallo Joachim,

da hast aber ein Heckgewicht dran oder ?
Ich habe auch einen FL2 und bin sehr zufrieden damit. Aber grade beim 421er ist die Nutz-Last doch sehr eingeschränkt.
Zum Aufladen von abgelängtem Holz ist ein Kran eigentlich praktischer.

Ansonsten gebe ich Euch allen u.a. Recht: der Kollege im Video muss noch etwas üben !


Rudi
 
P.S.: @Joachim: Bild 3 zeigt die vordere Hydraulik zur Schaufelbetätigung - weißt Du zufällig, ob man die Nachrüsten kann - ich habe aktuell nur die pneumatische Ausklinkung ...

Rudi
 
Hallo Rudi,

ich habe für meinen U421 beide Ausführungen des Schmidt FL 3A - also mit pneumatischer Ausklinkung und mit hydraulischer Gerätebetätigung. Grundsätzlich gibt die Betriebsvorschrift bei Frontladerbetrieb vor entweder 600kg auf der Ladefläche oder 400kg in der Heckhydraulik. In der Praxis habe ich nur bei Lasten größer 3-4ookg mein Heckgewicht dran (ca 400kg Eisenbahnschienen).Dann kommt selbst bei voller Last auf dem FL (max. 800 kg) das Heck nicht hoch. Bei meiner Konstruktion des Heckgewichtes kann ich problemlos einen Anhänger an die Rockinger ankuppeln.
An meinem FL 3A ist die serienmäßige Gerätebetätigung von Schmidt verbaut. Es gibt sicherlich Nachrüst-Lösungen z.B. von Fliegl. Aber auch mit der Pneumatik-Klinke kann man mit ein bischen Übung ganz vernüftig laden. Einige Anwendungsbeispiele als Bilder:

Moglergruß
Joachim
 

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Hey Joachim,

Danke für den Hinweis mit Fa. Fiegl !!

Habe grad mal gleich im IE gesucht und die haben tatsächlich so was im Angebot !
Lass´ mir grad ein Preisangebot erstellen und habe um Anschlussmaße gebeten.

Das wäre natürlich eine Alternative zu meinem Vorhaben mit dem Hecklader.

Ich habe ja den FL2 und hinten die Heckseilwinde 4000H mit einem Gewicht von ca. 350kg.
Das gibt einen gewissen Ausgleich und man kann schon leichte bis mittelschwere Arbeiten erledigen (jetzt bin ich deswegen auch noch auf der Suche nach bezahlbaren vorderen verstärkten Federn - der Mogl geht bei Beladung schon mal bis auf Anschlag ...). :technik

An Alle "Belastungs-Freaks" hier im Forum: ja, ich weiß, die vordere Achse ist eigentlich dafür dauerhaft nicht ausgelegt ! Aber wenn man die immer gut schmiert und es nicht gewaltmäßig übertreibt, ist das schon ok

Rudi
 
Hey Joachim,

Danke für den Hinweis mit Fa. Fiegl !!

Habe grad mal gleich im IE gesucht und die haben tatsächlich so was im Angebot !
Lass´ mir grad ein Preisangebot erstellen und habe um Anschlussmaße gebeten.

Das wäre natürlich eine Alternative zu meinem Vorhaben mit dem Hecklader.

Ich habe ja den FL2 und hinten die Heckseilwinde 4000H mit einem Gewicht von ca. 350kg.
Das gibt einen gewissen Ausgleich und man kann schon leichte bis mittelschwere Arbeiten erledigen (jetzt bin ich deswegen auch noch auf der Suche nach bezahlbaren vorderen verstärkten Federn - der Mogl geht bei Beladung schon mal bis auf Anschlag ...). :technik

An Alle "Belastungs-Freaks" hier im Forum: ja, ich weiß, die vordere Achse ist eigentlich dafür dauerhaft nicht ausgelegt ! Aber wenn man die immer gut schmiert und es nicht gewaltmäßig übertreibt, ist das schon ok

Rudi