Heckkraftheber 421 - hydraulischer Mengenteiler

Hallo Christoph (und natürlich alle andere Interessierte)

zur leichteren Vorstellung versuche ich ein paar Bilder von meinem "Versuchsaufbau" einzufügen:
http://www.unimog-community.de/phpBB3/download/file.php?mode=view&id=77466
http://www.unimog-community.de/phpBB3/download/file.php?mode=view&id=77467
http://www.unimog-community.de/phpBB3/download/file.php?mode=view&id=77468

Zur Funktion meiner Schwimmstellung: In eine Hydraulikleitung hab ich mit einem Kugelhahn einen einfachwirkenden Kipperzylinder für die Mog-Pritsche eingefügt. Dieser hebt spielend 2 Tonnen und auch die leere Pritsche sinkt auf "Schwimmstellung wieder ab, daher dachte ich der originale Teil am Mog ist in Ordnung.
Bei dem gezeigten Aufbau hat die leere Kippmulde nicht gereicht um den HKH abzusenken.
Bei "heben oder senken" bewegt sich immer erst der linke Zylinder bis zum Anschlag, dann erst beginnt sich der Rechte sich zu bewegen, damit könnte man die Kippmulde seitlich entleeren, will ich aber nicht :evil:

Gruß Hannes
 

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Hallo Hannes,

vielleicht ist die Schwimmstellung nicht sauber eingestellt? Sie funktioniert für die beiden Anschlüsse nämlich nur symmetrisch, wenn der Schieber in Längsrichtung genau mittig steht. Tausch mal die Anschlüsse zwischen Pritsche und Heber und sieh, ob der Heber dann absinkt.

Wenn ein Zylinder stets nachrangig arbeitet, ist die Hydraulikinstallation nicht symmetrisch ausgeführt (ungleiche Leitungswiderstände) und/oder die mechanische Reibung ist auf dieser Seite höher.
 
Hallo Christoph,

Ich steh jetzt ein bißchen auf der (Hydraulik-)Leitung, :wink: , welcher Schieber muß genau mittig stehen?
Bezüglich dem Tauschen der Anschlüsse könnte ich experimentieren, ist aber alles fix verschraubt und wird normalerweise über einen Kugelhahn umgeschaltet.

Die Komponenten des HKH sind eigentlich alle neu und sollten Symetrisch sein, könnte es an einer ungleichen Entüftung liegen?
Wenn ja wie hätte ich das korrekt gemacht, bzw wie kann ich das korrigieren?

Soweit ich das ganze verstanden hab ist das aber nicht praxisrelevant, da ich ja im Einsatz nie zB. eine symetrische Beladung der Kippmulde garantieren kann.
Morgen muß der Mog zum "Pickerl" (="Ösi-TÜV"), wenn danach noch Zeit bleibt werd ich mich bei einer Hydraulikfirma um einen Volumenstromteiler umsehen, der "in beide Richtungen funktioniert". Damit müssten dann alle Probleme gelöst sein, oder fehlt mir dann noch was, was ist nochmal der "DRV" in deiner Skizze?

Ich hoffe das sind nicht zuviele Fragen auf einmal :oops:

Gruß Hannes :mog1
 
Hallo Hannes,

rein verbal wird es etwas schwierig. >>> Meine Antworen <<<

Ich steh jetzt ein bißchen auf der (Hydraulik-)Leitung, :wink: , welcher Schieber muß genau mittig stehen? >>> der des WESTINGHOUSE Steuerblockes betreffende Sektion <<<
Bezüglich dem Tauschen der Anschlüsse könnte ich experimentieren, ist aber alles fix verschraubt und wird normalerweise über einen Kugelhahn umgeschaltet. >>> Vorher würde ich auch erst mal die mechanische Reibung klären. Welche Kräfte sind links und rechts zu überwinden? <<<

Die Komponenten des HKH sind eigentlich alle neu und sollten Symetrisch sein, könnte es an einer ungleichen Entüftung liegen? >>> Sind alle Leitungen links und rechts gleich lang, sind die Verschraubungen symmetrisch angeordnet? ... >>>
Wenn ja wie hätte ich das korrekt gemacht, bzw wie kann ich das korrigieren?

Soweit ich das ganze verstanden hab ist das aber nicht praxisrelevant, da ich ja im Einsatz nie zB. eine symetrische Beladung der Kippmulde garantieren kann. >>> Ungleiche Lastverteilung ist nur mit Stromteilern in den Griff zu bekommen. <<<
Morgen muß der Mog zum "Pickerl" (="Ösi-TÜV"), wenn danach noch Zeit bleibt werd ich mich bei einer Hydraulikfirma um einen Volumenstromteiler umsehen, der "in beide Richtungen funktioniert". Damit müssten dann alle Probleme gelöst sein, oder fehlt mir dann noch was, was ist nochmal der "DRV" in deiner Skizze? >>> Das Drosselrückschlagventil DRV hast Du noch nicht. Das kriegen wir ggf. erst später. Nämlich erst, wenn entsperrbare Rückschlagventile ins Spiel kommen. <<<
 
Hallo!

Nach bestandenem "Pickerl" hab ich diesen Mengenteiler besorgt:


Und so hab ich die Schaltung vorgenommen:

Zugegeben ist das eine rustikale Variante, aber es scheint zu funktionieren!
Herzlichen Dank an Christoph für die fundierte und geduldige Erklärungen. :spitze :respekt :spitze
Gibts noch Anmerkungen zu dieser Version?

Die Einstellung der Schwimmstellung werd ich mir noch vornehmen müssen...

Gruß Hannes
 

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Hallo Hannes,

passt! Die Synchronisation müsste bei geöffneten Kugelhähnen beim Fahren in die Endlagen auch funktionieren. Oder Du machst es manuell mit jeweils einem geschlossenen Kugelhahn.

Aber Achtung mit den Kugelhähnen: Wenn sie auf der Stangenseite der Zylinder eingebaut sind, darfst Du nicht gegen die geschlossenen Kugelhähne ausfahren - wegen der Druckübersetzung in Differentialzylindern! Besonders gefährlich wird dies, wenn zudem ziehende Last vorliegt. Dabei können die Stangendichtungen beschädigt werden oder sogar die Zylinder platzen.
 
Danke für den Hinweis, Hab ich schon mal an meinem FKH ausprobiert, der beim Kauf schon einen einseitigen Kugelhahn hatte (Dichtungen rausgeflogen).
War eindrucksvoll genug, daß mir der Fehler nichtmehr passiert.

Gruß Hannes