Heckkraftheber bei 406 zu tief

u403/406

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20. März 2004
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Meine Ackerschiene senkt sich (über Monate) kontinuierlich ab, d.h. sie ist jetzt in der untersten Stellung fast auf dem Boden. Zum Fahren muss ich Sie ganz anheben, sonst schleift sie. Ich habe beobachtet, dass sich die Hubarme logischerweise auch nach unten gedreht haben. Wie kann man die Hubarme wieder hochstellen? oder liegt das Problem bei der Hubwelle? Wer kann mir einen Tipp geben?
 
Hallo Namenloser,

werde aus deiner Beschreibung nicht ganz schlau. Wenn du einen normalen hydraulischen Kraftheber hast, dann kann das Absinken nur im hydraulischen Teil stattfinden. Alle anderen Teile sind ja mechanisch verbunden. Da kann sich nichts von selbst senken.
Die Ursache kann entweder im Hydraulikzylinder selbst liegen, weil eine Dichtung defekt ist, oder das Steuergerät ist nicht mehr ganz dicht. Vielleicht ist auch eine Leitung undicht.

Wenn sich der Kraftheber nur über Monate absenkt, dann würde ich es dabei lassen (und stolz sein, dass es so langsam geht).

Die sonstige Funktionsweise eines Krafthebers ist dir bekannt? Also Hebel ziehen Kraftheber geht nach oben - Hebel drücken Kraftheber geht nach unten. Spindel verstellen für spezielle Einsatzzwecke.

Eventuell hilft auch ein Bild weiter.

Christian
 
Hallo,

Das klingt nach losen Hubarmen.Wenn die Hubarme nicht korrekt auf der Hubwelle positioniert sind ist der Anlenkpunkt Deiner Zylinder womöglich auch verkehrt.Die Hubspindeln und die Unterlenker senken sich dem entsprechend auch auf die tiefstmögliche Position ab.Du solltest die Geometrie Deines HKH überprüfen.Dannach wirf auch ein Auge auf alle Verschraubungen und Lager an der Hubwelle / Lagerböcken.
Vielleicht hat Jemand gute Bilder von dem Bereich.Dazu wäre das Baujahr nicht unerheblich.

Gruß Bernd
 
Lose Hubarme klingt gut, ich hab mich wohl etwas schlecht ausgedrückt. Die Hubarme haben sich über Monate gesenkt, z.b. weil beim Abladen mal eine schwere Wurzel draufgedonnert ist oder die Ackerschiene sonst irgend welche "Schläge" bekommen hat. Früher standen die Hubarme mehr nach oben, jetzt hängen sie eher nach unten, das ist das Problem. Kann man die in der Hubwelle verstellen? wie ist die richtige Geometrie? Welche Schrauben muss man lösen, einstellen, festziehen, danke schon mal für die Antworten, übrigens heißt der Namenlose "Matthias"
 
Auch wenn die Hubarme lose wären, können sie ihre Position nicht auf der Hubwelle verdrehen, außer ja außer wenn die Verzahnung futsch ist.
 
Hallo, Matthias,

die Hubarme sitzen auf der Hubwelle mit einer Feinverzahnung. Sollten sich die Hubarme tatsächlich in montiertem Zustand gesenkt haben, deutet alles auf eine Zerstörung dieser Verzahnung hin.

Ist sie intakt, braucht man nur je eine Schraube zu lösen, die dicke Scheibe abnehmen, den Humarm abnehmen und "einen Zahn höher" wieder einzusetzen. Scheibe und Schraube drauf, fertig.

Bild, wie das aussieht, siehe hier: http://www.unimogparts.com/images/nachbauteile_mb/heckkraftheber_440.jpg

Ist die Verzahnung defekt, ist aber noch nicht alles verloren:
Meist sind die Hubarme kaputt und die Welle bleibt intakt. Du kannst nun die Hubarme ersetzen (Adressen auf Wunsch) Kosten nicht gerade wenig, aber sie sind zumindest beschaffbar.

Willst Du beides weiterverwenden, musst Du die Hubarme in der richtigen Position fixieren und anschließend verstiften. Für Hobbybetrieb reicht das allemal...

Grüße
Holger
 
das ist ja mal ne geniale Antwort, die mir echt weiterhilf, vielen, vielen Dank, dass sollte hinzugriegen sein, wie kann ich die viele Mühe wieder gut machen? ich denke mal, ich werd es verstiften, das reicht für ein bisschen holzspalter hoch und runter heben allemal, danke noch mal und ich hoffe, ich bekomme die Arme gelöst!
 
ich muss das thema noch mal aufgreifen, was mir nicht einleutet, dass beide hubarme gleichzeitig, im gleichen winkel den geist aufgeben und sich nach unten gesenkt haben, deshalb denke ich dass die hubarme schon fest auf der hubwelle sitzen, sich aber die hubwelle verdreht hat oder dier hubzylinder die lage verändert, geht das beides??
 
Hallo,

Der Heckkraftheber (siehe das Bild aus meinem obigen Beitrag) beginnt im Rahmen an einem Querrohr, an dem die Zylinderhalter mit Bügelschrauben (U-Form) - siehe Bild oben links - angeschraubt sind. Dann geht es weiter auf die Arme an der Hubwelle, wo die Kolbenstangen befestigt sind. Damit bist Du schon auf der Hubwelle. Die Arme, wo die Kolbenstangen dran sind, sind fest an der Hubwelle angegossen, da verdreht sich nix.
Die Kolbenstange sitzt im Kolben mit Feingewinde und Hohlspannstift verstiftet, auch das ist unwahrscheinlich.

Du brauchst ja nur die Pritsche hochzustellen (evtl. sogar nur kippen, wenn Du einen Kippzylinder drin hast), dann siehst Du die gesamte Mimik. Das ist alles leicht durchschaubar. Dass die Bügelschrauben sich längen, ist mir nicht vorstellbar, aber wer weiß?

Wenn da alles stimmt, dann löse doch mal die beiden Schrauben und nimm die Hubarme mal ab (ist ne Kleinigkeit - 2 Minuten). Wenn da Stahlguss-Mehl zum Vorschein kommt, ist die Antwort offensichtlich.

Wenn schlagartig eine hohe Last auf den HKH kommt, bricht leicht etwas - schon aufgrund der Massenträgheit. Aber der Bruch liegt dann in der Kette der bewegten Teile immer in der Nähe des Ortes, wo der Schlag erfolgte, also in der Nähe der Dreipunkt.

Viel Erfolg! :?

Holger
 
Ist sie intakt, braucht man nur je eine Schraube zu lösen, die dicke Scheibe abnehmen, den Humarm abnehmen und "einen Zahn höher" wieder einzusetzen. Scheibe und Schraube drauf, fertig.

Holger,
wenn das so einfach gehen würde, wäre Rost noch nicht erfunden....
Ich habe den Job noch vor mir... und schiebe den schon fast 2 Jahre vor mir her. Da ich meinen Pflug höher ausheben möchte, müssten die Arme versetzt werden. Bei mir waren wohl mal Rüttler dran und deshalb eine relativ tiefe Stellung. Ohne Flamme ging da trotz Abzieher und "Einweichen" mit allen bekannten Rostlösern bisher nichts. Wenn Du noch einen Trick hast, verrate ihn mir.
Gruss
e.a.
 
Hallo Edgar!

Habe vor einigen Wochen geschafft mit viel Geduld die Arme von der Welle zu bekommen. Ging nur mit Brenner und mehrmaligem warmmachen. Anschließend habe ich das ganze mit Eisspray behandelt. Nach ca. 1Woche, 1-mal täglicher Anwendung hat es der Abzieher dann geschafft.

Jetzt weiß ich noch nicht wie ich die Rahmenhalterung in der sich die Welle dreht herunterbekomme, da sich hier eine 'Kugelhülse' auf der Welle festgeschrumpft hat. Wollte eigendlich nur die Simmeringe und die Staubdeckel an dieser Stelle erneuern.


Ingo
 
Hallo, Ihr beiden (Edgar und Ingo),

danke für Euren Hinweis, das tut mir jetzt auch wirklich leid, aber ich habe es bei meinem HKH voriges Jahr gemacht und ich konnte die Hubarme mit wenigen leichten Hammerschlägen abziehen.

Wenn Matthias' HKH wirklich an den Hubarmen durchgerutscht sein sollte, dürften zumindest seine Hubarme dann auch relativ leicht runtergehen...

Habe noch zwei MB-trac 440. Muss mal bei Gelegenheit schauen, ob die festsitzen und in diesem Fall schon mal vorbeugend mit WD-40 behandeln...

Grüße

Holger

PS: Also, Matthias, die 2 Minuten nehme ich zurück und mache sicherheitshalber (Edgars) 2 Jahre draus... :wink:
 
also gestern hab ich mich dran gemacht und muss zur ehrenrettung von holger sagen, dass es eigentlich ein kinderspiel war (hab mich schon von zu vielen verschraubungen deprimieren lassen!) aber das war alles gut gefettet und ging wirklich leicht runter. also hubarme sind nach oben gedreht. jetzt muss ich aber sagen, dass ich mich wohl vorher mit dem ganzen heckkraftheber nicht genug beschäftigt habe, das problem ist nämlich ein anderes. der hubweg ist viel zu gering, der heckkraftheber bewegt sich an der ackerschine max. 13 cm, laut werkstattbücher müssten das so um die 60 cm sein, deshalb krieg ich auch nichts hoch ( aber nur beim unimog!) - jetzt muss ich mal suchen, warum der heckkraftheber-zylinder so wenig hub macht, die hubstange ist höchstens auf 7-8 cm blank, der rest leicht vermutzt - nicht verrostet oder verkrazt, nur einfach nicht bewegt. muss dazu sagen, dass ich auch einen kippzylinder mit in dem hydraulikkreislauf habe. also wenn mir da noch jemand einen tipp geben kann, vielleicht ist es ja nur ein hahn oder ventil was nicht richtig eingestellt ist!
 
Hallo, Matthias,

nix für ungut - aber mach mal bitte 'n Kuck in den Vorratsbehälter...

...was aber auch sein kann, ist, dass der HKH irgendwo in der Kette zwischen Unterlenker über Hubstreben und Hubwelle zum Zylinder mechanisch gegen einen Widerstand stößt, der eine weitere Bewegung verhindert...

Der Hubweg am Unterlenker-Koppelpunkt beträgt (ohne Einfederung - was er gern tut) ca. 60cm,das ist korrekt. Mit Einfedern wird es entsprechend weniger, aber genug, um einen Pflug anzuheben.

Also noch mal Pritsche hoch un beim Heben beobachten (und horchen), ob da was gegen eine ungewollte "Hubwegsbegrenzung" fährt...

Vielleicht hat auch der Vorbesitzer mal so was mit Absicht irgendwo eingebaut...

Viel Erfolg!

Holger
 
also holger, wie kann ich dir irgendwas übel nehmen, so wie du dich um mein problem kümmerst - da werd ich ja schon ganz rot vor scham! ich schau nach dem öl, das müsste aber passen, denn der kipper tut´s. die hydraulische winde tut´s und ich glaub es ist noch nicht lange her, dass ich geschaut habe, aber ich such jetzt erst mal ein ventil, dass der kipper außer betrieb ist und nur die heckhydraulik arbeitet, nicht das erst der kippzylinder sein öl will und dann der heckkraftheber anfängt, ist das logisch?
 
Hallo Matthias,

wie schon oben gesagt, zuerst einmal den Ölstand im Vorratsbehälter prüfen.

Dann den HKH einmal betätigen und sehen wann und wo er klemmt.
Ich vermute das nicht genügend Öl vorhanden ist.

Es gibt ein Ventil welches ein absinken unter Last bei Starßenfahrt verhindern soll, das könntest Du auch einmal prüfen.

Ebenso wurde verschiedentlich ein Ventil zur Umschaltung Kipper/HKH eingebaut, auch das solltest Du einmal prüfen.


Beim abwärts bewegen, erzeugen die beiden Zylinder eine Druckkraft von ca 18ton, da muß schon
was gewaltiges im Weg sein um dem Widerstand zu leisten.

Beim heben ist die Kraft geringer aber immer noch ca. 13ton,
wohlgemerkt an den Zylindern, über die Umlenkung und Hebelarme bleiben letztlich ca. 3ton an den Unterlenkern beim heben.


@Ingo,
war bei mir auch. Ich habe die ganze Welle ausgebaut, dann ein Rohr über die Welle geschoben
und gegen die Hülse gedrückt, nach einiger Zeit und viel Rostlöser bewegte es sich dann. :lol:


Grüße
Hans-Josef
 
Hallo Matthias,

nur mal so laut ins Unreine gedacht, bin kein Fachmann wie Holger.

Wenn das Hydrauliköl immer erst in den Kippzylinder gehen würde, würde dieser ja immer erst die Ladeflächekippen wenn Du den Heckkraftheber betätigst. Das wäre Dir sicher aufgefallen und merkwürdig erschienen.
Hast Du aber nicht beschrieben, daher wird es auch nicht so sein.

Wenn kein mechanischer Anschlag feststellbar ist aber genügend Ölvorrat vorhanden ist , könnte es einen hydraulischen Anschlag geben, nämlich dass das Hydrauliköl nicht oder nicht richtig aus der drucklosen Seite abfließen kann. Steuerventil? Anschlüsse richtig? Es scheint in Deinem Besitz ja noch nie richtg funktioniert zu haben.
 
kinzigsegler schrieb:
...nur mal so laut ins Unreine gedacht, ... könnte es einen hydraulischen Anschlag geben, nämlich dass das Hydrauliköl nicht oder nicht richtig aus der drucklosen Seite abfließen kann. Steuerventil? Anschlüsse richtig?

Hallo, Jürgen,

von wegen "bin kein Fachmann"!!!

Dein Gedanke ist ehrlich gesagt sogar das Naheliegenste und somit sehr wahrscheinlich die Ursache und der, den Du als Fachmann bezeichnest - nämlich mich - ist nicht drauf gekommen!!!

Der "hydraulische Anschlag" kann bei einer verkehrt angeschlossenen zylinderbodenseitigen Leitung (die in Fahrtrichtung vorn) nämlich genau das Phänomen bewirken, das Matthias eingangs beschreibt...

Matthias, kann es sein, dass diese Leitung in einer Steckdose des zweiten Steuergerätes steckt?

Deine Beschreibung: "Die Hubarme haben sich über Monate gesenkt" deutet nämlich auf geringen aber normalen Leckölübertritt von der Kolben- zur Ringkammer hin...

AscheaufsHauptstreuenderweise

Holger


...womit mein Sohn mit seiner vor vielen Jahren als Dreijähriger geäußerten Behauptung im Nachhinein wohl doch recht hat:
Er war wie gesagt schon 3 Jahre alt, konnte aber immer noch nicht richtig sprechen. Als ich draußen meinen Fendt Favorit 3 Allrad neu lackierte, und dafür die Räder abnahm, stand er daumenlutschend am Fenster und schaute zu. Sein Kommentar war: "Da! Papa! Rrrrrad ab!"

Jeglicher Kommentar überflüssig...
 
also da muss ich am samstag mal schauen, vorher komm ich nicht dazu, ich halte euch auf dem laufenden, dieser ölübertritt in den hydraulikkammern klingt aber auch sehr gut, das würde so eine art "nullpunktverschiebung" erklären, nämlich so ähnlich kam mir das vor! und das steuergerät find ich auch noch und was zu- und ableitung ist und vielleicht bin ich ja nachher auch noch stolz auf mich, wenn wieder alles geht, ich freu mich drauf!