Heckkraftheberanbau für 406

wermus

New member
08. Okt. 2004
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Hallo zusammen.
Ich habe mir einen alten original Heckkraftheber für 403/406 mit allen dazu gehörigen Einzelteilen gekauft.
Das Teil ist sehr massiv und solide gefertigt, was mich angenehm überrascht hat. Ich bin gerade dabei es neu zu lackieren, um es dann anzubauen. Zwar hat der Verkäufer mir alles versucht zu erklären und es mir teilweise auch an seinem 406 gezeigt, aber wie das so ist, ich jedenfalls konnte mir das alles nicht merken.
Unter "suchen" habe ich hier auch nichts Passendes gefunden.
Wer kann mir weiterhelfen?
Entweder mit einer Anbauanleitung oder wie auch immer.
Ich möchte nicht ewig unter dem Fahrzeug liegen und rumrätseln, wie das Teil nun gerade richtig eingebaut sein muss. Zudem die Teile nicht einfach so mal mit links zu händeln sind.

Mein 403 soll hinten einen Holzhäcksler kriegen, um von unseren Obstwiesen das Schnittholz gleich vor Ort zu beseitigen. Oder auch hin und wieder ein anderes Dreipunktgerät tragen.

Für aussagekräftige Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Werner Muster
 
Hallo Werner

Wenn Du den HKH richtig anbauen willst mußt Du zuerst am Rahmen rechts und links 2 Führungsplatten aufschweißen. (Siehe Bild).
Danach dann die Hubwelle mittels den Schrauben der Hecktraversen Verbindungswinkel anschrauben.
Um den passenden Anpressdruck zu erzeugen werden mit den Schrauben, Hülsen gegen die beiden Hubwellenaufnahmen gezogen.
Danach die Hubzylinder und die Hydraulikleitungen anbauen.
Achso, ich würde als erstes die Oberlenkeraufnahme unter die Anhängerkupplung schrauben. Wenn die Hubwelle mal montiert ist hast du da weniger Platz.

Gruss Holger
 

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Hallo Holger.
Erst mal danke für die Antwort. Das mit den zwei Flacheisen ist gegen Verdrehung der Hubwelle bei starker Beanspruchung (schwere Anhängeräte) ist das korrekt ? Das erklärte mir auch der Verkäufer.

Also, ich werde mal anfangen und komme ich dann ins Stocken, lasse ich einen Hilfeschrei los.

Danke und Gruß

Werner Muster
 
Hallo Werner

Ist korrekt.! Wenn Du noch Infos oder Bilder brauchst melde dich einfach.

Gruss Holger
 
hollyz schrieb:
Hallo Werner

Ist korrekt.! Wenn Du noch Infos oder Bilder brauchst melde dich einfach.

Gruss Holger
Hallo Holger,
Dein Angebot nehme ich noch mal in Anspruch:

Das Bild das Du mir schicktest zeigt eigentlich eindeutig, dass die Hubwelle mit ihren Flanchen an die hinteren 3 Schrauben (dachförmig angeordnet mit dem Flachstahl dazwischen) angebaut wird. Ich war etwas unsicher, da eben die drei Schrauben daneben auch die Möglichkeit bieten daran die Hubwelle zu befestigen. Und einfach mal dran halten und ausprobieren ist schon etwas kraftaufwendig und nicht die geschickteste Art etwas ordnungsgemäß zu verbauen.
Also das war Nr. 1 meiner Fragen
die Zweite Frage ist. Liegen die Zylinder tatsächlich waagerecht unter der Pritsche? Ich frage deshalb, weil sich dann automatisch der Einbaustatus der Hubwelle erklärt. Die kurzen Hubarme zu den Zylindern ragen also nach oben??? Ist das richtig?

Danke für eine Antwort.

Gruß
Werner Muster
 
Hallo Werner,

die Zylinder liegen waagerecht, also parallel zum Rahmen und werden an der hinteren runden Quertraverse angeschlagen. Anschlüsse für die Leitungen zeigen nach oben. Vielleicht hilft das Bild :)
[album]3913[/album]

Grüße
Peter
 
Ja danke Peter.
Das Bild ist sehr hilfreich. Dass keine Anbauanleitung von irgendjemandem hier im Forum vorliegt ist eigentlich schade. Mal sehen, wenn mein HK angebaut und funktionstüchtig ist, werde ich mich in den Winteragen mal aufraffen sowas zusammenzustellen, vielleicht gelingt es mir und einigen kann dabei geholfen werden.

Gruß
Werner Muster
 
Hallo Werner

Hab Dir noch ein Bild eingestellt. Das hatte ich noch im Ordner. Denke das zeigt gut wo die Hubwellenhalterungen an den Rahmen geschraubt werden.
Am besten bei der Montage der Hubwelle eine zweite Person um Hilfe bitten.
Bilder von der Lage der Hubzylinder stelle ich auch noch mal ein.

Gruss Holger
 

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Danke Holger,
genau das sind die entscheidenten Bilder, für einen ordentlichen Einbau. Ich habe auch gestern Abend mal eine Dokumentation für den nachträglichen Einbau verfasst. Die werde ich dann mal reinstellen zum Korrektur- und Ergänzungs- bzw. Verbesserungslesen. Vielleicht freut sich der eine oder der andere über sowas. Dazu habe ich Eure hervorragenden Bilder "geklaut". Das kommt aber erst wenn ich fertig bin mit dem Einbau, um auch eventuelle Schwierigkeiten, die ich hatte, mit reinzuschreiben.

Gruß und Danke

Werner
 
Hallo Werner

eine Anbauanleitung seitens Daimler gibt es nicht. Wichtig ist beim Einbau der Heckkraftheberwelle die Aussparung an den Anlenkhebel der Zylinder. In die legen sich die Zylindergabelköpfe bei Endlage im abgesenkten Zustand.
 
Danke Helmut,
ich denke das ist ein ganz wichtiger Hinweis, den ich aber momentan nicht verstehe, da die Zylinder erst nächste Woche aus der Werkstatt kommen. Die Hubstangen wurden erneuert. Und wenn die da sind, werde ich Deinen Hinweis mit Sicherheit verstehen.

Danke
Werner
 
Hallo Werner

hier siehst du die Zylinder mit den Hebelarmen mit der "glatten" Seite zur Hecktraverse.
Heckkraftheber  406  Zylinderanlenkung.JPG
Die Aussparung kommt zum Zylinder hin.
Schön sichbar das Absperrventil an der hinteren Zylinderkammer
 
Hallo Helmut, hallo Jörg.
Ich komme nur langsam voran mit dem Einbau der Heckhydraulik was aber einfach nur daran liegt, dass wir in in unserer Maschinenhalle keine Heizung haben und beim Hantieren mit dem kalten Metall einem nach kurzer Zeit die Finger abfrieren. Heute haben wir es geschafft die "Glogger" Anhängekupplungsverlängerung (ca. 20 cm) abzubauen, die Kupplung selbst daraus auszubauen und die Kupplung samt der Oberlenkerhalteplatte wieder ordentlich direkt an die hintere Traverse anzubauen.
Alles mit Arbeit verbunden und wenn du noch halbwegs dick gegen die Kälte angezogen bist fällt einem
die Bewegung nicht besonders leicht.
Zwei wichtige Fragen habe ich noch:
1. Warum sind bei den Schrauben an den Halterungen für die Hubwelle noch ca. 3 cm lange Abstandshülsen dabei, bzw. warum sind die Schrauben überhaupt so lang?
2. Ist es wirklich notwendig die Flacheisen, die ein Verdrehen verhindern sollen anzuschweißen?
Wie könnte sich die Halterung mit 3 (drei kürzen passenden Schrauben ohne Abstandshülsen) fest verbunden mit der Traverse verdrehen?

Für das Anschweiße müssen jeweils die Räder demontiert werden und da ich von Haus aus mir Arbeit ersparen will wäre es mir recht, diese Flacheisen einfach weg zu rationalisieren.

Welcher Schaden könnte mit dem Weglassen der Eisen entstehen?

Gruß Werner
 
Hallo Werner

die längeren Schrauben und die Abstandshülsen sind notwendig, um den Dehnweg der Schrauben zu verlängern. Dadurch wird die Schraube vor zu hohen kurzen Spannungsspitzen bei Lastschlägen geschützt. Die Hülsen müssen aber immer eine höhere Festigkeit als die Schrauben besitzen. Also schön einbauen und nicht wegwerfen.
 
Also Helmut, da freut man sich wirklich über so vernünftige sachliche Aufklärung.
Aber auf deutsch heißt das, ich sollte unbedingt die Flacheisen anschweißen, weil ja nach Deiner Schilderung bei Extrembelastungen (Schlägen in die Welle durch Hängenbleiben etc.)sonst ein Verziehen der Schrauben also auch zur Folge ein Verdrehen der Halterungen eintreten kann.
Habe ich das so richtig interpretiert?
Solche Antworten sind sehr hilfreich und schützen auch vor schadhaftem An- oder Umbauten, dafür vielen Dank.
Na dann muss ich also weiter schrauben.

Gruß
Werner
 
Hallo Werner

die Hülsen sind zur Reduzierung der Zugspannungsspitzen. Der Flachstahl hingegen ist zur Veringerung der Abscherkräfte sowohl in der Bohrung als auch in der Schraube vorgesehen. Deshalb sollte das Seitenspiel Flachstahl/Lagerbock möglichst klein gehalten werden.
 
Alles klar und danke, Helmut
ich habe gerade schon nach passendem Flachstahl gesehen.

Gruß
Werner