Heuballen einsammeln

Tobi406

New member
11. Apr. 2008
23
0
1
Hallo zusammen!

Haben heute von 2 Wiesen die gepressten Ballen eingesammelt. Waren ca. 300 Stück.
Besonders schwierig war es, den Hänger in die enge Hofeinfahrt zu schieben.
Hab das dieses Jahr zum ersten Mal gemacht. Musste einige Male hin und her bzw. raus und wieder rein rangieren :roll: !!

Schöne Grüße
Tobias
 

Anhänge

  • Aufladen.jpg
    Aufladen.jpg
    79,2 KB · Aufrufe: 6.150
  • ImHof.jpg
    ImHof.jpg
    69,7 KB · Aufrufe: 6.150
Hallo Tobias,

Danke für diese Bilder, die den Unimog in seiner Urbestimmung, der Landwirtschaft zeigen!

Du hast ja keine Ahnung, wie diese Bilder in mir alte Saiten zum Klingen bringen. Seit wir das letzte Stück Vieh aus dem Stall gegeben haben (1991) habe ich kein Heu mehr gemacht. Die ersten Jahre machte mir das auch nicht so sehr viel aus, heute bleibe ich mit dem Auto stehen, wenn irgendwo in Straßennähe jemand mit dieser duftenden, herrlichen Tätigkeit befasst ist.

Zur Zeit sind unsere Wiesen noch verpachtet. Aber nicht mehr lange!
Mein großer Traum ist, sie in wenigen Jahren, wenn der Pachtvertrag ausläuft, wieder in eigene Wirtschaft zu nehmen. Ob dann Schafe und Ziegen oder Pferde und Esel oder alles zusammen drauf laufen wird, steht noch nicht fest.

Wir haben sooo schöne Wiesengründe. Terassierte Weiden mit Quellen, Hecken, Rainen und am Waldrand....

Ideal wären ein paar Heidschnucken (aber nur nach dem Gnadenbrot-System, esse zwar (leider) gern Fleisch, aber konnte es früher schon nicht ab, dass auch unsere Tiere diesem Gebot geopfert wurden...), sowie ein Passgespann Schwazwaldfüchse, ideal eine Stute und ein Wallach, sowie ein Esel (damit ich nicht so allein bin).

Bei mir beginnt jetzt demnächst die Getreideernte, zumindest was der Hagel übriggelassen hat, dann werde ich auch noch ein paar Bilder schießen...

Danke und weiter so!

Grüße

Holger
 
Moin,

ich bin froh, daß wir jemanden gefunden haben, der uns die Ballen presst und dann auf einen Hänger schleudert, grade bei Heu fallen einem ja schnell die Arme ab...

300 Ballen sind ja im Hobby-Bereich angesiedelt, aber wenn ihr für Pferde auch das entsprechende Stroh benötigt (schätze mal um die 700-1000 Ballen, dann solltet Ihr vielleicht doch schauen ob Ihr nicht höher und breiter stapeln könnt (Klappen mit Ketten in die waagerechte ausklappen) Einen derartigen Hänger packen wir eigentlich auf 7-8 Lagen.

Gruss
Michael
 
Hallo Tobias,

auch von mir ein :thumbup: für die Bilder.

Als die Freunde von mir, auf deren stillgelegtem Hof mein 406er heutzutage seinen Unterschlupf gefunden hat, noch aktiv Landwirtschaft betrieben haben, habe ich dort auch gerne beim Heu- bzw. Strohpressen und -einsammeln geholfen. Allerdings hatte ich damals als kleiner Steppke im vorpubertären Alter auch altersbedingt immer den leichtesten Job: den 633er IHC mit Ballenanhänger im Standgas über's Feld lenken, während hinten der Bauer und mein Vater die Ballen aufgesteckt und gestapelt haben. Dafür mußte ich allerdings auf dem Heuboden beim Aufstapeln helfen - und das war mit Abstand die heißeste, dreckigste und staubigste Arbeit, die mir jemals untergekommen ist.

Der Anhänger wurde übrigens beladen, bis zum Geht-nicht-mehr, bzw. vorher war genau bekannt, in welcher Höhe Weidezaunzuleitungen oder Telefonleitungen die Feldwege querten. Da hieß es dann ganz langsam drunter herfahren, damit "unten" die Ladung passieren konnte, während oben die auf der Ladung thronenden Mitfahrer vorsichtig über die Leitungen hinwegstiegen. Nur bei Stromleitungen ging das wohl eher nicht :lol:

Irgendwann hieß es dann bei vollem Anhänger nicht mehr "absteigen!", sondern "Bleib mal sitzen, Du kannst heute nach Hause fahren" (ging nur über Weiden und Feldwege). Mann, war das ein Gefühl, die aus meiner Sicht unendlich lange Motorhaube vor mir und die schwer arbeitenden 52 Pferdestärken in den Ohren 8)

Wahrscheinlich hat genau dieser Moment bewirkt, daß ich
- noch heute kaum etwas lieber höre als den unbeschreiblichen Klang eines IHC-3-Zylinders :D
- knapp 20 Jahre später einmal selbst Besitzer zweier altgedienter Ackerschlepper (siehe ganz unten) werden würde. "Altgedient" bedeutet übrigens, daß ich selbst inzwischen noch einige wenige Jahre älter bin... :lol:

Strohballen stemmen heißt es auch heute noch manchmal bei einem anderen Freund, welcher noch aktive Landwirtschaft in Form von Mutterkuhhaltung betreibt. Allerdings wird das Stroh - mangels eigenem Ackerbau, der dort auch inzwischen eingestellt wurde - hängerweise aus der Rheinebene angeliefert und braucht nur noch abgeladen werden. Gottseidank übrigens ordentlich gestapelt und nicht per Ballenschleuder aufgeladen :)

@ Holger:

Das kann ich verstehen: bei dem zweitgenannten Freund bin ich immer gerne, am liebsten aber im Winter, wenn alle Tiere (ca. 35 Stück Vieh) im Stall stehen und die obligatorische Besichtigung "Hässe wat Tied? Dann söffe ens äwwen in'en Stall kieken jonn" stattfindet. Der Stolz des Bauern auf seine Herde will dabei unbedingt beachtet werden :wink:

Dagegen finde ich die Stimmung bei dem erstgenannten Freund, wo lediglich noch ein Esel und zwei Schafe als Rasenmäher dienen und ansonsten der Blick nur noch in leere Ställe fällt, immer etwas melanchloisch :(

@ michael:

Die Ballenschleudern sind ja ganz gut für denjenigen, der alleine (!) presst und damit - heute auch in der Landwirtschaft unvermeidbar - Personal, Zeit und Geld spart. Ein solches Durcheinander abzuladen und dabei womöglich noch per Gabel in eine darüberliegende Luke aufzustecken, ist allerdings kein Vergnügen :?
 
... da werd´ich doch mal etwas mehr erzählen, wenn mein Beitrag hier so einen Anklang findet:
Wir betreiben das Ganze nur hobbymäßig, soll heißen, wir haben zwei Pferde. Diese werden nur von meiner Freundin geritten und ich mach nur die Handlangertätigkeiten für die ich natürlich den Mog dringend brauche :party: !!
Die Bilder zeigen den letzten Rest vom Heu, die anderen Fuhren haben wir höher gestapelt. Allerdings nicht so dermaßen hoch, weil wir einen steilen Berg runter müssen und die Bremse vom Hänger nicht mehr so fit ist. Der Bauer von dem der Hänger ist, fährt immer ohne Bremse, weil der so fette Schepper hat, "da braucht er keine Bremse" (O-Ton Bauer).

Die 300 Ballen sind von unseren Wiesen (ca. 1Ha). Wir brauchen aber etwa 500 Ballen im Jahr.
Wir haben also die 300 Dinger aufgeladen, heimgefahren und hoch auf den Heuboden gegabelt. Da ruft dummerweise unser Lieferant für die restlichen 200 an und fragt, ob wir die heute nicht abladen könnten??
Wir haben also etwa 500 Ballen auf den Heuboden geschafft und mir fallen heut die Arme ab!!! :crazy1:

Hat aber Spaß gemacht!!!

Tobi
 
Hallo Tobias,
Sehr schöne Bilder! Bei mir ist die Situation ganz ähnlich, ich selbst habe mit Pferden nichts am Hut aber unterstütze meinen Schwiegervater jährlich mit meienem Gefährt bei der Heuernte. Es macht mir riesigen Spaß obwohl es eine sehr anstrengende Arbeit ist.
Das schönste allerdings wenn alles eingesammelt, weggebracht und eingelagert wurde ist das gemeinsame (kleine) Heufest!!! -es gab schon Jahre bei denen die "Heueinsammelschmerzen" anschließend nicht mehr zu spührn waren.......
Wir machen immer etwa 450 -550 Ballen. Das beste ist allerdings daß nur ein kleiner Teil Eingelagert wird der Rest bleibt bis zur verwendung auf den Anhänger und wird abgeplant.
Anbei noch ein Bild der letzten Fuhre mit dem rest auf dem Mog.

Viele sonnige Grüße aus dem Saarland
Markus
 
Hallo Ihr Lieben!!!

Solch ein Thread ist einer der Gründe, weshalb ich dieses Forum und seine Mitglieder so sehr liebe!

Hier sind Menschen am Werk, die sich noch freuen können, die noch wie Kinder sein können, die sich ihrer Gefühle nicht schämen und die ihre Freude gern mit anderen teilen!

Danke Jungs! Tut gut in einer Welt der Hedge-Fonds, der steigenden Preise, der - ach nee, gehört nicht hierher!

Grüße

Holger
 
Hallo Zusammen,


mir geht es genau wie Thomas, ich hab auch bei einem Bekannten in der Weinlese Schlepperfahren gelernt. Das war ein 30PS Eicher Puma. Auch ich war damals stolz wie Oskar, und bin es heute noch. Das sind erfahrungen, die vergisst man nicht, die bleiben!
Als ersten Schlepper haben wir dann einen Eicher Tiger gekauft, Jahre später kan dann ein Schanzlin- Schmalspur dazu. Das Feeling ist immernoch das selbe, Gänsehaut nach dem anlassen und dann mit breitem Grinsen los (Das Grinsen bekomme ich gar nicht weg wenn ich fahre :lol: )
Aach, ist das schön bei euch, wenn man in schönen Erinnerungen schwelgt...

Unimogfahren hab ich beim Betriebspraktikum gelernt, im Forst auf einem 421. Was hatten der Forstwirt und ich einen Spaß zusammen in der Hütte, will die Zeit nicht missen.

Grüsse an alle, vielleicht stellt noch jemand "Ernte"-Bilder ein 8)

Thorsten
 
Also meine erste Unimog-Erfahrung - im wahrsten Sinne des Wortes - durfte ich im Stall machen, wo der Mog normalerweise im Standgas und Kriechgang alleine dahin tuckerte, bis der Silo-Mais abgeleert war, durfte ich damals "lenken", obwohl es nix zu lenken gab :-)
Nur die Kupplung hat mir niemand erklärt und und als Steppke musste ich dann feststellen, dass ein kleiner 411er im Kriechgang mit der Bremse nicht zu stoppen ist, wenn man nicht um die Kurve kommt... :schwindelig* und so endete die Fahrt dann an der gegenüberliegenden Maschinenhalle :MBtrac19

MfG Maatsch
 
Hallo Unimog-Freunde und Heu-Fahrer :lol:

Ich (darf) auch immer für einen Bekannten im Ort das Heu fahren für seine drei Pferde. Macht immer total Spass,so anstrengend es aber auch ist.

Gruss

Jörg
 

Anhänge

  • Heu 1.jpg
    Heu 1.jpg
    95,3 KB · Aufrufe: 5.571
  • Heu 2.jpg
    Heu 2.jpg
    98,2 KB · Aufrufe: 5.571
  • Heu 3.jpg
    Heu 3.jpg
    90,7 KB · Aufrufe: 5.571
Hallo,

ich als Jüngling unter euch, hatte in den letzten Tagen das Vergnügen rund 3500 HD-Ballen für einen Landwirten heimzufahren. Ich bin arg froh, dass wir mit einer Ballenschleuder laden.

Am Montag haben wir zwei Wiesen von 7 und 10 Ar von Hand geladen. Die erste bin ich gefahren :) Die zweite bin ich gefahren, abgestiegen, Ballen hochgegabelt, weitergefahren, aufgabeln... *anstreng*

Danach durfte ich mich zum ersten Mal in langer Gehilfezeit an der Ballenschleuder versuchen. Weitwurf klappte, danach erreichten die meisten Ballen ihr Ziel. Wenn der Chef dann mit Pressen fertig war lud er weiter und ich fuhr mit dem Schlepper, dem 3. Schlepper die vollen Hänger heim, lud sie ab und brachte sie zurück.

Vorteil von der Schleuder:
-ermüdungsfreies Laden
-weniger Ballen/Wagen => die wohlverdiente Pause im Fahrtwind um den Wagen zur Wiese zu bringen kommt schneller ;)

Da Bilder interessanter sind als lange Texte, hier ein Link auf Bilder vom letzten Jahr wo man mich beim Schichten sieht. Schichten ist bei uns eher die Ausnahme! http://www.agrartechnik-im-einsatz.de/de/index.php?page=view_subgallery&id=10000

Gruß aus Luxemburg, wo wir die Heusaison 2008 heute abgeschlossen haben,
Luc
 
Hallo Luc,

LuRa1404 schrieb:
...Da Bilder interessanter sind als lange Texte, hier ein Link auf Bilder vom letzten Jahr wo man mich beim Schichten sieht. Schichten ist bei uns eher die Ausnahme! ...

nur so als Zwischenfrage: auf den verlinkten Bildern sieht es so aus, als stündest du während des Ladens auf dem Wagen - ist das nicht etwas riskant? Und zulässig? Für mich als Laien, sieht es auf jeden Fall so aus, also könnte dich bei etwas Unachtsamkeit ein Ballen ganz unglücklich treffen...

MfG Maatsch
 
Hallo Maatsch und all die anderen, die sich diese Frage wohl gestellt haben,

im Grunde genommen muss man davon ausgehen, dass ein Ballen einen treffen kann. Wie ich jedoch schon in den Kommentaren bei den Bilder bemerkt habe, kenne ich den Fahrer und seine Ladetechnik sehr gut, ebenso gut kennt er mich. Man hört die Betätigung des Steuergeräts und achtet dann auf den kommenden Ballen. Es hat geklappt, ich kann noch hier schreiben, es hat mich kein ballen getroffen.

Am Dienstag lud ich mit einem 8-jährigen ab, das war gefährlicher, denn er schaffte es mir den ein oder anderen Ballen in den Rücken rutschen zu lassen, wenn ich einen anderen in den Einzug des Höhenförderers hievte.

Wie gesagt schichten ist Ausnahme, da der Landwirt nicht genügend Gehilfe zur Seite hat. So werden die Ballen geschleudert, die letzten werden so umgeschichtet, dass nix runterfällt und dann holt ein anderer Schlepper, der einen lehren Wagen mitbringt, den vollen ab. Am Hof lädt dann der 2. Fahrer mit Verstärkung (wenn vorhanden) den Wagen ab. So arbeiten wir doch recht schlagkräftig, da das Ladefahrzeug ständig ausgelastet ist und das mit nur zwei Wagen.

Gruß aus Luxemburg,
Luc
 
Hallo Luc,

LuRa1404 schrieb:
...Man hört die Betätigung des Steuergeräts und achtet dann auf den kommenden Ballen. Es hat geklappt, ich kann noch hier schreiben, es hat mich kein ballen getroffen....

ich möchte hier nicht päpstlicher als der Papst sein und lasse es natürlich jedem unbenommen, so ökonomisch, wie möglich zu arbeiten, habe aber leider schon zu oft auch gerade in der Landwirtschaft Erfahrungen machen müssen, die mich bei solchen Sachen vorsichtig werden lassen:

Wie viele Menschen mussten schon ihren Arm oder mehr lassen, nur weil sie beim "manuellen" Beschicken eines Maishäckslers kurz abgelenkt wurden?

Wie viele Leute stürzten durch Luken vom Heuboden in den Stall, bis die Absicherungen vorgeschrieben wurden?

Mein Schwager stürzte 8 Meter tief von einer Leiter ins Koma, weil er beim Abbau eines Holzhochsilos nicht bemerkte, dass der letzte Reifen noch unter Spannung stand?

Mein Onkel war viele Wochen lädiert, weil ein Stier ihn "aus der Box kickte" und sein Knie diese Aktion mit anschließender Landung zwei Boxen weiter nicht ausgehalten hatte.

Waldunfälle, Unfälle beim Anhängen von Wagen, bei der Anbringung von Gerätschaften an Heck- oder Frontkraftheber, und und und...

Will hier nicht predigen, aber das sind alles Sachen, die die Betroffenen vorher schon 1000 mal gemacht hatten und natürlich aufgepasst hatten und es ist nie etwas passiert - bis auf das eine Mal, wo sie eben, aus welchen Gründen auch immer, nicht aufgepasst hatten... :Unimog01

Hoffe, jetzt nicht zu oberlehrerhaft rübergekommen zu sein und wünsche dir auf jeden Fall immer "genügend Aufmerksamkeit" bei solchen Aktionen ;-)

MfG Maatsch
 
Hallo allerseits!

Diese Ballenschleuder à la "Neptuns Dreizack" ist ja der Hammer - so ein Ding ist mir niemals und noch nirgendwo untergekommen :o Ein herrliches Beispiel dafür, wie in der - ich will mal sagen - Sturm- und Drangzeit der Mechanisierung in der Landwirtschaft mit sehr einfachen Mitteln manchmal erstaunlich effektive Dinge geschaffen wurden.

Hier bei uns waren und sind neben den Gummiband-Ballenschleudern immer noch die Ballenrutschen verbreitet, die direkt am den Auswurfkanal der Presse anbracht wurden und so die Ballen nach hinten-oben auf den direkt dahinter gekuppelten Anhänger befördern (warum so ein Ding bei meinem besagten Bauern niemals beschafft wurde und man stattdessen im zweiten Arbeitsgang alles von der Erde einsammelte, kann dort übrigens heute im Nachhinein auch niemand mehr erklären).

*spöttisches Grinsen an*
Diese Gummiband-Ballenschleudern amüsieren mich immer dann aus's äußerste, wenn Sie von einem Unternehmer der Sorte "Meine Maschinen müssen laufen, für Wartung habe ich keine Zeit" eingesetzt werden, nämlich dann, wenn der Knüpfer der Presse bei jedem dritten Ballen aussetzt, dann statt des Ballens eine prächtige Wolke aus Stroh und Staub hinten rauskommt und anschließend der Fahrer genervt, absteigt, das Bindegarn aufsammelt und den Strohhaufen von Hand auf die nächste Schwad wirft.
:lol:
*spöttisches Grinsen aus*
 
Hallo Maatsch,

Deine Warnung - zumal mit betroffen machenden Beispielen untermauert - ist kein bisschen oberlehrerhaft!

Man merkt an Deinem Beitrag sehr deutlich, dass Du niemanden herabwürdigen oder als dumm hinstellen willst, sondern auf eine durchaus vorhandene Gefahr aufmerksam machen möchtest. Danke für Dein Takt- und Feingefühl!

Es ist ein Dilemma mit solchen Sachen. Wie oft macht man selbst Dinge, von denen man weiß, sie sind gefährlich. Der Grund ist meist Selbstüberschätzung: "Mir passiert schon nix..." Und tausendmal passiert ja auch nix...

Neulich bin ich haarscharf wieder mal selbst einer echten Katastrophe entgangen und andere Stories, bei denen es nicht gutgegangen ist, könnte ich jetzt noch Deinen Aufzählungen hinzufügen.

Ein Heuballen kann mit der Wucht, mit der er von der Schleuder ankommt, eine Wirbelsäule sicherlich dauerhaft schwer schädigen, zumal bei einem Älteren wie mir, der schon Vorschäden hat.

Jeder muss selbst wissen was er tut. Das Problem ist leider, dass eine objektivere Einschätzung von Gefahren mit steigendem Alter verbunden ist - beobachte ich zumindest bei mir...

Es wird mich aber wohl doch nicht vollständig daran hindern, vielleicht morgen schon die nächste Dummheit zu machen...

In diesem Sinne wünsche ich jedem Freude an der Arbeit und - so würde Jürgen (kinzigsegler) jetzt vielleicht schreiben: allzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel...

Ein unfallfreies Wochenende wünscht

Holger
 
Danke Holger, für deine Untermauerung :-)

Vielleicht kommt meine Vorsicht eben aus den negativen Erfahrungen, vielleicht aber auch daher, dass man als Zugführer bei einer Feuerwehr oft auch mal für seine "Schützlinge" mitdenken muss, auch wenn man von mancher Seite belächelt wird, weil man zum Beispiel im Hochsommer bei einem Einsatz auch nur zum Freischneiden eines Durchgangs durch eine Hecke die Schnittschutzausrüstung verlangt...

Aber lieber 10 Mal belächelt, als einmal zu einem Krankenbesuch!

Und natürlich geht es mir selbst auch oft so, dass ich im Nachhinein den Kopf schüttle und mich wundere, das mir nix passiert ist - aber das mache ich dann meistens nur einmal :-) - und auch nur dann, wenn meine Frau nicht anwesend ist :oops:

MfG Maatsch