Hä, hä. Ich hör schon wieder lautes Heulen.
Das kommt von den Sternmotoren, kurz bevor sie verglühen.
Thorsten
Schumacher setzt Siegesserie fort
Auch das dritte Rennen dieser Saison dominierte ein Fahrer nach Belieben - Michael Schumacher. Der sechsmalige Weltmeister triumphierte bei der Formel-1-Premiere in Bahrein. Rubens Barrichello machte den Ferrari-Doppelsieg perfekt. BMW-Williams enttäuschte hingegen, McLaren-Mercedes gab sich der Lächerlichkeit preis.
Sakhir - Schumacher gewann heute Nachmittag den Großen Preis von Bahrein. Der Titelverteidiger, der vor 40.000 Zuschauern am International Circuit in Sakhir den 73. Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere feierte, hatte bereits die beiden ersten Rennen in Australien und Malaysia für sich entschieden. Der von der Pole Position gestartete Schumacher benötigte für die 57 Runden (308,769 Kilometer) 1:28:34,875 Stunden.
Erstmals feierte der 35-Jährige auf dem Siegerpodium mit einem alkoholfreien Ersatz-Champagner aus Granatäpfeln und Rosenwasser - aus Rücksicht auf das muslimische Gastgeberland. Zuletzt war Schumacher 2000 auf dem Weg zu seinem ersten Ferrari-Titel zu Saisonbeginn ein Hattrick gelungen. Besser war er nur 1994. Damals gewann Schumacher im Benetton die ersten vier Rennen und wurde am Ende des Jahres zum ersten Mal Weltmeister.
Platz zwei auf dem 5,417 Kilometer langen Wüstenkurs in Sakhir erreichte Schumachers Teamkollege Barrichello. Der Brasilianer hatte im Ziel einen Rückstand von 1,367 Sekunden. In Melbourne zum Saisonauftakt hatte es ebenfalls einen Ferrari-Doppelsieg gegeben. Jenson Button kam im B.A.R-Honda auf Rang drei. Der Brite hatte bereits vor zwei Wochen in Malaysia einen Podiumsplatz erreicht.
Für McLaren-Mercedes gab es auch in Sakhir nichts zu holen. Vizeweltmeister Kimi Räikkönen schied bereits in der neunten Runde mit einem Motorschaden aus. Schon die beiden ersten WM-Läufe hatte der Finne vorzeitig beenden müssen. Der zweite Silberpfeil mit David Coulthard kam ebenfalls nicht ins Ziel. Für den Schotten war sechs Runden vor Schluss Feierabend, ebenfalls wegen technischer Probleme.
Eine enttäuschende Vorstellung lieferte auch BMW-Williams. Ralf Schumacher wurde Siebter, wegen einer frühen Kollision verspielte der Deutsche eine Spitzenposition. Schumacher musste in der siebten Runde nach einem Crash bei einem Überholmanöver mit B.A.R-Pilot Takuma Sato ins Sandbett und danach zur Reparatur seines Fahrzeugs an die Box. Dadurch fiel er zwischenzeitlich vom 5. auf den 18. Rang zurück. Schumachers Teamkollege Juan Pablo Montoya büßte durch technische Probleme gegen Rennende einen scheinbar sicheren Podiumsplatz ein und wurde bis auf Rang 13 durchgereicht.
Nick Heidfeld konnte im Jordan erwartungsgemäß nicht in den Kampf um Punkte eingreifen. Der Deutsche wurde nur 15., konnte sich aber darüber freuen, diese Saison erstmals ins Ziel gekommen zu sein. Nach dem 3. von 18 WM-Läufen führt Michael Schumacher mit 30 Zählern die Fahrerwertung vor Barrichello (21), Button (15) und Montoya (12) an. Der nächste Grand Prix ist das Ferrari-Heimrennnen am 25. April in Imola.