Hilfe, die Hinterachse treibt nicht an

Richtig,
in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine fast 40 Jahre alte Arbeitsmaschine handelt, ist der Preis schon recht hoch. Wenn man einen evtl. damaligen Kaufpreis von ca. 30-40T D-Mark rechnet, sind die 6000 wirklich zu viel. Irgend wie haben sich die Preise seit dem Euro nahezu verdoppelt? Allerdings hat dieser Mog den Vorteil, dass er gerade mal 15 km von mir entfernt verkauft wird. Hier in den neuen Bundesländern ist die Auswahl doch recht bescheiden. Ich hatte bereits 2 interessante 406-er ins Auge gefasst, allerdings standen die im Saarland. Der Aufwand einer Überführung und das damit verbundene Risiko des Liegenbleibens, mit den damit verbundenen Abschleppkosten ist auch nicht zu unterschätzen!

Nunja, ich habe noch nicht entschieden, bin aber für jeden eurer Hinweise sehr dankbar, evtl. hat der Verkäufer auch noch Spielraum im Preis.
Ich freue mich, hier im Forum auf eure Erfahrungen bauen zu können.

MfG. Nieli
 
Nieli schrieb:
Allerdings hat dieser Mog den Vorteil, dass er gerade mal 15 km von mir entfernt verkauft wird. Hier in den neuen Bundesländern ist die Auswahl doch recht bescheiden.

Aus dem Grund ist der 403 auch zu teuer.

Ich trau mich fast wetten, das Du einen 403 Bj. vor 1970 und mit fester Hütte
für um die 3 tausend ¤ bekommen kanst. Ich habe meinen Mog von Bremen zu mir ins Allgäu durch eine Spedition für 5 hundertirgendwas ¤ transportieren lassen.

Zum Vergleich, meinen 406 Cabrio Bj. 70 mit Hydraulik und Kipper hab ich für 4500,-- ¤ bekommen. Man muß halt nur lange genug dranbleiben.

Ganz fest Daumen drück.
Armin P.
 
Hallo Nieli!

An der Seite des Differentials gibt es keinen Schraubflansch! Da wird die Kardanelle "nur" auf die Verzahnung des Triebling gesteckt.

Schnittbild_Achse.jpg

Schnittbild der VA

Schnittbild_HA.jpg

Schnittbild der HA

Die beiden Schnittbilder stammen von Achsen der neueren Generation, d.h. verstärkter Triebling, Scheibenbremsen,...


MfG Clemens
 
hallo,

hatte bei meinem zumindest mal das gleiche symptom. da war allerdings "nur" das formstück, das auf dem triebling steckt an seiner schweißnaht an der kardanwelle abgerissen. hab eine neue kardanwelle verbaut und dann war das problem gelöst...

viele grüße

martin
 
Hallo Nieli,
wie mir scheint willst du unbedingt den Kran, also ist das doch ein passender Mog.
Zur Achse habe ich dir schon mal geschrieben, wenn du Zeit hast, einfach die komplette Achse gegen eine andere gebrauchte wechseln ohne die defekte aufzuschrauben.
Ist eigentlich kein großes Problem.
Zum 403er grundsätzlich muß ich aus eigener Erfahrung sagen, mindestens der halbe Verbrauch wie ein 406er und bei Solofahrt nicht wirklich langsamer. Vor allem wenn man sich etwas mit der Einspritzpumpe beschäftigt. :wink:
Vor zwei Jahren fuhr ich einen aufgedrehten 403er, bei dem ein 1200er im Schwarzwald (bergig, kurvig) nur mit Mühe hinterher kam. Der hatte laut Angaben des Vorbesitzers um 90PS.
Allerdings würde ich auch versuchen auf die Reparatur hinzuweisen, die Rep. Preise etwas hochzuschrauben und dann den Preis zu drücken....

Grüße
Ralf
 
Hallo,
sollte es das von stahlma geschilderte Sachverhalt sein, würde mich das schon wieder optimistisch stimmen.

@ stahlma: Hattest du auch die von mir beschriebenen Schlaggergeräusche in diesem Bereich unmittelbar im Schubrohr an der HA-Seite beim manuellen Drehen der Räder in die gleiche Richtung.

@ unitrac: Sind die Bilder wirklich von VA und HA, ich kann keinen Unterschied erkennen? Wichtig wäre es für mich, wenn es wirklich die HA-Bilder sind, sieht auch sehr nach HA aus, da keine "Lenkschenkel" zu sehen sind.

@ RM 411: Was sagst du zum Preis von 6000 Euro, ist der wirklich viel zu hoch? Ich denke, dass ich den Verkäufer noch um 500-1000 Euro herunterhandeln kann, denn wir haben noch nicht direkt gehandelt, der Vorschlag mit den 2500 Euro Nachlass kam von ihm selbst. Ich vermute, er wird das Geld sehr dringend brauchen, für weitere Anschaffungen bei seinem Hausbau.

MfG. Nieli
 
Nieli schrieb:
@ unitrac: Sind die Bilder wirklich von VA und HA, ich kann keinen Unterschied erkennen? Wichtig wäre es für mich, wenn es wirklich die HA-Bilder sind, sieht auch sehr nach HA aus, da keine "Lenkschenkel" zu sehen sind.

Beide Bilder zeigen die Vorderachse.

Gruß Ulli
 
Hallo Nieli!

Da ist mir beim Verlinken der Bilder ein Fehler unterlaufen, habs ausgebessert.

MfG Clemens
 
Hallo,

das hört sich fast nach dem Fall an, den wir im letzten Schraubertreffen bearbeitet haben. In dem Fall war bei einem 411er der "Zahnkranz" am Schubrohr abgeschert. Bilder vom Schaden und der Reparatur findest du unter www.unimog-freunde-schwarzwald-baar.de im Bereich Technik.

Gruß richard
 
Hallo Nieli,

rein rational lässt sich ein Unimog Kauf und damit der bezahlte Preis nie werten oder begründen. Es ist einfach nicht mit dem Kauf eines PKW nach "Schwacke Liste" vergleichbar. Punkt!!!!
Da spielt auch immer der persönliche Wunsch oder fast schon die Begierde nach dem Objekt eine Rolle. :wink:
Wenn dein Bauchgefühl sagt der Mog ist o.k und du bereit bist das Geld auszugeben würde ich mich auf mich selbst verlassen und weiter entscheiden. Natürlich muß die Basis passen wie Motor, Getriebe, Rahmen, Optik......
Also wenn du einen Schaden hast(Hinterachse) sollte der Rest passen....
Ich finde, ohne den Mog gesehen aber über die Ausstattung und den Zustand gelesen zu haben den Preis eigentlich akzeptabel....
Also wie schon geschrieben, einfach den Versuch starten, 5000 Euro dem Verkäufer bar auf den Tisch legen und schauen wie er reagiert. In der anderen Tasche kannst du noch ein paar Hunderter parken zum nachverhandeln.....

Grüße
Ralf
 
Hallo,
erstmal Danke an alle, die mir hier bei meiner Entscheidungsfindung mit geholfen haben. Ich kann jetzt ganz gut einschätzen, wie aufwendig sich das beschriebene Problem beheben lässt!
In den nächsten Tagen werde ich nochmals den Verkäufer aufsuchen.

@rm411
Dein Tip mit den 5000 auf dem Tisch und einigen weiteren Hundert in der Tasche zum Nachverhandeln ist schon eine gute Taktik.

MfG. Nieli
 
Hallo Schrauber,
mich würde interressieren wie es überhaubt zu so einem Defekt kommen konnte.

Mir fallen da nur zwei Möglichkeiten ein.

Zum einem waren die Hinterräder mal fest, aus welchem Grund auch immer, und jemand hat im kleinsten Gang die Kupplung bei hoher Motordrehzahl "schnacken" gelassen. Jedoch sollte das die Verzahnung aushalten, denke ich.

Oder, zum zweiten hat der Mog sehr viel auf der Strasse gelaufen und es hat sich Verschleiß also Spiel eingestellt, welches dann durch hohe Belastung zum Abscheren der geschwächten Verzahnung geführt hat. Aber auch da dürfte doch nichts passieren da die Laufleistung doch nicht so hoch war.

Irgend wie ist mir dieser Defekt doch komisch.
Da in dem Bereich der HA keine Wartung anfällt, kann mann ja auch nichts falsch machen.
Oder bin ich da auf dem Holzweg???
 
Hallo Johannes,

in den Unterlagen steht, daß bei starker Belastung (z.B. Anhänger, voll geladen mit Steuer und Schneepflug....) mit dem Allrad zu fahren ist.
Wenn das über die Jahre nicht gemacht wird wirkt sich das in erhöhtem Verscheiß/ Spiel aus. Sollte man das nicht merken oder die Wartung vernachlässigen könnte ein abgescherter Antriebsstrang dabei herauskommen.....

Grüße
Ralf
 
Hallo Ralf,

das leuchtet mir ein aber Hand auf´s Herz wer kontrolliert seine Achsen schon auf Spiel im Antriebsstrang?
Bei meinem 421 war die Kugelpfanne der Hinterachse am Getriebe völlig ausgeschlagen. Also das merkt man beim Fahren. Die schlägt dann beim Schalten. Aber nach der Verzahnung habe ich noch nie geschaut.
 
Hallo Johannes,
das fängt schon mit der Schubkugel an. Genaugenommen ein "Verschleißteil" sprich man muß wie im Mog auch schon steht bei häufigem Einsatz eines Frontladers o. ä. prüfen und ggf nachstellen.....
Aber wer macht das schon....

Grüße
Ralf
 
Hallo,
da das Thema für mich noch nicht vom Tisch ist und ich den Mog am kommenden WE voraussichtlich kaufen werde habe ich eine Frage zu dem "Verschleißteil" Schubkugel:

@rm411:

Welches ist die Schubkugel auf den Schnittbildern von Unitrac auf Seite 2 dieses Themas?

Was ist zur vorbeugenden Wartung zu empfehlen?

MfG. Nieli
 
Hallo Nieli,
die Schubkugel ist das Teil was die flexible Verbindung zwischen Getriebe und Achse darstellt. Quasie da wo die Achse am Getriebe angeschraubt ist.
Das Gehäuse wo die Kugel sich drin befindet wird einfach nur Abgeschmiert.
Am Kugelgehäuse sitzt ein Schmiernippel, an der Hinter- und an der Vorderachse.
Die Vorderachse wird gerne vergessen, da schlecht zugänglich.
 
Hallo Nieli,

hier mal ein paar Bilder der Schubkugel, in Ihr sitzt das Kreuzgelenk der Kardanwelle. Der defekte Ring ist die Aufnahme zur Getriebeseite (heute aus Kunststoff) das ganze wird dann mittels zweier Halbschalen ans Getriebe geschraubt und ist die einzige Verbindung, die die Kraft der Hinterachse aufs Fahrzeug überträgt. Um den Verschleiß zu minimieren muss das Spiel der Schubkugel mittels Distanzscheiben eingestellt werden. (benutze hier mal die Suchfunktion)

Gruß

Werner
 

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