Hilfe! Ich hab jetzt einen Unimog... Tipps zur Restauration

WutzBe

New member
20. Dez. 2004
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Servus Unimog-Gemeinde!
Hab mir einen Traum erfüllt und mir einen Unimog 406 Cabrio Bj. 1964 zugelegt. Jetzt geht´s an die Restauration und ich wäre für Tipps sehr dankbar!!!
Ich hab schon öfter was von einem Werkstattbuch gelesen. Wo krieg ich so eins her? Wo finde ich weitere Tipps und Kniffe zur Technik, zur Problembehebung und und und?

Vielen Dank für Eure Hilfe!


Gruß,

WutzBe
 
Hallo W....?????

herzlichen Glückwunsch.
Du findest hier auf der Seite einen Link zu BuchundBild. Guckst du dort.
Dazu würde ich mich einem Stammtisch in deiner Nähe anschließen oder ein Treffen besuchen, findest du im Veranstaltungskalender. Dort kannst du Kontakte zu den anderen "Kranken oder Verrückten" knüpfen, die schon länger das "Problem" haben. Natürlich kannst du auch im Forum Fragen stellen, aber bitte !!!!!! zuerst die Suchfunktion nutzen, ob das Thema nicht schon behandelt wurde.

Grüße
Ralf

PS wir sind im Forum eigentlich immer mit dem Namen unterwegs, ist einfach persönlicher :wink: :wink:
 
Hallo WuzBe,

der Tip von Ralf ist zwar gut gemeint, aber ich möchte Dir davon abraten
ein "Werkstatthandbuch" von Buch und Bild zu kaufen, da dieses nur
für die "neueren" 406-Modelle bestimmt ist. Und da Du mit Deinem
U65 einen Ur-406 gekauft hast musst Du sehen, dass Du irgentwo
die passende Literatur her bekommst, da der U65 an vielen Komponenten
anderes aufgebaut sind, wie seine jüngeren Brüder in der 406 Gemeinde !

Um Missverständnisse zu vermeiden möchte ich darauf hinweisen, dass es natürlich sonst nichts gegen die Bestellung bei Buch und Bild zu
einzuwenden gibt. Ich selbst habe etliche Bücher dort gekauft, und bin bestens zufrieden.

Wenn Du fragen zum U65 hast, kannst Du Dich gerne an mich wenden,
ich habe namlich auch so eine alte Maschine...(ebenfalls Restauration)

Stellst Du uns mal ein paar Bilder ins Forum ?
 
Hallo Christoph,

der Rat bei BuchundBild zu kaufen war von mir gedacht weil diese doch "alle" Handbücher für ältere Mog nachdrucken. Wusste nicht, daß der erste 406er nicht dabei ist.
Unabhängig davon würden mich die Unterschiede interessieren. Kannst du diese näher erläutern??

Grüße

Ralf
 
Hallo Ralf,

die meisten Dinge sind am U65 schon rein äusserlich zu sehen,
in denen er sich von U70, U80, U84, U900 etc. unterscheidet :

Da sind zum Beispiel :

- keine runden Lüftungslöcher in den Kotflüglen
- keine Seitenscheiben in der Kabinenrückwand
- Trittbretter die an den Schutzblechen befestigt sind
- Kühlergrill (Lochblech) umfasst die Scheinwerfer mit
- die äussere Motorhaube wird rechts und links an der
Windschutzscheibe geöffnet.
- Im Fahrerhaus findet man direkt über dem Zündschloss/Startknopf
eine 2-Reihige Schalteranordnung mit 6 Schaltern
(Licht/Scheibenwischer/Lüftung etc.)
- Der U65 hat einen kleineren Luftbehälter ( 20 Liter statt 27 Liter )
- Der Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder sitzen z.B.
in Fahrtrichtung rechts, schräg hinter dem Tank.

Es gibt noch viele Dinge in denen scih der Ur-406 von seinen
Brüdern unterscheidet....dieses waren erstmal die wichtigsten,
mit denen mann sofort sehen kann...AHA ! Das ist ein U65 !

Das mit Buch und Bild meinte ich ja auch nicht so, habe ich ja oben geschrieben !
 
Hallo WutzBe

erstmal herzlich Willkommen in der Gemeinde der infizierten...

meines Erachtens gibt es keine Heilung von dieser Krankheit und wenn die Ersatzteile noch so weh tun im Portemonnaie...

Das Werkstatthandbuch ist sicher eine große Hilfe, ich selbst habe auch einen 406, allerdings Bj 75, da finde ich auch nicht immer alles haargenau so beschrieben wie ich es bei mir vorfinde, da sind viele Sachen für den 417 beschrieben, mit ein bischen überlegen kommt man aber drauf. In wie weit das für den U65 noch zutrifft weiß ich allerdings nicht.

Eins leistet das WHB ganz sicher nicht, und das ist eine "Wie mache ich es selbst"-Anleitung.
Das WHB ist geschrieben worden für Mechaniker, die den Beruf gelernt haben. Und für Laien wie mich gibt es bei so manchen Stellen noch Dinge die nicht selbstverständlich sind.
Das beste ist daher Du suchst Dir gleichinfizierte mit denen Du Dich austauschen kannst, die Dir auch mal bei kniffligen Sachen helfen können.

Ansonsten geh folgendermaßen vor:
mach Dir im Geiste oder besser auf Papier eine Liste aus welchen groben Blöcken er besteht, also Bremsen, Motor, Getriebe, Achsen, Räder, Fahrerhaus, Elektrik usw. Überleg was man da alles mal Überprüfen müßte.
Dann Guck dir Deinen Mog der Reihe nach an und notiere Dir in welchem Zustand.
Dann überleg was davon kannst / willst Du selber machen und welche Kenntnisse fehlen Dir, die kriegst Du zur Not hier.
Guck dich in deiner Umgebung um nach Firmen/Werkstätten die solche Arbeiten verrichten, bzw. die Ersatzteile verkaufen.

Keine Angst, wenn Du einmal angefangen hast, dann wird die Liste nie kleiner!

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo

PS
Immer einen Euro mehr in der Tasche als die Ersatzteile kosten
 
Hallo, also das da als Nachdrucke nicht alle Typen exakt wiedergegeben werden würde ich auch so sehen, vielleicht seien hier noch kleinere Nachteile Deiner Baureihe erwähnt.
Das Führerhaus sollte noch nicht klappbar sein, das kam erst Ende der 60er.
Die Motorisierung ist mit 65 PS nicht zu üppig.
Was mir aus der bisherigen Schilderung nicht genau deutlich wurde ist, was zur Restauration ansteht, Motor, Getriebe, Kabine, Bremsen... etc.
für einfache Wartungs- oder Reparaturarbeiten könnte auch schon die Betriebsanleitung wertvolle Informationen liefern, wenngleich ich ein passendes Werkstatthandbuch schon auch für sinnvoll hielte auch ob des knapp 200 Euronen Anschaffungsobulus. Wie gesagt aber hier am besten Deine Fahrzeugdaten angeben und genau nachfragen, ob da was richtig passendes lieferbar ist, Literaturunvollständigkeiten gibts da nicht nur beim U 406 sondern auch beim 421, Seilwinden etc. ( trotzdem gut, dass es überhaupt was gibt! )
Sinnvoll ist in jedem Falle eine Kontaktaufnahme zu Mogbesitzern in Deiner Region.
Stefan Fuchs