HILFE, Metallplatte aus Schwungmasse ausgebrochen___________

aksotec

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Hallo, gestern bemerkt ich auf einmal , Gott sei Dank bei mir auf dem Hof, ein klingeln am Mog, beim suche danach traf mich beinahe der Schlag, eine Eisenplatte wie auf dem Bild zu sehen, lag zwischen Motor und Getriebe.
Die Platte sieht mir aus wie selbergemacht, an den Schweißnähten hängt noch ein Teil vom Guss.
Nach näherem Betrachten habe ich gemerkt, dass eine Ausbuchtung auf der Schwungscheibe ist, wo das Teil hineingehörte.
Ich habe ein 280 S /8 Motor 130.920 eingebaut.
Nach entfernen habe ich ihn nochmal kurz gestartet, lief dann auch wieder recht ruhig.
Nach einigen Frustbierchen später habe ich mich dann wieder beruhigt und würde jetzt gerne von euch wissen, was ich machen soll, bzw. was passieren kann wenn ich nicht mache.

Mit frustigen Grüßen
Oliver
 

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Ups

da hat wohl jemand versucht die Unwucht der Schwungscheibe des M180 für den M130 (der das nicht leiden kann) mittel eingeschweißtem Stahlstück zu egalisieren und das ging nu in die hose.

Wenn du weiterfährst riskierst du Kurbelwellenbruch, Lagerschaden etc., !

Helfen tut da nur, Motorraus und Schwungscheibe entweder reparieren (was wieder in die Hose gehen wird schlecht schweißbar aber es gibt auch andere Möglichkeiten) oder besser gleich austauschen!

Tschau Torsten
 
Hallo,

ich denke, Thorsten meint diesen Ulli: http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=profile&mode=viewprofile&u=20&sid=dba06962e15f453e665f02f41eda611a

Gruß
M. Groß
 
Hallo,

beim originalen M180er Motor ist das Schwungrad zusammen mit der Kurbelwelle gewuchtet. Das Schwungrad hat also eine Unwucht, die genau entgegengesetzt der Unwucht der Kurbelwelle ist.
Beim M130 ist die Kurbelwelle einzeln gewuchtet, das Schwungrad ebenso.
Da man beim Umbau vom PKW-M130 in den Mog aber das PKW-Schwungrad nicht benutzen kann, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Schwungrad des M180 modifizieren (größere Befestigungslöcher, auf neutral auswuchten)

2. Schwungrad eines Unimog-M130 einbauen. Problem: Dehnschrauben nicht mehr lieferbar, Schwungrad vermutlich inzwischen auch nicht mehr.

Gruß,
Michael
 
Hallo,

ich stimme meinen Vorschreibern soweit zu, aber es ist aber nicht nur damit getan ein gewuchtete Schwungrad einzubauen, wenn du nicht genau weist das der Motor ein ehemaliger Automaticmotor war.
War es ein Schalter so muss die KW zusammen mit der Schwungscheibe gewuchtet werden!
 
Hallo, ich weiß nicht genau ob der Motor von einem Automatik war, denn als ich die Vergaser weghatte zum Überholen sagte mir die Firma das ein vergaser aus einem Automatik stammte.
Jetzt weiß ich überhaupt nicht mehr was ich machen soll.
Wie wird denn die KW und die Schwungscheibe gewuchtet, das kann ich doch eh nicht selber machen, oder bekommt man die schon gewuchtet?

Oliver
 
Hallo Oliver,

ein Motoreninstandsetzer macht so was. Das mit dem Schalter oder Automatic ist aber wichtig, da die KW des Schalters eine Unwucht hat und die des Automatic neutral gewuchtet ist so das es reicht wenn das Schwungrad gewuchtet wird. Im anderen Fall muss beides zusammen gewuchtet werden, dann muss die KW ausgebaut werden.
 
Hallo,

ich bin mir da nicht so sicher mit der Unwucht. Ich bekam damals die Auskunft, dass auch der Handschalter neutral gewuchtet sei, ich konnte am Schwungrad des PKW-Motors zumindest mal keine derart große Unwucht feststellen wie beim originalen M180 (ausgefräste Nut).

So weit ich weiß, hat der hier betroffene 404er schon einige Tausend km mit dem M130 zurückgelegt. Also schau, dass du das Schwungrad so wieder hinbekommst, wie es war, evtl. auch mit einem neuen Schwungrad. Mehr Gedanken würde ich mir dabei nicht machen...

Gruß,
Michael
 
Hm gute Frage!

Also erst mal rauskriegen wo der Motor herkommt wäre natürlich toll aber unrealistisch weil das auch bei DC kaum noch wer weiß.

Es ist auf jeden fall das keinere Übel die minimale Unwucht des Schalters auf 0 zu bringen als die Unwucht so zu lassen wie sie jetzt ist.
Vermutlich ist der Motor eh mit den M180 Bauteilen Stirnseitig aufgehängt wodurch das Gegengewicht eh entfällt (passt ja so nicht) also was solls.

Einfach wieder einschweißen würd ich so nicht machen.

a.Auf null wuchten macht jeder Motorenfuzzi und kost nicht die welt das muß sein.
b.ich gehmal davon aus das du besser schweißen kannst wie das gebruzzel auf dem Bild aber die Probleme dabei bleiben möglicher Verzug der Schwungscheibe undnötiges einbringen von Spannungen ins Material etc. mal abgesehn davon das Stahl sich mit Guß na du weißt shon von wegen dauerhaft und so :?

Ich würde so vorgehen :

Lege die Banane wieder ein, vergieße den Spalt mit Blei (um Rostunterwanderung und flattern durch Spiel zu verhindern), ziehe den Zahnkranz ab und setzte zwei Ankerschrauben die du dann bündig abschneidest, Zahnkranz wieder drauf, ab zum Motormann auf null wuchen montieren fertig.


Anmerkung:
Soweit ich weiß ist die Schwungscheibe aus GGG40.3 (DIN 1693 T1) oder GGG-70 Schweißen dieses Materials nimmt Ihm die Kerbschlagfestigkeit und kann zum auseinanderfliegen bei Drehzahl und Belastung führen.
Schaut man sich eine defekte Schwungscheibe an hat diese oft viele feine Risse die aber nicht ganz durchgehen so das sie nach wie vor zusammenhält. Das spricht eindeutig gegen das Schweißen.

Tschau Torsten
 
Man kann an der Motornummer erkennen um was es sich für einen
Motor gehandelt hat.
Ein Motor mit der Nummer zb. 108 920-10-.....ist ein Schalter gewesen.
Ein Motor mit der Nummer zb. 108 920-12-.....ist ein Automatik gewesen.
Also -10- Schalter -12- Automatik.
Gruß Horst
 
Super Horst, das hilft doch schon mal deutlich weiter!

Hast du ne Liste oder woher kommt die Info hab da leider nichts wo ich nachschlagen könnte!

Tschau Torsten