Hintertuxer Gletscherkönig 2022, das sechste Treffen

Es sind ja auch wunderschöne Bilder und ein toller Bericht. Nur leider erst nach langem Downloadzeiten für mich sichtbar.
Die Vorschau ist Zeitgleich mit den original Daten sichtbar.

Gruß
Jochen
 
Liebe Unimog-Freunde,

auf meinem PC sind die Ladezeiten der original aufgelösten Fotos (mit Firefox) noch hinnehmbar, auf dem Android Smartphone sind die höheren Auflösungen sofort sichtbar. Doch im Moment kann ich das nicht näher untersuchen oder ändern.

Meine Beitragsfolge wird es aber in einem anderen Format (Fotobuch, YouTube-Video o.ä.) auch noch geben.
 
Neun Grad und Hochnebel beim Aufstehen um sieben Uhr. Die Klamotten kalt und klamm, Tautropfen überall. Bis zur Abfahrt um neun Uhr dreißig ist genügend Zeit zur Vorbereitung und zu einem gemütlichen Frühstück in Werners Wohnwagen. Armin aus Unterfranken hatte sich mit seinem Massey Ferguson schon gestern zu uns gesellt und steuert ein gutes Sauerteigbrot und hausgemachten Honig bei.

Die als hochalpin bezeichnete Fahrt geht ein kurzes Stück ins Tal hinab und biegt dann abrupt links in eine Nebenstraße ab, die sofort den zweiten Gang erfordert. Schon kurz darauf wechselt der Belag und wir fahren in engen Serpentinen auf lehmig schmierigen grauen Schotterwegen, die regelmäßig durch Querrinnen zur Wasserabfuhr unterbrochen werden. Der Unimog klettert mit Allrad im zweiten Gang souverän hinauf. Auf den seltenen nicht so steilen Abschnitten kann auch mal in den dritten Gang geschaltet werden. Vorbei geht’s an der Bichlalm weiter steil und in Kehren nach oben. Eine Wasserdurchfahrt ist auch dabei. Je höher wir kommen, desto diesiger wird es. Man hört die Motoren weit unterhalb fahrender Traktoren, doch sehen tut man sie noch lange nicht. Oben am Tuxerjoch-Haus auf 2338 m.ü.M. angekommen dauert es eine Weile, bis die nächste Gruppe mit Gebrumme aus dem Nebel auftaucht. Angesichts der respekteinflößenden Höhe und Steilheit der Route sind ein paar Teilnehmer das letzte Stück lieber nicht gefahren.
 

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Tuxerjoch-Haus auf 2338 m.ü.M.
 

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Nach Mittagsrast mit Selbstbedienungs-Bewirtung im Tuxerjoch-Haus gibt es eindringliche fahrtechnische Instruktionen für die Fahrt bergab. Spätestens jetzt wird klar, warum die Traktoren eine Differentialsperre benötigen.
 

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Es geht denselben Weg wieder zurück bis zur Bichlalm auf 1695 m.ü.M., wo nochmal Rast gemacht wird. Die Kuhdichte ist hier sehr groß und dementsprechend muss man gut aufpassen, wo man hintritt. Gegen 15 Uhr löst sich das Teilnehmerfeld Richtung Quartier auf. Und es nieselt wieder ein wenig.
 

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Im Hintertuxerhof gibt es einen Grillabend „Essen wieviel Du willst“, der gut angenommen und am Ende gelobt wird. Der Himmel reißt auf und ein paar Sterne sind auch zu sehen.
 

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Ein tragischer Unfall bei der Abreise des Georg Lüttmann überschattet leider das Event, wie mir Werner gerade mitgeteilt hat:

Zitat Augsburger Zeitung

Ein 82-jähriger Autofahrer erkennt die Baustelle auf der B2 nicht – und fährt in ein Unimog-Gespann. Es kommt zu einem tragischen Zusammenstoß bei Bäumenheim.


Ein schwerer Unfall ist am Samstagabend auf der B2 bei Bäumenheim geschehen. Gegen 18.40 Uhr wurde der Polizeiinspektion Donauwörth ein Unfall im aktuellen Baustellenbereich der Bundesstraße gemeldet. Ein 72-jähriger aus Niedersachsen stammender Mann war mit seinem Unimog und angehängtem Wohnwagen auf dem Nachhauseweg. Er befuhr bereits den auf eine Spur verengten Baustellenbereich in Richtung Norden.

Ein 82-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Ansbach näherte sich dem Baustellenbereich auf der linken Fahrspur und erkannte aus nicht bekannten Gründen offensichtlich die dortige Baustelle wie auch die Vorwegweisung auf die rechte Spur nicht. Ungebremst fuhr er in die Warnbaken der Baustellenabsperrung auf der linken Spur und räumte die Baken auf einer Strecke von etwa 200 Meter ab.
Dutzende Kollisionen mit den Warnbaken bei Bäumenheim

Durch die dutzenden Kollisionen zog der Pkw-Fahrer nach rechts und prallte in das mittlerweile neben ihm fahrende Gespann des 72-Jährigen. Dieses wurde dadurch auf das rechte Bankett geschoben. Das Zugfahrzeug prallte dort gegen einen Baum, überschlug sich und kam anschließend im angrenzenden Feld auf dem Dach zum Liegen. Der Fahrer wurde bei dem Anprall aus dem Führerhaus geschleudert und blieb schwer verletzt neben der Bundesstraße liegen.

Der Wohnanhänger wurde abgetrennt und blieb auf dem Feldweg neben der Fahrbahn stehen. Der schwer verletzte Unimogfahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 40 in das Uniklinikum Augsburg geflogen. Der Pkw-Fahrer und dessen 79-jährige Beifahrerin wurden mit leichteren Verletzungen vom Rettungsdienst in die Donau-Ries-Klinik gebracht. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 55.000 Euro.

Während der dreistündigen Unfallaufnahme war die Bundesstraße in Richtung Norden gesperrt. Für die Umleitung des Verkehrs und Unterstützungsmaßnahmen waren die freiwilligen Feuerwehren aus Asbach-Bäumenheim und Mertingen mit 50 Kräften vor Ort. Das BRK war mit zwei Notärzten und drei Rettungswägen im Einsatz. Die ebenfalls verständigten Mitarbeiter der Straßenmeisterei Nördlingen bauten noch in der Nacht die Baustellenabsicherung wieder auf und kümmerten sich um die Reinigung der Fahrbahnoberfläche. Während der Sperrung kam es zu erheblichen Rückstauungen auf der Bundesstraße. (AZ)
 
Wir hoffen und beten für ihn
 

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Hallo zusammen,

Christoph, Gratulation zu deiner Reportage. Du hast uns ja fast live teilnehmen lassen.

Fun Fact: Ich war vorletzte Woche eine Woche in Hintertux im Urlaub und hatte mich schon gewundert, warum dauernd beflaggte Traktoren Staus verursachen. Erst am vorletzten Tag meiner Abreise habe ich von dem Event erfahren (200 Meter hinter meinem Hotel). Sonntags wollte ich noch Fotos machen, aber eine Ausfahrt ist mir zuvor gekommen - mit dem Ergebnis, dass die einzige Straße durch das Tal durch die Ausfahrt blockiert wurde. Trotz Engen und vielen uneinsehbaren Kurven/Hügel haben Autofahrer lebensmüde Überholmanöver gestartet. Absoluter Wahnsinn.

Zum Thema "Fotos" - an meinem Mac sind die Fotos immer sofort in der Voransicht da und werden schnell angezeigt. Ich vermute, dass die Fotofunktion an bestimmten Endgeräten/Systemen Probleme bereitet. Schickt mir gerne mal Screenshots und Infos zu Euren Geräten.
 

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Vorletzte Ausfahrt Tagesablauf: 6:30 nur 3°C draußen und auf der Schlafpritsche, 7 Uhr Frühstück in Werners warmem Wohnwagen, 7:45 Fahrerbesprechung, 8:00 Abfahrt, 11 Uhr Ankunft auf dem Penken, 14 Uhr Rückfahrt, 16:30 Tanken von synthetischem Dieselkraftstoff im Hotel, 17 Uhr Duschen. So lässt sich vom Tag kurz berichten. Doch um das zu beschreiben, was wirklich war, fehlen mir eigentlich die Worte.
 

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Die zweite Nachthälfte war schon sternenklar gewesen und der Vormittag beginnt wolkenlos. Nach kurzer Talfahrt geht es wieder links hinauf in die Serpentinen, teilweise durch dichten Wald auf schlechten Schotterwegen. Die Schlange ist noch länger als am Vortag. Von 240 Fahrzeugen ist die Rede, die teilweise auf der Strecke an der Seite wartend dazukommen. Und eine Startnummer 300 wurde gesichtet.
 

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Der Unimog benötigt wieder Allrad und meist den zweiten Gang. Nur einmal zwischendurch ist der Weg so flach ansteigend, dass ich kurz im Dritten und Vierten mit Vollgas fahren kann. Nach drei Stunden kommen wir in 2095 Metern Höhe über dem Meeresspiegel auf dem Penken an und werden von anderen Touristen und Kühen unterschiedlich begrüßt. Eine Kuh zeigt sich leicht aggressiv und mancher Passant rümpft die Nase. Doch überwiegend sind die Kühe friedlich und die Passanten erfreuen sich an dem einzigartigen Ereignis und der Farbenpracht der Fahrzeugansammlung. Kinder dürfen auch mal aufsitzen und Erinnerungsfotos werden geschossen.
 

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Die Teilnehmer genießen das herrliche Panorama bei etwa 13 Grad Lufttemperatur und nutzen die vielfältige Gastronomie oder genießen eine kurze Gondelfahrt zur Mittelstation und wieder hinauf. Es wird zunehmend bewölkt. Morgen soll es bis auf 2000 Meter herunter Frost geben und Regen dazu.
 

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Auf der Rückfahrt, die einer etwas weniger anspruchsvollen Route folgt, sind die Blicke ins tief eingeschnittene Tal respekteinflößend. Ein Traktor hat eine Panne und muss vom hoteleigenen Abschleppdienst an den Haken genommen werden. Das verzögert natürlich die Rückfahrt der dahinter Fahrenden.
 

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Viele Rückkehrer nutzen das Tankangebot des Hotels und reihen sich dort in die Warteschlange ein. Es gibt synthetischen Dieselkraftstoff zum Preis von zwei Euro je Liter. Anwender berichten von weniger Rauch aus dem Auspuff und von einem weicheren Lauf des Motors. Geworben wird hauptsächlich mit seiner CO2-Neutralität.
 

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