Hinweis für Forstmog-Besitzer - Ursache für Bremsausfall

martin71

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16. Aug. 2010
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Liebe Forst-UNIMOG-Besitzer mit Forst-Unterfahrschutz/Achsschutzplatten,
ich möchte Euch an meinen Erfahrungen teil haben lassen um Euch vor ähnlichen Problemen zu schützen.
Vor einigen Monaten hatte ich in einer Autobahnausfahrt mit 80 km/h einen ca. 80%tigen Bremsausfall gehabt. Zum Glück ist das mit Bestbremskraft, Motor- und Handbremse gut ausgegangen.
Als Ursache dafür meinte ich nach gründlicher Durchsicht einen undichten Radbremszylinder gefunden zu haben. Den hatte ich gegen einen neuen ausgetauscht. Jedoch irritierte mich die sehr geringe Menge an ausgetrettener Bremsflüssigkeit unter der Staubkappe des Radbremszylinders. Dies passte nicht zu dem komplett leeren Bremsflüssigkeitbehälter, also der Ursache für den Ausfall. Den Bremsflüssigkeitsbehälter hatten wir bei der notwendigen Entlüftung nach dem RBZ-Tausch wieder komplett aufgefüllt. Mein ungutes Gefühl bestätigte sich nach ca. 150 km weiterer Fahrt. Da war mit neuem RBZ der Bremsflüssigkeitsbehälter bereits wieder halb leer. Jedoch lies sich nirgendwo so richtig Bremsflüssigkeitsverlust erkennen. Ich bin mehrfach an verschiedenen Tagen unter dem UNIMOG durchgerollert, hatte aber nichts gefunden. Doch dann hatte ich leichte Lackblasenbildung an der Forst-Achsschutzplatte der Vorderahcse entdeckt. Ein ähnliches Bild zeichnete sich im Bereich des Gußbügels ab, mit dem die Platte an der Vorderachse befestigt ist. Dieser Gußbügel hat eine Aussparung für die Bremsleitung. Die Bremsleitung ging jedoch nicht mittig mit entsprechend Freigang durch die Ausparung durch, sondern lag einseitig an. Die Fortschutzplatte war mit dem Bügel nicht richtig an der Vorderachse fixiert und hatte ca. 3 - 4 mm Höhenspiel. Dadurch hat es bei jeder Fahrbahnunebenheit durch die Relativbewegung und der anliegenden Bremsleitung die Bremsleitung kontinuierlich aufgeschäuert bzw. die Restwandstärke immer weiter reduziert. Als ich den Fehler gefunden hatte, war die Bremsleitung noch nicht aufgeschäuert, d.h. es war kein Loch zu sehen, sondern es war nur geringe Restwandstärke. Durch diese geringe Restwandstärke trat anscheinend nur geringfüg Bremsflüssigkeit aus. Deswegen war auch an der Achse keine direkter Flüssigkeitsaustritt zu sehen, da die jeweils gering austretende Flüssigkeit unter den Lack kroch.
Ich habe die Bremsleitung ausgetauscht und Gummielemente zwischen Achse und Gußbügel eingesetzt, da ich den Bügel mit den Muttern nicht so fest anziehen konnte, so dass dieser kein Spiel mehr hatte. Jetzt ist dieser durch die Gummielemente spielfrei und die Bremse funktioniert wieder einwandfrei.
Da ich den Forstmogbesitzern mit Forst-Achsschutzplatten die Erfahrung eines Bremsausfalls ersparen möchte, empfehle ich Euch, bei Gelegenheit den Festsitz der Platten und den Verlauf der Bremsleitung durch den Gußbügel zu überprüfen. Jedoch hoffe ich, dass mein Fall einen Einzelfall bleiben wird und bei Euch Alles in Ordnung ist. Aber sicher ist sicher!

Monster 16-11-20 Bremsleitung.jpgDurch das Höhenspiel der Fortschutzplatte angescheuerte Bremsleitung


Monster 16-11-20 Bremsleitung II.jpgDemontierter / Verschobener Gußbügel, mit dem die Platte an der Achse befestigt ist

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin

vielen Dank für den Hinweis! Grade nochmal gut gegangen.

Hatte sowas ähnliches an der Hinterachse. Der Verteiler auf dem Differential hat beim Einfedern vermutlich durch Verbiegung durch einen Ast oder ähnliches am Halter der Handbremsseile geschliffen.
Dadurch ging ein Kreis leer aus dessen Behälter auch die Kupplung gespeist wird....
Hatte das Problem dass die Kupplung nicht mehr getrennt hat.... War auch nicht einfach zu halten.
Bemerkt hatte ich es beim Holzmachn als ein Kollege drin sass und durch schrägen Lichteinfall ein ganz feiner Sprühnebel zu erkennen war.....

Hatte aber auch Glück dass nichts weiter passiert ist...

Bis dahin allzeit gute Fahrt!

Gruss Michael
 
Das beschriebene Problem dürfte nicht nur auf den Forst Mog zutreffen.
Ich hatte vor zwei Jahren das gleiche Problem. Bei mir ging die Bremsleistung sporadisch drastisch in den Keller. In der Stadt wäre deshalb beinahe einmal in ein, vor mir anhaltendes, Auto gerauscht. Bei der Fehlersuche konnte man auch bei mir gestauchte Bremsleitungen an der Vorderachse erkennen. Das Schadbild war recht eindeutig. Rechts und links an der VA waren Spuren die vom Ausbau der Achse her rührten. Hier wurde die Achse ganz offensichtlich mit einer Kette nach vorne gezogen. Dabei wurden die, auf der Rückseite der Achse verlegten, Leitungen gequetscht.
 
Hallo Martin
Danke für den wertvollen Tipp.Ich hoffe ich denke bei der anstehenden Restaurierung daran.
Gruß Klaus
 
Servus Klaus,
was hältst du von einer Check- oder Todo-Liste, bei der Du Dir die Dinge, die Du kontrollieren bzw. abarbeiten willst, einfach aufschreibst?
Viel Erfolg bei der Restauration!

Viele Grüße
Martin