HKH selberbauen ?

hallo Mogler
zwischen den Zeilen lesen.
Die Funktionsweise des Mengenteilers ist sicherlich richtig wiedergegeben. Aber was da nicht erwähnt wird ist, das bei Hebebühnen nach UVV Lasthalteventile vorgeschrieben sind. Dies bedeutet wenn der Förderdruck nachläßt sind die Zylinder gesperrt und ein interner Ausgleich kann nicht mehr stattfinden.

Gruß Mazn
 
Hallo Freunde,
es tut mir ja saumäßig leid, aber das Problem habe ich immer noch nicht verstanden!
Wo liegt denn das Problem, wenn die Unterlenker ungleichmäßig belastet werden bzw. wenn der eine Zylinder schneller ausfährt als der andere?
@mazn01: Warum soll man nur langsam mit niedrigem Schwerpunkt fahren dürfen??
OK, durch ein Druckbegrenzungsventil könnte im Falle eines Falles der Öldruck so gehalten werden, dass sich nicht gleich alles in seine Einzelteile zerlegt!
Grundsätzlich ist die Lösung von Stephan eine alternative für die Luftzylinder der alten 411er!!
Grüße,
Joachim
 
Also noch mal langsam zu mitdenken.
Stell dir mal vor du hängst am HKH einen stehenden Spalter an. Hohes Teil mit hohem Schwerpunkt.
Du hebst die Last an und solange sich das Gewicht gleichmäsig auf die beiden Unterlenker verteilt ist alles noch im grünen Bereich.
Jetzt gehen wir mal von einer rechtskurve mit schönem Schlagloch bei 30kmh vor.
Der Schwerpunkt wird nach links verschoben und durch die Unebenheit verstärkt.
Die Auswirkung:
Der rechte Unterleger geht hoch der linke um die selbe länge nach unten. Der Oberlenker schwenkt mit der Masse nach links.
Überlege mal bei einer höhe von 2m des Spalters wie weit der oberste Punkt sich nach links neigt. Dann überlege dir mal die Kräfte, welche da wirken. (auch im Bezug von Schäkel als Zylindergabeln)
Auch wenn hier immer wieder gesagt wird nur 250 kg heben.-
a, es wird mit Sicherheit mal mehr
b, bei einem Schlagloch werden aus 250kg schnell tonnen
c, selbst für 250kg ist die Anlage auf den Fotos zu schwach.

Bin selber leidenschaftlicher Bastler, der von meinen Mitbastlern auch immer wieder gedämpft werden muß.
Aber ich möchte euch hier eine Frage stellen, über die ihr Nachdenken solltet:

Machbar ist vieles. Schnell Zusammengeschweißt auch. Billig wars sowieso weil nur verwendet wurde was da war. Gehalten ? Na ja müßte gerade mal so gehen, weil sieht gut aus.

Währe dies einen Unfall womöglich mit Verletzten wert ?

Denkt mal nach und lieber noch ein paar Kilo Metall mehr dran ein paar Euros mehr ein paar Stunden mehr.

Noch ein Spruch eines guten Freundes:
Stell dir vor es ist Berufsverkehr und du verlierst in München am Mittleren Ring deinen Schwader!!!!!!!


Grüße Mazn
 
Die beiden oberen und unteren Zylinderarbeitsräume rechts und links sind miteinander verbunden, so dass ein Austausch der Ölvolumina ohne Mengenteiler und Vorspannventil möglich ist. Allerding wenn die Zylinder in Transportstellung bis zum Anschlag ein bzw ausgefahren werden, ist die Anlage starr.
An alle Holzspalter und Sägen-transporter. Grundsätzlich sind angehobene Lasten beim Transport zusätzlich zu sichern, da die Hydraulik in technischer Hinsicht nicht als Transportsicherung gilt.
 
Hallo Helmut
Aussage über geht bei ganz eingefahren bzw ausgefahren geht stimmt.

Zu deiner Sache mit der Transportsicherung:
Wurde mal mit Schlepper und Maissähgerät aufgehalten.
( hängt am HKH) weist du eigentlich was da die Ladungssicherung ist??

Lösung lt. Tüv Bayern
Der Oberlenker

Grüße aus Bayern
Mazn
 
Ein Nachtrag:

Der Mengenteiler funktioniert ja scheinbar nur, wenn Druck anliegt: Wenn man nun statt der normalen Zylinder welche mit hydraulischem Sperrventil nimmt, also z.B. hydraulische Oberlenker - funktionierts dann???
Andererseits kosten hydraulische Oberlenker schon wieder soviel, dass man sich fragen muss, ob man nicht einen echten gebrauchten HKH kauft.

Grüße Christian
 
@ Mazn
ich fass das nicht, weiß nur nicht, ob ich über soviel geballten Sachverstand lachen oder weinen soll. :rums:
Wie heißt es doch,
muß mit einer Einrichtung versehen sein, die unbeabsichtigtes Absenken der Last bei Schlauchbruch verhindert.
Muß ich also jetzt den Oberlenker unten anschlagen? Weiß der TÜV überhaupt was ein Oberlenker ist bzw wozu der dient?
 
@ mazn01: Es ist mir durchaus klar (und ich denke, dass hierfür ein logischer Menschenverstand ausreicht), dass ich mit einem hohen Schwerpunkt langsamer in eine Kurve fahren muss! Ich denke da nur an meinen 411er, der zum Brennholzfahren über das Verdeck hinaus mit Buchen beladen ist...
Wo ich dir recht geben muss, ist dass ein Schäkel schon relativ schwach für so eine Konstruktion ist!
Ich möchte keinen Holzspalter transportieren, sondern eine Seilwinde. (Daimlerwinden viiiiiel zu teuer und ohne Aufspuleinrichtung). Und die ist entweder ganz abgelassen (zum Rücken) oder ganz oben (zum Fahren). Ich bin immer noch der Meinung, dass es mit so einem HKH problemlos zu realisieren ist. (Unter Beachtung von Schwerpunkt oder mechanischen Grenzen der Belastbarkeit)
Grüße,
Joachim
 
Hallo
ich denke auch über einen Eigenbau nach .
Aber!!!!!
Was passiert wenn man bei der Bauweise letztes Bild die beiden Unterlenker miteinander starr verbindet und dann die Hinterachse verschränkt?
Hat sich schon mal jemand gedanken gemacht was da für Kräfte und Spannungen auftreten?(die auch auf Achse und Rahmen wirken)
 
Hallo Helmut
zur Aussage vom TÜV gilt wie immer
Wissen ist macht, nichts wissen.....

War bei mir aber wirklich so. Wie gesagt mit Schlepper und Sähmaschine auf der öffentlichen Straße. Warntafel und Licht vorhanden und in Betrieb.
Durch das Gewicht der Bestellkombi war ein schaukeln normal. Die haben vermutlich gemeint Fahrer ist besoffen.
Nach der Kontrolle von Papieren Führerschein Verbandskasten Warndreieck... waren die Freunde der Grünen Farbe vermutlich Depressiv.
So wurde weitergesucht Reifen Gewicht.....
Und dann ---- Ah Ladungssicherung
Ab da ging ich von versteckter Kammera oder Alkohol im Dienst aus.
2 Tage später mußte ich mit dem Gespann zum Tüv.
Ohne Befund !!!! und Transportsicherung in Form des Oberlenkers vorhanden.
Aber zu entlastung des TÜVlers möchte ich sagen, daß dieser die Sache auch irgenwie lächerlich fand und so schnell zum Ende kommen wollte.

Er traf auch folgende Feststellung
Das am HKH angebaute Gerät ist selbst bei ausfall der Hydr. nicht ohne Fremdeinwirkung zu verlieren.

Grüße aus Bayern
Mazn
 
Charlymuckemann schrieb:
Hallo
ich denke auch über einen Eigenbau nach .
Aber!!!!!
Was passiert wenn man bei der Bauweise letztes Bild die beiden Unterlenker miteinander starr verbindet und dann die Hinterachse verschränkt?
Hat sich schon mal jemand gedanken gemacht was da für Kräfte und Spannungen auftreten?(die auch auf Achse und Rahmen wirken)

Hallo Matthias,

fest geschweisst werden dürfte es auf keinen Fall, höchstens wie bei dem Schlepperdreieck fixiert, nützt aber für das Problem nichts.

Gruss

Martin
 
Hallo
habe mal eine Skizze gemacht um das Problem zu verdeutlichen.
Wenn die Achse sich verschränkt müßte ein Zylinder laänger der andere kürzer werden.
Ich denke man darf die Unterlenker nicht an der Achse befestigen wenn man den HKH starr machen will um das auspendeln des Gewichts zu verhindern.
bild_2.jpg
 
Tolle Zeichnung!
In der rechten möchte ich aber lieber nicht mehr am Steuer sitzen.

Zum Problem
Bei einem HKH sind in der regel überall Kugelgelenke. die müßten eigentlich für genug freiheit sorgen.

Sie sollten bei dieser Version ebenfalls verwendet werden

Mazn
 
Hallo Mazn
in der Regel sind alle Drehpunkte mit einer Kugel versehen aber wir haben uns ja auch darüber unterhalten die beiden Unterlenker Star miteinander zu verbinden um dem internen hdraulischen Ausgleich entgegen zu wirken.
Obwohl, wenn ich nochmals darüber nachdenke wäre es bei starr miteinander verbundenen Unterlenkern zwingend erforderlich das die Zylinder intern ausgleichen den wenn sich die Achse zum Rahmen verschränkt und somit auch der HKH sich zum Rahmen verdreht muß ja ein Zylinder länger und einer kürzer werden. Bei Sraßenfahrtwürde der HKH auch immer parallel zur Achse bleiben. Man müsste nur mind. dem Drehpunkt zwischen Zylinder und Unterlenker eine Kugel verpassen.
[/b]
 
Wie funktioniert das eigentlich bei den Frontpolterschildern von Werner oder Glogger? Da sind doch auch zwei Hydraulikzylinder, welche direkt das Polterschild anheben, oder verwechsle ich da was? Ist aber nur bedingt vergleichbar, da ja nicht mit Achse verbunden. Wäre doch mal was anderes, ein Frontpolterschild zu einem Heckkraftheber umzurüsten! :D

Grüße
 
Hallo,

der grundsätzliche unterschied zwischen (standard) HKH und FKH ist, daß der HKH an den achsen angelenkt ist (um zugkräfte der anbaugeräte direkt dahin zu übertragen), der FKH aber nur direkt am rahmen hängt. das verschränkungsproblem ergibt sich deshalb da nicht (in der genannten form). lediglich bei arbeitsgeräten, die parallel zum boden geführt werden (mäher, schneeschild, besen, etc) muß im abgesenkten zustand eine verschränkung möglich sein, damit sich das gerät dem boden anpassen kann.

wenn man also den HKH nur zum heben von leichteren geräten und nicht für schweren zug verwenden will, dann könnte man den auch ausschließlich (über einen hilfsrahmen) an den rahmen anbauen.
das verschränkungsproblem der achse beim transport fällt damit weg.
was bleibt, ist immer noch die verschränkung beim arbeiten, welche aber für säge, spalter, winde völlig egal ist.

nachteil: man kommt weiter von der achse weg, damit ungünstigere lastverteilung. aber das dürfte ja hier nicht stören.

mfg,
Andreas
 
Noch was zum sichern der geräte beim transport:

- Wie werden die geräte beim HKH "offiziell" gegen absenden gesichert ?
(hab' noch keine vorrichtung dafr gesehen ...)
wenn überhaupt - muß gegen "verlieren" gesichert werden, oder gegen absenken und aufsetzen auf dem boden ??
verlieren der geräte ist ja normalerweise ausgeschlossen, was auch die TÜV-story weiter oben erklären würde ! absenken - na ja, dann knallt das gerät eben bei voller fahrt auf den boden, wenn ein schlauch platzt...

- Wie ist das bei Frontladern ?? oder FKH ? genauso ?

davon abgesehen habe ich noch nie einen bauern gesehen, der irgendwie seinen hydraulischen HKH irgendwie gesichert hätte ... muß aber nichts besagen.

mfg,
Andreas
 
Hallo,
die Unimogtypische "offizielle " Transportsicherung ist ein Hydraulikabsperrhahn der vor den HUbZylindern eingebaut ist. Beim Unimog lässt dieser Hahn Hebebewegungen zu aber kein senken der angebauten Geräte. Vgl.Bedienungsanleitung oder auch Aufkleber im Führerhaus.

Gruss Andreas
 
um diesen ganzen problemen aus dem weg zu gehen ist es einfacher
den originalen hkh nachzubauen. :flex:
man kauft sich 2 lagerböcke ,eine passende welle und schweißt daran die hebel. der zylinder wird im rahmen versenkt und an die hebel kommen spindeln von einem alten trecker :idea:
 
Hallo Christoh

hallo Theorie. Mach mal so auf die Schnelle. Kannst ja dann bei meinem Beitrag HKH selberbauen ein Arbeitsbericht deine Fortschritte einstellen.
Viel Spaß beim berechnen von Scherkräften Biegelasten usw.
Schauen wir mal was rauskommt.
warte auf deine Ausführungen
Mazn