Höchstdrehzahl OM352

Elefantenrollschuh

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25. Jan. 2023
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Guten Morgen,

Ich habe den Mog vom Schwarzwald nach München überführt und laut Drehzahlmesser immer 3200 Umdrehungen gehabt um auf die 70kmh zu kommen.
Ölverbrauch ein Liter pro hundert Kilometer, Diesel so gut 22 Liter pro 100 km.
Jetzt habe ich Wynns Oil Charger, ein Reinigungszusatz, ins Öl gekippt.
Danach Ölwechsel und jetzt ist die Drehzahl bei 70kmh plötzlich nur noch bei 2600 ca.
Alles sehr schön und soweit gut. Ölverbrauch noch nicht gemessen.
Aber müsste da nicht ein Drehzahlegrenzer sein?
Ich kann jetzt locker über 80kmh fahren dann natürlich auch wieder bei 3200.
Gesund ist das ja wohl nicht oder ist die Drehzahl unbedenklich? Im schein steht 2580.
Vom PKW kenn ich halt bei Benzinern, mehr ist ungesund. Beim Unimog auch??

Viele Grüße Hannes
 
Hallo Hannes,

das durch einen Ölzusatz sich das Verhältnis Drehzahl - Geschwindigkeit ändert halte ich für eine verspäteten Aprilscherz.
Die Drehzahl und die Geschwindigkeit sind über die Raddurchmesser und Übersetzungsverhältnisse der einzelnen Getriebe fest mit einander verbunden.
Einzige logische Erklärung für Deine Darstellung wäre wenn Du vorher in einem kleineren Gang gefahren bist und später in einem anderen höheren Gang.
Die Enddrehzahl wird über die Einstellung der Einspritzpumpe festgelegt.
So aus dem Bauch heraus halte ich einen Ölverbrauch von 1Liter pro 100km für sehr hoch und nicht gesund, aber ich bin kein OM352 Spezialist und weiß nicht was für den Motor als Normal angegeben ist.
 
Hallo Jürgen
Das ist kein zusatz sondern wird zum lösen von z.bsp festgebackenen Kolbenringen verwendet, somit steigt die Kompression.
Hatte ich zunächst auch nicht geglaubt, ist aber tatsächlich so.
Dreht auch leichter hoch.
Aber die Frage ist ja ob ich jetzt mit Vollgas sprich höherer Drehzahl fahren kann.
Manch hab ich gehört drehen ja an der einspritzpumpe um diesen Effekt zu erreichen .
Wäre natürlich schön mit 10kmh schneller fahren zu können
Mit freundlichen Grüßen Hannes
 
Hallo Hannes,

es ist egal ob dies Wundermittel ein Öl- Zusatz oder ein Reinigungsmittel ist. Es kann auf keinen Fall die Übersetzung Deiner Motor- Getriebe- Achsen-Räder Kombination ändern. Wenn Du diesen Drehzahlunterschied jetzt wirklich festgestallt hast bist Du in einem anderen Gang gefahren.
In Deinen Papieren ist ja nicht nur die Drehzahl (von Dir genannt 2580 U/min) sondern auch noch eine Leistung zu der die Drehzahl passt. Wenn der Motor jetzt deutlich höher dreht ist bereits an der Einspritzpumpe gedreht worden und diese neue Drehzahl und vor allem Leistung und Höchstgeschwindigkeit wurde nicht eingetragen. Dies würde ich überprüfen und schnellst möglich nachtragen lassen.
Der Motor selbst hält die Drehzahl aus solange er dabei nicht zu heiß wird. Wenn aber die Betriebstemperatur im normalen Bereich 80°-90°C ist das für den Motor selbst nicht schlimm. Leiden können eventuell Zusatzaggregate wie Luftkompressor und Hydraulikpumpe wenn sie über ihrer Höchstdrehzahl dauerhaft betrieben werden. Allerdings habe ich keine Kenntnis über die Grenzdrehzahlen Deiner Komponenten.
 
Vielen Dank Jürgen
Also einen anderen, niedrigeren Gang ist ausgeschlossen.
Dieses wunderzeugs ist dafür verantwortlich.
Klingt komisch ich weiß ist aber so. Es soll verklebte Kolbenringe lösen und somit die Kompression wieder erhöhen. Hätte gewettet dass das nie funktioniert.
Aber das nur am Rande.
Du hast meine Frage beantwortet.
Dem Motor schadet es nicht wenn er höher dreht, das mit der Eintragung ist natürlich eine andere Sache.
Vielen Dank. Viele Grüße Hannes
 
Hallo,

also mir geht es hier ähnlich wie Jürgen. Ich habe gerade zweimal gelesen um nochmal zu checken, ob ich richtig gelesen habe.
Aber solange du nicht Drehzahl oder Getriebe, Achsen, Reifen, irgendwas weiteres geändert hast, muss deine Geschwindigkeit bei gleichem Gang und gleicher Drehzahl gleich bleiben. Selbst wenn du nen neuen Motor einbaust, ändert das ja nichts am Verhältnis Getriebe Eingangswelle zur Straße.
Zusätzlich wenn sich da irgendetwas an der Übersetzung getan hätte, dass der bei gleicher Drehzahl schneller wird, dann würde das ja auch bei langsameren Drehzahl passieren bzw anderen gängen, wenn's nur am Öl liegt.

Da wäre jetzt Jürgens Theorie des falschen Gangs.
Ich gehe Mal davon aus es handelt sich um einen 406?
Da sind die Zwischengänge doch 30% kleiner der ganzen Gänge. Aber 70/80 km/h ist ja eher die Hälfte.

Wie hat sich denn der Unimog angehört? Zwischengänge wären klingen ja surrender als die ganzen.
Eine veränderte Drehzahl hat ja auch veränderten Motorklang? Ist der gleich geblieben. Vielleicht hat sich ja da was getan. Wer weiß ob wegen irgendwas der Drehzahlmesser dir nur was falsches angezeigt hat. Frei nach dem Motto wer misst, misst Mist. Wie auch immer das entstehen könnte. Ist ja aber erstmal egal.
Dann hat der Motor warum auch immer vorher wirklich nur weniger gedreht und geht jetzt hoch.


Oder verstehen wir dich beide Falsch und du willst dich nur sagen, dass dein Unimog vorher bei Vollgas nur 70 gefahren ist und nach dem Ölwechsel bei Vollgas 80 und die erwähnten Drehzahlen Vollgas in genannten Situationen waren?
Sonst haben wir wohl den ersten Unimog mit CVT das über Motoröldruck geregelt wird oder so.


Und zum Ölverbrauch: Konkret kann ich dir nichts sagen zu dem Motor, aber wenn der lange stand brauchen die am Anfang was. Das sollte sich aber wieder legen.
Wenn nicht und es nicht im Auspuff oder am Block raus kommt eventuell andere Stellen Mal gucken. Ich weiß nicht ob sich Motor und Luftpresser einen Ölkreislauf teilen, weil da kann ja auch ungesehen was verloren gehen.


Gruß ein stark verwirrter
Sebastian
 
Hallo miteinander.
Kam mir auch seltsam vor.
Aber wenn das Zeugs die verkleben Kolbenringe wieder locker macht, dann hab ich mehr Kompression.
Ich habe nichts anderes gemacht.
Bei Vollgas und Drehzahlmesser am Anschlag lief der 70 und hat geraucht und gestunken
Jetzt kaum noch und dreht auch leichter hoch.
Ölverbrauch muss ich noch mehr fahren um zu messen.
Hätte das auch für Hokuspokus gehalten.
Ist aber so.
Grüße Hannes
 
Hallo Hannes,

nocheinmal ganz deutlich. Kein Wunderzeug dieser Welt kann die mechanischen Gesetze in Deinem Antrieb aushebeln. Es kann vielleicht dafür sorgen, dass sich Ablagerungen lösen und der Motor wieder näher an seine ursprüngliche Leistung herankommt. Aber es kann nicht sein dass Du abhängig von dem Zeug eine andere Geschwindigkeit bei gleicher Drehzahl oder eine andere Drehzahl bei gleicher Geschwindigkeit bekommst. Dies ist schlichtweg mechanisch nicht möglich.
Der Motor ist mit seiner Drehzahl immer fest mit dem Getriebe , den Achsen und Rädern verbunden. Es sei denn die Kupplung würde durchrutschen. Das hat aber wieder nichts mit dem Motor zu tun. Du hast bei Deinen Testfahrten irgend etwas anders gemacht. wie schon geschrieben, anderer Gang.
Ich kann schon glauben, dass der Motor vielleicht jetzt besser geht. Ob das an dem Mittel liegt oder er einfach jetzt mehr freigefahren oder beides zusammen mag sein, aber dass er jetzt bei gleicher Drehzahl schneller fährt ist nur so möglich wie ich geschrieben habe. Anderer Gang oder rutschende Kupplung.
 
Hallo,
Lassen wir das einfach mal so stehen.
Die Frage war ja ob der Motor die höhere Drehzahl verträgt da ja nur 2550 eingetragen sind.
Somit ist es dann ja kein Problem wenn ich mit 3200 fahre.
Abgesehen von den nebenagregaten.
Danke für dieinfos und tschuldigung für die Verwirrung.
Grüße Hannes
 
Hallo Hannes,
ja, technisch hatten wir das erörtert.
Aber ein anderes von mir auch schon angesprochenes Problem gibt es schon noch. Wenn Du mit einem "getunten" Motor ohne entsprechende Eintragungen unterwegs bist fährst Du ohne Zulassung und im Schadensfall ohne Versicherung.
 
Hallo Jürgen,
Ja das hab ich verstanden.
Muss ich mich kümmern schnellstmöglich.
Ich schau mal ob die einspritzpumpe zurückdrehen kann
Viele Grüße Hannes
 
Hallo Hannes

Habe schon einige OM 352 und 353 gefahren jedoch war die max. Drehzahl meist zwischen 2.900 und 3100 UPM somit auch die Geschwindigkeit bei einem
Standardgetriebe das bei 406er oder auch beim 417 eingebaut ist zwischen 75 km/h beim alten U 65 und ca 87 km/h bei standard 417er .
Es gibt jedoch welche bei denen die Fdörderpume aufgedreht wurde und somit nicht der Standardkonfiguration entsprechen wie bei 416 lanfer Radstand der annähernd
mit der gleichen Motorisierung jedoch anderen Achsen annähern 100 fährt !

GRuss Ingo
 
Hallo Hannes,

einen MOG habe ich zwar nicht, aber ein bisschen Ahnung von Motoren. Die von dir genannte Drehzahl aus dem Fahrzeugschein entspricht den normalen Gegebenheiten. Der OM352 wurde von MB über die Zeit natürlich in der Leistung gesteigert, dies auch mit Drehzahlerhöhung. In den einschlägigen Unterlagen sehe ich nur etwas von 2800rpm. Sicherlich gibt es auch hier und da Sonderanwendungen an Stromaggregaten oder Pumpen mit noch anderen Drehzahlen. Ich würde die Motoren daher auch nur bis max. 2800rpm treiben. Wir sprechen ja hier von alten Motoren, die man nicht mehr unbedingt quälen sollte. Auch quält man den Motoren wenn man in Drehzahldrückung geht. Dann lieber einen Gang runter Schalten.

Man sieht es überall, dass höhere Drehzahlen gefahren werden um die Gefährte schneller zu machen. In gewissem Maße halten die das sogar eine Zeit lang aus, aber sei dir gewiss, dass dies immer mit entsprechendem mehr Verschleiß einhergeht. An Motor und Getriebe sind dadurch schon entsprechende Schäden entstanden. Von angebauten Komponenten mal ganz abgesehen.

Hinsichtlich des Wunderzusatzes im Öl bin auch ich da eher bei den Vorrednern. Es mag sein, dass die Leistungsentfaltung (Spritzigkeit) etwas besser wird (kann aber auch einfach nur daran liegen, dass der MOG mal wieder bewegt wurde), aber eine Geschwindigkeitsveränderung bei gleichbleibender Drehzahl wäre nur mit einem stufenlosen Getriebe möglich und sowas haben die MOG nicht (zumindest die älteren Generationen). Vielleicht ist aufgrund der langen Standzeit auch einfach nur die Tachowelle bzw. Tacho selbst etwas verharzt und hat sich durch die Bewegung auch wieder etwas eingelaufen.

Gruß
Stefan
 
Guten Morgen Stefan.
Vielen Dank ich werde deinen Rat beherzigen.
Ich muss mal schauen ob da überhaupt die richtigen Daten eingetragen sind.
Das Fahrzeug kommt nämlich aus Österreich.
Viele Grüße Hannes
 
Elefantenrollschuh schrieb:
Ölverbrauch ein Liter pro hundert Kilometer, Diesel so gut 22 Liter pro 100 km.

Hallo Hannes,

Mercedes gibt im Tabellenbuch '89 u.a. für den 352 einen Ölverbrauch von etwa 0,8% des Kraftstoffverbrauchs an.
Demnach wäre das bei dir schon ganz schön viel?
 
Hallo,
Ja eindeutig zuviel.
Kommt vielleicht auch von der langen standzeit.
Der llzusatz mit Wechsel auch a 20/50 wirds hoffentlich richten..Vg Hannes
 
Hallo,

zuerst mal: Von welchem Unimogtyp sprechen wir hier denn? Welche Bereifung ist drauf?

Ich gehe jetzt mal von einem Unimog 406 aus. Der schafft bei Standardeinstellung, normal verbauter Achsübersetzung mit den oft verbauten 12,5er Reifen so etwa 75km/h. Abregeldrehzahl ist dabei ca. 2550U/min. Dabei sollte man beachten, dass der verbaute Drehzahlmesser da auch eher ein Schätzeisen ist, genauso wie manche Tachos. Ich hab schon erlebt, dass Tachos nach einiger Zeit mehr und mehr vorgehen. Falls der Drehzahlmesser elektronisch misst (Klemme W der LiMa) kann sich die Anzeige durch einen abgenutzten Keilriemen erhöhen (durch den weiter innen auf den Scheiben laufenden Riemen erhöht sich die Drehzahl der LiMa und somit die Anzeige der Drehzahl).

An nicht wenigen Unimog wurde an der Einspritzpumpe rumgefummelt und dabei durchaus auch mal die Abregeldrehzahl hochgedreht. Solange man maximal auf die Einstellung des U416 geht (2800U/min) sollte das für den Motor auch bei Dauervollgas noch halten. Darüber hinaus dürfte es halt irgendwann auf die Lebensdauer gehen oder wenn man es zu weit übertreibt, auch kurzfristig zu Schäden kommt.

Physikalisch unmöglich ist es aber, dass dein Mog durch irgendwas, was du ins Öl oder den Tank kippst, bei gleicher Drehzahl und gleicher Übersetzung schneller läuft. Entweder hattest du noch einen Zwischengang eingelegt oder dein Tacho oder Drehzahlmesser haben falsch angezeigt. Selbst eine Reifenabnutzung würde nicht zu einer anderen Anzeige führen, es sei denn, du misst die Geschwindigkeit per GPS anstatt mit dem Tacho.

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael,
Wie gesagt ich muss mal erstmal schauen ob da die richtigen Daten eingetragen sind. Ist laut Datenblatt ein 406 u900.
Passt aber mit dem Schein nicht überein.
Viele Grüße Hannes
 
Hallo
Elefantenrollschuh schrieb:
Wie gesagt ich muss mal erstmal schauen ob da die richtigen Daten eingetragen sind. Ist laut Datenblatt ein 406 u900.
Obere Volllastdrehzahl ist 2550 , da kannst du nachschauen wo du willst.
Außnahme ist die SA mit Trac-Getriebe, dort sind 110PS und 2800U/min möglich, aber der hat nur die unteren 4 Gänge.
Bei der Serienachse ist bei 3200 U/min mit 12,5er Bereifung ca 89Km/h möchlich, bei 14,5er ca 95km/h, die Getriebeversion ist unbedeutend, da der der letzte Gang die Motordrehzahl "starr" durchschaltet.
Elefantenrollschuh schrieb:
Ich schau mal ob die einspritzpumpe zurückdrehen kann
ja kann man, da wurde an der Anschlagschraube gedreht, die ist verblombt.