Hohlräume - speziell an Türen - behandeln

joagoe

New member
18. Feb. 2003
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Hallo Unimogfreunde,

ich bin grad dabei, die Türen meines 421 mit Reparaturblechen zu verschönern. Nachdem ich die vom Rost verfressenen unteren Teile entfernt habe und ich kurz davor bin, die neuen Bleche anzuschweißen, stellt sich mir die Frage, wie ich die Hohlräume an den Türen vorbehandle. Denn die sind ja dann wiederum verschlossen und nicht erreichbar...
Macht es Sinn, die Innenseiten vor dem Schweißen vom Rost grob zu entfernen und dann mit Rostumwandler zu behandeln?
Wie macht ihr das?

Viele Grüße,
Joa
 
Vielen dank für die seeeeehr schnelle Antwort!
Würdest du das Fett vor dem Schweißen aufbringen, oder wird es nach dem Schweißen durch ein gebohrtes Loch eingebracht?
Grüße
 
Um Gottes Willen, willst Du Deine Türen anzünden?

Nach dem Schweißen!

Am besten heiß machen und im flüssigen Zustand mit einer Sonde für Hohlraumkonservierung reinblasen. Das Fett wird dann wieder steif und Du hast für alle Zeiten Ruhe.
 
Alles klar,
muss der Rost vorher komplett entfernt werden, oder funktioniert das auch mit "Restrost"?
Grüße
 
Hallo,

das beste und dauerhafteste Ergebnis erzielst du natürlich, wenn der Rost vorher komplett entfernt worden ist.
Dazu die verrosteten Stellen großflächig ersetzen. Teile, die von der Substanz noch gut sind, am besten sandstrahlen.
Wo man sonst nicht dran kommt bzw. was nicht erneuert werden soll, am besten vorher mit Rostumwandler (z.B. Fertan) bearbeiten.
Die gestrahlten und ersetzten Teile müssen dann selbstverständlich erstmal vernünftig grundiert und lackiert werden, bevor du mit dem versiegeln anfängst.
Das von Michi angesprochen "Mike Sanders Fett" nutze ich auch, ist auch lt. diversen Test wohl eines der besten Produkte am Markt.
 
Das Problem wird wohl sein, dass ich nicht an alle Stellen heran komme, die mit Rost befallen sind. Von daher überlege ich mir jetzt, die Türen zu schweißen und nach dem Lackieren mit dieser Mike Sanders Hohlraumversiegelung zu bearbeiten.
Vielen Dank für die Ratschläge,
Joa
 
Hallo Joa,

schau da am besten mal auf die HP von Dirk Schucht (KSD - Langenzenn), da war zumindest mal ne recht gute Übersicht über sein Vertriebsmaterial gestanden - was wie wofür.
Fertan - hab ich schon vor Jahren angewandt, so richtig überzeugen konnte das Zeug nicht. Ist halt reine Nervenberuhigung in Hohlräumen, in die man sonst nicht reinkommt.
Mike Sanders - hat mir meinen braven Vectra erhalten. Ist gegen Rost in Hohlräumen ein brachiales Material. Allerdings solltest Du vorsichtig sein mit Dichtgummis. Die reagieren auf Kontakt damit sehr "beleidigt" und quellen auf.

Auf jeden Fall vorher alles Schweiß- und Lackierarbeiten erledigen und dann erst das Zeug's reinblasen - sonst wirst Du nicht mehr glücklich damit! Läuft im Sommer dann so schön aus den Ablauflöchern raus…

Übrigens - wenn deine Türen unten total zu sind, dann ist das der beste Garant für neuen Rost - auch/erst recht mit Mike Sanders! Schucht hatte mir da mal von Landy-Fahrer erzählt, die ihre Türen richtig mit Mike Sanders volllaufen Liesen (einige cm hoch) und sich dann wunderten, das darüber die Türen durchfaulten. Gilt also auch hier - Maß halten!


mfG
Axel
 
Hi, bin neu hier, habe eben die Uni-Bücher bestellt. habe aber Erfahrung mit Türen, da hatte ich schon immer Probleme, bis, ich ein Ford F 250 gekauft habe. Die Amis haben endgültig das Problem auf ganz einfache Weise gelöst: jede Tür hat, an der tiefste Stelle, serienmäßige gut angebrachte Einschnitte, daher kann Regenwasser und Kondens-Wasser einfach heraus-fließen und ein ständiges Luftaustausch vermeidet jede Rost-Möglichkeit. Einfach aber Effektiv! Ich werde jetzt die Türen meines U435 bohren und neu lackieren. :mog2
 
Hallo JohnDoe,

das ist mit Verlaub weder eine alleinige Erfindung der Amis noch ein Heilmittel. Die Löcher an der tiefsten Stelle der Türen ist ein uralter Hut - trotzdem werden Türen, Einstiege etc im unteren Bereich der Fahrzeuge aus gefalztem Stahlblech immer faulen, da schon wegen der Schwerkraft das ganze Wasser immer nach unten geht. Zusätzlich sorgt der Kappilareffekt dafür, das so ein Falz - sobald es die Möglichkeit gibt im Laufe der Zeit - sich Wasser (und Salzwasser) rein zieht und gar nicht mehr raus lassen will.
Kriechende Mittel, die gleichzeitig Wasser verdrängen sind da wohl derzeit noch immer eine der besten Vorgehensweisen, Rost auf längere Sicht zu bremsen.

mfG
Axel
 
Bei vorhandenem Restrost, unzugänglichen Stellen und Falzen ist meiner Meinung nach Owatrol unschlagbar. Wenn kein Loch in den Türen vorhanden oder nicht gebohrt werden soll, kann man dann nicht notfalls innen die Türverkleidung abnehmen? Bei mir (416er) komme ich dann an´s komplette Innenleben der Tür.
Grüße
Jörn
 
Yap! Ich will es gar nicht bestreiten. Meine Erfahrung ist folgende: 1991 habe ich in LA - Kalifornien ein F250 mit Squire cabover camper gekauft und nach Luanda - Angola (wo ich seit 34 Jahre lebe) verfrachtet. Das Ganze war 8 Monate auf See. Danach (da Luanda am Meer liegt) war ich unzählige Male mit dem Ford am Meer. Ich habe es letztes Jahr ohne ein einziges Rostfleck verkauft weil ich ein brandneues Dodge RAM 2500 4x4 6,7 Diesel Cummins gekauft habe, auch 9 Monate unterwegs, trotzdem kein Rost an den 4 Türen (selbe Einschnitte an der Untertür). Mein HillaMog hat auch Rost an der Seitentür und beide Koffertüren und gestern habe ich überlegt ob ich die Hohlräume mit Spritzvorrichtung bei hoher Temperatur verzinken lasse.....Übrigens, solche Spezialprodukte wie Mike Sanders Fett usw. existieren hier nicht dafür aber einen Spruch: "Wer keinen Hund hat muss er eben mit der Katze jagen!"
 
hallo interesantes thema dar muss ich auch noch durch und was ich machen werde ist erst owatrol drein spruwen und spater mit den bekanten fett konserveren

@ hilliemog shiffarht zubehur geschefte an der kuste entlang habben meistens konserverungs mittel gegen rost ich denke mal dass es ubber al dass selbe sein wird

stefan
 
abmog schrieb:
hallo interesantes thema dar muss ich auch noch durch und was ich machen werde ist erst owatrol drein spruwen und spater mit den bekanten fett konserveren

@ hilliemog shiffarht zubehur geschefte an der kuste entlang habben meistens konserverungs mittel gegen rost ich denke mal dass es ubber al dass selbe sein wird

stefan

Richtig, aber die Übersee Schutzprodukte werden nur auf neue Fahrzeuge von Hersteller gesprüht, mein Ford war gebraucht, Mod. 1987. Aber mit den richtigen Produkten kann man gar nichts falsches machen.