Holz behelfsmäßig rücken/schleifen ohne Rückeschild

ansgarbarth

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28. Jan. 2004
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Bräunlingen
www.barthshuesli.toubiz.de
Hallo,

wie könnte behelfsmäßig und dennoch halbwegs sicher das Holzschleifen mit einem 406er aussehen wenn weder Rückeschild noch Frontpolder zur Verfügung stehen.
=> Das Holz ist vorgeliefert und soll nun einfach am Weg zusammen gezogen werden.

Gruß.
Ansgar :?:
 
Moin, moin,

nimm ein Drahtseil ca. 8 - 10 mm nicht zu lang, schling es um den Stamm und zieh mit der Maulkupplung an. Funzt bei uns immer wunderbar.
 
Hallo Ansgar,

hat dein Mog einen Heckkraftheber?
dann nimm eine kurze Kette, bis ca 3m.
Die bindest Du um den Stamm, und hakst sie in die Anhängekupplung ein.
Dann hebst den HKH an, so daß der die Kette stramm zieht und damit der Stamm vom Boden kommt.
Deshalb darf die Kette nicht zu lang sein.
Dies hat den Effekt, daß der Stamm nicht zu viel Flurschaden anrichtet, sich kaum irgendwo festhakt, und nicht zu vergessen bei richtig dicken Brocken wird auch nochmal Druck auf die Hinterachse gegeben wodurch sich der Grip erhöht.

Mit ein bischen tricksen kannst Du so sogar mehrere Stämme auf einmal ziehen.
Das Aufpoltern mußt Du dann aber immer noch mit der Hand machen.

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo
 
Vorausgesetzt Dein Unimog hatt einen Heckkraftheber, habe ich es anfangs so gemacht. In den Hkh eine Ackerschiene die an Ausleger des Hkh einen anschlag hatte, um nicht zu Drehen. Auf diese Ackerschiene ein Winkel oder U- Eisen mit der Wandstärke die dem abstand Deiner Kettenglieder entspricht aufgeschraubt. Mehrere Löcher, über die breite verteilt, mit etwas größerem Durchmesser als die verwendete Kette so in das Eisen gebohrt, daß das Kettenglied hochkant nachdem man von oben li u. re am rand des Bohrloches eingesägt hat festen halt hat. Man nennt dies Ketenfalle ist an vielen Rückeschildern oben dran um zu ziehen. Man kann die Ketten darin auch einhängen wenn man sie nicht braucht dann gehen sie nicht verloren.
Vorteil dieser Methode ist, man kann die Kette je nach bedarf kürzen und in der Kettenfalle einhängen. Mann kann eventl. etwas über den stamm Fahren und anheben.
 
Hallo Ansgar,
mein U1000 hat eine abnehmbare AHK. Sie wird nur mit 2 Bolzen befestigt. Gut für mich, ich nehm die AHK ab und mit dem einen Bolzen steck ich eine schwere Kette am Aufhängglied oder ein Drahtseil fest. Drahtseile hab ich von einer Seilfirma in KA geholt, die waren für die Jungs dort ablegereif, bei mir privat im Forst ist mir das dann egal wenn ich die mal über den Waldweg schleif und die dadurch abschleifen. Wenn`s wenig wird schmeiß ich die Seile in den Schrott, haben ja nichts gekostet. Bei den Ketten hab ich 8 und 16mm, jeweils hochfeste Rundstahlketten mit Aufhängglied und Sicherheitshaken. Zum rausziehen nehm ich normalerweise die dicken, zum dazuhängen von schwächeren Stämmen die dünnen. Im direkten Zug hol ich da auch Stämme mit 60cm Durchmesser und 10m Länge auf ebenem Boden raus die dann zu Brennholz werden. Z. Zt. sind wir gerade beim holzmachen, hoffentlich ist der sch.... Schnee bald weg, der bringt meinen ganzen Zeitplan durcheinander. Poldern vermeide ich wenn möglich und arbeite die Stämme der Reihe nach gleich auf, spart Arbeit und Zeit. Brauchst Du Bilder von der Ketten/Seilaufnahme?
 
hallo
ich mache es auch so ähnlich wie thorsten starke kette in die aufname für oberlenker um die stamme kommen seile ca 1,5 mtr lang mit zwei schleifen unter zug zieht sich die schlinge zu habe letzten gipf aus der rücke gasse an einen freien platz gezogen gipfel entasten und 10 st oder so zusammen angehänt und rausgezogen
Das mit der ackerschiene habe ich mir auch schon überlegt aber wo soll ich den die seile einhängen

gruss basti
 
Hallo basti,
das mit der Ackerschiene geht nur wenn Du diese so fixierst daß sie sich nicht mehr drehen kann. An der festgelegten Ackerschiene kannst Du dann einen starken Winkelstahl, ca. 80x80x10mm, anschrauben in den Du vorher in regelmäßigen, nicht zu kleinen Abständen, Schlitze von etwas mehr als der Breite der verwendeten Kettenglieder eingearbeitet hast. Zum rausziehen werden nun die Stämmen wie gehabt angehängt, nur werden die Ketten nicht in der AHK sondern in der Kettenfalle auf der Ackerschiene eingehängt. Durch anheben der Ackerschiene ist ein weiterer Vorteil gegeben: die Stämme kommen vorne hoch und haben damit weniger Widerstand gegen den Boden bzw. weniger Neigung sich einzugraben. Ebenso kann die Hinterachslast erhöht und damit die Zugleistung verbessert werden. Im Prinzip funktioniert so auch eine Tragbergstütze.
 
hallo thorsten

das mit der ackerschiene ist mir klar.

das wollte ich auch schon machen ABER dann müsste ich mir ketten kaufen ! und seile habe ich genug

Gruss basti
 
wenn ich Holz mache mitm Fendt oder mitm New Holland von Kollegen ist
meistens die Winde dabei - da gehts einfach die hat ein Polterschild
dran sozusagen 8)

Sonst ohne Winde werden die Stämme mit Drahtseil bis an Weg gezogen
und von da häng ich sie mit kurzen Ketten an Heckkraftheber so kurz wie
möglich, damit ich sie hochheben kann hinten. Zieht sich leichter und die
Wege werden nicht gepflügt...
Alternativ kann man auch die Stämme an die AHK hängen nur dann kanns
sein dass sie eingraben im Boden oder sich an einer Wurzel festhaken -
da soll schon manche Kette gerissen sein dabei :lol:
 
Hallo,

ich machs mit der Dreipunktwinde mit Rückeschild und die besitzt auch die Kettenfallen. Die Kettenfallen sind einfach super.

Andere Frage, wie löst ihr das Problem der Verschmutzung der Stämme beim Schleifen. Die Motorsägenketten sind dann verhältnismäßig schnell stumpf und auf die Widiaketten möchte ich eigentlich verzichten.

Gruß
Torsten
 
das kannst du eigentlich nicht verhinden - außer du schleifst dein Holz
jetzt wo Schnee liegt und alles gefroren ist...
Wir machen grad ca. 50fm raus hier liegen 30-40cm Schnee da sind die
Stämme eigentlich relativ sauber.
Wobei die Stämme schon vor dem Rücken und Poltern auf die richtige Länge
gesägt werden - oder redet ihr jetzt von Stammholz als Feuerholz?

Im Sommer hab ich Stammholz rausgemacht und über nen geschotterten
Feldweg gezogen die Stämme waren am Lagerplatz schon einseitig entrindet :lol:
 
Hallo,
ich hab immer ein Schäleisen dabei um die Schnittflächen sauber zu machen. Zum drehen der Stämme verwende ich Sappie und Wendehaken wenn die nicht zu dick sind, falls die Stämme stärker sind nehm ich die Kurbelwinde mit und dreh die Stämme damit um.
 
Thorsten,
Schäleisen, das ist die Lösung. Wendehaken und klein und groß Sappi versteht sich von selbst.

Gruß
Torsten
 
Wir nehmen zum "Dreck abmachen" eine grobe Drahtbürste.
Schäleisen u. Axt sind nämlich bei Steinchen und Sand auch schnell stumpf. Nach Möglichkeit (bei stärkeren Stämmen) stech ich ein (Stechschnitt), trenn nach unten durch und schneide dann mit auslaufender Kette zur Verschmutzung hin fertig.

@ Torsten

Eine CV Kette (Widia) von Kox kostet auch kein Vermögen
(ca. 30 Euro für 38er Schwert)

Manfred
 
Hallo Manfred,

ist ja Interessant, mit auslaufernder Kette ist die Belastung (bei Verschmutzung) der Zähne geringer, wie kommt denn das? Bei einlaufender Kette hat man schon eine höhere Schnittleistung und die Belastung des Materials ( kompl. Säge)ist geringer als bei auslaufender Kette.

Bezügliche der CV Kette, die kann man doch nicht selber schleifen, aber die Standzeit ist schon 3-4 mal höher.

Gruß
Torsten
 
Hallo,
also wie das mit der auslaufenden Kette gehen soll würde mich auch interessieren. Es wird doch egal sein ob sie den Stein von oben oder von unten trifft. Sicher sind die Hartmetallketten haltbarer, nur in der Anschaffung und vor allem beim schärfen sind die deutlich teurer. Zumal ich meine Vollmeiselketten immer selber schleife. Geht aber bei Hartmetall mit meiner Maschine nicht. Der Stihlhändler vor Ort will aber mind. 20 Euro fürs schleifen einer 50cm Kette.
Eine andere Möglichkeit des Stammsäuberns kommt aus dem Baubereich. Dort werden Stahldrahtbesen eingesetzt um Schaltafeln zu putzen. Die sind ca. 30cm breit und dürften in der Anwendung der Handdrahtbürste überlegen sein.
 
So jetzt mal der Reihe nach:

1) -Die MC Kette bei Kox kann nach der Beschreibung im Katalog mit normalem Schleifgerät und normaler Scheibe geschliffen werden.
-Kette kostet für ein 38er Schwert 18 Euro ( 30 waren aus dem Gedächtnis)
- Ich hab 2 neue liegen, noch nicht benützt, kann desshalb zum schleifen noch nichts sagen.

2) auslaufende Kette

Thorsten, natürlich ist es egal ob der Dreck mit ein- od. auslaufender Kette erwischt wird.

Es ist aber nicht egal wann Du den Dreck schneidest.

Es hies ja Stammholz zu Brennholz, d.h. Meterstücke sägen.
Wenn Du beim ersten Meterstück schon beim anschneiden die Kette stumpf machst, hast Du nur noch Plagerei.
Deshalb meine beschriebene Vorgehensweise.

Erst alle Trennschnitte mit guter Schneide möglichst weit und zum Schluß nur noch alle (kleinen) Gegenschnitte.

Manfred
 
Hallo Manfred,
18 Euro für eine hartmetallbesetzte Kette für ein 38cm Schwert die man noch dazu mit der normalen Schleifscheibe schärfen kann kommt mir sehr komisch vor. Ich hab Preise von Stihl über ca. 45-50 Euro für eine 40er Kette, und die kann man nur mit einer speziellen Scheibe schärfen. Also hier passt in meinen Augen was nicht ganz zusammen.
Nur so nebenbei bemerkt: wenn ich gleich beim ersten Schnitt einen Stein erwische säge ich wohl nicht mit der stumpfen Kette weiter sondern mach eine andere, frisch geschliffene drauf!! Ich säge auch die Stammstücke von oben her ein und drehe den Stamm wenn`s geht dann um damit ich die restlichen Stücke durchtrennen kann. Bei meinem diesjährigen Holz hab ich aber Stämme von 60cm Durchmesser und 12m Länge dabei, die dreht man nicht einfach so ein Stück weiter nur um nicht in den Dreck zu sägen. Hier wäre eine Hartmetallkette genau richtig, am besten noch auf der zweiten Säge die ich eh immer dabei hab falls mal was klemmt oder sonst was schiefgeht. Das ist beim Holzeinschlag immer drin.
 
Hallo,

die Erfahrungen mit der HM "Hartetall"- Kette würden mich auch stark interessieren.
Mich, (komme aus dem zerspanenden Gewerbe) haben die evtl. Nachteile immer von den HM Ketten abgeschreckt, ich rechne mit von Steinen "zerschlagenen" HM- Schneiden und vor allem das teure schleifen.
Also falls sich die KOX Kette auch mit einer "normalen" Scheibe schleifen lässt, muss der Scheibenverschleiss wesendlich höher sein als bei einer normalen Kette.
Zum Schleifen immer weiche Scheibe für hartes Material, harte Scheibe für weiches Material...

Ich beachte beim "Sandsägen" möglichst den Dreck von innen, also mit auslaufender Kette zu schneiden, da ja so der Dreck nur ganz kurz kontakt mitt der Schneide hat und nicht mehr durch den Schnitt geführt wird.
Ansonsten kann ich nur sagen das die Halbmeissel Ketten bei Dreck, länger halten als die Vollmeissel und der picco Kette von meiner 018 scheint es noch weniger auszumachen.
Da die Picco Ketten aus dem Hobby Bereich noch schmaler sind, muss es was damit zu tun haben wieviel Dreck mit in den Schnitt geht.

Da meine gefeilten Ketten auch besser Schneiden als die von der Maschine geschärften Ketten und man Hartmetall nie so scharf schleifen kann wie sonstige HSS Schneidstoffe, würde mich der "Biss" einer HM Kette im Vergleich zu einer normalen auch interessieren.

Gruss

Thomas