Hallo,
zur Abwechslung mal wieder ein positiver "Arbeitsbereicht" (statt immer nur Fragen und Probleme ...):
Am letzten Wochenende (Freitag abend und Samstag) habe ich die Gelegenheit mit Schnee (na ja, schlappe 3cm ...) und Frost genutzt, endlich mal mein restliches Holz aus dem Wald zu holen - vorher kam immer was dazwischen: Keine Zeit, zu schlammig, Regen ohne ende, Mog läuft nicht (Kühler war eingefroren und geplatzt), kein Ahänger frei, etc.
Also, am Freitag nachmittag etwas früher Feierabend im Büro, Mog gepackt - lief nach ca. 1 Monat Standzeit problemlos auf's erste Mal an - kleinen 1-Achser PKW-Anhänger dran und beschlossen, daß jetzt erst mal das restliche Meterholz raus kommt, und dabei die Lage für die dicken Stämme gepeilt wird. Also los zum Wald !
Den Anhänger hab' ich dann neben dem befestigten Waldweg abgestellt und bin den Rest (ca. 300m) mit dem Mog den abschüssigen und zerfurchten Pfad reingefahren. Dort das restliche gestapelte Holz auf die Pritsche gewuchtet, damit erst mal die Bodenhaftung stimmt
Dann umgedreht und alle Stücke, die zu schwer waren, mit einer Seilschlaufe als Bündel an den FL gehängt.
(Das Foto stammt noch aus dem Herbst, als ich auch dort Holz abgefahren habe. Besser umladen ist das allemal, weil das Holz ja auf den Hänger muß)
So bin ich dann im Schrittempo wieder rausgefahren und hab' das Bündel wie es war auf den Einachser gelegt. Dann nochmal rein, und das restliche Holz wieder als Bündel vorne dran und rausgefahren.
Tja, und nun hatte ich ein Problem: Prische voll, Anhänger voll, und noch mickrige 5-6 Hölzer übrig - also was tun ? Am Weg liegenlassen wollte ich das Holz nicht, also hab' ich es einfach in der Seilschlaufe am FL hängen gelassen, noch mit einer Kette gegen das Zugmail abgespannt, den Anhänger hinten dran und auf Schleichwegen die 3km heimgetuckert
Inzwischen war's dunkel, und nun ich wollte alles für Samstag vorbereiten, um die 5 großen Stämme abzufahren. Also, alles abladen, auch den Zweiachser, der immer noch mit der letzten Fuhre beladen war.
(So beladen hatte ich den Hänger abgestellt)
Der große Anhänger ist zwar ein Kipper, dumm waren nur zwei Sachen: Das Holz war inzwischen zusammengefroren, und außerdem viel zu schwer, als daß es die Mog-Hydraulik gedrückt hätte. Also (mal wieder) mit Muskelkraft ca. 2to Holz abgeladen (gesägte Stücke, aber bis 50cm dick...). Dann noch den Hänger an die Straße vorgezogen und erst mal Feierabend (wobei die Betonung auf "Abend" liegt).
Samstag morgen dann wieder Mog und Werkzeug gepackt, noch Papa's alte Holz-Handsäge rausgekramt und mitgenommen und los geht's ... denkste: Nach 1km fahrt war mal wieder der Spritfilter zu (okay, irgendwann reinige ich den Tank und meine Kanister), aber man hat ja langsam Übung darin: Abbauen, Siff rauskratzen, Ausblasen, einbauen, 'n bischen entlüften: Läuft.
Im Wald dann den Anhänger wieder neben den Weg in die Nähe der Stämme geparkt. Die waren natürlich angefroren und lagen flach auf, aber wozu hat man den Mog: Den ersten Stamm am Ende mit dem untergeklemmten FL etwas angehoben, Kette durch, Mog umsetzen und Stamm am FL anhängen. Weil das Teil ziemlich dick und einige Meter lang ist (und ich keine Querstange für die Schaufelaufnahme habe), hab' ich ihn einfach an die Quertraverse gehängt. Die ist schön stabil, die Hubhöhe verringert sich dadurch nicht, und die Last hängt näher am Mog, also weniger Hebelarm. Etwas Bammel hatte ich dann schon, aber der Stamm ließ sich (ohne Ballast auf der Pritsche !) gut heben.
(So sah einer der Stämme im Herbst beim rausschleppen aus)
Ich bin dann im Super-Schleichtempo ca. 10m zurück, um's Eck und wieder 20m vor bis zum Anhänger gefahren und hab' den Stamm da drauf abgelegt. Da die folgenden Stämme dicker waren, hab' ich vorsichtshalber erst mal noch alle herumliegende Holz-Reststücke eingesammelt und auf die Pritsche geworfen, so als "Not-Ballast". Dann das gleiche Spiel wieder: Stamm mit dem FL ca. 20cm am Ende anheben, Kette durch, anhängen, vorsichtig zum Anhänger rüber und aufladen. Der dritte war der dickste Brocken, ging aber gerade noch so. Uff ! Dann die Stämme nochmal mit dem FL etwas zusammengeschoben, auf dem Hänger festgemacht und die erste Fuhre heimgefahren (mehr hätte ich nicht raufladen können, die Hubhöhe incl. Anschlagkette hat nicht gereicht).
Am Holzplatz die Stämme mit einem Hebeleisen seitlich runtergerollt - fertig war die erste Fuhre, und der Mittag war verdient !
Nachmittags dann den Rest, aber jetzt wurd's dick:
(Das war der "dicke Brocken", Eiche alt, also trocken, ca. 6m x 65cm)
Die beiden letzten Stämme waren jeweils eindeutig zu groß und schwer für den kleinen FL2 - also Kleinholz machen ist angesagt. Was tut man aber, wenn man nur eine 30er Säge hat, der Stamm aber ca. 70cm mißt ?? Dumm gelaufen ? Nein, nur etwas Phantasie ist angesagt: Die Stämme mit der Kettensäge von einer Seite her eingesägt, den Stamm dann mit Mog und FL umgedreht, von der Rückseite fertiggesägt. Tja, und die verbleibenden 3-10cm Kernstück mit der guten alten Handsäge "durchgeraspelt". Wenn man das mal wieder gemacht hat, dann bekommt man ein Gefühl dafür, was Schnittholz und Brennholz früher wert waren !
Der Rest war dann wieder etwas einfacher - für mich, denn jetzt durfte der Mog wieder arbeiten: Den einen Baum hatte ich halbiert, den anderen in 6 Stücke a 1m zerlegt. Auch hier das gleiche Spiel: Anheben mit der FL-Schwinge, Seil durch, anhängen und rauf auf den Hänger, Seil rausziehen - und fertig ist die Laube. Bis zum Abend war auch das dann geschafft, und ich konnte beruhigt heimfahren - Aktion "Holzabfuhr" abgeschlossen.
Ich war auf jeden Fall eindeutig positiv überrascht, was man mit dem 421 und dem FL2 alles bewegen kann, und daß der FL die - für meine Begriffe ziemlich großen - Stämme problemlos hebt, hätte ich nicht gedacht. Ich muß jetzt zwar die Teile nochmal bewegen, sägen und zerkleinern - nur kann ich das jetzt zuhause in aller Ruhe und Stück für Stück machen, und muß nicht im Wald die Hektik veranstalten, um schnell fertig zu werden.
So, und nun bin ich stolz, daß ich das alles geschafft habe !
Der Mog lief prima, das Material hat alles durchgehalten, das Wetter war passabel bis super, und Spaß hat es auch gemacht !
Was will man mehr ?
Andreas
PS: Die gezeigten Fotos stammen noch von der letzten Aktion im Herbst, seither konnte ich dort nicht weitermachen. Und natürlich hatte ich am Wochenende wieder kein "Hilfspersonal" zum fotografieren dabei ... Ich werd' aber versuchen, das ganze beim Umsetzen der Stämme nochmal im Bild festzuhalten.
zur Abwechslung mal wieder ein positiver "Arbeitsbereicht" (statt immer nur Fragen und Probleme ...):
Am letzten Wochenende (Freitag abend und Samstag) habe ich die Gelegenheit mit Schnee (na ja, schlappe 3cm ...) und Frost genutzt, endlich mal mein restliches Holz aus dem Wald zu holen - vorher kam immer was dazwischen: Keine Zeit, zu schlammig, Regen ohne ende, Mog läuft nicht (Kühler war eingefroren und geplatzt), kein Ahänger frei, etc.
Also, am Freitag nachmittag etwas früher Feierabend im Büro, Mog gepackt - lief nach ca. 1 Monat Standzeit problemlos auf's erste Mal an - kleinen 1-Achser PKW-Anhänger dran und beschlossen, daß jetzt erst mal das restliche Meterholz raus kommt, und dabei die Lage für die dicken Stämme gepeilt wird. Also los zum Wald !
Den Anhänger hab' ich dann neben dem befestigten Waldweg abgestellt und bin den Rest (ca. 300m) mit dem Mog den abschüssigen und zerfurchten Pfad reingefahren. Dort das restliche gestapelte Holz auf die Pritsche gewuchtet, damit erst mal die Bodenhaftung stimmt
Dann umgedreht und alle Stücke, die zu schwer waren, mit einer Seilschlaufe als Bündel an den FL gehängt.
(Das Foto stammt noch aus dem Herbst, als ich auch dort Holz abgefahren habe. Besser umladen ist das allemal, weil das Holz ja auf den Hänger muß)
So bin ich dann im Schrittempo wieder rausgefahren und hab' das Bündel wie es war auf den Einachser gelegt. Dann nochmal rein, und das restliche Holz wieder als Bündel vorne dran und rausgefahren.
Tja, und nun hatte ich ein Problem: Prische voll, Anhänger voll, und noch mickrige 5-6 Hölzer übrig - also was tun ? Am Weg liegenlassen wollte ich das Holz nicht, also hab' ich es einfach in der Seilschlaufe am FL hängen gelassen, noch mit einer Kette gegen das Zugmail abgespannt, den Anhänger hinten dran und auf Schleichwegen die 3km heimgetuckert
Inzwischen war's dunkel, und nun ich wollte alles für Samstag vorbereiten, um die 5 großen Stämme abzufahren. Also, alles abladen, auch den Zweiachser, der immer noch mit der letzten Fuhre beladen war.
(So beladen hatte ich den Hänger abgestellt)
Der große Anhänger ist zwar ein Kipper, dumm waren nur zwei Sachen: Das Holz war inzwischen zusammengefroren, und außerdem viel zu schwer, als daß es die Mog-Hydraulik gedrückt hätte. Also (mal wieder) mit Muskelkraft ca. 2to Holz abgeladen (gesägte Stücke, aber bis 50cm dick...). Dann noch den Hänger an die Straße vorgezogen und erst mal Feierabend (wobei die Betonung auf "Abend" liegt).
Samstag morgen dann wieder Mog und Werkzeug gepackt, noch Papa's alte Holz-Handsäge rausgekramt und mitgenommen und los geht's ... denkste: Nach 1km fahrt war mal wieder der Spritfilter zu (okay, irgendwann reinige ich den Tank und meine Kanister), aber man hat ja langsam Übung darin: Abbauen, Siff rauskratzen, Ausblasen, einbauen, 'n bischen entlüften: Läuft.
Im Wald dann den Anhänger wieder neben den Weg in die Nähe der Stämme geparkt. Die waren natürlich angefroren und lagen flach auf, aber wozu hat man den Mog: Den ersten Stamm am Ende mit dem untergeklemmten FL etwas angehoben, Kette durch, Mog umsetzen und Stamm am FL anhängen. Weil das Teil ziemlich dick und einige Meter lang ist (und ich keine Querstange für die Schaufelaufnahme habe), hab' ich ihn einfach an die Quertraverse gehängt. Die ist schön stabil, die Hubhöhe verringert sich dadurch nicht, und die Last hängt näher am Mog, also weniger Hebelarm. Etwas Bammel hatte ich dann schon, aber der Stamm ließ sich (ohne Ballast auf der Pritsche !) gut heben.
(So sah einer der Stämme im Herbst beim rausschleppen aus)
Ich bin dann im Super-Schleichtempo ca. 10m zurück, um's Eck und wieder 20m vor bis zum Anhänger gefahren und hab' den Stamm da drauf abgelegt. Da die folgenden Stämme dicker waren, hab' ich vorsichtshalber erst mal noch alle herumliegende Holz-Reststücke eingesammelt und auf die Pritsche geworfen, so als "Not-Ballast". Dann das gleiche Spiel wieder: Stamm mit dem FL ca. 20cm am Ende anheben, Kette durch, anhängen, vorsichtig zum Anhänger rüber und aufladen. Der dritte war der dickste Brocken, ging aber gerade noch so. Uff ! Dann die Stämme nochmal mit dem FL etwas zusammengeschoben, auf dem Hänger festgemacht und die erste Fuhre heimgefahren (mehr hätte ich nicht raufladen können, die Hubhöhe incl. Anschlagkette hat nicht gereicht).
Am Holzplatz die Stämme mit einem Hebeleisen seitlich runtergerollt - fertig war die erste Fuhre, und der Mittag war verdient !
Nachmittags dann den Rest, aber jetzt wurd's dick:
(Das war der "dicke Brocken", Eiche alt, also trocken, ca. 6m x 65cm)
Die beiden letzten Stämme waren jeweils eindeutig zu groß und schwer für den kleinen FL2 - also Kleinholz machen ist angesagt. Was tut man aber, wenn man nur eine 30er Säge hat, der Stamm aber ca. 70cm mißt ?? Dumm gelaufen ? Nein, nur etwas Phantasie ist angesagt: Die Stämme mit der Kettensäge von einer Seite her eingesägt, den Stamm dann mit Mog und FL umgedreht, von der Rückseite fertiggesägt. Tja, und die verbleibenden 3-10cm Kernstück mit der guten alten Handsäge "durchgeraspelt". Wenn man das mal wieder gemacht hat, dann bekommt man ein Gefühl dafür, was Schnittholz und Brennholz früher wert waren !
Der Rest war dann wieder etwas einfacher - für mich, denn jetzt durfte der Mog wieder arbeiten: Den einen Baum hatte ich halbiert, den anderen in 6 Stücke a 1m zerlegt. Auch hier das gleiche Spiel: Anheben mit der FL-Schwinge, Seil durch, anhängen und rauf auf den Hänger, Seil rausziehen - und fertig ist die Laube. Bis zum Abend war auch das dann geschafft, und ich konnte beruhigt heimfahren - Aktion "Holzabfuhr" abgeschlossen.
Ich war auf jeden Fall eindeutig positiv überrascht, was man mit dem 421 und dem FL2 alles bewegen kann, und daß der FL die - für meine Begriffe ziemlich großen - Stämme problemlos hebt, hätte ich nicht gedacht. Ich muß jetzt zwar die Teile nochmal bewegen, sägen und zerkleinern - nur kann ich das jetzt zuhause in aller Ruhe und Stück für Stück machen, und muß nicht im Wald die Hektik veranstalten, um schnell fertig zu werden.
So, und nun bin ich stolz, daß ich das alles geschafft habe !
Der Mog lief prima, das Material hat alles durchgehalten, das Wetter war passabel bis super, und Spaß hat es auch gemacht !
Was will man mehr ?
Andreas
PS: Die gezeigten Fotos stammen noch von der letzten Aktion im Herbst, seither konnte ich dort nicht weitermachen. Und natürlich hatte ich am Wochenende wieder kein "Hilfspersonal" zum fotografieren dabei ... Ich werd' aber versuchen, das ganze beim Umsetzen der Stämme nochmal im Bild festzuhalten.