Hubkraft hydraulischer Heckkraftheber U411.120

tommya8

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22. Sep. 2011
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Hallo zusammen,
ich habe an meinem U411.120 einen Hydraulischen Heckkraftheber.

Vor kurzem habe ich das Hydrauliköl gewechselt.
Neu eingefüllt habe ich ein 15W40 Motoröl, was im Hydrauliksystem drin war weis ich leider nicht.

Als ich gestern zum Holzspalten wollte hat die Hubkraft nicht ausgereicht den (ca. 340Kg schweren) neuen Holzspalter an zu heben. Die Bandsäge die bisher immer problemlos ausgehoben wurde wurde nur sehr langsam (und nur mit Gas geben) ausgehoben.
Anscheinend erreicht mein Hydrauliksystem mit diesem Öl nicht die volle Hubkraft :-(.

Deshalb meine Frage: Was für ein Hydrauliköl fülle ich am besten ein?

Paralell habe ich ein Manometer bestellt, so dass ich den Systemdruck messen kann.

Danke und Gruß
Thomas

PS @ Optimog: Ich habe deinen Beitrag gelesen und arbeite eines nach dem anderen ab. Ich glaube nicht an einen größeren Defekt, mit dem alten Öl wurde ja z.B. die Bandsäge problemlos ausgehoben.
 
Hallo Thomas,

mit dem relativ zähflüssigen SAE 15W-40 müsste die Hubkraft eigentlich höher sein als mit dem eigentlich vorgesehenen HLP32 (im Sommer, HLP22 im Winter). Denn je zäher das Öl desto geringer sind die inneren Spaltverluste in der Pumpe.

Als nächstes würde ich auch den Druck messen, wenn der Zylinder am Anschlag ist. Der sollte dann 150 bar betragen. Falls geringer sind Pumpe und/oder Druckbegrenzungsventil zu überprüfen.
 

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Hallo in die Runde,
ist denn Motoröl das richtige? Mir sagte ein 411 Eigenümer das dies schädlich sei, da das Motoröl aggressive Stoffe besäße welche die Dichtungen angreifen.
LG Riri
 
Hallo Riri,

Motoröl SAE 15W-40 ist chemisch gesehen nicht schädlich für die Hydraulik. Es ist nur physikalisch - wegen der hohen Viskosität bei niederen Temperaturen - schlecht geeignet.

Im Diagramm oben sieht man, dass SAE 15W-40 erst ab 40°C viskositätsmäßig passt. Motoröle sind für eine Betriebstemperatur von 100°C konstruiert, Hydrauliköle für 40°C und leicht darüber. Kritisch ist generell die Startviskosität, also die Zähflüssigkeit bei kaltem Öl. Hydrauliken werden deshalb schonend "hochgefahren". Oft gibt es dafür einen speziellen Modus und richtiges Arbeiten kann erst nach dessen Durchlauf beginnen.
 
Hallo zusammen,
ich habe noch eine Frage:
Is es notwendig das Hydrauliksystem zu entlüften?

Im Hydrauliksystem ist durch den Ölwechsel (und den Wechsel der Hydraulikschläuche) bestimmt einiges an Luft.
Wie kommt das aus dem System?

An den Zylindern von meinem Frontlader gibt es Entlüftungsschrauben, so etwas haben aber die anderen Zylinder (HKH, Kipper) nicht.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

es bildet sich ein Kreislauf vom Behälter über die Pumpe durch den Steuerblock zurück in den Behälter aus. Hier muss in der Regel nicht entlüftet werden.

Anders sieht es bei Leitungen zu den Zylindern aus. Das sind ja eigentlich Sackgassen und es kann Luft darin verbleiben.

Wenn das Volumen in der Leitung deutlich kleiner ist als das Schwankungsvolumen des Zylinders, kann meist mit mehrfach ausgeführten vollständigen Hüben entlüftet werden.

In anderen Fällen kann mit Ablassen von Luft aus Verschraubungen an hoch liegenden Stellen entlüftet werden.

In der Praxis gibt es bei der Hydraulik im 411 aber kaum Schwierigkeiten mit Luft im System.
 
Hallo zusammen,
das Manometer ist gekommen :-),
jetzt werde ich den Druck messen.

Wie kann ich denn am Druckbegrenzungsventil den Druck einstellen?

Ist eine Erhöhung auf 180 bar möglich / sinnvoll
(Ich gehe davon aus dass der noch Serienmäßig auf 150 bar eingestellt ist)?

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

mehr als 150 bar sind im 411 nicht vorgesehen und auch nicht nötig.

Das Druckbegrenzungsventil wird eingestellt, indem Passscheiben unter die Feder gelegt werden, ca. 17 bar/mm.
 
Hallo
und schon mal Danke für die Info.

Ich befürchte dass es nicht am DBV liegt sondern dass die Pumpe am A**** ist.

Gemessen habe ich 50 bar... :evil:

Das erscheint mir doch sehr wenig.
Evtl. habe ich ja beim abdichten des Steuerblockes paar Scheiben vergessen?

Na ja, morgen geht die Suche weiter.

Danke und Gruß
Thomas
 
Hallo zusammen,
ich habe soeben 2 M8 Unterlagsscheiben (in Summe 3mm dick) unter die Feder gelegt und ca. 80 bar gemessen :party .

Laut Christoph müssten es bei 3mm ca. 100 bar (pro mm 17 bar) sein, das muss ich mir also noch mal anschauen.
Kann mir jemand sagen wie rum das Teil auf der Feder eingebaut werden muss?
Also das Teil auf Bild 1 und Bild 2?
Als ich die große Schraube gelößt habe ist mir das Teil in die Hand gefallen und ich weis nicht wie rum es wieder rein gehört :shock:.

Die Schraubkappe ist auch schon komplett voll mit Scheiben,
entweder ist die Feder zu kurz oder erlahmt.
Wie lang ist die Feder original?
Wo gibt es Ersatz für die Feder?

Danke und Gruß
Thomas
 

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Hallo Thomas,

es gibt auch Federn mit 12 bar/mm. Dann hast Du vermutlich eine solche. Du kannst sie weiter verwenden.

Das zylindrische Ende kommt in die Feder, das mit der konkaven Fläche zur Kugel nach unten in die Bohrung. Hoffentlich hast Du die Kugel nicht verloren.

Siehe auch Foto im Anhang
 

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Oh je :oops:
Kugel?

Beim herausnehmen der Verschraubung mit Feder habe ich nur das 4 eckige Metallteil gesehen.
Von einer Kugel war da nichts zu sehen...
Also entweder hab ich die schon beim abdichten des Steuerblockes verbummelt,
oder die ist (so hoffe ich) noch an ihrem Platz.

Das schaue ich morgen...
Falls nicht: Was hat die Kugel für einen Durchmesser?
Ich habe hier noch einige Kugellager liegen, da findet sich bestimmt eine passende Kugel :mauer

Danke und Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

die Kugel könnte auch noch in ihrem Sitz kleben. Guck mal ins Loch. Sonst kannst Du den Durchmesser anhand meines Fotos und auch der konkaven Fläche abschätzen. Es kommt nicht so genau auf den Durchmesser an.

Messen kann ich jetzt leider nicht, da ich längere Zeit unterwegs bin.
 
Wenn ich das Bild so sehe, wäre dann ohne die Feder,Kugel,Zwischenstück eine Druckweiterleitung zu einem weiteren Steuergerät (mit Druckbegrenzungsventil) möglich?
 
Hallo Stephan,

wenn die Kugel - und eventuell noch mehr - fehlt, gibt es einen Kurzschluss zwischen P(umpe) und T(ank) bzw. R(ücklauf). Es kann also kein Druck aufgebaut werden.

Druckweiterleitung gibt es nur bei sogenannten Drosselsteuerungen - welche beim historischen Unimog vorliegt - und geht von der letzten (hier zweiten) Sektion aus. Dafür könnte man die serienmäßige Endplatte durch eine besonders angefertigte ersetzen. Denn für die Nachrüstung eines Weiterleitungseinsatzes ist sie zu schwach. Sie ist nur für Rücklaufdrücke bis 5 bar ausgelegt, nicht aber für 150 bar in der Mitte der großen Fläche zwischen den Zugankern.
 

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Hallo,
das Problem ist gelößt...

Ich habe beim Abdichten des Steuerblockes die Kugel verloren / vergessen oder was auch immer :oops: .

Aktuell habe ich eine 7mm Stahlkugel (aus einem Hilti Bohrfutter) im DBV,
den Druck habe ich per Passscheiben auf 120 bar eingestellt.

Nächste Woche probiere ich ob das ausreicht um den Spalter an zu heben
(ich gehe davon aus dass das locker reicht, sonst stell ich den Druck auf die 150 bar).

Das war eine Lehre für mich, beim zerlegen ganz genau aufpassen,
dass soche Aktionen nicht noch mal vorkommen!

Ich bedanke mich bei allen (vor allem bei Christoph) für die gute und fundierte Hilfe.
Ohne eure Unterstützung hätte ich das so schnell nicht hin bekommen.

Grüße und ein schönes Wochenende!
Thomas